Schweiz

Andreas Thiel bei einem Auftritt in Nürnberg 2014. Bild: EPA

Thiel vs. Schawinski

«Von mir aus kann einer den Holocaust leugnen»

Der Zürcher Ex-Regierungsrat Markus Notter wirft Satiriker Andreas Thiel vor, «brandgefährlich» zu sein und rassistische Ressentiments zu schüren. Diese Kritik prallt an Thiel ab. Viel mehr sieht er sich als Verteidiger der Redefreiheit. 

19.12.14, 08:55 19.12.14, 10:35

Ein Artikel der

Es ist das Aufregerthema der Woche: Die eigentlich als Diskussionssendung geplante TV-Show «Schawinski» lief am Montagabend völlig aus dem Ruder, Gesprächsgast Andreas Thiel und Moderator Roger Schawinski führten ein Gespräch, das keines war.  

Thema der Sendung hätte der Weltwoche-Artikel von Thiel sein sollen, in dem dieser den Koran heftig kritisierte. Letztlich bewarfen sich Thiel und Schawinski aber mit gegenseitigen Anfeindungen. Im Netz wurde die Sendung mit bereits über 500'000 Klicks zum Quotenhit. 

Das neuste Kapitel schreibt nun der «Blick». Der ehemalige Zürcher Regierungsrat Markus Notter übt darin massive Kritik an Thiel: «Mit dieser Diskussion werden Grenzen verschoben. Ganz viele Leute fühlen sich bestätigt und trauen sich nun, Dinge zu sagen, die sie sich vorher nicht getraut haben», so der SP-Mann. Die Gesellschaft lebe davon, dass es Grenzen gebe. 

«Jeder kann sagen, was er will»

Für Thiel ein völlig falscher Ansatz: «Jeder kann sagen, was er will, auch wenn es meiner Meinung nach dumm oder falsch ist», sagt er dem «Blick». Inhaltliche Grenzen sieht er keine. «Von mir aus kann einer den Holocaust leugnen. Es darf keine Instanz geben, die sagt, was richtig und falsch ist», so Thiel. Tabus seien gefährlich. 

Notter – mittlerweile Präsident der Gesellschaft Minderheiten in der Schweiz – bezichtigt Thiel, dass er mit seiner Brandrede die Islamophobie befeuere: «Der Islam wird langsam zum Feindbild schlechthin und jeder kann sich daran abreagieren. Das ist schwierig, das kann man fast nicht mehr stoppen.»

Thiel hingegen will sich nicht dem Vorwurf des Rassismus aussetzen. Er habe den Koran gelesen und gemerkt, dass entgegen den Behauptungen von Islamwissenschaftlern das Glaubensbuch kein friedliches Werk sei. Es werde darin gegen Andersgläubige gehetzt, davor wolle er warnen. «Ich bin einfach dagegen, dass man Probleme totschweigt. Ein offenes Ohr bringt mehr als die Faust im Sack zu machen», so Thiel. (fum)

