Schweiz

Bild: KEYSTONE

Pink Cross will Klage gegen Bischof Huonder doch noch durchbringen

Der Schwulenverband Pink Cross will kein Gras wachsen lassen über Äusserungen des Churer Bischofs Vitus Huonder. Der Verband legt beim Bündner Kantonsgericht Beschwerde gegen eine Einstellungsverfügung der Bündner Staatsanwaltschaft ein.

13.10.15, 09:53 13.10.15, 10:13

Pink Cross teilte am Montag mit, der Verband sei nicht einverstanden mit der Bündner Staatsanwaltschaft, wonach Huonders Aussagen nicht die für die Tatbestandserfüllung geforderte Eindringlichkeit und Eindeutigkeit aufgewiesen hätten. Der Verband mache deshalb vom Recht Gebrauch, gegen die Verfügung Beschwerde einzulegen.

Pink Cross und zwei Privatpersonen hatten den 73-jährigen Churer Oberhirten angezeigt. Der Bischof soll Ende Juli vor dem Forum Deutscher Katholiken in Fulda (D) öffentlich zu Verbrechen oder zu Gewalttätigkeit aufgerufen haben.

Huonder hatte Textstellen aus dem Alten Testament zitiert, wonach Homosexualität eine Gräueltat sei, die mit dem Tod bestraft werde. In Fulda erhielt der Kirchenmann aus der Schweiz Applaus für seine Rede. In der Schweiz erntete er vor allem Kritik.

  (aargauerzeitung.ch)

Abonniere unseren NewsletterNewsletter-Abo
Themen
3
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 72 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
3Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Gelöschter Benutzer 13.10.2015 11:02
    Highlight Ich teile die Meinung von Pink Cross, dass der Tatbestand des Aufrufs zur Gewalt gegeben ist. Auch wenn dieser Aufruf perfid verschleiert wurde, so ist das bewusste Zitieren und die ebenso bewusste Bestätigung des Zitats durch Huonder eine Aufforderung zur Gewalt, die durch den Rechtsstaat geahndet werden muss.
    8 4 Melden
  • infomann 13.10.2015 10:26
    Highlight Ich empfehle Pink Gross sich viel mehr ein zu setzten, dass Schwule und Bisexuelle aus der Kirche austreten. Die Herren Bischöfe verstehen nur eine Sprache Geld,alle Homosexuellen haben eh nichts verloren in dieser Kirche.
    6 4 Melden
    • Amboss 13.10.2015 10:41
      Highlight Das können sie ja auch machen.
      Aber ich finds gut. Die Kirche darf sich nicht einfach alles erlauben.
      Es ist gut, wenn dieses Thema auch mal juristisch abgearbeitet wird.
      6 3 Melden

Steuern direkt vom Lohn abziehen – startet Basel heute die schweizweite Steuer-Revolution?

In Zukunft könnten die Arbeitgeber unsere Steuern automatisch an den Fiskus überweisen. In Basel-Stadt entscheidet der Grosse Rat heute über einen Systemwechsel. Damit könnte der Kanton Vorreiter für eine schweizweite Umstellung werden. Die neun wichtigsten Fakten in der Übersicht.

Ein Blick auf die Tagesordnung des Basler Kantonsparlaments verrät es:

Alles klar? Natürlich nicht. Doch hinter dem umständlichen Titel verbirgt sich eine Vorlage mit politischem Sprengstoff. Eine knappe rot-grüne Mehrheit der Wirtschafts- und Abgabenkommission (WAK) will, dass Arbeitnehmenden die Steuern im Normalfall direkt vom Lohn abgezogen werden. Mit dem «automatisierten freiwilligen Direktabzug» sollen «Schulden, Notlagen und administrative Leerläufe aufgrund unbezahlter Steuern …

Artikel lesen