Schweiz

Bild: KEYSTONE

«Wie ein Schaf mit Nasenpiercing»: So bizarr stritt der Rat über die Hornkuh-Initiative

Worum geht es, wenn 46 Ständeräte mit ernster Miene über Schwarznasenschafe, die Miss Simmental und gepiercte Wappentiere sprechen? Richtig, um die Hornkuh-Initiative. Das waren die sieben Highlights der tierischen Debatte.

21.09.17, 18:49 22.09.17, 11:08

Der eine oder andere mag noch etwas erschöpft gewesen sein von der Bundesratswahl. Doch der Politbetrieb in Bern musste weitergehen. Am frühen Donnerstagmorgen befasste sich der Ständerat mit der Initiative «Für die Würde der landwirtschaftlichen Nutztiere», besser bekannt als Hornkuh-Initiative. Sie will, dass horntragende Kühe, Zuchtstiere, Ziegen und Zuchtziegenböcke mit finanziellen Beiträgen gefördert werden.

Der Bergbauer Armin Capaul hat die Initiative mehr oder weniger im Alleingang lanciert. Und ja, für die Politschweiz mag es wichtigere Anliegen geben. Wer nun aber denkt, dass unsere Ständeräte das Geschäft deshalb halbherzig debattiert hätten, irrt. Unter Einsatz von Metaphern, mit persönlichen Anekdoten und regionalpolitischen Seitenhieben kämpften beide Seiten für ihre Überzeugungen – wenn auch nicht immer ganz frei von Ironie. Aber seht selbst:

Der gepiercte Uri-Stier

Video: streamable

Zur Minderheit, welche die Initiative befürwortete, gehörte der Solothurner SP-Ständerat Roberto Zanetti. Er appellierte an den Stolz der Urner und Bündner: 

«Stellen Sie sich den Uri-Stier ohne Hörner vor. Mit Verlaub, das sieht irgendwie nach einem Schaf mit Nasenpiercing aus, aber auf keinen Fall nach einem Uri-Stier. (...) Der stolze Bündner Steinbock ohne Hörner sieht aus wie ein Hund auf der Flucht, auf keinen Fall aber wie ein stolzer Steinbock.»

Unfaire Miss-Wahlen

Video: streamable

Und noch einen Missstand ortete Zanetti heute. Setze ein Bauer auf Kühe, die genetisch bedingt keine Hörner haben, stelle das an Viehschauen ein Nachteil dar. Dies widerspreche dem Prinzip der Chancengleichheit:

«Ein Problem stellt sich, indem an Viehschauen hornfreie Kühe nicht zur Miss Simmental gewählt werden könnten. Viehschaukönigin können nur behornte Kühe werden. Ich finde, da sind wir gefordert.»

Diskriminiertes Schwarznasenschaf

Video: streamable

Das Argument der Chancengleichheit liess der Walliser CVP-Mann Beat Rieder nicht gelten. Die Initianten hätten in ihrem Begehren eine Tierart nämlich sträflich vernachlässigt:

«Es fehlt das Schwarznasenschaf. Die Chancengleichheit, die Kollege Zanetti Roberto erwähnt hat, ist nicht vorhanden.»

Milch von Hornkühen ist einfach besser

Video: streamable

Dass die Bauern in der Hornkuh-Prämie bereits wieder ein Geschäft wittern, ist SP-Frau Anita Fetz aus Basel ein Dorn im Auge. Ihr geht es um den Konsumenten:

«Aber was wir nicht mögen als Konsumentinnen, ist, wenn auf jeder Milchpackung eine Kuh mit Hörnern aufgeführt ist und wir nachher, wenn wir unsere Wanderungen machen, sehen, den Kühen werden die Hörner gekappt. (...) Ich will Milch von normalen Kühen mit Hörnern, Punkt.»

Heuchlerische Politiker

Video: streamable

Dass Kollegin Fetz der Werbeindustrie vorwirft, die Kunden mit den Bildern gehörnter Kühe in die Irre zu führen, geht Isidor Baumann (CVP) aus dem Urnerland zu weit. Er rät der Sozialdemokratin, zuerst einmal vor der eigenen Tür zu kehren:

«Wenn Sie nach Hause gehen, schauen Sie mal in Ihre Werbeprospekte für die Wahlen, erstens wie Sie lachen, zweitens was Sie versprechen, und denken Sie daran, was Sie zwischenzeitlich getan haben.»

