Schweiz
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Nationalrat stimmt neuen Wehrpflichtersatz-Regeln zu – das musst du wissen

13.12.17, 12:24 13.12.17, 12:39


Wer bei der Entlassung aus dem Militärdienst nicht alle Diensttage geleistet hat, soll künftig zahlen müssen. Der Nationalrat ist einverstanden mit dieser und weiteren Änderungen des Gesetzes über die Wehrpflichtersatzabgabe. Als nächstes entscheidet der Ständerat.

Die grosse Kammer folgte am Mittwoch in allen Punkten ihrer Sicherheitspolitischen Kommission. In der Gesamtabstimmung stimmte sie den neuen Wehrpflichtersatz-Regeln mit 167 zu 0 Stimmen bei 17 Enthaltungen zu. Anträge für weitergehende oder geringfügigere Änderungen scheiterten.

So sprach sich der Nationalrat mit 120 zu 62 Stimmen dagegen aus, dass die Behörden den Pass einziehen können, wenn ein Ersatzpflichtiger seine Abgabe nicht bezahlt hat. Den Vorschlag brachte die SVP ein. Der Bundesrat hatte nach geharnischten Reaktionen in der Vernehmlassung darauf verzichtet.

Priska Seiler Graf (SP/ZH) bezeichnete diesen als «grotesk und unverhältnismässig». Die Anpassung widerspräche geltenden völkerrechtlichen Bestimmungen. Balthasar Glättli (Grüne/ZH) kritisierte den Bundesrat dafür, dass er diese Regel überhaupt einmal angedacht habe.

Geld für alle fehlenden Diensttage

In den vergangenen Jahren sind jeweils einige Tausend Personen aus der Dienstpflicht entlassen worden, ohne dass sie ihre Dienstleistungspflicht vollständig erfüllt haben. Im Jahr 2012 waren es über 5000 Personen, 2015 rund 2500.

Künftig sollen diese nun eine Abschluss-Wehrpflichtersatzabgabe zahlen, wenn mehr als 15 Militär- oder 25 Zivildiensttage fehlen. Viele Dienstpflichtige leisten deshalb nicht sämtliche Diensttage, weil sie gar nicht aufgeboten wurden. Auch sie sollen zahlen.

Damit werde die Gesamtdienstleistungspflicht besser erfüllt, die Gleichbehandlung verbessert und ein Anreiz geschaffen, alle Diensttage zu leisten, argumentierte Finanzminister Ueli Maurer. «Wir schaffen damit mehr Gerechtigkeit.»

Die Linke wehrte sich gegen die Abschluss-Ersatzabgabe, jedoch erfolglos. Mit 128 zu 52 Stimmen stimmte der Rat dem Vorschlag der Regierung und seiner Kommission zu.

Gleiche Abgabe für alle

Weitere Änderungen haben mit der Armeereform zu tun. Der Militär- oder Zivildienst muss künftig zwischen dem 19./20. und dem 37. Altersjahr geleistet werden. Entsprechend soll auch die Dauer der Ersatzabgabepflicht angepasst werden. In den 18 Jahren Dienstpflicht sollen Abgabepflichtige wie bereits heute höchstens elf jährliche Abgaben bezahlen.

Der Abgabesatz soll weiterhin drei Prozent des Reineinkommens betragen, die Mindestabgabe 400 Franken. Die Studiengruppe Dienstpflichtsystem hatte eine Erhöhung der Mindestabgabe auf 1000 Franken vorgeschlagen.

Der Bundesrat hielt dazu in der Vernehmlassungsvorlage fest, für untauglich Erklärte verdienten durchschnittlich weniger als ihre militärdienstleistenden Alterskameraden. Durch eine starke Erhöhung der Abgabe würden somit die sozial Schwächeren im Verhältnis zum verfügbaren Einkommen massiv höher belastet als die Einkommensstärkeren.

SP und Grüne plädierten im Nationalrat für eine «progressive Abgabe», wonach die Ersatzabgabe gestuft nach dem steuerbaren Einkommen berechnet worden wäre. Der Antrag war aber chancenlos und wurde mit 126 zu 51 Stimmen abgelehnt.

Umsetzung ab 2019 geplant

Bei der Verschiebung der Rekrutenschule soll neu keine Wehrpflichtersatzabgabe mehr erhoben werden. Eine Verschiebung ist bis zum 25. Altersjahr möglich. Bei verschobenen Wiederholungskursen oder Zivildiensteinsätzen ist die Abgabe dagegen weiterhin geschuldet.

