Schweiz

Den Gegnern ist die Reform zu teuer. Bild: KEYSTONE

Drei Milliarden sind erst der Anfang: Das kostet die USR III wirklich

06.12.16, 06:07 06.12.16, 07:14

Der Streit um die Unternehmenssteuerreform III ist vor allem ein Streit um die Kosten. Diese sind noch nicht im Detail bekannt. Eine vorläufige Zusammenstellung der Zahlen aus elf Kantonen ergibt Mindereinnahmen von rund 1.9 Milliarden Franken.

Die Eidgenössische Steuerverwaltung hat die vorhandenen Angaben aufgrund von Fragen in der Fragestunde des Nationalrats aktualisiert. Unter den Kantonen, deren Zahlen darin eingeflossen sind, rechnet Zürich mit den höchsten Kosten. Diese belaufen sich auf bis zu 568 Millionen Franken für Kanton und Gemeinden.

Genf rechnet unter dem Strich mit einem Minus von 440 Millionen Franken, die Waadt mit 285 Millionen Franken, Bern mit Ausfällen von insgesamt 147 Millionen Franken. Die Kosten hängen von der konkreten Umsetzung der Unternehmenssteuerreform ab. In den meisten Kantonen gibt es aber noch keine verbindlichen Beschlüsse, sondern erst Vorschläge der Regierung.

Milliarden-Ausfälle

Der Bund rechnet für seine eigene Kasse mit Kosten von mindestens 1.1 Milliarden Franken. Dieser Betrag geht an die Kantone und ist in den geschätzten Ausfällen bereits berücksichtigt. Auf Bund und elf Kantone zusammen kommen demnach Kosten von rund 3 Milliarden Franken zu.

Die Zusammenstellung der Steuerverwaltung ergibt weiter, dass 16 Kantone die Gewinnsteuern für Unternehmen senken wollen. Die tiefsten Gewinnsteuersätze von unter 13 Prozent sehen die Kantone Zug, Schaffhausen und Solothurn vor. Bereits heute Sätze unter 13 Prozent haben die Kantone Luzern, Nid- und Obwalden.

Neben tieferen Gewinnsteuern können die Kantone den Unternehmen weitere Vergünstigungen gewähren. Dabei stehen drei Instrumente im Vordergrund. Mit der Patentbox werden Erträge aus Patenten und anderen Immaterialgüterrechten zu einem tieferen Satz besteuert. Davon wollen mindestens neun Kantone Gebrauch machen, wie die Auswertung der Steuerverwaltung zeigt.

Mit einer Inputförderung können zudem Forschungsaufwendungen subventioniert werden. Acht Kantone planen entsprechende Massnahmen. Schliesslich erlaubt die zinsbereinigte Gewinnsteuer den Abzug eines fiktiven Zinssatzes auf überdurchschnittlich hohem Eigenkapital. Fünf Kantone wollen dies gewähren.

Abstimmung im Februar

Die Unternehmenssteuerreform III kommt am 12. Februar zur Abstimmung, weil SP, Grüne und Gewerkschaften das Referendum ergriffen hatten. Beschlossen wurde die Reform, weil die EU und die OECD es nicht mehr akzeptieren, dass die Schweiz im Ausland erzielte Gewinne tiefer besteuert als im Inland erwirtschaftete.

Deshalb werden die speziellen Steuerregimes für Holding- oder Verwaltungsgesellschaften mit der Reform abgeschafft. Grundsätzlich zahlen die bisher privilegierten Firmen in Zukunft gleich viel Steuern wie alle anderen Unternehmen.

Damit bisher privilegierte Firmen nicht ins Ausland abwandern, sollen die Rahmenbedingungen, insbesondere die Gewinnsteuersätze, für alle Unternehmen verbessert werden. Den finanziellen Spielraum für Steuersenkungen erhalten die Kantone durch einen höheren Anteil an der direkten Bundessteuer. (ehi/sda)

Die Unternehmenssteuer-Reform III so einfach erklärt, dass es sogar Hündchen Elli versteht

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61Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Bene_ 09.12.2016 14:10
    Highlight Bezogen auf die Abstimmungspropaganda des Nein-Komitees: Kann mir irgendjemand erklären, inwiefern der Mittelstand "beschissen" wird?