Hornkuh versus Wolf

Video: streamable

Initiativ-Befürworter Roberto Zanetti zieht alle Register. So rät er seinen Kollegen nicht nur, sich einmal in die Kuh hineinzuversetzen. Nein, er hat auch noch ein Ass im Ärmel, mit dem er die Walliser-Fraktion bestimmt auf seine Seite ziehen kann:

«Behörnte Kühe können Wölfe vertreiben. Dann haben Sie Ihr Wolfsproblem im Wallis gelöst. Arbeiten wir hier doch zusammen –  Sie der Joint, ich das Venture.»

Hornkuh versus Schneider-Ammann

Video: streamable

Zu guter Letzt will auch Agrarminister Johann Schneider-Ammann noch ein Wörtchen mitreden. Er empfiehlt die Initiative zur Ablehnung – nicht nur, weil er selber schlechte Erfahrungen mit Rindsvieh gemacht hat:

«Gehen Sie einmal bei Nacht im Militär, vollbepackt und in Einerkolonne, durch eine Kuhherde   – und dann steht die Kuhherde auf und nimmt die Militärs ins Visier! Dann wird es auch kriminell. Auch das habe ich erlebt.»

Der Ständerat empfahl die Initiative schliesslich mit 28 zu 8 Stimmen bei 8 Enthaltungen zur Ablehnung. Dabei argumentierten nicht alle Gegner so kreativ wie jene in den Videos: Die Hauptargumente der vorberatenden Wirtschaftskommission waren die Kosten und die Unfallgefahr, die von gehörnten Kühen für Mensch und Tier ausgehe.

Die Befürworter beriefen sich auf das Tierwohl. So füge das Enthornen den Kühen Schmerz zu, zudem seien die Hörner wichtig für das Sozialverhalten, die Kommunikation und die Rangordnung zwischen den Tieren. 

(jbu)

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Charly Otherman, 5.5.2017
Watson kann nicht nur lustig! Auch für Deutsche (wie mich) ein Muss, obwohl ich das schweizerische nicht immer verstehe.
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78
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78Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • blaubar 22.09.2017 23:30
    Highlight Früher gab es noc Einhörner. Leider hat der Mensch alle enthornt. Aus Sicherheitsgründen natürlich.
    0 1 Melden
  • blaubar 22.09.2017 13:51
    Highlight Würdeman die Bauern kastrieren, wären sie auch viel pflegeleichter. 😀
    11 3 Melden
    • Sophia 22.09.2017 16:34
      Highlight Schöööööööön!
      4 0 Melden
  • Gummibär 22.09.2017 12:51
    Highlight Ja so, die Alpweiden sind für zivile und militärische Wanderer, Radfahrer und Jodelchöre da. Allenfalls dort weidende Kühe und Ziegen müssen aus Sicherheitsgründen enthornt und mit Leuchtfarbe und Bremslichtern markiert werden.
    Alphörner dürfen nur mit Waffenschein geführt werden.

