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Kampfmassnahmen

Gewerkschaften blockieren den Verladebahnhof der Tamoil-Raffinerie im Wallis

Im Tauziehen um einen Sozialplan für die von der Entlassung bedrohten Angestellten der Tamoil-Raffinerie in Collombey-Muraz VS haben die Gewerkschaften heute Morgen Kampfmassnahmen ergriffen. Sie blockierten ab 4.30 Uhr den Verladebahnhof der Raffinerie.

Les employes de la raffinerie et des sympathisants manifestent contre la fermeture de la raffinerie Tamoil, avec un panneau Je suis Tamoil ce mercredi 4 fevrier 2015 a Collombey en Valais. Le groupe petrolier Tamoil veut interrompre les activites de sa raffinerie de Collombey et a decide de vendre l'ensemble de son site dans le Chablais, 272 personnes sont menacees de liecenciement. (KEYSTONE/Laurent Gillieron)

Es ist nicht das erste Mal, dass gegen Tamoil gekämpft wird. Bild: KEYSTONE

Gegen 5.00 Uhr hatten sie bereits sieben Lastwagen festgesetzt, wie Blaise Carron, Sekretär der Gewerkschaft Unia, auf Anfrage der Nachrichtenagentur sda sagte. Die Blockade soll bis 10.00 Uhr dauern. Das Vorgehen war am Donnerstagnachmittag bei einer Versammlung der Gewerkschaften und der Tamoil-Angestellten beschlossen worden.

Die Gewerkschaften bezeichneten die Vorschläge der Tamoil zum Sozialplan als «inakzeptabel». Die Verhandlungen um einen Sozialplan waren am Mittwoch ins Stocken geraten. Die Tamoil-Direktion warf ihrerseits den Gewerkschaften vor, den Verhandlungstisch ohne klare Gegenposition und mit einer «wenig konstruktiven Haltung» verlassen zu haben.

Nach dem Streik wollen sich die Tamoil-Angestellten und Gewerkschaften um 10.30 an einer Medienkonferenz ihre Forderungen präsentieren. Von der Schliessung sind 233 Raffinerie-Angestellte im Wallis sowie über 20 Angestellte am Tamoil-Sitz in Genf betroffen. (feb/sda)



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