    Gerade KMU's profitieren von der USR III, durch die im Nachgang der Abstimmung sinkenden kantonalen Gewinnsteuern.
    1 6 Melden
  • Oxymora 06.12.2016 22:04
    Highlight Was ist schlecht an Steuergerechtigkeit zwischen einheimischen und ausländischen Firmen?

    Die USRIII ist auch verwoben mit der Ungläubigensteuer (Kirchensteuer für juristische Personen).

    Wer soll die Religionen am Leben erhalten; da die Ungläubigensteuer wegen der USRIII sinkt?
    Geld ist für den Glauben wichtiger als Gerechtigkeit!

    Werden die Ungläubigensteuern - die nicht mit Glaubens- und Gewissensfreiheit BV Art.15 kompatibel sind – abgeschafft, sinken die Steuern für Unternehmen, ohne dass es Staat und Allgemeinheit etwas kostet.

    3 0 Melden
  • Adrian Bühlmann 06.12.2016 13:03
    Highlight Ich werde Nein stimmen. Weil ich nicht verstehe, warum eine Firma, die 1 Mio Gewinn macht, gleich viel Steuern zahlen soll, wie ein Ehepaar mit 80'000 Einkommen. Und ja: Das ist eine politische Entscheidung von mir. Zurück an den Absender mit der Vorlage!
    23 9 Melden
    • LeChef 07.12.2016 00:41
      Highlight Ich sehe nicht woher diese Zahlen kommen. Nur schon auf Bundesebene beträgt der Gewinnsteuersatz 8,5%. Dann hat die Firma aber ihren Gewinn kantonal noch nicht versteuert und auch die Kapitalsteuer wurde noch nicht erhoben. Mag ja sein, dass die Firma gesamthaft, je nach Kanton, bei weniger als 16% zu liegen kommt, aber diese 1,3% sind unrealistisch.
      5 0 Melden
    • Bene_ 09.12.2016 14:18
      Highlight Zusätzlich dazu, dass LeChef absolut Recht hat, darf nicht vergessen werden, dass hier Äpfel (Einkommenssteuer) mit Birnen (Gewinnsteuer für juristische Personen) verglichen werden. Zusätzlich dazu, dass der Gewinn eines Unternehmens der Gewinnsteuer unterliegt, wird bei einer Ausschüttung dieses Gewinns beim Empfänger die Einkommenssteuer fällig.
      1 2 Melden
  • Töfflifahrer 06.12.2016 11:50
    Highlight Also die Bürgerlichen werden uns wieder Angst machen von wegen Abbau von Arbeitsplätzen und Abwanderung von Firmen.
    Die Frage ist nun Akzeptieren wir die immensen Leistungskürzungen die auf uns zukommen (wohl im Bereich Soziales und Bildung) und wollen wir den grossen, multinationalen Firmen noch mehr Gewinne ermöglichen. Oder verabschieden wir uns von Firmen, die ausschliesslich wegen der günstigen Kosten ihren Hauptsitz in der Schweiz haben?
    Vergessen wir nicht, die UST II generierte bereits Ausfälle die x-fach über dem Prognostizierten lagen.
    UST III ist einfach nicht fair!
    28 11 Melden
    • Brasser 06.12.2016 13:28
      Highlight Auch die KMU - also vermutlich ein Arbeitgeber von Dir - profitieren durch z.T. massiv tiefere Gewinnsteuern von der USRIII. Klar können wir uns von Firmen, die ihren Hauptsitz wegen der attraktiven Steuern in der Schweiz haben, verabschieden. Wir müssen uns dann halt auch einfach von Arbeitsplätzen verabschieden. Willst Du das wirklich?
      8 18 Melden
    • Wolfsblut 06.12.2016 22:19
      Highlight @Brasser: Ja, ja, diese Drohung hören wir bei jeder Abstimmung, die zum Ziel hat, etwas mehr Gerechtigkeit zu schaffen. Es ist höchste Zeit, uns davon nicht mehr einschüchtern zu lassen! Zu kuschen und zu hoffen, nützt nämlich nichts. Arbeitsplätz werden zweck Renditeoptimierung sowieso ständig weiter abgebaut.
      8 4 Melden
  • Beobachter 06.12.2016 10:57
    Highlight Überall liest und hört man, wie toll doch unser Bildungssystem ist und wie wichtig das als Standortfaktor ist. Auch der soziale Frieden und die Infrastruktur werden immer als Vorteile genannt. Wenn also eine Firma nur wegen dem Entfall bestimmter Steuerprivilegien gehen will, dann soll sie eben gehen. Diese Steuerreform ist für die Schweiz ein schleichender Suizid, werden doch genau die oben zitierten Standordvorteile durch die folgenden Sparmassnahmen langfristig torpediert. Denn ist die Steuerzitrone mal restlos ausgepresst, bleibt uns dann nichts mehr, was wir anzubieten hätten.
    24 4 Melden
  • whatthepuck 06.12.2016 09:33
    Highlight In einem anderen Artikel hier liest man: "Gegner der USR befürchten Leistungsabbau". Was denkt ihr denn so?