    Guetnachtamsächsi.
    9 1 Melden
  • Stichelei 22.09.2017 11:17
    Highlight Und ab wann kriege ich einen Bonus, wenn ich mich während eines ganzen Jahres nicht strafbar gemacht habe?
    7 1 Melden
  • Pond 22.09.2017 09:36
    Highlight Das Kuhhorn ist nicht einfach sinnlose Deko oder eine Waffe, sondern ein wichtiges Körperteil, welches zur Kommunikation dient. In der Massentierhaltung sind die Tiere zu nah beeinander, weshalb sie sich gegenseitig verletzen. Aus diesem Grund werden Kühen die Hörner, Schweinen des Schwanz und Hühner die Schnäbel abgeschnitten. So hat der Bauer Ruhe und sieht alles toll aus. Den Tieren geht es allerdings nicht besser. Sie machen einfach weniger Probleme. Ich finde nicht, dass Hörner belohnt, sondern dass das Hornamputieren bestraft werden sollte. Sprich, weniger Subvensionen.
    23 1 Melden
  • albert.arnold 22.09.2017 07:53
    Highlight Das ist, wenn Sozialdemokraten auf Populismus machen!!
    6 9 Melden
    • Sophia 22.09.2017 17:02
      Highlight Wer schleicht so still durch Feld und Tann
      Es ist der Scheider-A. Johann
      Was sucht er nur so spät da draussen?
      Bekämpft er nur sein Ohrensausen?
      Die Kühe haben ihn verwirrt
      Er ist mitten durch die Herd’ geirrt
      Mit Hörnern haben sie ihn traktiert
      Er hat’s ganz deutlich links gespürt
      Die dummen Sozikühe waren’s
      Die ihn Angst und Schrecken setzten
      Und beinahe auch verletzten
      Hörner aber fanden sich
      Noch an der Stirn der der Sozirecken
      Noch an der Kühe Köpfe Ecken
      Der Gute Johann lag im Schlaf
      Und war im Rate noch nicht wach
      5 1 Melden
  • dracului 22.09.2017 07:47
    Highlight Aber Miss Simmental darf immer noch in einem Anbindstall "würdevoll" angekettet werden? Wann werden mindestens einmal Freilaufställe Pflicht in der Schweiz? Da bleibt wohl die Kuh immer noch die Gehörnte.
    8 1 Melden
    • Skip Bo 22.09.2017 13:25
      Highlight Frag am besten die Hornkuhaktivsten, wann sie einen Laufstall bauen wollen.
      Für die sind Laufställe "des Teufels". Es gibt sogar eine IG Anbindestall. Übrigens haben Personen aus dieser Interessengemeinschaft die Idee des Hornprämie angestossen.
      Hornkuhhalter werden nur ausnahmsweise einen Laufstall bauen, wenn sie für Hörner im Anbindestall Geld kriegen. Bei 20 Kühen 10'000 Fr., sowas ist abartig.
      3 1 Melden
    • blaubar 22.09.2017 23:27
      Highlight Ich kenne einen tollen Demeter-Hof. Dort werden die Kühe MIT Hörnern im Laufstall gehalten. Problemlos. Ein grosses Problem sind Melkroboter, da die Kühe im Roboter von nachfolgenden Kühen drangsaliert werden können.
      Die Frage ist einfach, müssen die Hörner weg oder der Roboter?
      Man könnte die Milch ja auch gleich im Labor herstellen, das wäre ehrlicher.
      1 0 Melden
  • Angribull2000 22.09.2017 07:05