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Zeno Hirt, 25.6.2017
Immer wieder mal schmunzeln und sich freuen an dem, was da weltweit alles passiert! Genial!
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52
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    Alle Leser-Kommentare
  • 7immi 19.12.2014 18:10
    Highlight Ich fasse zusammen:
    Wenn ich das christentum kritisiere, dann bin ich ein religionskritiker. Wenn ich den islam kritisiere, dann bin ich ein rassist. ...
    Soviel zur meinungsfreiheit in der schweiz!
    Wir predigen religionsfreiheit, tabuisieren aber gleichzeitig eine offene diskussion darüber. Dies ist nicht sehr förderlich für ein friedliches zusammenleben!
    21 20 Melden
    • dada_ist_muss 19.12.2014 19:18
      Highlight was thiel macht ist keine kritik mehr, sondern reine beleidigung. klar muss kritik drin liegen, doch eine ganze kultur verallgemeinern geht auf jedenfall zu weit und spizt die ganze islam diskussion, welche eh schon viel zu weit geht ( stichwort pegida), noch viel mehr zu!
      26 10 Melden
    • Volande 19.12.2014 19:26
      Highlight Bullshit. «Kritik» würde eine vertiefte Ausseinandersetzung mit dem Thema voraussetzen, worüber eine «offene Diskussion» erst entstehen könnte.
      Ein Islambashing à la Thiel ist zumindest neo-rassistisch, weil dabei unreflektiert ein heterogener Kulturkreis in die Pfanne gehauen wird. Förderlich für ein friedliches Zusammenleben ist Respekt, der bei religiösen Themen sowieso dringend angeraten ist. Und Respekt lässt Thiel nicht nur im Tonfall vermissen, sondern auch bei der Publikation solch einer miesen Schreibe. Tabuisieren muss man das nicht, kritisieren allerdings schon.
      17 5 Melden
    • Zeit_Genosse 19.12.2014 19:31
      Highlight Thiel kritisierte nicht den Islam direkt, sondern schoss gezielt böse auf den Koran. Dass er aber 1,6 Mia Moslems damit trifft, auch gemässigte, die den Koran wie "wir" die Bibel als Heilige Schrift verehren und friedvoll danach leben, ist schändlich.
      12 4 Melden
    • TJ Müller 19.12.2014 20:01
      Highlight "Muslime sind, böse gesagt, irgendo im Übergang zwischen Neandertaler und Homo Sapiens stecken geblieben" Andreas Thiel 31.12.2012
      Ist dies eine Islamkritik? Ne, dass ist eine kollektive Verunglimpfung ALLER Menschen, die sich der Religion zugehörig fühlen; er spricht ihnen schlicht ihr "Mensch-sein" ab! Das ist Rassismus, was den sonst?
      Ganz nebenbei: Theil beweisst hier schön, dass er meist Halbwissen von sich gibt. Denn Neandertaler waren keine Vorfahren des Homo sapiens, sondern parallele Verwandte. Also gab es nie einen Übergang vom Neandertaler zum Homo sapiens...
      18 5 Melden
    • bini 20.12.2014 03:18
      Highlight Aha, diese Extremisten sagen ja, die Ungläubigen seien alle Abschaum. Thiel macht das selbe. Bei ihm ist es aber in Ordnung. Die Schweiz hat einen enormen Rechtsrutsch hingelegt, das merkt man auch.
      3 2 Melden
    • AdiB 20.12.2014 10:57
      Highlight falls ihr chef sie mal aufregt, dan gehen sie das nächste mal hin und sagen sie was ihnen durch den kopf geht. wen er danach ihnen künden möchte, will ich sehen wieviel ihnen die aussrede "er darf sie nicht künden, den es gibt sowas wie rede- und meinungsfreiheit".
      stellen sie sich mal diese gesellschaft vor wo jeder jedem sagt was ihm grad durch den kopf geht. das ist der anfang vom ende.
      4 1 Melden
  • Jol Bear 19.12.2014 17:35
    Highlight Man traue sich nun, Dinge zu sagen, welche man sich vorher nicht getraut hatte, moniert SP-Mann Notter. Wenn dem so ist, dann sind wir jedoch in Sachen Freiheit einen grossen, unabdingbaren Schritt weiter gekommen. Jeder soll all das sagen dürfen, was er für richtig hält! Wichtig ist letztlich nur, wie damit umgegangen wird. Das ist der zentrale Punkt in einer freien Gesellschaft. Nur, wenn alles, inklusive sämtlichem Unsinn gesagt werden darf und soll, kann man sich damit auseinandersetzen und Lüge von Wahrheit, Unsinn von Sinnvollem separieren. Denk- und Redeverbote gehören in den Totalitarismus, fördern subversive Aktivitäten im Untergrund und sind der Anfang vom Ende der Freiheit. Eigentlich ein Armutszeugnis, dass man in der heutigen Schweiz daran erinnern muss.
    9 11 Melden
  • Wagner 19.12.2014 13:16
    Highlight Er sagt ja nicht das Er den Holocaust leugnet! Und er sagt, dass es Ihm egal ist, wenn jemand den Holocaust leugnet...

