Schweiz
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und die Werbung von watson und Werbepartnern zu personalisieren. Weitere Infos: Datenschutzerklärung.

Junger Straftäter

«Carlos» ist jetzt ein Fall fürs Bundesgericht

Bild: SRF

Das Bundesgericht muss darüber entscheiden, ob der wegen einer Sonderbehandlung bekannt gewordene junge Straftäter «Carlos» aus dem Massnahmenzentrum Uitikon (MZU) entlassen werden muss. Der 18-Jährige hat den Entscheid des Zürcher Obergerichts zur vorsorglichen Versetzung nach Uitikon nach Lausanne weitergezogen.

24.01.14, 12:43 24.01.14, 13:47

Das Bundesgericht gab am Freitag bekannt, dass eine Beschwerde gegen den Entscheid des Zürcher Obergerichts eingegangen ist. Aufgrund einer Fernseh-Reportage von SRF im August 2013 war das teure Sonder-Setting für den wiederholt straffällig gewordenen Jugendlichen zum öffentlichen Thema geworden. Die Kosten der Sonderbehandlung beliefen sich auf monatlich gut 29'000 Franken.

Ende August wurde der in der Fernsehsendung «Carlos» genannte junge Mann ins Gefängnis Limmattal gebracht, Ende November wurde er ins MZU verlegt. Die Einweisung begründeten Oberjugendanwaltschaft und Jugendanwaltschaft damals mit Sicherheitsüberlegungen.

Das Obergericht wies eine Beschwerde gegen die Verlegung nach Uitikon ab, stufte aber eine vorläufige geschlossene Unterbringung als problematisch ein, sofern sie länger als ein halbes Jahr dauert. Es wies deshalb die Parteien auf, «weiterhin nach einer raschen Lösung zu suchen». Die Jugendanwaltschaft müsse einen Platz in einer geeigneten erzieherisch-therapeutischen Einrichtung suchen, welche auch den Sicherheitsaspekten gerecht werde. Und an «Carlos» richtete das Gericht die Aufforderung, seinen Widerstand gegen die psychiatrische Begutachtung aufzugeben.

Laut Auskunft der Zürcher Justizdirektion wurde bislang keine andere Lösung für «Carlos» beschlossen. Man sei noch immer auf der Suche nach einer geeigneten Unterbringung, sagte Benjamin Tommer, Sprecher der Justizdirektion auf Anfrage. (sda)

Hol dir die App!

Brikne, 20.7.2017
Neutrale Infos, Gepfefferte Meinungen. Diese Mischung gefällt mir.
Abonniere unseren NewsletterNewsletter-Abo
Themen
5
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 72 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
5Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • zombie1969 25.01.2014 11:38
    Highlight Man wünschte, der Beitrag in watson wäre Satire, doch er liest sich allerdings nicht so. Dafür kann er aber als Realsatire sehr gut durchgehen!
    0 0 Melden
  • papparazzi 24.01.2014 17:58
    Highlight Danke den braven, humanen Beamten für das "Rundumpacket".

    Wieso haben wir eigentlich noch kein Boot- Camp oder eine Survival Gruppe? Bei diesen Aktivitäten würde sich Don Carlo sicher etwas abkühlen kommen und mal merken, dass er auch wirklich ein Verbrechen begannen hat.

    Aber bei 29000 SFr pro Monat ist das wahrscheinlich etwas schwierig, schliesslich wird man ja durch die wichtigen alltäglichen Verlockungen und Entscheide abgelenkt... wie etwa welches Menu man wählen soll, welchen Film man am TV kucken soll, etc...

    Ab ins Boot- Camp Don Carlos... oder von mir aus auch ins Dschungel- Camp! ut (dp)

    PS Bei einem monatlichen Betrag von 29000 SFr müsste eigentlich neben dem personal Trainer auch noch ein rundum Wellness- Programm möglich sein... fürs seelische Wohlbefinden!!!
    0 0 Melden
  • mo 24.01.2014 15:28
    Highlight Vielleicht sollt die Justizdirektion mal Carlos Bewerbungsunterlagen an SAT1 für "Die strengsten Eltern der Welt" schicken. Füdli Putzen mit Bambusblättern, bei einer Portion Reis und Hamster Nuggets...
    1 1 Melden
  • kopa 24.01.2014 14:19
    Highlight Dem jungen Mann wird viel zu viel Aufmerksamkeit erbracht.
    2 1 Melden
  • pinkxy 24.01.2014 12:56
    Highlight Ein Junge, der nicht gelernt hat für das gerade zu stehen, was er getan hat und obendrein noch verwöhnt ist.
    2 1 Melden

Der neue höchste Geheimdienstler der Schweiz mag das Wort «Geheimdienst» nicht

Der Berufssoldat Jean-Philippe Gaudin (55) wird neuer Chef des Nachrichtendienstes. Die derzeit grösste Gefahr sieht er im islamistischen Terror.

Als Markus Seiler, Chef des Nachrichtendienstes des Bundes (NDB), im November seinen Posten räumte, setzten sich drei alte Freunde zusammen. Sie sagten sich: Wir lassen nicht zu, dass der NDB in falsche Hände gerät. Sie beschlossen: Jeder von uns bewirbt sich.

Das ist die Geschichte, die man sich in Bern erzählt.

Einer aus dem Trio hat es geschafft. Gestern ernannte der Bundesrat auf Antrag von Verteidigungsminister Guy Parmelin (SVP) den Waadtländer Divisionär Jean-Philippe Gaudin (55) per 1. …

Artikel lesen