    Highlight Momol super Sache... Kühe mit Hörnern subventionieren, und damit altertümliche Anbindeställe unterstützen... (Der häufigste Grund für das Enthornen ist dass sich die Kühe in einem Freilaufstall nicht verletzen, und dass hat nichts mit "zu wenig Platz" zu tun, sondern wenn die Kühe machtkämpfe haben, nicht ausweichen können und dann Plötzlich in einer Ecke/ an einer Wand stehen kann dass sehr schwere Verletzungen geben)
    5 6 Melden
    • blaubar 22.09.2017 23:29
      Highlight Das ist falsch. Im Freilaufstall können problemlos Hornkühe gehalten werden. Allerdings sind die Melkroboter ein Problem, da die Kuh dort nicht ausweichen kann, wenn sie gepiekst wird.
      Also: Weg mit dem Roboter.
      2 1 Melden
  • zettie94 22.09.2017 00:22
    Highlight Das Ziel der Initiative kann ich durchaus befürworten, allerdings gibt es zwei grundlegende Probleme:
    1. sollten nicht die Bauern belohnt werden, welche ihre Kühe nicht enthornen, sondern die, welche es tun bestraft werden.
    2. ist die Verfassung definitiv der falsche Ort für so etwas. Das gehört ins Tierschutzgesetz oder sogar in eine Verordnung.
    13 0 Melden
    • Eine_win_ig 22.09.2017 12:27
      Highlight Merci Zettie!
      Genau Punkt 2 nervt mich unterdessen bei sehr vielen Initiativen! Man könnte meinen, dass jeder Brunz in der Verfassung geregelt sein muss...
      7 0 Melden
    • John Smith (2) 22.09.2017 14:44
      Highlight Es ist nicht der Fehler der Initianten, dass es nur die Verfassungsinitiative gibt.
      7 0 Melden
    • Sophia 22.09.2017 17:05
      Highlight Nein, John, wirklich nicht, gegen diese Verfassungsverstümmelung müsste endlich mal etwas getan werden! Kuhhörner und Türmchen in einer Landesverfassung ist grotesk!
      4 1 Melden
  • Lukakus 21.09.2017 23:34
    Highlight Schön, dass man so intensiv über Gleichberechtigung redet! Zwar über die von Kühen, aber immerhin.
    9 0 Melden
  • Hinkypunk 21.09.2017 21:56
    Highlight Und ein Einhorn ohne Horn sieht auch wie ein normales Pferd aus!
    4 0 Melden
  • Fidelius 21.09.2017 21:43
    Highlight Als ob unser Land keine anderen Probleme hätte...
    1 5 Melden
  • Jol Bear 21.09.2017 21:20
    Highlight Die Initiative ist das falsche Instrument. Ist das Enthornen schädlich für das Tier oder aufgrund eines gesellschaftlichen Konsenses tierquälerisch, dann gehört ein verbindliches Verbot dazu ins eidg. Tierschutzgesetz. Falls aus andern Gründen das nicht der Fall ist, dann sollen sich die Bauern selber organisieren und Milch, Käse usw. von hornlosen Kühen über ein entspr. Label zu einem höheren Preis vermarkten.
    4 0 Melden
    • John Smith (2) 22.09.2017 14:47
      Highlight Wenn sich Parlament und Bauern konsequent weigern, dieses Anliegen aufzunehmen, dann bleibt halt leider Gottes nur die Initiative.
      2 1 Melden
  • Lowend 21.09.2017 21:15
    Highlight Nur echte Rindviecher beschäftigen sich mit den Hörnern von Kühen!

