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Pirmin Schwander (SVP-SZ) spricht waehrend einer Debatte im Nationalrat, am Dienstag, 5. Mai 2015, waehrend der Sondersession im Nationalrat in Bern. (KEYSTONE/Peter Klaunzer)

Pirmin Schwander von der SVP gehört zur Gruppe, die die Initiative vorantreiben.  Bild: KEYSTONE

Geht's der KESB an den Kragen? Onken, Jenny und Co. lancieren Volksinitiative

31.05.15, 07:40 31.05.15, 08:16

Seit ihrer Gründung am 1. Januar 2013 stehen die Kindes- und Erwachsenenschutzbehörden (KESB) in der Kritik. Nun organisiert sich der Widerstand. Eine Gruppe um Schriftstellerin Zoë Jenny (41), SVP-Nationalrat Pirmin Schwander (53) und Frauenrechtlerin Julia Onken (73) lanciert eine Volksinitiative, wie der «Sonntagsblick» berichtet. 

Im Juni soll sie der Öffentlichkeit vorgestellt werden. Hauptziel der Initiative ist es, dass die Behörden weniger Macht haben – und die Aufsicht verbessert wird. «Es wird über die Köpfe von Kindern, Eltern und Senioren entschieden, ohne dass sie sich unmittelbar wehren könnten», sagt Pirmin Schwander. Neu soll im Gesetz der Satz stehen: «Gegen den Willen der Betroffenen oder der ihnen nahestehenden Personen dürfen nur in begründeten Ausnahmefällen Entscheide getroffen werden.» Solche Ausnahmefälle seien zum Beispiel sexueller Missbrauch, Vernachlässigung, psychische oder physische Misshandlung. 

Am 19. Juni präsentieren Jenny, Schwander und Onken ihre Initiative in Küssnacht SZ. Nach den Sommerferien wollen sie mit der Unterschriftensammlung beginnen. (feb)



