Schweiz
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Presseschau vom 21. Dezember

Das schreiben die Sonntagszeitungen

21.12.14, 08:18 21.12.14, 08:42

Eine Umfrage der «SonntagsZeitung» zeigt einen leichten Aufwärtstrend für fast alle Parteien ausser der SVP. Zudem geht Didier Burkhalter aus der Umfrage als beliebtester Politiker hervor. Diese und andere Schlagzeilen in der Übersicht:

Würde heute gewählt, würde die SVP Stimmen verlieren

Wäre in der Schweiz in der vergangenen Woche gewählt worden, hätte die SVP gegenüber den Wahlen 2011 die stärksten Verluste hinnehmen müssen. Laut einer Umfrage wäre sie auf 23,8 Prozent Wähleranteil gekommen. 2011 hatte die Volkspartei 26,6 Prozent erreicht. Die Umfrage sieht die SVP indes nach wie vor unangefochten als wählerstärkste Partei. Die SP legt rund einen Prozentpunkt auf 19,8 Prozent zu (2011: 18,7), die FDP erreicht 15,7 Prozent (15,1) und die CVP kommt auf 12,4 Prozent (12,3). Betrachtet man die politischen Lager, ergibt sich aus der Umfrage eine leichte Stärkung für die Mitte sowie für die Linke, während die Rechte geringfügig verliert.

Der St. Galler Nationalrat und Praesident der SVP Schweiz, Toni Brunner, an der Abdankungsfeier des Glarner alt Staenderates This Jenny (SVP), am Freitag, 21. November 2014, in Glarus. This Jenny hatte den Kanton Glarus von 1998 bis 2014 im Staenderat vertreten, bis er wegen eines boesartigen Magentumors zuruecktrat. Der 62-Jaehrige hatte sich am 15. November 2014 mithilfe der Sterbehilfeorganisation Exit von seinem Krebsleiden erloest, wie seine Partei mitteilte.(KEYSTONE/Gian Ehrenzeller)

Die Umfrage sieht die SVP nach wie vor unangefochten als wählerstärkste Partei, aber Toni Brunners Partei steht im Gegenwind. Bild: KEYSTONE

Burkhalter ist der Polit-Überflieger des Jahres

Der abtretende Bundespräsident Didier Burkhalter steht bei den Wählerinnen und Wählern derzeit am höchsten in der Gunst. In einer Umfrage sprachen sich 87 Prozent von rund 1000 Befragten dafür aus, dass der FDP-Aussenminister eine wichtige Rolle spielen soll. Ein solch hoher Wert hat in einem Politbarometer noch niemand erreicht. Auf Burkhalter folgen SP-Bundesrat Alain Berset (78 Prozent), Doris Leuthard (CVP, 76 Prozent), Simonetta Sommaruga (SP, 75 Prozent) und Eveline Widmer-Schlumpf (BDP, 68 Prozent). Auf Rang 6 klassiert sich CVP-Präsident Christophe Darbellay (57 Prozent) als erster Nicht-Bundesrat, gefolgt von SP-Präsident Christian Levrat (52 Prozent).

Bundespraesident Didier Burkhalter zieht waehrend einer Medienkonferenz eine Bilanz ueber das Praesidialjahr 2014 und den OSZE-Vorsitz 2014, am Dienstag, 16. Dezember 2014 in Bern. (KEYSTONE/Peter Klaunzer)

Bundespräsident Didier Burkhalter. Bild: KEYSTONE

Bund will stärker gegen Schlepper vorgehen

Der Bund will stärker gegen Flüchtlinge vorgehen, die aus der Schweiz heraus Schlepperdienste anbieten. Das Bundesamt für Migration hat die Kantone in einem Kreisschreiben aufgefordert, ihm zu melden, wenn Strafverfahren gegen anerkannte Flüchtlinge geführt werden. Ein Sprecher des Amtes bestätigte dies. Die Kantone werden auch aufgefordert, auf einen Entzug der Reisepapiere hinzuwirken. Die Massnahme soll sich vor allem gegen eritreische Schlepper richten. Das Grenzwachtkorps hielt nach eigenen Angaben seit Anfang Jahr 93 Eritreer fest, die es der Schleppertätigkeit verdächtigt.

Schweizer sind klar für Burka-Verbot

Ein Verbot der Burka würde in der Schweiz nach einer Umfrage eine Mehrheit finden. 62 Prozent von rund 1019 Befragten würden ein Verbot des Ganzkörperschleiers auf nationaler Ebene demnach befürworten. In der Umfrage des Instituts Léger im Auftrag des «SonntagsBlick» lehnten 32 Prozent der Befragten ein Verbot ab. 6 Prozent der Teilnehmer antworteten mit «Weiss nicht». Zum Zeitpunkt der Umfrage und weiteren Details wie der konkret gestellten Frage machte die Zeitung keine Angaben. Zustimmung fand ein Verbot in allen Altersgruppen und Regionen, wie das Blatt schreibt.