    Mit 3 Milliarden weniger zur Verfügung werden Bund und Kantone ihre Leistungen abbauen müssen - das muss sich jeder bewusst sein, der im Februar Ja stimmt. Bei der Bildung oder der Unterstützung für die sozial Schwächsten könnte man dafür sicher noch was sparen (achtung Sarkasmus).
    47 5 Melden
    • Töfflifahrer 06.12.2016 11:40
      Highlight Ich befürchte das mit dem Sarkasmus wird dann sehr schnell zur Realität.
      Entweder Leistungen werden gekürzt, wo auch immer oder aber es müssen Ersatzeinnahmen her. Wer das dann ist? Dazu nehme der geneigte Leser bitte einen Spiegel zur Hand.
      15 2 Melden
    • Brasser 06.12.2016 13:29
      Highlight FAKT ist, dass bisher JEDE Steuerreform mittelfristig zu höheren Steuereinnahmen für Bund, Kanton und Gemeinden geführt hat. Ist via Bundesamt für Statistik leicht nachzuprüfen.
      4 15 Melden
  • Gelöschter Benutzer 06.12.2016 08:54
    Highlight Ich blick da noch viel zu wenig durch und habe noch keine Ahnung, wie ich stimmen werde. Die Informationen sind mir bisher zu unübersichtlich.
    21 5 Melden
    • N. Y. P. 06.12.2016 09:39
      Highlight Rhabarber,
      Du blickst bereits durch !
      Der springende Punkt ist, dass man nicht durchblickt und die Folgen nicht abschätzen kann.
      35 4 Melden
    • Gelöschter Benutzer 06.12.2016 13:49
      Highlight Und wie soll man denn abstimmen, wenn's auf Undurchblickbar gemacht ist?
      4 0 Melden
    • N. Y. P. 06.12.2016 14:44
      Highlight Nicht mal die Befürworter können genau sagen, wieviel effektiv abgezogen werden wird. Sie sagen aber, man solle es auf jeden Fall als Investition in die Zukunft sehen, falls am Anfang hohe Abzüge gemacht werden. Es müsse sich erst einpendeln.
      Deshalb Stimme ich Nein. Das ist eine Black Box.
      13 1 Melden
    • Gelöschter Benutzer 06.12.2016 17:18
      Highlight Meine Hauptsorge ist eine weitere Umverteilung von Unten nach Oben. Das wird bei mir den Ausschlag an der Urne geben.

      Wem dient diese Reform? Wie üblich denen, die eh schon genug bis zu viel haben? Oder endlich mal denen, die es am dringendsten brauchen? Je nach dem, wo man darüber liest, wird es anders dargestellt.
      10 1 Melden
    • N. Y. P. 06.12.2016 18:44
      Highlight Das ist auch meine Sorge. Eine weitere Umverteilung. Du kannst aber auch sagen, von der Mitte nach oben. Unten wird schon brutal gespart.

