Schweiz
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Islamisten in der Schweiz, Weissgeld und Cannabis: Das schreiben die Sonntagszeitungen heute

22.11.15, 08:45 22.11.15, 11:34


Die Schlagzeilen der Sonntagspresse:

Islamisten in Winterthur

Im Umfeld der An'Nur-Moschee in Winterthur werden offenbar auch Kinder mit Propaganda der Terrororganisation Islamischer Staat (IS) konfrontiert. Nach Recherchen des «SonntagsBlick» werden schon kleinen Buben Terror-Videos des IS gezeigt. Diese würden auch vor schwarzer Fahne und mit erhobenem Zeigefinger – das Zeichen des IS – fotografiert. Die Väter würden solche Bilder voller Stolz im Internet publizieren. Der Präsident der Moschee, Atef Sahnoun, bestreitet die Vorwürfe. Der Winterthurer Stadtparlamentarier Blerim Bunjaku berichtet in der «NZZ am Sonntag» zudem, dass jungen Frauen Geld bezahlt worden sei, wenn sie sich mit einem Kopftuch bedecken.

Rund 3 Prozent teurer: ÖV-Fahrten ab 2017.
Bild: KEYSTONE

Die Billettpreise im öffentlichen Verkehr dürften auf Ende 2016 um rund 3 Prozent steigen. Davon geht Ueli Stückelberger, Direktor des Verbandes öffentlicher Verkehr, aus. «Aus heutiger Sicht werden die Preise um rund 3 Prozent steigen», sagte er der SonntagsZeitung. Gründe dafür sind laut Stückelberger das erweiterte Angebot sowie höhere Preise des Bundes für die Benützung des Schienenangebotes. Zudem sind die Kantone nicht bereit, mit Steuergeldern höhere Kosten zu übernehmen. Der Bund hatte bei den Diskussionen um die Bahnvorlage FABI betont, dass der Bahnausbau zu höheren Preisen für die Nutzer führen wird.

Bauern und Zürcher

Die Ausmarchung der SVP-Bundesratskandidaten war laut dem unterlegenen Anwärter Oskar Freysinger von langer Hand geplant. Es habe minutiöse Vorbereitungsarbeiten gegeben, sagte der Walliser der Westschweizer Sonntagszeitung «Le Matin Dimanche». Die Parteiführung, vor allem die Zürcher und die Bauern hätten «starken Einfluss» genommen, damit Guy Parmelin und Thomas Aeschi auf das Ticket kämen. Freysinger war im Kampf um den Westschweizer Platz auf dem Ticket Parmelin unterlegen.

Grenzwacht-Gewerkschaft kritisiert Budgetentscheid.
Bild: KEYSTONE

Die Gewerkschaft Garanto, die das Grenzwacht und Zollpersonal vertritt, zeigt sich empört darüber, dass die Finanzkommission des Nationalrats eine Erhöhung des Budgets für das kommende Jahr abgelehnt hat. Es ging um 12,9 Millionen Franken für 100 zusätzliche Stellen, wie die «Zentralschweiz am Sonntag» unter Berufung auf den Kommissionspräsidenten berichtete. Laut Garanto-Zentralsekretär André Eicher hätten bürgerliche Politiker, aus deren Richtung sonst Forderungen nach mehr Sicherheit kommen, gegen den Antrag gestimmt. Finanzministerin Eveline Widmer-Schlumpf lehnte die Aufstockung laut Zeitung unter anderem deswegen ab, weil sie ihr zu rasch erfolge und weil das Parlament eine Plafonierung des Personalbestandes fordere.

Rechnet angeblich mit gegen 100'000 Asylgesuchen: VBS-Vorsteher Maurer.
Bild: KEYSTONE

Verteidigungsminister Ueli Maurer soll vor der SVP-Fraktion erklärt haben, es könnten im nächsten Jahr gegen 100'000 Flüchtlinge in die Schweiz kommen. Das berichtet die Schweiz am Sonntag unter Berufung auf zwei ungenannte Quellen. Es könnten gegen 100'000 Asylgesuche eingehen, falls die Entwicklung ungebremst weiter gehe und keine zusätzlichen Massnahmen ergriffen würden, sagte der SVP-Bundesrat demnach. Maurer habe ferner ausgeführt, dass sein Verteidigungsdepartement dem Grenzwachtkorps sehr rasch 300 Militärpolizisten zur Seite stellen könne. Dazu müsste das Korps aber eine entsprechende Anfrage stellen.