    Er ist ja kein Politiker, der wegen so einer Aussage, durch den Medialdruck sein Amt abgeben müsste. Er ist ein Freierbürger, der seine Meinung sagt und es auch macht!

    Wie viele leute haben bei der MEI, dem Longchamp gesagt, sie lehen diese Initiative sicher ab und schlussendlich stimmen sie "anonym" das Gegenteil...Dito Minarette...etc.

    6 22 Melden
    • Volande 19.12.2014 14:01
      Highlight «Er ist ein Freierbürger, der seine Meinung sagt und es auch macht!»: so wie Wagner anno dazumal, oder?
      9 4 Melden
  • droelfmalbumst 19.12.2014 12:23
    Highlight wie der aussieht...
    16 6 Melden
  • Zeit_Genosse 19.12.2014 11:59
    Highlight Wann begreift der Thiel, dass man den Koran nicht einfach nur lesen kann und übersetzt (wer hat übersetzt?) wörtlich ohne historischen Kontext an einigen Stellen aufhängen kann? Wahrscheinlich nie, weil er als narzistischer Möchtegern-Satiriker auf schnelle Effekte aus ist. Tiefgang = Fehlanzeige.
    49 13 Melden
    • AdiB 19.12.2014 12:30
      Highlight die meisten deutschen übersetzungen des koran ist nicht vom islamischen gelehrnten in mekka abgesägnet. wen ich mich recht errinnere gibts es auf deutsch nur einmal und das hollt man sich in einer mosche weil es nur an moscheen geliefert wird. die anderen sind schon von der seiten zahl und den surenmenge nicht vollständig.
      falls sie den koran auf deutsch haben wohlen empfähle ich ihnen in einer mosche nachzufragen.
      übrigens diese gelehrten lesen jeden tag den koran und diskutieren über die bedeutung. um die bedeutung einer sure herrauszufinden diskutiert man tage. den der koran wurde absichtlich so geschrieben das je nach dem auge des betrachters es eine andere bedeutung hat.
      meinr mutter sagt immer "wer im koran nur hass und grausamkeiten sieht, ist innerlich auch ein grausammer mensch".
      mir hat er geholfen wen ich nicht weiter wusste und einen rat brauchte.
      21 5 Melden
    • ⚡ ⚡ ⚡☢❗andre ☢ ⚡⚡ 19.12.2014 14:35
      Highlight Ich wünschte mir mehr Menschen inklusive Moslem würden den Koran selber lesen und deuten lernen. Der extreme Fundamentalismus der im Islam existiert ist nicht durch das Selbststudium der Massen entstanden, sondern durch die Bedeutungshoheit der "Gelehrten".....
      10 2 Melden
    • AdiB 19.12.2014 15:14
      Highlight das problem liegt ja daran das heutzutage jede islamexperte oder gelehrter bezeichnen kann. ein glaube ist keine wiessenschaft es ist aber auch keine abgrenzung es ist eine lebenseinstellung. die wahrnemung ist unterschiedlich.
      9 0 Melden
  • mirandam 19.12.2014 11:34
    Highlight "Von mir aus kann einer den Holocaust leugnen" - meint de das ernscht?!?!