Die Vorlage geht nun an den Ständerat. Ziel ist, dass die Änderungen am 1. Januar 2019 in Kraft treten - ein Jahr nach Einführung der neuen Rechtsgrundlagen zur Weiterentwicklung der Armee (WEA). Weil für die Erhebung der Ersatzabgaben auf den geleisteten Militär- oder Zivildienst des Vorjahres abgestellt wird, werden die abgeänderten Rechtsgrundlagen der WEA erst im Jahr nach deren Inkraftsetzung für den Wehrpflichtersatz relevant. (sda)

Der F/A-18 bleibt länger im Einsatz, weil der Kauf stockt

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80
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80Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Es ist Nachgerichtet 13.12.2017 19:36
    Highlight Allgemeine Erklärung der Menschenrechte Artikel 1:
    Alle Menschen sind frei und gleich an Würde und Rechten geboren

    Männer in der Schweiz sind offenbar gemäss Volkszertrettern keine Menschen.
    Danke auch....
    7 2 Melden
    • Fabio74 13.12.2017 22:09
      Highlight Was für ein schwachsinniger Vergleich.
      Warum reicht ihr nicht eine VOlksinitiative ein, die die Wehrpflicht einmal mehr abschaffen will?
      Die SVP ist doch für das Volk.

      Wenn Du deinen Kommentar weiterspinnen würdest, wären Ausländer auch keine Menschen... aber eben....
      0 12 Melden
  • Normi 13.12.2017 19:04
    Highlight Muss ein Mann der im Rollstuhl auch Wehrpflichtersatz bezahlen ?
    10 1 Melden
    • Es ist Nachgerichtet 13.12.2017 19:36
      Highlight JA
      8 0 Melden
  • logisch 13.12.2017 18:20
    Highlight Die Politik würde sich besser einmal der Gesamtproblematik annehmen als Kosmetikkorrektur betreiben. Fakt ist, dass die Wehrtauglichkeitsrate der Kantone von "praktisch jeder tauglich" (LU/NW bspw.) und "gerade mal jeder Zweite tauglich" (GE bspw.) schwankt. Ergo ist die Wehrgerechtigkeit eine reine Farce. Jene Unterschiede lassen sich nicht medizinisch erklären. Diese Unterschiede dürften rein auf eine andere Würdigung des behördlichen Ermessen zurückgehen. Und jenes kann man ändern.
    7 0 Melden
    • Es ist Nachgerichtet 13.12.2017 19:39
      Highlight @logisch: Mal logisch weiterüberlegen: Das CH-Militär braucht immer weniger Rekruten pro Jahr (von 300'000 Mann auf knapp 100'000 AdA Sollbestand zusammengestrichen innert der letzten 25(?) Jahren)
      So ein praktischer Zufall dass immer mehr untauglich werden und so nie zuviele taugliche Rekruten da sind.
      Man hat eine Pflicht wo eigentlich sehr viele mehr dieser nachkommen könnten, da man keinen Bedarf dafür hat macht man sie zu UT und kann dann noch massig Geld von ihnen abzocken. Ein Riesenbetrug der hier passiert.
      4 0 Melden
    • logisch 13.12.2017 21:42
      Highlight Ja das ist mir klar. Deswegen schreibe ich, dass es sich um eine Farce handelt. Nur will das anscheinend niemand ansprechen weil ansonsten das ganze System umgewälzt wird, wenn man ein Grundprinzip infrage stellt.
      2 0 Melden
    • Es ist Nachgerichtet 13.12.2017 22:46
      Highlight Dachte es sei ein guter Ort um das zu platzieren, wollte dir nicht Unwissen unterstellen ;-)

      38ʹ179 Stellungspflichtige Männer (im 2015 übrigens im gleichen Zeitraum 191 freiwillige Frauen), Sollbestand aktive AdA gemäss Armee XXI 120'000.
      Kann ja jeder selber rechnen
      1 0 Melden
  • logisch 13.12.2017 18:13
    Highlight Als Student lohnt es sich also nun doppelt, die RS erst nach dem Studium zu absolvieren. Nach Ende Studium kann man 80% des Lohns als EO einfordern, der man theoretisch hätte, würde man einen Job aufnehmen. Ob man einen Job auf seinem Gebiet überhaupt findet bzw. bekommen würde spielt keine Rolle.