    Es sind aber echte Fake-News, dass Capaul die Initiative im Alleingang aufgleiste!

    Wer sich wie der TA die Mühe macht, zu schauen, wer in Tat und Wahrheit hinter der Unterschriftensammlung für diese Initiative steckt, trifft auf den Verein Alpenparlament, einer extrem rassistischen, antisemitischen und esoterischen Sekte von Verschwörungsgläubigen, die im Berner Oberland seit Jahren ihr Unwesen treibt!

    https://www.tagesanzeiger.ch/schweiz/standard/Hinter-der-HornkuhInitiative-stecken-Verschwoerungstheoretiker/story/11477687
    22 34 Melden
    • Raembe 22.09.2017 10:49
      Highlight Was hat das mit dem Anliegen zu tun? Das Anliegen kann von Scientology kommen. Solange es gut ist, stört es mich nicht.
      4 4 Melden
    • Lowend 22.09.2017 13:26
      Highlight Ich schaue mir lieber genau an, wer hinter einem Anliegen steht und wem es dienen soll und wenn es sich darum handelt, dass normales Verhalten belohnt wird, können wir ja auch damit beginnen, Bundesgelder an jene auszuzahlen, die sich im Strassenverkehr an die Regeln halten!

      Wenn es denen um das Tierwohl ginge, ginge es auch um Batteriehühner, Schweinehaltung und die ganze industrielle Nahrungsmittelproduktion!

