Schweiz
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Ex-Vize der SNB plädiert für «bedingungslose Beschäftigung»



Der ehemalige Vizepräsident der Schweizer Nationalbank (SNB) Jean-Pierre Danthine stellt sich gegen die Initiative «Für ein bedingungsloses Grundeinkommen». Er plädiert vielmehr für «bedingungslose Beschäftigung».

Jeder habe das Recht auf eine Arbeitsstelle, sagte Danthine in einem Interview, das am Samstag in der Westschweizer Zeitung «Le Temps» erschien. «Und wenn die Privatwirtschaft nicht in der Lage ist, diese zu schaffen, muss der Staat das übernehmen.»

Swiss National Bank (SNB) board member Jean-Pierre Danthine speaks to media during a news conference in Bern, Switzerland June 18, 2015.  REUTERS/Ruben Sprich

Jean-Pierre Danthine.
Bild: RUBEN SPRICH/REUTERS

Ein solches System wäre natürlich nicht gratis, wie Danthine zugibt. «Aber in diese Richtung zu denken, gemeinsam mit der Privatwirtschaft, erscheint mir viel produktiver.» Der erste Schritt dazu bestehe darin, keine Staatsgelder zu verschwenden, indem man sie ohne Gegenleistung verteile.

Es sei absurd, wenn der Staat Zuschüsse zahle, ohne eine Gegenleistung zu verlangen. Auf die Frage, ob man die Menschen verpflichten könne zu arbeiten, räumte er ein, diese Idee habe etwas Unangenehmes. Er sei aber überzeugt, dass ein solches System positiv ausgestaltet werden könne. Zudem empfinde die Mehrheit der Bürger einen Lohn als wertvoller als einen automatischen Zuschuss.

Über die Initiative «Für ein bedingungsloses Grundeinkommen» wird am 5. Juni abgestimmt. Das Volksbegehren will den Zusammenhang von Arbeit und Einkommen aufbrechen: Alle in der Schweiz lebenden Menschen sollen unabhängig von einer Erwerbstätigkeit ein Grundeinkommen erhalten.

Dies soll die Arbeit aufwerten, die Motivation der Menschen fördern und ihnen mehr Spielraum und Eigenverantwortung verschaffen. Die Höhe dieses Grundeinkommens legt der Initiativtext nicht fest. Die Initianten halten für Erwachsene 2500 Franken pro Monat für angemessen und 625 Franken für jedes Kind.

«Retter der Nation»

Im Interview äusserte sich Danthine auch zum Euro-Mindestkurs. Als die Untergrenze eingeführt wurde, seien sie für mehrere Monate «die Retter der Nation» gewesen, sagte er. Das sei sehr befriedigend gewesen.

Die Möglichkeit, den Mindestkurs aufzugeben, sei danach bei jeder Sitzung des Direktoriums Thema gewesen. «Wir haben systematisch die Vor- und Nachteile abgewogen.» Aber es sei nötig gewesen, zu entscheiden, bevor sich die Argumente für die Aufhebung des Mindestkurses aufdrängten. Danach wäre es zu spät gewesen. (sda)

