Schweiz
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Winkelrieds Tod bei Sempach; Gemälde von Konrad Grob (1828–1904) Bild: Wikimedia

Umfrage in Europa 

Winkelried würde sich im Grab umdrehen: Nur jeder vierte Schweizer ist bereit, für sein Land zu sterben

03.06.14, 14:01 24.06.14, 09:25

Wären Sie bereit, für einen bestimmten Zweck Ihr Leben einzusetzen? In der Schweiz antworten 70.6 Prozent mit Ja. Bei der Frage wofür wird es schon schwieriger: Um die Familie zu beschützen, sagen 86.2 Prozent. Um meine Ideale zu verteidigen, 48.8 Prozent. Mit 24.1 Prozent an dritter Stelle folgt der Tod fürs Vaterland.

Grafik via RTS

Diese Erkenntnisse gehen aus einer Umfrage öffentlich-rechtlicher Medien in aller Welt hervor. Für die Schweiz war das Westschweizer Radio und Fernsehen RTS verantwortlich. Hintergrund ist der 100. Jahrestags des Ausbruchs des Ersten Weltkriegs, als viele Europäer begeistert in den Kampf zogen.

Von den total 20'000 befragten Personen unter anderem aus der Schweiz, Deutschland, Frankreich, Italien und Russland erklärten sich im Schnitt 20 Prozent bereit für den Vaterlandstod. Einzige Ausnahme bildet Polen: Dort zeigt sich die Hälfte dazu geneigt.

Umfrage

Wofür wären Sie am ehesten bereit zu sterben?

  • Abstimmen

73 Votes zu: Wofür wären Sie am ehesten bereit zu sterben?

  • 53%Für meine Familie
  • 11%Für meine Ideale
  • 15%Für mein Vaterland
  • 18%Für nichts



Hol dir die App!

Yanik Freudiger, 23.2.2017
Die App ist vom Auftreten und vom Inhalt her die innovativste auf dem Markt. Sehr erfrischend und absolut top.
Abonniere unseren NewsletterNewsletter-Abo
9
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 72 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
9Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • SwissGronkh 04.06.2014 12:25
    Highlight Ich finde es sehr interessant das alle die Armee verkleinern wollen, aber sich dann über einen Angriff wundern würden, gegen den wir uns nicht mehr verteidigen könnten.
    1 1 Melden
  • klugundweise 03.06.2014 17:16
    Highlight Es gibt noch einen Feldherrn, der sucht Freiwillige für seine Kampftruppe zur Verteidigung einer rückwärts gerichteten Heimat von gestern und vorgestern. Nicht für eine Vision oder Utopie von morgen, nicht für ein konstruktives Miteinander mit den Nachbarn, nicht für ein geregeltes Geben und Nehmen. Aber für eine Schweiz basierend auf Mythen und Märchen, ausgerichtet auf fremde Sündenböcke.
    Meldet Euch bei B. in H.
    8 7 Melden
    • GammaPsh 04.06.2014 02:15
      Highlight Du hast das nicht verstanden, wenn man einen Ort nicht als seine Heimat versteht sondern eine Geographische Region welche in ihrem Selbstbild sich nicht gegenüber ihren Nachbarn abgrenzt und besonders emporhebt, dann kommt der Tag, an jenem man von einer Fremden Instanz aus der Existenz getrieben wird. Es wird dann ein Fremder Richter kommen, mit seinem Roten Sandkastenschäufelchen die Alpen ausgraben und nach Holland versetzen damit die nicht untergehen. Es wird ein Meer zum Süden der Deutschen gegraben, wir müssen auswandern und schwimmen dann als Wirtsschaftsflüchtlinge mach Afrika weil wir nicht bereit sind mit einem Trimmeran über das Helvetische-Meer zu kurven und auf dem Rücken eines Mädchens den Plan des geheiligten Landes zu erkunden.
      Und darum gelobet sei dein Vaterland und Captain CB der uns vor der Zukunft beschützt!
      1 0 Melden
    • klugundweise 04.06.2014 11:43
      Highlight ... und es kommt er Tag, da verspricht dieser CB seinen Jüngern noch ein paar Jungfrauen im Jenseits!
      2 0 Melden
  • Severin Bischof 03.06.2014 15:51
    Highlight Zum Glück stirbt man heute noch nicht per Mausklick... ;)
    4 1 Melden
    • Alnothur 03.06.2014 20:58
      Highlight Doch, tut man - z.B. die Luftwaffe hat für die Flab ein entsprechendes System (eingesetzt etwa am WEF und anderen internationalen Grossanlässen). Per Mausklick von Dübendorf aus.
      1 0 Melden

Valon Behrami und Ignazio Cassis – eine Tessiner Geschichte von Kampf, Krieg und Mitschuld

Fussballstar Valon Behrami floh einst vor der Gewalt im Kosovo ins Tessin. Der Tessiner Bundesrat Ignazio Cassis ermöglicht nun, dass mit Schweizer Waffen Gewalt in Bürgerkriegen ausgeübt wird. Ein Blick auf zwei Leben.

Das ist die Geschichte eines Kriegers, eines Kriegs und eines Fehlentscheids. Ihre Hauptfiguren sind zwei Tessiner. Sie spielt im kosovarischen Mitrovica, in Bellinzona, im russischen Rostow am Don und im Sitzungszimmer des Bundesrats im 1. Obergeschoss, Bundeshaus-West, Bern.

Die Geschichte beginnt am 4. Dezember 1990. Die Familie Behrami, Vater Ragip, Mutter Halime, der damals 5-jährige Valon und seine 7-jährige Schwester Valentina überqueren in einem Bus aus Mitrovica im Kosovo kommend …

Artikel lesen