BKB für Weissgeldstrategie

Bei der Basler Kantonalbank muss jeder Kunde bestätigen, dass er sein Geld versteuert hat. Nur eine solche konsequente Weissgeldstrategie für Schweizer und Ausländer reduziere die Risiken für die Bank, sagte Bankchef Guy Lachappelle im Interview mit dem «SonntagsBlick». Eine Bestätigung der Steuerehrlichkeit liege derzeit für 90 Prozent der verwalteten Vermögen vor. Bei den kleinen Kunden werde diese beim nächsten Kontakt verlangt. Den Geldabfluss bei der Bank von 2,6 Milliarden Franken im vergangenen Jahr führt Lachappelle auch auf die Weissgeldstrategie zurück.

Machbarkeit prüfen: Legalisierung von Cannabis für medizinische Zwecke.
Bild: STEVE DIPAOLA/REUTERS

Das Bundesamt für Gesundheit lässt mittels einer Machbarkeitsstudie prüfen, wie die Legalisierung von Cannabis für medizinische Zwecke vonstatten gehen könnte. Eine Expertengruppe soll fachliche, rechtliche und methodologische Voraussetzungen überprüfen, wie die «Schweiz am Sonntag» berichtete. Resultate sollen voraussichtlich Ende 2016 vorliegen. Heute erhalten jährlich rund 500 Personen eine Ausnahmebewilligung, um Hanf als Medikament gegen Schmerz einnehmen zu können. (kad/sda)

Abonniere unseren Daily Newsletter

Themen
7
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 72 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
7Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • RatioRegat 22.11.2015 13:19
    Highlight "Das Bundesamt für Gesundheit lässt mittels einer Machbarkeitsstudie prüfen, wie die Legalisierung von Cannabis für medizinische Zwecke vonstatten gehen könnte."

    Dafür wird Steuergeld aus dem Fenster geworfen? Streicht Cannabis einfach aus Art. 2 lit. a BtmG! Dafür braucht es keine Studie.
    Die Abgabe an Minderjährige kann analog zum Alkohol- und Tabakkonsum geregelt werden.
    13 0 Melden
    • Fumo 22.11.2015 16:33
      Highlight Vor allem könnte man auch ganz gut auf Macbarkeitsstudien sowie Ergebnisse der tatsächlichen Legalisierung aus anderen Ländern zurückgreifen.
      Bei Krieg und Wirtschaft sind die Amerikaner unsere beste Freunde, bei der Medizin nicht?
      4 0 Melden
  • MaskedGaijin 22.11.2015 09:29
    Highlight Wie sieht das gesetzlich in der Schweiz aus? Kann man diese 'Moschee' nicht richterlich schliessen?
    27 6 Melden
    • Fumo 22.11.2015 11:09
      Highlight Weil Recherchen des Blick die hier zitierten Ergebnisse erzielten? Irgendwie etwas schwammig für einen richterlichen Verbot, findest du nicht?
      Ausserdem ist das als würde man eine katholische Kirche schliessen, weil sich jeden Sonntag Mafiabosse darin verabreden um ihre Schandtaten zu planen.
      16 18 Melden
    • Teslaner 22.11.2015 11:58
      Highlight Vielleicht nicht die ganze Moschee schliessen, aber sicher diese Hassprediger "eliminieren". Stellt euch vor ein Pfarrer würde rechtsextreme Parolen von sich geben und im Gottesdienst Bilder von Gräuentaten der Nazis verherrlichen. Der wäre auf keinen Fall mehr lange Pfarrer.
      29 0 Melden
    • atomschlaf 22.11.2015 12:51
      Highlight @Fumo: Natürlich nicht allein aufgrund der Blick-Recherchen. Aber diese Recherchen sind sicherlich Grund genug für eine genauere Untersuchung durch die zuständigen Stellen. Falls die vermuteten Tatbestände bestätigt werden können, sind anschliessend die notwendigen Massnahmen zu ergreifen.
      Wir dürfen nicht länger zulassen, dass uns diese Extremisten unter dem Deckmantel der Religionsfreiheit auf der Nase herumtanzen!
      8 0 Melden
    • Fumo 22.11.2015 16:31
      Highlight Ich sagte ja nicht dass der Prediger und sein Gefolge nicht genauer angeschaut werden sollte, aber gleich die Schliessung der Moschee zu fordern geht schon zu weit.
      0 4 Melden

Krempeln die SBB die Bahnhöfe um? Kioskflächen werden neu ausgeschrieben

Die SBB eröffnet das Rennen um die begehrten Kiosk- und Verpflegungsstände in den Bahnhöfen. Sie schreibt diese per 2021 aus. Ende 2020 laufen der Mietvertrag für Kioskflächen mit dem Handelsunternehmen Valora sowie diverse Mietverträge für Flächen in SBB-Bahnhöfen.

Valora zeigt sich gelassen – das Unternehmen rechnet sich laut einem Sprecher «sehr gute Chancen» aus.

Mit der Ausschreibung fokussiere sich die SBB verstärkt auf den Trend zu Convenience-Angeboten und trage dem wachsenden Wettbewerb …

Artikel lesen