      P. S. Der K-Tipp hat mal vor einem Jahr die Abstimmungen der SVP im Parlament ausgewertet.
      93% ! der Abstimmungen waren für das Groskapital, der Rest neutral.
      Und viele SVP-Wähler werden wohl der USR III zustimmen, obwohl genau sie dann die Zeche zu bezahlen haben.
      Der kleine Mann hat noch immer das Gefühl, die SVP interessiere sich für sein Wohlergehen.
      13 0 Melden
    • rodolofo 06.12.2016 21:33
      Highlight Sie erpressen uns!
      "Entweder Du bist einverstanden mit den Steuererleichterungen für ausländische- UND jetzt auch einheimische Unternehmen (da ja eine Privilegierung ausländischer Firmensitze nicht mehr erlaubt sein wird), oder diese ausländischen Firmen werden ihren Hauptsitz in ein unterwürfigeres Land zügeln! Und dann ihr guckt in die Röhre!"
      Jetzt ist die Luft der patriotisch geschwellten SVP-Rechtsnationalen-Brust sofort draussen.
      Die Haltung wechselt zum unterwürfigen Bückling, zusammen mit einem raffinierten Grinsen und Händereiben, da es ja für die "Einheimischen Chefs" auch etwas gibt
      6 0 Melden
    • N. Y. P. 06.12.2016 23:01
      Highlight Also, ich hätte einen ganz einfachen Vorschlag. Es gibt keine Patentboxen, es gibt keine Abzüge für die Forschung. Es gibt gar nichts. Die ausländischen Firmen können diese läppischen 3 Milliarden selber berappen. Unser Standort sollte denen was wert sein.
      Ich wäre sofort bereit für das Experiment. Dieses weinerliche Getue, die Firmen wandern ab. Sollen sie !
      Man sollte es wagen und dann im Fauteuil zurücklehnen und ganz gemach beobachten.
      8 1 Melden
  • N. Y. P. 06.12.2016 08:49
    Highlight Ok, wenn wir die Konsensschätzung von 1,9 Milliarden nehmen und mit dem Bündnerfleischfaktor von 2,2 multiplizieren, kommen wir auf 4,2 Milliarden, die fehlen werden.

    Überall, wo Patente und Forschung drin ist, darf abgezogen werden. Die Firmen dürfen selber bestimmen, wieviel Forschung und Patente drinstecken.
    In einer Firma so : Du Noldi, gell, hier haben wir noch ein bischen rumgeforscht ? Ja, Päuli, und vergiss nicht, noch ein paar Patente zu erfinden.
    43 10 Melden
    • 7immi 06.12.2016 09:33
      Highlight schonmal ein patent angemeldet? so schnell und einfach geht das nicht, es ist ein langwieriger und bürokratischer prozess, der einiges kostet und immer wieder lange wartezeiten aufweist. das macht man nicht einfach so mal schnell.
      15 6 Melden
    • Nick_ 06.12.2016 11:50
      Highlight Die Patentbox wird voraussichtlich bei fast allen Kantonen sehr eng ausgelegt, d.h. es muss sich also um ein angemeldetes und registrietes Patent handeln. Wie bereits 7immi erwähnt: viel Spass - so einfach ist das nicht... und schon mal daran gedacht dass gewisse Firmen genau nicht die Details offenlegen wollen von Ihrem Erfolgsmodell und deshalb nicht patentieren (zB Allgorhytmus usw)
      9 1 Melden
    • Brasser 06.12.2016 13:31
      Highlight Lieber N.Y.P., befass Dich doch zumindest in den Grundzügen mit der USR III und auch damit, wann etwas ein Patent oder Lizenz ist und was es dafür braucht. Dann würdest Du nicht so substanzlose Beiträge schreiben müssen...
      2 7 Melden
  • Karl33 06.12.2016 08:45
    Highlight bei der letzten USTR II waren die Kosten 10-100x mal so hoch wie uns die Politik vorgerechnet hat. wird bei USTR III auch so sein.
    56 3 Melden
    • Gelöschter Benutzer 07.12.2016 21:34
      Highlight 1.: ustrII hat nix zu tun mit ustrIII
      2.: egal wasves kostet, ustrII war das einzig richtige, denn Kapitaleinlagen zu besteuern war einfach grundfalsch...
      2 2 Melden
  • amore 06.12.2016 08:40
    Highlight Ablehnen!
    52 8 Melden
  • rodolofo 06.12.2016 08:39
    Highlight Wie können staatliche Regulierungen und Demokratische Umverteilungen aushebelt werden?
    Das Beispiel Griechenland zeigt es eindrücklich:
    Zuerst machen Regierungen, welche meistens aus Reichen und Super-Reichen bestehen, die sich teure Wahlkämpfe überhaupt leisten können, im Namen eines Staates sehr viele Schulden bei Grossbanken.
    Nachher zwingen diese Grossbanken die hoch verschuldeten Staaten, "Reformen" durchzuführen, damit die Schuldzinsen bezahlt und ein Teil der Schulden abgetragen werden können.
    Diese Reformen bestehen im Ausverkauf von Staatsbetrieben und Staatsvermögen (Privatisierung).
    46 1 Melden
  • Gelöschter Benutzer 06.12.2016 08:32
    Highlight Das Resultat einer Regierung von Hosenlotteris und institutioneller Anbindung an irgendwelche "internationale" Vereine mit 35 (!) beteiligten Ländern. Grow some balls!
    6 35 Melden
    • LaPaillade #BringBackHansi 06.12.2016 09:05
      Highlight Von was zur Hölle redest du genau? Deine Kommentar ist schwer verständlich, diffamierend und irgendwie kindisch.
      41 3 Melden
    • Gelöschter Benutzer 06.12.2016 11:49
      Highlight OECD? Vorauseilender Steuergehorsam? Ponyhof?