    5 0 Melden
  • pamayer 13.12.2017 17:46
    Highlight die svp könnte mal einen vorstoss einreichen, dass staffälligen parlamentariern der pass eingezogen wird.
    diese haben bekanntlich vorbildfunktion.
    8 1 Melden
    • RETO1 13.12.2017 21:26
      Highlight wo bitte steht, dass Parlamentarier Vorbildfunktion haben müssen??
      1 4 Melden
    • Fabio74 13.12.2017 22:10
      Highlight @reto: Wer für andere solchen Schwachsinn fordert, sollte dies zuerst bei sich einführen
      2 2 Melden
  • Leon1 13.12.2017 16:11
    Highlight Genau die Jungs aus meinem Abschlussjahrgang, die sportlich am aktivsten und fittesten sind, sind mit wenigen Ausnahmen doppel UT und machen keinen Hehl daraus dass sie sich lieber drücken.

    Nun. Ich finde das Militär und die Wehrpflicht gleichermassen doof. Trotzdem hab ich jetzt jedes Jahr nen Knatsch um Nebenjob, Studium und WK zu vereinen. Wenn ich dann im Studium von UT-lern angemault werde, weil ich zur Gruppenarbeit weniger beisteuern kann (weil im WK) und statt wie angedacht 50%, sondern vielleicht noch 5-10% der Studenten das selbe Problem haben.

    Da frage ich mich wo ist das fair?
    4 5 Melden
  • Pasch 13.12.2017 15:33
    Highlight Ich bin zwar mit allem durch, finde dies aber einfach nur bodenlos frech. Nur noch am Abzocken die Bande!
    Und schon wird wieder Frau Mann gleichstellungs Feuer geschürt. Müssen jetzt alle Frauen auch einrücken oder warum ists ok wenn Frauen bitz weniger verdienen undundund... Das eigentliche Problem ist und bleibt diese Regierung denen nichts zu peinlich ist den Leuten das Geld aus der Tasche zu ziehen.
    42 7 Melden
    • Murky 13.12.2017 16:59
      Highlight Ich würde jetzt nicht die Regierung in Corpore nehmen, sondern das zurückgebliebene Verteidigungsdepartement.
      2 4 Melden
  • Henri Lapin 13.12.2017 15:06
    Highlight Die SVP will doch immer Steuern senken oder abschaffen. Hier wäre eine vernünftige Gelegenheit
    56 5 Melden
  • Yippie 13.12.2017 14:37
    Highlight Einen zusätzlichen Anreiz um alles Diensttage zu erfüllen braucht es doch gar nicht. Nur wer alle Diensttage erfüllt, bekommt die Einzahlungen der Wehrpflichersatzabgabe zurückerstattet. Die wird fällig wenn man in einem Kalenderjahr keinen Dienst leistet. Bei mir sind so in etwa 5'000 CHF zusammengekommen. Ich wäre ja ziemlich bescheuert, wenn ich meine letzten paar Diensttage nicht efüllen würde.
    31 1 Melden
    • Ulmo Ocin 13.12.2017 16:33
      Highlight Das grosse Problem sehe ich bei Männern, welche der Reserve zugewiesen werden. Diese bezahlen keine Wehrpflichtersatz. In Zukunft werden sie jedoch dafür bezahlen müssen, dass sie nicht alle Diensttage erfüllt haben.
      2 0 Melden
  • Telomerase 13.12.2017 14:35
    Highlight Riesengeheule der Egogesellschaft in der Kommentarspalte.

    Leistet eure Diensttage, wenn's euch im Militär nicht gefällt, kann man sehr einfach in Zivildienst oder -schutz wechseln, und gut ist.