    Ja, Presse- und Meinugsfreiheit ist sehr wichtig aber ist sie auch noch gut, wenn dadurch ein Rassen- bzw. ein Religionshass geschürt wird? Herr Thiel studieren Sie bitte die BV nochmals, bevor sie sich völlig unverhältnismässig auf Ihre Freiheitsrechte stützen!
    52 13 Melden
  • Tim Geiges 19.12.2014 11:16
    Highlight Versteh ich nicht. Wenn jeder sagen darf was er will, wieso will Thiel dann keine Kritik hören. Andreas, denken und dann schwatzen!
    38 6 Melden
  • Grigor 19.12.2014 10:52
    Highlight Thiel hat provoziert und damit sehr viel Aufmerksamkeit bekommen. Die wichtigste Grundlage für seinen Beruf um Karten für das Programm zu verkaufen. Das war ein ausgeklügelter PR-Gag auf Kosten der Allgemeinheit.
    25 14 Melden
    • Ceci 19.12.2014 16:18
      Highlight Ob er sich damit beliebt gemacht und Erlog verbucht hat, ist jedoch fraglich. Ich jedenfalls würde nach diesen Aussagen über seine Weltanschauung(en) nicht mehr hingehen.
      8 2 Melden
  • Gelöschter Benutzer 19.12.2014 10:21
    Highlight Andreas Thiel mag zwar lustige Textchen für das Parteiblatt "Weltwoche" der SVP schreiben. Für ernste Themen fehlt ihm mit seinen Stammtischphrasen die Qualifikation.
    56 18 Melden
    • bitzeli 19.12.2014 11:58
      Highlight Und was qualifiziert Sie für diesen selten dämlichen Kommentar?
      20 39 Melden
    • saukaibli 19.12.2014 15:17
      Highlight @ bitzeli: Falls Thiel mehr als nur Stammtischphrasen rauslassen kann, dann soll er es mal tun. Das was er in letzter Zeit gezeigt hat, ist nur unterste, peinlichste Schublade für jemand der ernst genommen werden soll. Aber Thiel hält sich ja selber für einen Satiriker (und gewisse Medien bezeichnen ihn unglaublicherweise auch als solchen) und will nicht ernst genommen werden. Dabei ist er nur ein Troll, er will einfach rumpöbeln, sonst hätte er schon längstens ernsthaft Stellung genommen zu der ganzen Sache. Also soll er doch Banda69 und allen andern zeigen, dass er mehr als trollen kann.
      10 3 Melden
  • Against all odds 19.12.2014 10:03
    Highlight Ja, ja, der Herr Thiel. Wenn jeder für sich schaut ist für alle geschaut. Rede- und Pressefreiheit ist ein wertvolles Gut. Trotzdem werde ich das Gefühl nicht los, dass dieser Herr dies als Vorwand nutzt um seine narzisstisch-egoistischen Aussagen zu rechtfertigen.
    61 19 Melden
  • ramooon 19.12.2014 10:01
    Highlight ist doch kein problem. jeder kann sich beim medienkonsum selbst entscheiden ob er etwas gutheisst oder dagegen ist. verschiedene meinungen sind gefragt, etwas totzuschweigen hilft auch nicht. und: mal was zu hören, sehen, lesen, essen etc. was einem nicht passt schadet nicht
    26 22 Melden
  • Gelöschter Benutzer 19.12.2014 09:30