      So lange solche dubiosen Sektierer sich nicht klar zu ihren wahren Absichten bekennen, erhalten diese esoterischen Rassisten und Antisemiten meine Stimme sicherlich niemals!
      3 3 Melden
  • Redly 21.09.2017 21:09
    Highlight Die Agrar-Abzocker wollen tatsächlich Geld, um etwas nicht zu tun. Wenn es irgend jemand ernst meint, verbietet er es einfach.
    Und gut ist.
    34 17 Melden
    • Skip Bo 22.09.2017 05:21
      Highlight In diesem Fall ist es eine kleine Gruppe innerhalb der LW. Die meisten Bauern wollen den Hornfranken nicht.
      2 1 Melden
  • who cares? 21.09.2017 21:02
    Highlight Ich werde Nein stimmen. Nicht weil ich bestreite, das den Kühen ihre Hörner zustehen, sondern weil es wieder ein neue Einnahmequelle für Bauern ist. Wenn ein Bauer seine Tiere respektiert, sollte er sie aus eigenem Antrieb anständig behandeln und nicht Geld für selbstverständliches fordern.
    Herr Capaul sollte eher mal bei seinen Berufskollegen sein Anliegen missionieren.
    50 18 Melden
    • Walter Sahli 21.09.2017 21:21
      Highlight Und natürlich sind wir Konsumenten gerne bereit, mehr für Milchprodukte zu bezahlen, damit der Bauer ein paar Kühe weniger halten kann und so genügend Platz im Laufstall ist, nicht wahr? Wir Konsumenten schauen ja nicht auf's Geld, nä?!
      5 2 Melden
    • Sauäschnörrli 22.09.2017 00:42
      Highlight Bauern sind mittlerweile halt auch nur Manager und mit diesen Milchpreisen stehen sie sehr unter Druck. Eine Kuh mit Hörner benötigt mehr Platz am Fressplatz und an der Liegestelle. Wenn ich jetzt in einem Stall 3 Kühe weniger halten kann, da ich sie nicht enthorne, verliere ich Geld. 3 Kühe à 50l Milch pro Tag zu 50 Rp, sind 2'250.- Umsatz pro Monat die wegfallen, bei fast identischen Investitionen. Also kann man wohl lange missionieren, denn welches KMU kann freiwillig auf 27'000.- Umsatz im Jahr verzichten?
      5 2 Melden
    • Pond 22.09.2017 09:40
      Highlight Kühe mit Hörnern brauchen mehr Platz, da sie sich bei zu wenig Platz gegenseitig verletzen. Die Haltung ist aufwändiger. Das kostet natürlich mehr. Die Bauern erhalten ja nicht mehr Geld für ihre Milch und das Fleisch, wenn ihre Kühe Hörner tragen. Wie sollen sie also den Mehraufwand entschädigen? Die Tierhaltung ist ein Business. Die Bauern machen das nicht zum Spass. Das Tier ist einfach ein Produkt, dass sich lohnen muss.
      3 0 Melden
    • who cares? 22.09.2017 11:52
      Highlight Und warum ist der Milchpreis so tief? Weil zu viel Milch produziert wird! In jeder anderen Branche würde der Preis so weit sinken, bis genügend Produzenten aus dem Business ausgestiegen sind, so dass Milch knapper wird und der Preis wieder steigt. Würden sich die Bauern zusammenschliessen und untereinander Milchkontingente verteilen, hätten sie mehr Platz im Stall und könnten höhere kostendeckende Preise verlangen. Aber man jammert lieber im Parlament.
      KMU kommen gar nicht in so eine Situation, da sie sich aus nicht rentablen Branchen zurückziehen müssen da sie keine Mio. Subventionen erhalten
      4 1 Melden
    • Sauäschnörrli 22.09.2017 13:45
      Highlight Wenn wir weniger Kühe in der Schweiz haben, muss auch mehr synthetischer Dünger ausgebracht werden. Und wenn die Landwirte sich aus nicht rentablen Branchen zurückziehen müssen, wird bald nur noch Mais für Biogasanlagen angebaut und nicht leicht zu bewirtschaftende Flächen liegen brach. Wären viele Bauern sicher nicht abgeneigt, ein Traktor, eine Sämaschine, eine Spritze, ein Düngerstreuer und zwei Anhänger. Einmal anschaffen und dann Mais säen bis der Boden tot ist. 👌
      2 0 Melden
  • Walter Sahli 21.09.2017 20:55
    Highlight Kühen die Hörner auszubrennen ist wie Hunden die Rute abzuschneiden!
    39 11 Melden
    • Skip Bo 22.09.2017 05:18
      Highlight Oder Beschneidungen durchzuführen?
      4 3 Melden
    • Walter Sahli 22.09.2017 16:26
      Highlight Männer wedlen idR. nicht mit dem Schwanz, um zu kommunizieren...
      2 0 Melden
  • trollo 21.09.2017 20:41
    Highlight Liebe Hornkuhfans, Gretchenfrage: helft ihr mit Importprodukte von hornlosen Kühen zu verbieten wenn in der CH das Enthornen verboten würde?
    Euer Leerdammer, der Fol Epi, Babybel, Philadelphia, Boursin, Caprice des Dieux, Parmiggiano, etc. wird mit hornloser Milch hergestellt.
    31 15 Melden
    • sowhat 22.09.2017 07:08
      Highlight Ja
      2 0 Melden
    • Thomas_v_Meier 22.09.2017 10:44
      Highlight Interessante Frage aber völlig irrelevant da die Initative das enthornen nicht verbietet.
      4 0 Melden
  • Makatitom 21.09.2017 20:41
    Highlight Diese Initiative ist komplett falsch aufgegleist. Nicht der Bauer, der seinen Kühen die Hörner nicht abschneidet soll einen Stutz mehr pro Jahr und Tier bekommen, sondern der Bauer, der seinen Tieren die Hörner abschneidet einen Stutz weniger (Und mir ist das egal ob das abgesägt oder ausgebrannt oder abgebunden wird)