    19 67 Melden
    • the give me diini Blitz! 13.12.2017 16:46
      Highlight Und die die untauglich sind und nun vom selben Club um 3% ihrer Wirtschaftlichkeit zu Kasse gebeten werden? Ist das auch einfach gut?
      4 1 Melden
    • Fabio74 13.12.2017 17:04
      Highlight Wechseln in den Zivildienst willen die rechten Betonköpfe ja auch schwieriger machen. Alles fürs Volk tut unsere SVP.
      Warum fordert man nur Passentzug und nicht gleich das Standgericht?
      5 4 Melden
    • rauchzeichen 13.12.2017 17:44
      Highlight jup individualgesellschaft. ego gehört woanders hin. ich gehör mir selbst, nicht dem komischen haufen der durch geografische nähe als meine regierung bezeichnet wird. also wieso sollte ich noch geld bezahlen, damit ich einen olivgrünen kindergarten nicht absolviere, dem steuerzahler sein geld nicht verballere und in der zwischenzeit entweder arbeite, oder zivischutz/dienst leist? hä? dieses rechtskonservative weltbild ist derart absurd, dass man ja daran verblöden muss, wenn man einmal daran geschnuppert hat. und nein, ich rede längst nicht mehr nur von oben stehendem kommentar.
      6 2 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • Murky 13.12.2017 14:04
    Highlight Bravo. Ich bin bin seit 2001 in der Feuerwehr aktiv und habe meine Diensttage wohl schon zigfach abgearbeitet (im Ernsteinsatz, im Gegensatz zu den Schweizer Soldaten). Aber bezahlen musste ich als "Untauglicher" trotzdem den vollen Militärpflichtersatz. Klar, ich hab mich gedrückt weil mir damals wie heute das Militär nicht passte. Aber ich will trotzdem meinen Dienst an der Allgemeinheit tun auf sinnvolle Art. Aber das wird nicht geschätzt. Und jetzt wird noch mehr abgezockt. Das soll einer verstehen...
    79 31 Melden
    • Telomerase 13.12.2017 14:31
      Highlight Und ich als Militärdienstleistender muss Feuerwehrersatzabgabe zahlen. So what?
      38 19 Melden
    • Ulmo Ocin 13.12.2017 16:34
      Highlight Wenn du dich gedrückt hast, sollst du auch bezahlen! Durch deinen Feuerwehrdienst sparst du steuern und erhältst Sold. Zwei verschiedene Paar Schuhe!
      6 1 Melden
    • Murky 13.12.2017 17:00
      Highlight Wie wärs mit keiner Abgabe wenn man etwas tut? Im Kanton Zürich ist die Feuerwehr freiwillig, es gibt keine Abgabe.
      1 1 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • Roaming212 13.12.2017 13:41
    Highlight Schafft diesen Schwachsinn endlich ab. Oder krempelt den Mist wenigstens um, damit man ihn ernst nehmen kann. Ich bin auf so viele unfähige möchtegern Kaderleute getroffen, richtig schwach.
    91 14 Melden
    • x4253 13.12.2017 14:21
      Highlight "Ist dein Leben finster, so verzweifle nicht und werde Inster!"
      - Quelle unbekannt
      21 5 Melden
  • dechloisu 13.12.2017 13:35
    Highlight Soldaten die nicht aufgeboten werden müssen zahlen?
    Was kann ich als Soldat dafür, dass ich nicht aufgeboten wurde?
    166 12 Melden
    • Gar Manarnar 13.12.2017 14:23
      Highlight Ja, da habe ich mich auch gefragt, was das soll, als ich die Stelle gelesen hab. Muss man zahlen, weil man sich nicht freiwillig meldet: "Hey, muss ich nicht ins Militär?". Was ein Witz.
      27 2 Melden
    • McStem 13.12.2017 14:39
      Highlight Was kein ein wirklich untauglicher dafür, dass er wirklich untauglich ist?
      Also nicht die faule und motiviationslose Gruppe, sondern solche, die Körperlich einfach nicht mithalten können.

