Schweiz
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Tag gegen Lärm

Der Strassenlärm ist und bleibt ein grosses Problem

29.04.14, 10:11 29.04.14, 14:15
Ferienverkehr, auf der Autobahn A1, am Samstag, 22. Februar 2014 bei Wangen a. Aare. (KEYSTONE/Marcel Bieri)

Verkehr macht Lärm, wie hier auf der A1. Bild: KEYSTONE

Dass Autos leiser geworden sind, gehört ins Reich der Sage. Immer noch ist in der Schweiz jeder fünfte Mensch übermässigem Lärm ausgesetzt und dessen Hauptquelle ist der Strassenverkehr. Zum Tag des Lärms vom Dienstag machten verschiedene Organisationen auf diese Tatsache aufmerksam.

Beim Thema Strassenlärm bestünden mehrere grosse Irrtümer, teilten Umwelt- und Gesundheitsorganisationen sowie die Eidgenössische Kommission für Lärmbekämpfung mit.

Die Behauptung, moderne Autos seien leiser, betreffe nur den Innenraum. Bei den äusseren Emissionen gebe es hingegen kaum Fortschritte. Die EU habe die Lärmgrenzwerte seit 1995 nicht angepasst.

Lärm macht krank

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Das Elektroauto bringt gemäss den Organisationen keine Abhilfe. Dieses sei nur langsam fahrend leise, bei höheren Geschwindigkeiten dominierten die Rollgeräusche und damit seien diese Fahrzeuge gleich laut wie herkömmliche.

Gute Fenster und Schutzwände können nur ein Ersatz sein, denn sie ändern nichts an den Lärmquellen. An Strassenlärm kann sich der Mensch nicht gewöhnen, denn störende Geräusche versetzen den Menschen immer in Alarmzustand. Und weil körperliche Reaktionen unbewusst ablaufen, wird nicht nur krank, wer sich am Lärm stört.

Als weitere Irrtümer zählen die Organisatoren auf, dass die Reifen nichts zur Lärmreduktion beitragen, Motorräder immer laut sind und Tempo 30 nichts gegen den Lärm bringt. 

Mehr Tempo-30 Zonen gefordert

Bei Tempo 30 sind Fahrzeuge leiser. Bild: KEYSTONE

Die Kommission für Lärmbekämpfung erinnert daran, dass zwar die gesetzlichen Fristen für die Lärmsanierung der Autobahnen 2015 respektive der übrigen Strassen 2018 ablaufen.

Die Lärmbelastung werde aber an vielen Orten nicht nachlassen und weiterhin über dem gesetzlichen Grenzwert liegen. Die steigende Urbanisierung und die zunehmenden Ansprüche beim Individualverkehr auf der Strasse erforderten auch in Zukunft Anstrengungen.

Da Schutzmassnahmen künftig an ihre Grenzen stossen, müssen Bund, Kantone und Gemeinden als Strasseneigentümer gemäss der Kommission vermehrt an der Quelle ansetzen etwa mit Strassenbelägen oder mit Tempo-30-Zonen und anderen beruhigenden Massnahmen. Dazu seien Anreizsysteme nötig. (jas/sda)



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Brikne, 20.7.2017
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