      Ich rede von einer Regierung die bücklings Wirtschaftsvorteile vergibt.

      Eine Regierung die gerne Klassenbeste ist und wohl zum Jahresende eine Tafel Schokolade dafür erwartet.

      Eine Regierung die zukunftsweisende Projekte mit "leicht positiver Nutzen" betitelt.

      Ich rede vom schwachen Wohlstandsführungspersonal - egozentrisch und eigennützig.

      Kapiert? Und ja, Demokratie lebt von Diskurs und Streitgespräch - ansonsten "grow some balls"
      5 4 Melden
  • Madison Pierce 06.12.2016 08:26
    Highlight Zum Vergleich müsste man wissen, was passieren würde, wenn wir die Steuerprivilegien behalten würden und was, wenn wir die Privilegien abschafften, aber nicht anderswo kompensieren würden. Also wie viele Firmen tatsächlich "auswandern" würden und wie viel Steuern uns dadurch entgingen.

    Leider ist das sehr schwierig bis unmöglich zu wissen.
    36 2 Melden
    • Tomtom64 06.12.2016 11:36
      Highlight Von der Propaganda her wird zwar mit einem riesigen Exodus gedroht, aber viele der wirklich flexiblen Firmen schätzen den Standort Schweiz (Arbeitsgesetze, Lebensqualität, Verfügbarkeit von Mitarbeitern, Anbindungen etc.) und dürften auch bei leicht höheren Steuersätzen bleiben.
      Allerdings muss man dann halt auf eine Beibehaltung respektive Verbesserung dieser Rahmenbedingungen achten und populistische Forderungen wie die MEI verhindern.
      10 0 Melden
  • Kstyle 06.12.2016 08:11
    Highlight Am schluss kommt es wie letztes mal. Glaub es hiess 2mia am schluss waren es etliche mehr. Der dilletantismus war damals wirklich niederschmetternd. Ein politiker sagte ach wir haben nicht damit gerechnet das soviele firmen das steuerschlupfloch auch nutzen. Ach nein was du nicht sagst. Trottel.
    66 2 Melden
  • Gelöschter Benutzer 06.12.2016 07:46
    Highlight USR3, ein Erfolg?
    2008 prognostizierte der Bundesrat durch die USR2 Steuerausfälle von rund 80 Mio. Fr.
    3 Jahre später zeichnen sich für 2011 mind. 1,2 Mrd. Fr. Verlust ab und in den folgenden 10 Jahren ist mit mind. 7 Mrd. Fr. zu rechnen (NZZ, Dez.11).
    2012 halbierte der Kt. Luzern die Unternehmenssteuer und wurde zum steuerlich attraktivsten Firmenstandort der Schweiz. Höhere Steuereinnahmen blieben aus. Das entstandene Loch hatten v.a. die Privatpersonen zu stopfen (zentralplus, 9.12.13).
    Wer die Sparpolitik der vergangenen Jahre anschaut, weiss, wer solche Verluste am Ende zu bezahlen hat.
    72 2 Melden
    • FrancoL 06.12.2016 10:34
      Highlight aber wer schaut denn schon so genau hin? Wenn die Angst die verbreitet wird genügend gross ist schliesst man die Augen. Kopf einziehen und durch.
      10 0 Melden
    • RETO1 06.12.2016 20:32
      Highlight ..und wem haben wir USR3 zu verdanken
      wem wohl, der OECD
      die OECD sollte abgeschafft werden!
      Es sind eh hauptsächlich EU-Miglieder
      1 3 Melden
    • Gelöschter Benutzer 06.12.2016 22:31
      Highlight @ RETO1
      Stimmt teilweise. Aber der näher liegende Grund ist derselbe wie jener, der für die USR1 und 2 verantwortlich ist:
      Ein Stimmvolk, das man glauben machen kann, dass 10% der Steuerzahlenden 90% des Steuereinnahmen erbringen würden - und dieses Stimmvolk selbst, wenn dies noch stimmte, lieber in hündischer Dankbarkeit sein Gerechtigkeitsempfinden für ein paar steuerliche Almosen dieser 10% verkauft,
      anstatt sich zu fragen,
      ob wir uns nicht besonders unter diesen Umständen gelegentlich Gedanken über die Vermögens- und Einkommensverteilung machen sollten.
      5 1 Melden
    • Gelöschter Benutzer 06.12.2016 22:38
      Highlight Faktencheck:
      2015 besassen z.B. laut CS 10% der Steuerpflichtigen fast 75% des privaten Vermögens.
      Diese 10% erhalten 25% des Gesamteinkommens, tragen aber nur 20% zum Steueraufkommen bei (NZZ, Nov. 2011).
      Eine Umverteilung ist sozialistische Utopie und ausserdem sind es "verschiedene Kässeli"?
      War das bei der UBS-Rettung ein Argument, um nicht Steuer-Milliarden in den Bankensektor umzuleiten?
      5 0 Melden
  • banda69 06.12.2016 07:35
    Highlight Wohin das Geld fliesst? Na ja, alleine Familie Blocher ist 2016 um 2 Mrd. reicher geworden. Was tun die Blochers? Sie drohen mit Abwanderung sofern USR III abgelehnt wird, optimieren ihre Steuern im Ausland und verkaufen sich als volksnah.
    67 6 Melden
  • Döst 06.12.2016 07:31
    Highlight Keine Geschenke (USRIII) an die EU, wenn diese PFZ nicht verhandeln will.
    Und keine Steuergeschenke an Volksentscheidverweigerer (FDP Klientel).
    Zurück an den Absender mit Auftrag: steuerneutrale USRIII Umsetzung in der Wirtschaft und EU motivieren die PFZ ernsthaft zu verhandeln.
    Deshalb klares Nein.
    21 4 Melden
  • AdiB 06.12.2016 07:21
    Highlight Wo liegt der sinn dieser reform? Weniger steuereinnahmen und mehrkosten? Wer dafür stimmt hat dich einen schaden.
    45 3 Melden
  • NiemandVonNirgendwo 06.12.2016 07:10
    Highlight 3 Milliarden Franken bei 11 Kantone und dem Bund...
    Wo wird das Geld fehlen? Oder wird es bei den Arbeitnehmenden geholt? Wann bekamen diese die letzte Steuererleichterung? Könnte ich villeicht die gestiegenen Krankenkassenprämien einmal noch abziehen?! Oder die Gestiegenen Mietkosten?! Etwas eigenes erwerben, kann ich ja nicht. Der Staat sagt, die Banken dürfen nicht so einfach eine Hypothek vergeben, ich muss 20-30 % bereits haben. Woher nur, frage ich mich?
    84 6 Melden
    • E. Edward Grey 06.12.2016 07:50
      Highlight Dass mit dieser Massnahme die Bundessteuer deutlich angehoben wird ist offensichtlich. Die Schweiz steuert ganz EU-konform in ein zentralistisches Steuerverwaltungs-System.
      17 4 Melden
    • Thinktank 06.12.2016 08:05
      Highlight Schau doch mal das Budget Deiner Gemeinde an und entscheide selbst, wo Du sparen könntest oder wofür Du neue Steuern bezahlen möchtest.
      40% Sozialausgaben, 40% Bildung, 20% echte Gemeindeaufgaben.
      4 29 Melden
    • Gelöschter Benutzer 06.12.2016 08:45
      Highlight gespahrt wird sicher nicht bei
      militär und verteidigung
      arma suisse
      grenzschutz
      entgelte des nr, sr
      giesskannen system für grossbauern (betonung flachland grossbauern!)
      .... (zu ergänzen)

