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Zoë Jenny leistete der Einladung Roger Schawinskis Folge: Zur Veröffentlichung der Memoiren der Flaacher Kindsmörderin Natalie K. reiste die Schriftstellerin von Wien nach Zürich. bild: srf screenshot

KESB-Kritikerin Zoë Jenny bei Schawinski: «Mit Narzissmus kennen Sie sich ja aus!»

Zoë Jenny hat die Memoiren der Flaacher Kindsmörderin Natalie K. herausgegeben. Aus diesem Anlass hat Talkmaster Roger Schawinski die wohl berühmteste KESB-Kritikerin in seine Sendung eingeladen – und in ein krudes Gespräch über Kindsmord, Erziehung und Narzissmus verwickelt.



Natalie K., die in der Silvesternacht 2015 ihre beiden Kinder tötete und sich Monate danach in ihrer Gefängniszelle selbst strangulierte, hat Memoiren hinterlassen, Memoiren, die erstmals, und gegebenermassen einseitig, die Sicht der Mutter auf ihre eigene Geschichte wiedergaben, und Memoiren, die den KESB-Kritikern als Vehikel im Kampf gegen die Behörde gerade gelegen kommen könnte. Ihre Initiative «Stopp der KESB» wartet auf den Startschuss für die Unterschriftensammlung.

Nun hat Roger Schawinski die berühmteste KESB-Kritikerin und Herausgeberin der Memoiren von Natalie K., Zoë Jenny, in seine Sendung eingeladen. Dabei platzierte Jenny bereits in den ersten Minuten ihre KESB-Kritik, die sie fortan gebetsmühlenartig wiederholen sollte. Die zentrale Frage in diesem Fall, so Jenny, sei, warum die Kinder von Natalie K. nicht bei den Grosseltern platziert wurden. Ihr wäre es lieber, das Buch würde nicht existieren. «Aber es existiert, weil massive Fehler gemacht wurden», sagte Jenny.

Das Buch sei eine einseitige Darstellung, entgegnete Schawinski, ohne zunächst auf die Behördenkritik einzugehen. Natalie K. gebe vor allem ihrem Ex-Mann die Schuld, sie habe niemand anderen zu Wort kommen lassen. Jennys Antwort darauf: Natalie K. sei ja im Gefängnis gesessen, wie hätte sie jemand anderen zu Wort kommen lassen wollen. «Er kann ja auch ein Buch schreiben.» Das sei die Geschichte von Natalie K., ihr Nachlass. Das Dokument einer Frau, die etwas Unglaubliches getan habe, das durch nichts zu entschuldigen sei. Dabei gab sich Jenny überraschenderweise relativ differenziert: Dass es das Buch gebe heisse nicht, «dass das die letzte Wahrheit ist.»

Schawinskis Versuche, die Tat aus einer psychologischen Sicht aufzurollen, wirkten hilflos. Es handle sich bei der Tat um einen Filizid, Schawinski solle das doch auf Wikipedia nachschauen, sagte Jenny. Schawinski versuchte es weiter: «Ist das eine altruistische Haltung oder eine narzisstische Haltung?» Jenny antwortete: «Das ist egal, es ist eine katastrophale Haltung. Eine tödliche.» Mehr wisse sie auch nicht, sie sei kein Psychologe. Aber er solle doch bitte nicht den Gutachter Frank Urbaniok fragen, der tippe irgendwas in seinen Computer und raus komme eine narzisstische Störung. Und mit Narzissmus kenne sich Schawinski ja wohl aus.

In diesem Stil ging es weiter, die beiden schenkten sich nichts und brachten nichts Erhellendes zustande. Als Schawinski Jenny in eine Erziehungsdiskussion verwickelte (ob jetzt ihr Partner als der Vater ihres Kindes gelten könne oder nicht) disqualifizierte sich der Talkmaster eher, als dass er Jennys Behördenwut entlarven hätte können. Sein «Tsunami falscher Anschuldigungen» (O-Ton Jenny) klatschte an eine Felswand. (dwi)

Der Kampf gegen die KESB

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31Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Chregulink 01.02.2017 13:09
    Highlight Highlight Nach der Sendung gestern bin ich geschockt, dass es Personen gibt, die Jenny unterstützen...
    Diese Frau konnte gestern nichts, als einfach widersprechn und reinreden und hatte überhaupt keine glaubwürdigen Argumente parat, obwohl sie sich ja eigentlich mit der eigentlichen Materie richtig befassen müsste...
    Sie argumentierte immer nur mit "Nei" oder "das stimmt nicht" obwohl Schawinski z.B. Zitate von Ihr selber vorgelesen hat:) Jenny - >Glaubwürdigkeit = 0
    Versucht mal mit so einer Person zu diskutieren ;)
  • Spooky 01.02.2017 11:03
    Highlight Highlight Wieso unterstützt ihr Linken eine intelligente, mutige Frau wie Zoë Jenny nicht? Ich begreife das nicht.

    Ich habe es schon bei Jolanda Spiess nicht begriffen.