    Highlight Wenn Thiel recht hätte mit dem, was er über den Koran schreibt, wäre dieses Buch schon lange wegen Verletzung des Anti-Rassismus-Gesetzes vom Markt genommen worden.
    11 37 Melden
    • paudi 19.12.2014 09:55
      Highlight Rasse hat absolut nichts mit Religion zu tun. Ich finde es verwerflich diese Ängste zu tabuisieren, umgekehrt (Muslime-Christen) geschieht das ja auch nicht.
      32 5 Melden
    • sewi 19.12.2014 10:19
      Highlight Lies nach. Es stimmt. Verbieten bringt aber nichts. Entlarven und aufklären....
      10 18 Melden
    • Mathis 19.12.2014 13:31
      Highlight Ihre Darstellung ist etwas sehr einfach. Da es sich beim Koran um eine traditionelle religiöse Schrift handelt, wägt der Gesetzgeber ab, welches Gut gewichtiger ist: die Religionsfreiheit oder das Diskriminierungsverbot.
      In diesem Falle gewinnt die Religionsfreiheit. Schliesslich kann man nicht ein Buch, das weltweit als heilig verehrt wird, einfach verbieten.
      Das heisst aber nicht, dass die Aussagen des Koran nicht problematisch sind.
      5 1 Melden
    • Gelöschter Benutzer 19.12.2014 16:04
      Highlight @paudi: das Anti-Rassismus Gesetz spricht von "Rasse, Ethnie oder Religion", es betrifft also auch Religionen. Das heisst, Dein Kommentar ist sachlich falsch und Deine 30 Likes offenbar von Leuten, die es auch nicht besser wissen.
      6 2 Melden
    • Dagobert Duck 19.12.2014 17:27
      Highlight Müsste man, ja. Nur schon die Geschichte von Mohammed muss jeden humanistisch denkenden Menschen zuwider sein. Stellen Sie sich vor, Hitlers "Mein Kampf" wäre so selbstverständlich wie der Koran.
      3 0 Melden
    • TJ Müller 19.12.2014 18:17
      Highlight @Paudi, sorry aber das ist so nicht richtig. Die Antirassismussstrafnorm umfasst auch die Religion. Zum Glück, denn nach dem heutigem wissenschaftlichem Stand ist es nicht möglich, die Menschen in Rassen einzuteilen. Es gibt schlicht keine Merkmale, an denen die "Rassen" unterschieden werden könnten. Die genetische Vielfalt ist zu gross und es gibt zwischen den "Rassen", so wie du sieh wahrnimmst, weniger genetische Unterschiede als innerhalb einer "Rasse"
      1 1 Melden
  • Gelöschter Benutzer 19.12.2014 09:18
    Highlight Ich bin überzeugt, dass die kulturellen Veranstaltungen von Herrn Thiel weniger Publikum finden werden, da die Leute seine hetzerische Kampagne nicht akzeptieren.
    24 29 Melden
    • sewi 19.12.2014 10:25
      Highlight Ich bin überzeugt immer mehr Menschen werden selber im Koran nachlesen und ein grosses Aha erlebnis haben
      16 33 Melden
  • Michèle Seiler 19.12.2014 09:16
    Highlight Ist die persönliche Freiheit des Einzelnen wichtiger als das Wohlergehen von allen, oder was steckt hinter dieser Aussage?

