Schweiz
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Exit verzeichnet starke Zunahme bei Freitodbegleitungen



Im vergangenen Jahr haben sich in der Schweiz 995 Menschen entschieden, mit Hilfe von Exit aus dem Leben zu scheiden. Dies zeigen neue Zahlen vom Verein Exit (Romandie). Dabei hat in allen Landesteilen die Zahl der Freitodbegleitungen zugenommen.

In der Romandie gab es im letzten Jahr 213 Freitodbegleitungen von Exit, das sind 38 mehr als 2014. Dies zeigen Zahlen, die Exit (Romandie) am Samstag auf seiner Webseite veröffentlichte.

«Freitodbegleitungen bleiben selten»

Noch ausgeprägter ist der Anstieg in der Deutschschweiz und im Tessin. 2015 haben sich 782 Menschen entschieden, mit Hilfe von Exit aus dem Leben zu scheiden. Dies entspricht einem Anstieg um rund 30 Prozent, wie Zahlen vom Verein Exit (deutsche Schweiz) von Anfang März zeigen.

Das Schlafmittel Pentobarbital wird zuhause von Sterbewilligen eingenommen, aufgenommen bei EXIT Schweiz in Zuerich, am Freitag, 5. Dezember 2008. (KEYSTONE/Alessandro Della Bella)

Mit Pulver ins Jenseits: Bei Exit wird Pentobarbital-Natrium verabreicht.
Bild: KEYSTONE

Gestiegen ist im letzten Jahr auch die Zahl der Beitritte. Per Ende 2015 zählte Exit in der Deutschschweiz und im Tessin über 95'000 Mitglieder. In der Romandie hatte Exit (Romandie) Ende letzten Jahres 22'214 Mitglieder.

«Freitodbegleitungen bleiben insgesamt jedoch selten», schreibt Exit (deutsche Schweiz) in einer Mitteilung. Gemäss eigenen Angaben betreffen Freitodbegleitungen etwa 1,5 Prozent der jährlich rund 65'000 Todesfälle. (dwi/sda)

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    Alle Leser-Kommentare
  • malu 64 24.04.2016 14:52
    Highlight Highlight Das sind fast tausend die weder
    physisch noch psychisch leiden
    müssen. Sie haben sich für diese
    Form entschieden. Ich finde die
    Entscheidung dieser Leute mutig.
    Ich bin sehr froh, das es Menschen
    gibt, die den anderen das Sterben
    vereinfachen! Ich bedanke mich bei diesen Menschen. Sie haben
    die gleiche Aufgabe wie eine Hebamme, nur im gegenteillichen
    Sinn.

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