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    Alle Leser-Kommentare
  • Homes8 16.04.2016 20:19
    Highlight Highlight In erster Linie gehts für diese Leute drum, dass der Staat nochmehr Schulden machen muss. Damit die Reichen Ihr Geld, dass sie nicht für Steuern ausgeben mussten, in sichere Staats-Anleihen investieren können.
    Gleichzeitig können sie so noch Ihre sadistische Ader ausleben, wenn sie ein Gesetz für Zwangsarbeit schaffen. Bedingungslos heisst auch egal ob du krank bist, oder kündigst, du musst den nexten Scheissjob aus der Reihe antreten. Der Staat ist verantwortlich das du beschäftigt bist.
    Eventuel von einer privaten Firma. Damit kann man dann auch noch Geld machen. 3 Fliegen mit einer Klappe.
  • seventhinkingsteps 16.04.2016 13:47
    Highlight Highlight Würde das nicht einem absoluten Kündigungsschutz gleichkommen? Oder wird man als Arbeitsloser dann in ein staatlich entlöhntes Beschäftigungssystem integriert? Und darf der Staat mir dann kündigen?
  • Turi 16.04.2016 12:37
    Highlight Highlight Er sagt "bedingungslose Beschäftung", aber es klingt eher nach "Zwangsbeschäftung." Und das würde damit natürlich wunderbar in die neoliberale Welt passen.
  • borinod 16.04.2016 12:31
    Highlight Highlight Wer ein bedingungsloses Grundeinkommen erhält, könnte sich ja eben ohne Existenzängste freiwillig engagieren und hätte somit eine Beschäftigung die ihm zusagt.
    Aber darum gehts dem Herrn ja nicht. "Bedingungslose Beschäftigung" hört sich irgenwie an wie Zwangsarbeit.
    Wirklich ganz tolle Idee, Herr Danthine. Hauptsache der Staat behält die Kontrolle über jeden einzelnen.
    Unglaublich dass solche Holzköpfe in führenden Positionen walten... Gehen Sie in Pension Herr Danthine, werden Sie alt und machen Sie platz für eine menschenwürdige Zukunft!
    • Ell 16.04.2016 13:48
      Highlight Highlight Generation Holzköpfe, noch werden sie mehr aber bald weniger. Wir können uns nur ganz fest vornehmen nicht so zu werden.
      Das BGE schneidet ein wichtiges Thema an. Nämlich wie wollen wir mit unserem Wohlstand in Zukunft umgehen. Die aktuelle Konsum & Lifestyle Party die uns das Gefühl gibt reich zu sein weil wir es uns nun leisten könnenn fünf anstatt nur ein mal pro X bei X einen neuen Hoodie zu kaufen ist ganz bestimmt nicht das Richtige.
    • stadtzuercher 16.04.2016 16:29
      Highlight Highlight Ell, nur weil dein Lifestyle mit x hoodies nicht nachhaltig ist, heisst das nicht, dass es der lifestyle von anderen menschen auch nicht ist. nur weil es dir zu gut geht, finanziell, heisst das nicht, dass es allen so luxuriös geht.
    • Ell 16.04.2016 20:46
      Highlight Highlight Kennen wir uns? 😂
  • robben 16.04.2016 12:04
    Highlight Highlight er will also arbeit vergeben, ohne bedingungen zu stellen? oder alle zu arbeit verpflichten? hahaha. sehr durchdacht, moll. retter der nation? nicht.
  • You will not be able to use your remote control. 16.04.2016 11:49
    Highlight Highlight 'Es sei absurd, wenn der Staat Zuschüsse zahle, ohne eine Gegenleistung zu verlangen.' - Der Staat ist doch gerade der, der Leistungen erbringt, die eine Einzelperson nicht einfach bezahlen kann? Muss man die Polizei bezahlen?

    Yo, Herr Danthine, sie wären auch 'Retter der Nation', wenn sie das Geld den Menschen und nicht den Untergrenzenspekulanten geben würden.
    • TheMan 16.04.2016 12:20
      Highlight Highlight Nein die Polizei ist Unnötig und muss somit auch nicht bezahlt werden. Auch das Militär braucht es nicht. *Ironie off* wunschdenken der Linken. 👏👏👏
    • You will not be able to use your remote control. 16.04.2016 12:41
      Highlight Highlight Unnötig ist sie nicht und sie wird auch bezahlt, darum kann sie, je nach Fall, Dinge tun, 'ohne eine Gegenleistung zu verlangen'.

      Wer ist der Linken? Warum findet er, es brauche keine Polizei? Wie kommst du darauf?
    • TheMan 16.04.2016 13:53
      Highlight Highlight Der erste Teil wäre mit sehr viel Ironie zu geniessen. Der 2te. Sehen wir uns Zürich an. Linke Hausbesetzer, Linke Randalierer, Öinke Demonstranten. Von ihnen kommen zu 99% frei obwohl eine Anzeige gegen sie Vorliegt. Doch die Polizei streicht diese Anzeigen Heimlich, somit diese Ungeschoren davon kommen. Sprich ohne Verurteilung, ohne Strafen, ohne Bussen. Obwohl sie Polizisten verletzen, Fremdes Eigentum Zerstören usw.

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