Schweiz
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A young man holds a volleyball during a beach volleyball game on a court next to the lake in Arosa in the canton of Grisons, Switzerland, pictured on July 31, 2009. (KEYSTONE/Alessandro Della Bella)

Ein junger Mann haelt einen Volleyball waehrend eines Beachvolleyballspiels am Untersee in Arosa im Kanton Graubuenden den Ball ab, aufgenommen am 31. Juli 2009. (KEYSTONE/Alessandro Della Bella)

Das ist eindeutig eine Badehose, erkennbar am eingenähten Gurt. Bild: KEYSTONE

Beamtenkauderwelsch: Alles unklar?

Kennen Sie den Unterschied zwischen Shorts, Badehosen und Unterhosen? Ja? Zöllner offenbar nicht

Die Unterscheidung von Badehosen, Shorts und Unterhosen fällt im Alltag leicht. Wer das Dokument der Eidgenössischen Zollverwaltung liest, dem kommen indes Zweifel am gesunden Menschenverstand einiger Mitarbeiter.

Das Thema im Beamtendeutsch: «Tarifeinreihung von Shorts». Auf satten zwei DIN-A4-Seiten erklärt die Zollverwaltung, wie man die verschiedenen Badetextilien richtig unterscheidet. Die watson-Redaktion hat nicht schlecht gestaunt über so viele Details zu einem scheinbar offensichtlichen Sachverhalt. 

Denn: Wer denkt, das sei kinderleicht, wird schnell eines Besseren belehrt. So seien Shorts und Unterhosen in nassem Zustand «nicht zwingend blickdicht», Badehosen hingegen schon. 

Alles klar? Uns schon. Obwohl ... Ist so eine klare Unterscheidung überhaupt praktikabel? Man stelle sich vor, wie der Zollbeamte bei der Einfuhr der Shorts diese erst einmal in ein Becken mit Wasser taucht, um sie dann anschliessend – juchhe – eindeutig als eine solche zu identifizieren. Da staunt der Einkaufstourist und wundert sich der Redaktor. Doch es wird noch viel vertrackter.

«Wasserablauf-fähige»Taschen

Unterhosen seien «ohne Gurtschlaufen», Shorts «mit oder ohne Gurtschlaufen» und Badehosen in der Regel ohne, «wenn ausnahmsweise mit Gurtschlaufen: mit eingezogenem Gurt».

Eindeutig zuteilbar sei das Kleidungsstück, wenn es keine Taschen hat. Es handle sich dann zweifellos um Boxershorts. Badehosen haben nämlich meist verschliessbare Taschen, die gut «wasserablauf-fähig» seien.

Doch das Dokument listet nicht nur Unterschiede, sondern auch Gemeinsamkeiten der drei Arten von Shorts auf. Sowohl Unterhosen als auch Shorts und Boxershorts haben allesamt eine «Seitenschlitzung».

Bisherige Regelung war unklar(er)

Die neue «Tarifeinreihung von Shorts» wurde aufgrund eines Bundesverwaltungsgerichts-Entscheids nötig. Bis am Donnerstag wurden Shorts von «nicht hauteng anliegenden Badehosen» nach dem «Vorhandensein von Taschen» unterschieden: «Shorts, welche nicht verschliessbare Taschen aufweisen, galten demnach nicht als Badehosen». Ab jetzt ist zum Glück alles – äh – klar.

Ausser vielleicht dieses kleine Detail: Was soll das Ganze nützen?

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Bild: screenshot



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    Alle Leser-Kommentare
  • Middleway 04.07.2014 09:27
    Highlight Highlight Ach da gibts noch viele solche lustigen beispiele beim zoll. Die meisten hosen, welche frauen kaufen sind zolltechnisch gesehen männerhosen (hosenknopf rechts unter links). Dies weil der zollansatz für männerhosen deutlich tiefer ist wie für frauenhosen. Zolltechnisch richtige frauenhosen (also knopf links unter rechts) findet frau heute kaum mehr.
    • pcrail 10.07.2014 21:19
      Highlight Highlight genau, du hast es getroffen. Beim dem zum Zirkular gehörenden Entschei des Bundesverwaltungericht wird länge lang über Herren- oder Damenkleidungsstück diskutiert. Noch viel lustiger als das von Watson präsentierte oder viel trauriger weil wir diesen Unsinn mit unseren Steuern bezahlen. btw: Wo ist die Gleichberechtigung bei den Zolltarifen geblieben?
  • Tux 04.07.2014 09:01
    Highlight Highlight ...und das sind erst die Unterhosen...
    Wen wunderts, dass die Wartekolonnen am Zoll immer so lang sind... Die Entscheidungsphasen ob die Insassen nun in Shorts oder Unterhosen Auto fahren, bedarf mittlerweile einer intensiven Abklärung....
    Die Intelligenz der Bürokratie schwappt scheinbar vonm Brüssel nach Bern...
  • itsnoton 03.07.2014 22:08
    Highlight Highlight Werden diese Menschen für solche "Arbeit" eigentlich bezahlt?

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