    Seid ihr Linken eigentlich von allen guten Geistern verlassen?
    • Chregulink 01.02.2017 13:01
      Highlight Highlight Was hast du für argumente, sie zu unterstützen nach dieser Diskussionsrunde von gestern? ;)
    • Fabio74 01.02.2017 15:31
      Highlight Highlight Was ist dein Problem mit dem Verallgemeinern "die Linken"? Im Gegensatz zu den SVPlern denkt der Rest selbstständig.
      Warum soll man diese Dame unterstützen und worin??
    • Spooky 01.02.2017 17:39
      Highlight Highlight @Fabio74
      "Warum soll man diese Dame unterstützen..."

      Weil Zoë Jenny zu verstehen sucht, warum eine Mutter unter Druck ihre eigenen Kinder umgebracht hat.
  • gehtgarnicht 01.02.2017 02:30
    Highlight Highlight Habe die Sendung gesehen. Herr Schawinski ist emotional mit seiner eigenen Erfahrung ( Kindesentzug) verbunden. Daraus kann nichts Objektives erfolgen. Er hat nur seinen eigenen Schmerz und Hass weiterverbreitet. Möge er seinen Frieden mit der damaligen Situation finden :-)
  • Spooky 31.01.2017 23:13
    Highlight Highlight Zoë Jenny ist eine mutige Person.
    • Raembe 01.02.2017 05:35
      Highlight Highlight Naja, sie macht Kohle mit fremden Memoiren einer 2 fachen Kindsmörderin. Stimmt das ist mutig, aber auch abstossend.
    • Spooky 01.02.2017 06:45
      Highlight Highlight @Raembe

      Vergiss es! Mit ernsthaften Büchern macht niemand Kohle.
    • Hierundjetzt 01.02.2017 07:52
      Highlight Highlight Spooky, nö. Ein Lautsprecher wie Schwaller, der ein fremdes Kind entführte, weil aus Gründen.

      Die Mutter wollte das Kind nicht einschulen...
    Weitere Antworten anzeigen
  • supermario1 31.01.2017 22:04
    Highlight Highlight Herrlich, eure Kommentare! :-) :-D
    Schawinski der Narzisst, und die Dame die Wutbürgerin, herrliche Kombination. Vielleicht schaue ich mir das “Format“ ja mal an!:)
  • Ceci 31.01.2017 18:14
    Highlight Highlight Mein Bauchgefühl sagt, diese Frau ist nicht gut.
    • Chregulink 01.02.2017 13:00
      Highlight Highlight DITO!
  • koks 31.01.2017 15:45
    Highlight Highlight Wer Jennys eigene Story nachliest, sieht, wie Frau sich verhalten muss, um ihrem Ex-Mann die Kinder vorzuenthalten, um die Gerichte und die Rechtssprechung auszubremsen. Leider kein Einzelfall, sondern Rechtsstaat Schweiz 2016 in Sachen Sorgerecht.
    https://familiefamilienrecht.wordpress.com/2015/08/30/streit-mit-der-kesb-ex%E2%80%91mann-wi%C2%ADder%C2%ADspricht-zoe-jen%C2%ADny/
    • CASSIO 01.02.2017 05:46
      Highlight Highlight Wenn ich dies lese, bestätigt es meine Meinung, welche ich von dieser Frau hatte: die ist nichts wert! Es geht einzig und allein um sie selbst, die Tochter ist ihr alles in allem sch***egal.
    • niklausb 01.02.2017 06:28
      Highlight Highlight Zum glück vieler Väter haben nicht alle solche Mütter das Budget von Frau Jenny
  • Swarup 31.01.2017 13:04
    Highlight Highlight Schawinski 🖓🖓
  • Hierundjetzt 31.01.2017 12:50
    Highlight Highlight Schawinski hat Jenny demaskiert, aber sowas von.

    Gross über das Kindswohl innerhalb des engeren sozialen Umfeldes schwadronieren, das eigene aber mittels Umzügen und Gerichtsbeschlüssen vom leiblichen Vater fernhalten und dann zusätzlich (als Gipfel der Unverfrorenheit) dem Kind weismachen, dass der heutige (!) Freund der Vater sei.

    Nö Jenny, seit gestern Glaubwürdigkeit = 0.
    • Rabbi Jussuf 31.01.2017 13:54
      Highlight Highlight Haha
      Umgekehrt wird ein Schuh draus!

      Wieder einmal wurde überdeutlich, dass die Welt, in der sich die Sonne um Roger dreht, mit der Realität nichts mehr zu tun hat. Das nennt man Narzismus - genau wie Jenny gesagt hat.

      Es war auch deutlich, dass Jenny nicht wegen Schawinski dort war, sondern einzig und allein um das Buch zu promoten.
    • Fabio74 31.01.2017 14:43
      Highlight Highlight Ein Buch einer 2fachen Kindsmörderin. Wie man da noch Geld dran verdienen... eklig
    • Hierundjetzt 31.01.2017 14:54
      Highlight Highlight Ja das stimmt, sie war wegem Buch dort.

      Es ist dennoch eine Tatsache, dass der Grundtenor des Buches (wie auch des Gespräches) lautete: wären die Kindern bei den Grosseltern gewesen, wäre alles bestens (was natürlich Quark ist, sonst hätte die KESB dies auch so verfügt)

      Es ist die Diskrepanz: "Aussagen - eigenes Verhalten Jenny" das extrem stört.
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