      Grundsätzlich gehört die Wehrpflicht aber sowieso abgeschafft und durch eine Dienstpflicht ersetzt.
      39 4 Melden
    • BerriVonHut 13.12.2017 17:14
      Highlight Man kann sich melden für Einsätze z.B. Skirennen, Rekrutierungszentren, etc. Ist aber jedem selber überlassen, ob er das tun will.
      1 2 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • Erarehumanumest 13.12.2017 13:31
    Highlight das musst du wissen: Nichts, ich habe meine Dienstzeit bereits absolviert, höhö!
    19 33 Melden
    • Normi 13.12.2017 19:18
      Highlight und war das Pfadilager mit scharfer Munition cool hast du dich so richtig Männlich gefühlt ?
      4 3 Melden
  • rodolofo 13.12.2017 13:21
    Highlight Wisst Ihr, was der Nationalrat gestern auch noch beschlossen hat?
    Er hat beschlossen, den "Inländer-Vorrang beim Bankgeheimnis" zu belassen!
    Dadurch entgehen dem Fiskus weiterhin hunderte von Millionen-, wenn nicht gar Milliarden von Franken, welche Reiche und Super-Reiche mit Kavaliersdelikt-Lächeln "übersehen" können.
    Aber es ist klar, dass im Dienste einer ausgeglichenen Rechnung diejenigen zur Kasse gebeten werden, die die unglaubliche Frechheit hatten, vom Militär nicht für alle Diensttage aufgeboten zu werden!
    Ich glaube, ich habe gerade im Mittelalter einen Apfel gestohlen...
    88 14 Melden
    • Gar Manarnar 13.12.2017 14:25
      Highlight Gewisse Parteien sind sonst immer so für strengeres law & order. Nur bei Vermögensdelikten nicht...
      33 3 Melden
    • Dominik Treier (1) 13.12.2017 15:14
      Highlight Ja dafür wird Kranken welche IV beziehen wahrscheindlich bald eine Fussfessel angehängt. Ich frage mich ob diese Leute glauben Krank zu sein sei ein grösseres Verbrechen als 100 Millionen Steuern zu hinterziehen...
      34 2 Melden
  • Magnum44 13.12.2017 13:16
    Highlight Den Pass einziehen, unglaublich, dass überhaupt jemand im Jahr 2017 noch auf solche Ideen kommt. Wieso nicht gleich einen Stern in den Pass stempeln, meine lieben "Volksvertreter" der SVP?
    91 18 Melden
    • Makatitom 13.12.2017 14:32
      Highlight Wieso einen Stern? Es wird wohl noch die von den Schweizern erfundenen "J"-Stempel haben, irgendow in Herrliberg
      24 5 Melden
    • mike2s 13.12.2017 15:04
      Highlight So falsch ist die Idee nicht. Wenn man Steuerhinterzieher gleich umgehen würde. So ab einer Million wäre auch ein Stirntatoo angebracht.
      21 7 Melden
    • Dominik Treier (1) 13.12.2017 15:15
      Highlight Keine Sorge... Ihnen sind nur die Stempel zu teuer...
      16 2 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • Hansdamp_f 13.12.2017 13:10
    Highlight "Gleiche Abgabe für alle". Nein, für 50 Prozent respektive für den Männeranteil, der nicht Dienst (Militär, Zivilschutz, Zivildienst) leistet. Es ist an der Zeit, ernsthaft zu diskutieren, ob Frauen nicht auch diesen "Dienst fürs Land" leisten sollen. Oder dann - noch besser - halt ein Berufsmilitär.
    70 6 Melden
  • Posersalami 13.12.2017 13:08
    Highlight "Viele Dienstpflichtige leisten deshalb nicht sämtliche Diensttage, weil sie gar nicht aufgeboten wurden.
    (..)
    ein Anreiz geschaffen, alle Diensttage zu leisten
    (..)
    argumentierte Finanzminister Ueli Maurer"

    Muss man dafür SVPler sein, um diese bescheuerte Logik zu verstehen? Ein Soldat wird nicht für alle Diensttage aufgeboten, weil er schlicht überflüssig ist, und dafür soll er noch blechen.

    Ich bin so froh, dass ich mit diesem Unsinn "Armee" schon lange abgeschlossen habe. Schafft diesen Laden doch einfach mal ab!
    66 9 Melden
  • Roterriese 13.12.2017 12:50
    Highlight Wissen muss ich nichts, ich habe alle meine Tage geleistet. Nichtsdestotrotz ist und bleibt der Wehrdienst sexistisch, solange nur Männer verpflichtet sind. Und nein, die Abschaffung der Wehrpflicht resp. der Ersatzdienste ist keine Option zur Beseitigung dieser Ungleichbehandlung.
    37 31 Melden
    • satyros 13.12.2017 15:31
      Highlight Wieso nicht? Von mir aus gesehen gibt es zwei Lösungen: Alle müssen oder niemand muss. Beides wäre nicht diskriminierend.
      20 3 Melden
    • Fabio74 13.12.2017 17:06
      Highlight Warum tut denn deine SVP nichts um dies zu ändern? Wo ist die Volksinitiative dafür?
      1 4 Melden
    • Wambolium 13.12.2017 17:20
      Highlight Da gebe ich dir vollkommen Recht roterriese. Dass nur Männer dienstpflichtig sind, ist eine grosse Diskriminierung. Aufheben könnte man diese Diskriminierung mMn am besten, indem man eine allgemeine Dienstpflicht für alle einführen würde. In dieser allgemeinen Dienstpflicht würden alle Schweizerinnen und Schweizer einen Dienst an der Gesellschaft leisten. Dabei soll es aber egal sein, wo der Dienst geleistet wird. Das heisst, dass nicht nur Zivildienst-, Zivilschutz- und Militäreinsätze als Diensttage gelten sollen, sondern bspw. auch Feuerwehreinsätze oder das Hüten des Nachbar Babys.
      7 1 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • Ohmann94 13.12.2017 12:50
    Highlight Wer hatte sich diesen fertigen Dreck mit den 1000.- überlegt?!