    Dass das, was jemanden sagt/schreibt, Menschen (auch) negativ beeinflussen kann, ist unbestritten.
    28 9 Melden
    • sewi 19.12.2014 10:24
      Highlight Liebe Michelle, nein ganz klar ist das Wohlergehen aller wichtiger als das einer einzelnen Person. Deshalb muss aufgezeigt werden, was im Koran steht.
      8 29 Melden
    • AdiB 19.12.2014 10:57
      Highlight @sewi dieses buch ist schon über 1500 jahre alt. und thiel hat ihn bestimmt nicht gelesen. er hat ja noch nie mit einem iman öffendlich darüber diskutiert. und wen er so grausam ist wiso wechseln mehr leute vom christentum zum islam als umgekehrt?
      4 19 Melden
    • Volande 19.12.2014 11:05
      Highlight @sewi: nicht ganz stringent, deine Argumentation. Im übrigen ist es nicht legitim, einfach «aufzuzeigen», was im Koran steht. Weil: ohne Arabisch-Kenntnisse weder Interpretation noch Rezeption genügend berücksichtigt werden kann. Und ohne historische Kontextualisierung so ein Buch NICHT verstanden werden kann.
      Was Thiel macht ist in diesem Sinne höchstselbst salafistisch; eine allzu wortgetreue Auslegung dieser Schriften, zum Scheitern verurteilt. Also: Sprachen (denken!) lernen oder Schnauze halten.
      28 3 Melden
    • ⚡ ⚡ ⚡☢❗andre ☢ ⚡⚡ 19.12.2014 11:09
      Highlight Die persönliche Freiheit aller ist wichtiger, als die Betüpftheit einzelner.
      13 5 Melden
    • Mr. Kr 19.12.2014 11:22
      Highlight @Sewi wie viel Probleme hattest du bis jetzt weil Muslime das was im Koran steht wortwörtlich umgesetzt haben? Wo bitte ist das Problem? Man muss gar nicht aufzeigen was darin steht wenn man die ganze Sache falsch interpretiert.. Sag mal Sewi was glaubst du was das bringen wird? Willst du mir einreden wie schlecht meine Religion ist? Und das ich ein Potenzieller Mörder bin durch meine Religion? Was denkst du kann Herr Thiel oder du damit bezwecken?
      23 4 Melden
    • bitzeli 19.12.2014 12:04
      Highlight Sie werden nicht gezwungen sich mit Meinungen anderer zu befassen. Redefreiheit ist sehr wichtig. Falls Ihnen das nicht passt können Sie nach Nord Korea auswandern.
      5 15 Melden
    • Volande 19.12.2014 12:22
      Highlight @bitzeli. Ja klar ist Redefreiheit wichtig. Allerdings ist Schutz vor Verleumdung ebenso hoch zu werten.
      Ergo: Jeder Vollpfosten darf seine Meinung haben. Die Frage ist welche Öffentlichkeit diese erreicht. Holocaust-Verleugnung ist eben kein bisschen ok, und dermassen unqualifizierte Äusserungen über eine riesige Glaubensgemeinschaft sind es auch nicht.
      Seine schlechte Recherche mit «Meinungsfreiheit» zu rechtfertigen, ist strunzdumm, sorry.
      17 8 Melden
    • sewi 19.12.2014 12:36
      Highlight @AdiB: weil Die nicht wissen was im Koran steht. In den Koranschulen lernt der Muselmane rezitieren auf arabisch. Und da nur etwa jeder 20. Moslem hocharabisch versteht kann man denen alles erzählen
      2 14 Melden
    • sewi 19.12.2014 12:40
      Highlight @Mr. KR: wenn Du glaubst dass im Koran Gottes Wort ist und dass es ewig gilt und Du Dich danach richtest.... dann schon
      0 14 Melden
    • sewi 19.12.2014 12:42
      Highlight @Mr.K: liest Du den Koran in einer Sprache die Du verstehst? Wenn ja wie hältst Du es mit Sure3 Vers 28?
      0 13 Melden
    • Michèle Seiler 19.12.2014 12:49
      Highlight @bitzeli und andre