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16Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • px125 02.08.2015 11:18
    Highlight Offensichtlich wird dieses Forum nur von Linken gefüttert :-(
    1 0 Melden
  • amazonas queen 31.05.2015 21:19
    Highlight SVP gegen Blocher. Das ist mal was Neues. Geniale Strategie. Du führst etwas ein und dann bekämpfst du es.
    5 2 Melden
    • exeswiss 02.08.2015 11:29
      Highlight das dachte ich auch. erst wird von blocher der bürokratenapparat erstellt und danach will die eigene partei ihn wieder abschaffen.
      0 0 Melden
  • Babalu 31.05.2015 13:30
    Highlight Julia Onken ist sich für nicht zu schade, wenn sie sich dabei irgendwie profilieren kann. Die selbsternannte Feministin ist eigentlich der Ober-Bünzli.
    25 3 Melden
  • Lowend 31.05.2015 12:52
    Highlight Irgendwann erfindet die Partei noch das politische Perpetuum Mobile, denn nun bekämpft Schwander das Steckenpferd von Blocher, die KESB, genau wie sie ja auch die bilateralen Verträge bekämpfen, welche wir nur dank diesem rechten Superpolitiker haben.
    Für alle die sich wieder mal schulmeisterlich geben möchten und mir vorwerfen wollen, ich hätte einen Blocherphobie hier ein Link aus der BloZ, welche hoffentlich sogar für echte Rechtsextremisten rechts genug ist.
    http://bazonline.ch/schweiz/standard/Eine-Sache-falsch-eingeschaetzt-zu-haben-ist-ja-noch-keine-Todsuende/story/17101622?comments=1
    11 8 Melden
  • 7immi 31.05.2015 12:28
    Highlight bitte bremst mal ein bizzeli. die svp ist nicht rechtsextrem, sondern mitte rechts bis rechts. die pnos ist rechtsextrem. bitte bringt da nichts durcheinander und beschwört keine geister.
    und zur initiative: wir werden sehen, wie gut sie ist. wir werden schlussendlich, wenn sie zustande kommt, darüber abstimmen. also einfach mal tief durchatmen und teetrinken.
    12 21 Melden
    • stadtzuercher 31.05.2015 13:29
      Highlight ich bezweifle, dass kosovaren-schlitzer- oder schaf-plakate mitte sind (mitte? im ernst?). die svp ist definitiv rechts, sie hat in den letzten 2 jahrzehnten den gesamten rechten (oft braunen) rand absorbiert: auns, pnos und wie sie alle heissen.
      22 8 Melden
    • 7immi 31.05.2015 16:53
      Highlight @stadtzuercher
      klar, es gibt immer leute, die aus der reihe tanzen. ist bei der sp ja nicht anders mit den neosozialisten.
      verwechseln sie bitte braun und konservativ nicht. es ist simpel, die braune keule zu schwingen. schwieriger ist, differenziert zu denken...
      8 6 Melden
  • quark 31.05.2015 11:20
    Highlight Der KESB ist schon gut und wird laufend besser. Da müssen eben schräge, rechtsextreme Vereinigungen dringend was unternehmen. War schon immer so von dieser Seite: "kaputt mach, wenn es gut ist und aufschreien wenn es endlich schlecht ist". Politisches Perpetuum von Rechtsparteien.
    29 14 Melden
  • stadtzuercher 31.05.2015 10:49
    Highlight Da bin ich aber gespannt, was rauskommt, wenn frustrierte Feministinnen und rechtsextreme Auns-Präsidenten zusammenspannen. Popcorn bitte! :-D
    30 11 Melden
  • Topoisomerase 31.05.2015 09:02
    Highlight Ja, die KESB dteht von vielerlei Seiten in der Kritik. Ich bin aber der Meinung, dass sie bitter nötig ist. Ohne KESB gab es viele verschwundene Fälle, die noch schlimmer wurden, da man solche Probleme bei der Gemeinde regeln musste.
    Ein Mädchen wird in einem kleinen Dorf von ihrem Vater misshandelt. Sie nimmt ihren Mut zusammen und geht zur Gemeinde um das zu beichten und hofft auf weitere Schritte. Was sie nicht weiss: Der Chef sitzt am selben Stammtidch wie der Vater und erzählt ihm am Abend davon. Der Vater misshandelt die Tochter nun noch mehr.
    Um genau solche paradoxe Situationen zu verhindern, brauchen wir die KESB. Das da, wenn man gescheit überlegt, jemand dagegen sein kann, verstösst schon fast gegen Menschenrecht.
    43 12 Melden
    • Roger Gruber 31.05.2015 09:24
      Highlight Es geht nicht um die Abschaffung der KESB, sondern darum, deren Macht zu begrenzen. Klar kommen jetzt herzerweichende Beispiele, am liebesten von kleinen misshandelten Mädchen, um Kritikern jeden Wind aus den Segeln zu nehmen. Die haarsträubenden Beispiele, wo Menschen einfach entmündigt werden (gab genug davon, welche es in die Medien schafften und wohl noch viele mehr, von denen wir nichts wissen), werden ausgeblendet. Die jetztige KESB ist ein Vehikel, welches missbraucht wird, ins Privatleben der Bürger einzugreifen. Natürlich muss das aufhören in dieser Form!
      30 34 Melden
    • goschi 31.05.2015 09:36
      Highlight @Roger Gruber, und wie oft war der Eingriff sachlich berechtigt?
      Frau jenni zB. wettert gegen die KESB, weil diese zu Recht gegen sie agiert hat, mangels Selbstreflexion ist natürlich die KESB schuld, ergo muss man dagegen vorgehen, objektiv betrachtet ist der Fall aber wohl korrekt.

      Selbstverständlich geschahen und geschehen Fehler bei der KESB und längst nicht alles wurde optimal gelöst und da es um menschliche Schicksale ist es immer tragisch, aber ich bin nicht sicher, dass eine derartige Entmachtung der KESB ein guter Schritt wäre.
      36 12 Melden
  • Frischling 31.05.2015 08:25
    Highlight Ein Blick ins ZGB und diesem aufgeblasenen Trio geht die Luft aus!
    37 13 Melden

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