Portrait of Nora Illi, women's representative of the Islamic Central Council of Switzerland (ICCS), pictured on May 19, 2010 in station square in Berne, Switzerland. (KEYSTONE/Alessandro Della Bella)

Portrait von Nora Illi, Frauenbeauftragte des Islamischen Zentralrates der Schweiz, aufgenommen am 19. Mai 2010 auf dem Bahnhofplatz in Bern. (KEYSTONE/Alessandro Della Bella)

Bild: KEYSTONE

Schweiz verliert bei Europäern Sympathie

Die Schweiz hat in Europa als Land an Sympathie eingebüsst. Diesen Schluss legt eine Studie der Image-Agentur des Bundes, Präsenz Schweiz, nahe. Vor allem in Deutschland hat das Bild der Schweiz gelitten: 17 Prozent gaben bei der Befragung an, die Schweiz sei ihnen in den vergangenen fünf Jahren unsympathischer geworden. In Frankreich und Spanien lag dieser Wert bei 12 Prozent. Schuld daran sind vor allem Skandale um unversteuerte Gelder. Sympathischer geworden ist die Schweiz in Polen.

Russische Touristen bleiben aus

In den Schweizer Ferienorten bleiben russische Gäste aus. Gesamtschweizerisch soll das Minus bis zu 10 Prozent betragen. Rückgänge melden oder erwarten vor allem Nobelorte wie St.Moritz, Gstaad, Interlaken oder Zermatt, aber auch Hotels in Zürich. Nebst dem Rubel-Zerfall wird die Konkurrenz durch Sotschi sowie Retorsionen wegen der Wirtschaftssanktionen des Westens als Gründe genannt. Weniger betroffen vom Ausbleiben der Russen ist dagegen Luzern. Dort sind dafür die japanische Gäste spürbar rarer geworden. Bei den Übernachtungen beträgt das Minus bis Oktober fast 11 Prozent. Auch dort hat die Währung an Wert verloren, was die Reise in die Schweiz verteuert.

SBB-Chef: «Es gibt keinen Dichtestress in unseren Zügen»

Der SBB-Chef Andreas Meyer mokiert sich über die Diskussionen zum angeblichen «Dichtestress in den Zügen». «Zwei Hand voll übermässig ausgelasteter Linien im Fernverkehr» gebe es in der Schweiz, sagte er in einem Interview. Viele Kunden fühlten sich aber offenbar schon in einem vollen Zug, wenn zwei Personen ein Viererabteil besetzten. Für die hohe Auslastung zu Spitzenzeiten strebt Meyer ein Anreizsystem an. Als Beispiel nannte er Gratis-Kaffee in weniger ausgelasteten Zügen. Er forderte aber auch die Arbeitgeber dazu auf, flexible Arbeitszeiten zu ermöglichen.

Andreas Meyer, CEO SBB, spricht anlaesslich der Bilanzmedienkonferenz der SBB AG am Dienstag, 25. Maerz 2014 im Bahnhof in Zuerich. Die SBB hat im vergangenen Jahr erstmals ueber eine Million Passagiere pro Tag befoerdert. Trotzdem sank der Gewinn um 43,6 Prozent auf 238,2 Millionen Franken. Die Gruende sind hoehere Trassenpreise und zusaetzliche Unterhaltsarbeiten bei der Infrastruktur. (KEYSTONE/Ennio Leanza)

Bild: KEYSTONE

Wirtschaftsexperten fordern Ende des Euro-Mindestkurses

Aus Sicht des Financiers Martin Ebner, des Ex-Bankenchefs Oswald Grübel und des emeritierten Zürcher Wirtschaftsprofessors Martin Janssen wäre es an der Zeit, dass die Schweizerische Nationalbank die Kursuntergrenze zum Euro aufgibt. Für Ebner dauert diese «schon viel zu lange» an. Grübel, der sie von Anfang an als «Schnapsidee» titulierte, hält ein Festhalten für fragwürdig, da die Europäische Zentralbank den Euro weiter schwächen will. Und Janssen warnt ebenfalls vor immer neuen Interventionen, wenn die Untergrenze gehalten werden soll. 

Streitgespräch Mindestlohn, 16. April 2014, Oswald Grübel, Philipp Loepfe

Oswald Grübel (links) im Gespräch mit watson-Wirtschaftsredaktor Philipp Löpfe. Bild: watson

(sda)



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Markus Wüthrich, 5.5.2017
Tolle Artikel jenseits des Mainstreams. Meine Hauptinformations- und Unterhaltungsquelle.

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