Schweiz
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Bild: watson

Demokratie-Experiment

Liebes Pony, warum tust du dir das an?  

watson-Bloggerin Yonni Meyer aka Pony M. lässt sich seit gestern drei Wochen lang fremdbestimmen. Im SRF-Projekt «Ich, die Mehrheit» bestimmt die Online-Community, was sie zu tun und zu lassen hat. 

28.04.14, 18:16 28.04.14, 19:23

«Soll ich über den Hafenkran oder das Sechseläuten schreiben?», «Soll ich zu Hause bleiben oder im Regen spazieren gehen?», «Soll ich einen DNA-Test auf Cystische Fibrose machen?» Solche und ähnliche Lebensfragen lässt Yonni Meyer für drei Wochen die Mehrheit für sich entscheiden.

Seit einem Jahr schreibt die Bloggerin auf Facebook – für watson seit Februar als Yonnihof – über ihre Alltagsbeobachtungen. 26'000 Menschen schauen ihr inzwischen dabei zu. Diese und viele mehr bestimmen nun über ihr Leben. Eines möchte sie jedoch betont haben: Nicht über Yonni Meyer waltet die Mehrheit, sondern über die Kunstfigur Pony M. «Yonni Meyer lässt sich nämlich nicht rumschubsen», sagt sie, «das Pony hat sich jedoch begeistert auf das Experiment eingelassen.»

Demokratie am eigenen Leib

Warum tut sich Pony M. das an? SRF-Kultur will durch das Projekt Demokratie erlebbar machen: «Es soll der Demokratie ein Gesicht geben und dem Publikum den Einfluss einer Stimmmehrheit vor Augen führen», sagt Monica Cantieni, Bereichsleiterin Multimedia Kultur. Ein Diskurs über das Selbstverständnis der Schweizer in einer direkten Demokratie soll entstehen. 

Hier wurde sie von der Mehrheit in den Regen geschickt: Bloggerin Pony M.  Bild: Yonni Meyer

Pony M. selber ist gespannt, zu erfahren, wie es ist, fremdbestimmt zu werden. Jeweils eine festgelegte Tagesabstimmung hat sie im Vorfeld mit dem Sender erarbeitet, die kleinen Abstimmungen über den Tag lanciert sie selbst: «Dabei soll es nicht langweilig werden. Ich will mich auch selbst herausfordern», sagt sie.

Soll Pony M. Ja oder Nein zur Mindestlohninitiative sagen? 

Yonni Meyer hat seit ihrem 18. Lebensjahr kaum eine Abstimmung ausgelassen. Nun darf die Mehrheit darüber entscheiden, was sie am 18. Mai zur Mindeslohninitiative abstimmen soll. «Ich bin in dieser Frage so gespalten, dass ich hinter beiden Antworten stehen kann», sagt sie. «Hauptsache, meine abstimmungsmüde Generation setzt sich mit diesen Themen auseinander.» Ihr geht es darum, ihr Umfeld zum Debattieren über wichtige gesellschaftliche Themen anzuregen. Ob Yonni Meyer es tatsächlich schafft, durch das Projekt mehr junge Leute an die Urne zu bringen? Stimmen Sie ab! 

Umfrage

Schafft es das Projekt «Ich, die Mehrheit» die Jugendlichen an die Urne zu locken?

  • Abstimmen

66 Votes zu: Schafft es das Projekt «Ich, die Mehrheit» die Jugendlichen an die Urne zu locken?

  • 39%Ja, dank Pony M. setzen sich mehr Junge mit den aktuellen Abstimmungsthemen auseinander.
  • 33%Nein, da muss zuerst die Online-Abstimmung eingeführt werden.
  • 24%Keinen Bock euren Poll zu beantworten. Ich stimme prinzipiell nicht ab.



Hol dir die App!

Zeno Hirt, 25.6.2017
Immer wieder mal schmunzeln und sich freuen an dem, was da weltweit alles passiert! Genial!

Abonniere unseren Daily Newsletter

6
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 72 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
6Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • ruedi 29.04.2014 11:16
    Highlight Warum tut man sich das an?
    Ich denke, dass auch Yonni arbeiten will und muss. Und sie hat offensichtlich grosse Freude daran, ihr Leben vor einem Publikum auszubreiten. Das tut sie mit grossem Erfolg, welcher natürlich beflügelt und sie immer weiter trägt.
    Yonni, du bist eine einzigartige, faszinierende Frau, lebe dein Leben und geniess es!
    1 1 Melden
  • strudi 28.04.2014 20:17
    Highlight Mann setzt sich automatisch mehr mit gewissen themen auseinander.... cf zum beispiel war mir völlig unbekannt. Dafür danke pony
    3 1 Melden
    • Yonni Meyer 28.04.2014 23:15
      Highlight Sehr gerne, lieber Strudi. Schön, dass du vom Projekt profitierst.
      2 0 Melden
  • Micha Moser 28.04.2014 18:56
    Highlight Vielleicht ist es nur eine Spielerei, aber sehr gut umgesetzt :)
    4 0 Melden
    • Yonni Meyer 28.04.2014 19:16
      Highlight Danke, lieber Micha. Immer schön mitvoten!
      5 0 Melden

Zürcher Stadtparlament will auch in Zukunft keine Nationalitäten in Polizeimeldungen

Die Nationalitäten von Tätern und Opfern soll die Zürcher Stadtpolizei in ihren Meldungen auch weiterhin nicht nennen. Diese Praxis hat das Stadtparlament am Mittwoch klar bestätigt. Ein SVP-Postulat für die Wiedereinführung der Nennungen fand keine Mehrheit.

Seit dem vergangenen November verzichtet die Stadt Zürich auf die Nennung von Nationalitäten in Polizeimeldungen. Auf Anfrage werden sie jedoch bekanntgegeben. Der damalige Sicherheitsvorstand Richard Wolff (AL) setzte damit ein 2015 vom Stadtparlament überwiesenes Postulat um.

Mit der Nennung der Nationalität werde suggeriert, dass sich die Tat damit erklären lasse. Dies verdecke die eigentlichen Ursachen wie beispielsweise Armut, tiefes Bildungsniveau oder Drogensucht, lautete die …

Artikel lesen