      Verstehe ich das richtig? Sie sind also der Meinung, dass Menschen, denen das, was andere sagen, etwas ausmacht, grundsätzlich alleine dafür verantwortlich sind? (Eine Frage, keine Unterstellung!)

      Ich befürchte schon länger, dass dieses Pochen auf absolute Meinungsfreiheit als höchstes Gut dazu führt, dass die Fähigkeit zur Empathie verloren geht - und wie soll die Menschheit ohne sie überleben?

      Im Übrigen ist die Meinungsfreiheit nur EIN Teil der Demokratie. Es existieren auch noch andere Bestandteile, etwa die Achtung der Menschenrechte. Wenn sich Teile einer Demokratie sich nicht mehr miteinander vereinen lassen, ist wohl eine Veränderung nötig.
      11 0 Melden
    • Michèle Seiler 19.12.2014 12:57
      Highlight Sewi, ich habe den Koran nie gelesen. Was ich bisher über die Angehörigen von Religionen erfahren habe, ist Folgendes: Sie legen den Inhalt der Heiligen Schrift nicht alle wortgetreu aus.
      11 0 Melden
    • Michèle Seiler 19.12.2014 13:02
      Highlight -sich (doppelt gemoppelt).
      3 0 Melden
    • Mr. Kr 19.12.2014 13:53
      Highlight @ Sewi ich glaube die Religiöse Radikalität von dir ist um einiges gefährlicher für die Gesellschaft als jeder Muslime in der Schweiz.
      11 1 Melden
    • TJ Müller 19.12.2014 14:24
      Highlight @Sewi Du wurdest schon mehrfach aufgefordert bestimmte Fragen zu beantworten, hast es bis jetzt aber leider immer versäumt. Also beantworte doch bitte mal ein paar der offenen Fragen an dich, statt nur immer zu hetzten, danke!
      PS: Liest du die Bibel in einer Sprache die Du verstehtst? Und wie stehs du zu 3.Mose 20,13?
      PPS: Der Sinn dieser ewiger Bibelzitate meinerseits ist, zu zeigen, dass in der Bibel aus heutiger Sicht genau gleich viel Schwachsinn steht, nur wird hier zwischen Fundamentalisten und Gläubigen unterschieden. Wieso dies bei den MuslimInnen nicht der Fall ist, vertehe ich nicht!
      12 0 Melden
    • schille 19.12.2014 14:30
      Highlight @sewi: Glauben Sie an Gott und die Bibel? Falls ja, richten Sie Ihr Leben 1:1 nach der Bibel aus? Ich denke doch das die Antwort hier "nein" lautet. Es geht hier nicht um den Text in Büchern die 1500 oder 2000 Jahre alt sind. Grundsätzlich geht es um die Lebensrealität im Jahre 2014!
      Die allerwenigstens Christen und Muslime richten ihr Alltagsleben nach Bibel und Koran aus! Deswegen ist es irrelevant was genau da geschrieben steht! Sie reiten auf etwas herum, was im Lebensalltag von 95% aller Europäer (Christen, Muslime, Juden) null Bedeutung hat!
      Falls Sie es verpasst haben sollten: Es gab vor einigen Jahren mal eine Phase namens "Aufklärung"!
      13 0 Melden
    • ⚡ ⚡ ⚡☢❗andre ☢ ⚡⚡ 19.12.2014 14:49
      Highlight @Michèle: "Sie sind .. der Meinung, dass Menschen, denen das, was andere sagen, etwas ausmacht, grundsätzlich alleine dafür verantwortlich sind?" Nein, nicht grundsätzlich. Gegenfrage: Sind Sie der Meinung, das jeder grundsätzlich immer alleine dafür Verantwortlich ist, was seine Aussagen auslösen?
      Ob man für die Gefühle verantwortlich ist, die man in einer anderen Person verursacht, hängt wohl stark vom Motiv ab und ist nicht grundsätzlich bestimmbar.
      4 2 Melden
    • Michèle Seiler 19.12.2014 16:23
      Highlight Nein, der Meinung bin ich nicht.

      Kein einfaches Thema, finde ich ... Grundsätzlich halte ich die Motivation auch für entscheidend, vorausgesetzt, man ist für die Gefühle des Gegenübers empfänglich.

      Wenn ich beispielsweise jemandem etwas sage, was er als diskriminierend empfindet, obwohl es nicht so gemeint war, halte ich mich nicht für verantwortlich dafür. Wenn ich es nochmals tue, obwohl ich weiß, dass er es als diskriminierend empfindet (unabhängig davon, wie ich das sehe), bin ich m. E. für seine Verletzung verantwortlich - erwarte aber auch von ihm, dass er genauso viel Selbstreflexion beweist und SICH fragt, warum ihn das verletzt und ob das Gefühl verhältnismäßig ist. Das liegt in seiner Verantwortung.
      4 0 Melden

In Lausanne werden 60 Menschen abgeführt – weil sie ein Sportzentrum besetzen wollten

In Lausanne hat die Polizei rund 60 Migranten und Sympathisanten abgeführt, die am Abend vorübergehend eine Turnhalle eines Sportzentrums besetzt hatten. Laut Angaben der Polizei wollten diese die Nacht dort verbringen.

Das Kollektiv marschierte im Sportzentrum Grand-Vennes gegen 17 Uhr in der Turnhalle auf, wie die Lausanner Polizei am Freitagabend mitteilte. Mehrere Dutzend Migranten und mehrere Begleiter hätten verlangt, die Nacht vor Ort in der Halle verbringen zu dürfen.

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