    67 10 Melden
  • JaneSoda 21.09.2017 20:29
    Highlight Sehenswertes zum Thema:

    https://m.srf.ch/sendungen/netz-natur/vom-kuh-sein
    6 0 Melden
  • Skip Bo 21.09.2017 20:15
    Highlight Es gibt gute Gründe um zu enthornen. Es gibt gute Gründe Hörner zu belassen.
    Enthornten Herden sind in Laufställen ruhiger und weniger unfallgefährdet.
    In Anbindeställen sind Hornkühe kein Problem und sind deshalb nicht zusätzlich zu subventionieren.
    Hingegen sind Hornkühe in Laufställen schwieriger zu halten und allenfalls deshalb zu belohnen.
    Zudem sind die geforderten 500 Stutz pro Kuh unverschämt hoch.
    34 2 Melden
    • mrcharliebrown 21.09.2017 23:18
      Highlight Aus der sicht der kuh/ziege gibts bestimmt keine guten gründe für eine enthornung. Wenn wir tierschutz ernstnehmen, muss die enthornung verboten werden.
      4 0 Melden
    • Skip Bo 22.09.2017 13:29
      Highlight Wenn wir Tierschutz ernstnehmen importieren wir keine Produkte, welche die Standards der CH nicht erreichen und dann kann in der CH das TSG angepasst werden.
      1 0 Melden
    • mrcharliebrown 23.09.2017 10:04
      Highlight das wäre schön ja
      0 0 Melden
  • blaubar 21.09.2017 20:04
    Highlight Da gibts es gar nichts zu diskutieren. Tiere dürfen nicht verstümmelt werden (genau so wenig wie Menschen). Hörner gehören zur Kuh, sind durchblutet (also warm) und haben zudem mehrere Funktionen. Es gibt ein sehr gutes Buch von Martin Ott, das jeder Hornabschneider zuerst lesen sollte.
    Der Stall soll sich der Kuh anpassen, nicht umgekehrt. Punkt aus, amen!
    65 15 Melden
  • Babsy3 21.09.2017 19:42
    Highlight Es ist nicht nur ein ästhetisches Problem. Wenn auch eine Kuh ohne Hörner wie ein riesen Kalb ausschaut 😞... Das Horn ist auch eine Art von Druckausgleich vom Kuhkopf, dadurch dass das Horn auch hohle Stellen hat. Die Kuh ohne Horn hat immer ein wenig Kopfweh!!
    Dann kommt noch dazu, dass das Horn eine sehr wichtige Rolle im Hormonhaushalt hat. Das wiederum hat einfluss auf die Milchproduktion.
    31 13 Melden
    • Jol Bear 21.09.2017 21:25
      Highlight Ergänzung/Einwand: Es gibt Rinderrassen, z.B. Angus, die genetisch hornlos sind, bei denen wachsen gar keine Hörner. Nach aktuellem Wissensstand wurde diese Hornlosigkeit nicht züchterisch erzielt. Die waren höchstwahrscheinlich seit Urzeiten ohne Hörner.
      3 0 Melden
    • blaubar 21.09.2017 23:01
      Highlight weiter spielt die Optik für die Kühe eine grosse Rolle, da sie nicht sehr scharf sehen, sind die Hörner wichtige Orientierungspunkte gegenseitig.
      Und, ich finde sie sehr edel, schön und würdig.
      5 0 Melden
  • Rendel 21.09.2017 19:37
    Highlight Hornlose Kühe sind verstümmelte Kühe. Aber statt wir in der Initiative den Bauern, die ihre Kühe enthornen, mehr Subventionen zu geben, wäre ich für kräftige Bussen, wer sie enthornt.
    64 12 Melden
  • aglio e olio 21.09.2017 19:32
    Highlight Was Herr Schneider-Ammann zum Besten gibt ist wohl das stärkste Argument dafür, dass Bundesräte nach Fähigkeit ausgewählt werden sollten.
    Nachts durch eine Kuhherde laufen?
    Warum nicht gleich über die Autobahn robben.
    65 7 Melden
    • Raembe 21.09.2017 20:45
      Highlight Schneider Ammann ist kein schlechter Wirtschafts - Minister.
      15 11 Melden
    • blaubar 21.09.2017 23:02
      Highlight Nein, er ist ok, aber er hat nicht die geringste Ahnung von Kühen.
      4 0 Melden
    • zettie94 22.09.2017 00:16
      Highlight @aglio e olio: Das war wohl kaum Schneider-Ammans Idee, wenn er das in der Schweizer Armee tun musste...
      1 0 Melden
    • Sophia 25.09.2017 12:12
      Highlight Nein, Zetti, das war nicht seine Idee, wann hat der denn schon mal eine Idee gehabt, ausser beim Steueroptimieren? Die bösen Kühe haben ihn umzingelt! Dahinter können nur die Sozis stecken.
      0 0 Melden
  • Spooky 21.09.2017 19:31
    Highlight Was machen die Bauern eigentlich mit den abgesägten Hörnern?
    7 9 Melden
    • Aglaya 21.09.2017 20:24
      Highlight Die Hörner werden nicht abgesägt, sondern schon den Kälbern abgebrannt oder weggeätzt, bevor sie wachsen (zumindest soweit ich informiert bin, bin kein Bauer...)
      15 0 Melden
    • Raembe 21.09.2017 20:46
      Highlight Sich eins an den Kopf kleben und Einhorn spielen😂😂
      23 6 Melden
    • trollo 21.09.2017 20:46
      Highlight Die Hornknospen werden bei 14 tägigen Kälbern unter Schmerzausschaltung (nur in der CH vorgeschrieben) durch Hitze zerstört.
      Absägen wird nur durch Tierärzte und äusserst selten gemacht.
      15 0 Melden
    • undduso 21.09.2017 20:55
      Highlight Die werden nicht direkt abgesägt, sondern als Kalb/Rind ausgebrannt. Ist ne ziemlich hässlich und blutoge Angelegenheit.
      Ich hab einmal frisch enthornte Tiere gesehen will das nie mehr sehen. Schrecklich wer einem Tier so was antut.
      Das perfide daran ist ja, dass ein Tier mit Horn laut Gesetz mehr Platz benötigt.
      Wir hatten auf unserem Hof schottische Hochlandrinder mit wirklich langen Hörnern. Es gab sehr selzen Probleme, Verletzungen oder kaputte Scheiben wegen Hörnern. Nichts was ohne Hörner nicht passiert wäre.
      30 4 Melden
    • Spooky 21.09.2017 22:55
      Highlight Ob abgesägt oder abgebrannt. Tierquälerei ist es sowieso. Verbieten! Fertig!

      3 0 Melden
    • Sauäschnörrli 22.09.2017 19:29
      Highlight Hier sieht man es im Video:

      0 0 Melden
    • Sophia 25.09.2017 12:14
      Highlight Die armen Kühe haben sicher ein Leben lang Kopfschmerzen.
      Tiere sind keine Ware!
      0 0 Melden
  • Captain_Awesome 21.09.2017 19:21
    Highlight Wenn ich schlafe und das Militär durch mein Zimmer marschieren würde, hätte ich auch das verlangen denen eins auf den Deckel zu geben.
    Moll, super Argument👍
    116 7 Melden
    • Raembe 21.09.2017 20:47
      Highlight Spannende Vorstellung😂😂
      34 0 Melden
    • Sefe_Ta 21.09.2017 22:09
      Highlight 😂😂😂😂
      3 0 Melden
    • Sophia 25.09.2017 12:16
      Highlight Schööööön! Aber hättest du das Verlangen, die Sldaten zu verstümmeln?
      0 0 Melden
  • Nuka Cola 21.09.2017 19:08
    Highlight Das interessiert doch keine Sau! - aber jede Kuh.
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  • John Smith (2) 21.09.2017 19:06
    Highlight Die beste Armee der Welt wird von einer Kuhherde in die Flucht geschlagen … :-) Da braucht's natürlich neue Kampfjets zur Luftunterstützung …
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    • Thomas Bollinger (1) 21.09.2017 19:34
      Highlight ... aber während Bürozeiten 😉
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    • John Smith (2) 21.09.2017 20:26
      Highlight Ich bin kein Freund der Armee, aber diese alte Leier mit den Bürozeiten ist etwas vom dümmsten, was in diesem Zusammenhang dauernd wiederholt wird. Es gab (und gibt) Kooperationsverträge mit den Nachbarn, die es ihnen erlaubte, ausserhalb der Bürozeiten ein allfälliges verdächtiges Flugzeug auch ins Schweizer Territorium hinein zu verfolgen. Ein vernünftiges und verhältnismässig kostengünstiges Konzept, das nun wegen einiger unqualifizierten Kommentaren leider aufgegeben werden musste.
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    • Raembe 21.09.2017 20:48
      Highlight Naja, auf die Kühe schiessen dürfen sie ja nicht, da würd ich auch flüchten wenn 600Kg Kuh auf mich zu rennt.
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    • zettie94 22.09.2017 00:18
      Highlight @John Smith: Man könnte auch einfach die Luftwaffe ganz aufheben und die Kooperationsverträge mit den Nachbarn auf den ganzen Tag ausdehnen. Wäre für ein so kleines Land wie die Schweiz wohl am vernünftigsten.
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    • Raembe 22.09.2017 10:47
      Highlight Ach zettie, wenn das so einfach wäre 😂😂😂
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    • John Smith (2) 22.09.2017 14:51
      Highlight Zettie: Von mir aus sofort. Aber leider aktuell politisch nicht mehrheitsfähig. Hoffen darf man natürlich immer.
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  • N. Y. P. 21.09.2017 19:05
    Highlight Hörner gehören auf den Kopf.

    Ich stimme der Initiative von Armin Capaul zu.

    Die Gegner sagen, die Hörner müssen auch weg, weil sie eine Unfallgefahr für den Menschen darstellen. Logisch, wenn man die Tiere ZUSAMMENPFERCHT und dann als Bauer zwischen die Kühe muss, wird es eben gefährlich.

    Also, Hörner gehören auf den Kopf. Was massen wir uns eigentlich an, der Natur reinzupfuschen. Schämt euch, Landwirtschaftslobby.
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    • derlange 21.09.2017 19:49
      Highlight Genetisch Hornlos....
      Nix reinpfuschen, alles natürlich mittlerweile bei einigen Herkünften...
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  • Marshawn 21.09.2017 19:02
    Highlight Diese Diskussion wäre was für Giacobbo/Müller gewesen!
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Warum Integrations-Guru Thomas Kessler den Sitz der Grünen Sibel Arslan angreift 

Er war einst Kantonsrat der Grünen in Zürich, machte sich dann in Basel als Drogen- und Integrations-Beauftragter einen Namen und diente der Stadt am Rheinknie zuletzt als Stadtentwickler. 2019 würde Thomas Kessler gerne für die FDP in den Nationalrat einziehen – möglicherweise auf Kosten einer ehemaligen Parteikollegin mit kurdischen Wurzeln.

Alles begann an einem lauschigen Augustabend an einem Apéro von Tino Krattiger, dem Chef des «Kulturfloss», einer Institution im Basler Kulturleben. Bei dieser Gelegenheit sprach der Vizepräsident der FDP Basel-Stadt, Daniel Seiler, den langjährigen Spitzenbeamten Thomas Kessler an. Wie die Basler Zeitung berichtet, fragte Seiler Kessler, ob er sich eine Nationalratskandidatur für die FDP vorstellen könne. Dieser bejahte.

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