    Meine Situation:

    Student (Vollzeit), Hilfswissenschaftler (200.- / Monat), doppelt untauglich und somit abgabepflichtig.

    Ich habe kein Problem damit den Mindestsatz zu bezahlen und später meine 3%, das kann ich noch akzeptieren und ist machbar mit Studium und Einkommen. Wenn jetzt aber irgendsoein rechts-„bürgerlicher“ Vollpfosten meint, er müsse mir Steine in den Weg legen bei meiner Ausbildung und mich somit zu einem Teilzeitstudium drängen, nur damit ich ihm sein Spielzeug finanziere, dann habe ich ein riesen Problem damit
    178 23 Melden
    • reaper54 13.12.2017 14:44
      Highlight ich kenne genau zwei Personen welche das Prädikat Doppel UT verdient hätten. Beide leisten ihren Dienst jedoch weiter, jeder von ihnen hat dafür gekämpft! Alle die ich getroffen haben welche “Doppel UT” sind waren einfach zu faul, oder wollten ihre “Gym Gains” nich verlieren.
      Also heul nicht rum sei ruhig und froh, dass du trotz Wehrdienstverweigerung frei herumlaufen und abstimmen darfst! Du hättest das Privileg nämlich nicht verdient.
      13 50 Melden
    • Dominik Treier (1) 13.12.2017 15:11
      Highlight Ich bin mir nicht sicher ob diese Leute meinen jemand der wegen seiner Gesundheit untauglich sei lasse sich dann tauglich schreiben und krieche ohne Beine unnötig im Dreck rum oder ob sie einfach die Rechnung für ihre Fliegerchen verkleinern wollen weil sie meinen das Volk sei dann so blöd diesem unötigen Mist zuzustimmen... In jedem Fall: Schöne Volchsparteien...
      16 2 Melden
    • Mutzli 13.12.2017 17:26
      Highlight @Reaper Abstimmen ist für die Bürgerschaft ein Recht, kein Privileg. So weit kommts noch...heisst nicht umsonst WahlRECHT. Mit was auch immer man sich im passiven Militärdienst dieses Recht verdienen soll. Zum Glück haben wir hier keine US Zustände wo man vor Soldaten zu Kreuze kriechen soll.

      Ihrer Logik nach dürften ja auch beinahe alle Frauen nicht Teil des politischen Systems sein und woher Sie bitte übers Netz diagnostizieren wollen wer UT ist und wer nicht...für das gibts die Fachleute der Armee. Wenn Sie ein Problem mit der Klassifizierung haben, müssten Sie sich dort melden.
      8 1 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • Karl33 13.12.2017 12:46
    Highlight Wir sprechen hier also von einer Steuer, die Männer bezahlen müssen, weil sie männlichen Geschlechts sind.
    Gleichstellung 2017.
    211 17 Melden
    • pun 13.12.2017 15:18
      Highlight 2013 gabs eine Abstimmung über die Abschaffung der einseitigen Dienstpflicht. 73% stimmten dagegen. Ein Gegenvorschlag der bürgerlichen Parlamentsmehrheit, welche auch die Initiative abgelehnt hat, zur Ausweitung der Wehrpflicht auch auf Frauen gab es nicht.
      8 6 Melden
    • Mutzli 13.12.2017 17:17
      Highlight Tja, wenn Sie gerne etwas anderes hätten, müssen Sie bei den nächsten Wahlen versuchen die Leute zu überzeugen Rot/Grün zu wählen! ;-) Waren ja gemäss Artikel die Einzigen, die sich dagegen gestemmt haben.
      5 3 Melden
    • NoCapitalism 13.12.2017 18:11
      Highlight Während der Mann im gleichen Job vielfach immer noch mehr verdient als die Frau. Sowie eine schwangere Frau im berufsleben immer noch deutlich benachteiligt wird gegenüber dem Mann. Das nur weil sie weiblichen Geschlechtes sind.
      Gleichstellung 2017.
      5 5 Melden
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