      dafür verm. sicher bei
      sozialwerken
      öv
      gesundheitswesen
      ... ( zu ergänzen)

      und die steuern aller normalbürger werden wohl um zweistellige -%te erhöht werden (müssen)...
      34 1 Melden
    • Duweisches 06.12.2016 09:50
      Highlight Wie Volker Pispers so schön über den Kapitalismus sagte: "Jeder kann hier reich werden, aber nicht alle."
      6 0 Melden
  • Gelöschter Benutzer 06.12.2016 07:04
    Highlight Es ist eigentlich witzig, dass die bürgerlichen Parteien für eine Abschaffung von verpönten Steuerprivilegien sind und die Linken dagegen.
    8 65 Melden
    • Tilman Fliegel 06.12.2016 07:58
      Highlight So ist es ja auch nicht, deshalb nicht witzig. Die Abschaffung der Privilegien soll überkompensiert werden zugunsten von reichen Unternehmen. Dagegen sind die Linken und dafür sind die Bürgerlichen.
      45 3 Melden
    • Mietzekatze 06.12.2016 08:06
      Highlight Wieso witzig? Das war schon immer so! Die Bürgerliche hat für die Reichen immer alles vergünstigt und zurecht gebogen... Der Verlierer ist der Büetzer und einfache Bürger. Aber der lässt sich lieber von Polemik leiten statt sich zu bilden...
      43 1 Melden
    • Gantii 06.12.2016 08:15
      Highlight abschaffung von paar wenigen für eine schaffung vielzahl an neuen privilegien.
      32 2 Melden
  • Snaggy 06.12.2016 06:48
    Highlight Einach nur schamlose Umverteilung von unten nach oben.
    82 8 Melden
    • Wehrli 06.12.2016 08:14
      Highlight Was wird genau von unten nach oben verteilt, erklär das doch mal genau, nimmt mich wunder. Bitte im Detail.
      9 43 Melden
    • Tilman Fliegel 06.12.2016 09:14
      Highlight @Wehrli: Geld wird umverteilt. Steuergeschenke für Unternehmen, Mindereinnahmen führen zu Spardruck und oder Steuererhöhung an anderer Stelle. Und dank den Bürgerlichen ist schon absehbar wie das Geld wieder reingeholt wird. Aber das weisst du sicher schon. http://:::
      17 2 Melden
    • unejamardiani 06.12.2016 09:21
      Highlight Naja die 3Mia die da am Schluss fehlen werden einfach auf deine und meine Bundesteuerun und Gemeindesteuern draufgepackt. Siehst du dass nicht? Oder glaubst du ernsthaft man macht einfach mit einem minus von 3Mia/Jahr weiter? Vorausgesetzt es bleibt bei "nur" 3Mia, wie kann man nur so blind sein? Passt das nicht ins Programm deiner Partei? Oder hast du einfach genug um auch zu "optimieren"? Hier in der echten Welt gibt es leute die unter solchen sachen wirklich leiden könnten.
      24 1 Melden
    • rodolofo 06.12.2016 21:45
      Highlight Wegen der Schuldenbremse dürfen sie keine Schulden machen.
      Also müssen sie die Mindereinnahmen wegen Steuerprivilegien für ausländische- und einheimische Unternehmungen durch Mehreinnahmen kompensieren, oder durch weitere Einsparungen.
      Bei der Armee sind aber keine Einsparungen möglich, da die Rechtsbürgerliche Mehrheit für die nächsten Jahre 5 Milliarden pro Jahr garantiert hat.
      Also, wo werden sie's wohl holen?
      5 0 Melden

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