Schweiz
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Mitten in Algen, Dreck und Schimmel: So leben die Asylbewerber im Kanton Aargau

Schimmel in der Dusche, Algen an den Wänden, keine Privatsphäre in den Zimmern: 38 Männer leben unter prekären Umständen in einer Asylunterkunft im aargauischen Holderbank. Das Staatssekretariat für Migration will keine Verantwortung übernehmen. Der Kanton Aargau schaut weg.

11.04.16, 08:49 12.04.16, 15:01


Holderbank im Kanton Aargau, direkt an der Hauptstrasse, unterhalb des Schlosses Wildegg, ein verlottertes altes Bauernhaus: «Areal bewacht», steht an der Fassade.

Beim Besuch von watson in der Asylunterkunft Holderbank öffnen die rund 15 anwesenden Bewohner bereitwillig die Tür. Gleich rechts befinden sich die Duschen, ein Pissoir und zwei WCs. Grün befallene Wände stechen ins Auge. Bei näherem Hinsehen bestätigt sich: An den Wänden wuchern Algen, die Kacheln schimmeln, der Duschvorhang ist bräunlich verfärbt. «Würden Sie hier duschen wollen?», fragt ein Nigerianer gestikulierend. «Das macht krank!»

Holderbank

Blick in die Dusche der Asylunterkunft Holderbank. 
Bild: zvg

«Schauen Sie sich auch die Küche an», ruft ein Afghane und zeigt ins Haus. Die Küche steht vor Dreck, die Leitungen sind rostig, auch hier die Wände voller Algen. Der Junge reisst die Pfannen heraus, die in einer Sitzbank verstaut sind: «Sehen Sie diese Töpfe? Die sind alle kaputt», sagt er.

Hinter jeder Tür dieses zweistöckigen Hauses zeigt sich das gleiche Bild: Die Schlafzimmer sind überfüllt, die Kajütenbetten vollbesetzt. Mit weissen Laken versuchen die Bewohner ein wenig Privatsphäre zu schaffen. Platz für ihre Habseligkeiten gibt es keinen, kaputte Lampen flickt niemand, die Wände sind verschmiert.

Holderbank

In der Küche: Dreck und Algen.
Bild: zvg

Offiziell wohnen in der Asylunterkunft Holderbank 38 Männer, ein paar sind im Gefängnis. Sie kommen aus allen Teilen der Welt – Afghanistan, Somalia, Eritrea, Nigeria. Jetzt befinden sie sich in der Obhut des Kantons Aargau.

Zwei Drittel der Männer, die hier wohnen, dürfen nicht in der Schweiz bleiben. Sie haben einen rechtskräftigen Nichteintretens- oder negativen Asylentscheid erhalten. 13 befinden sich noch in einem laufenden Asylverfahren, einer ist anerkannter Flüchtling. Gelandet sind sie alle in dieser Problemliegenschaft, die auch schon wegen Drogenhandel und Diebstählen für Schlagzeilen sorgte

Abgewiesene Asylbewerber

In der Schweiz entscheidet das Staatssekretariat für Migration (SEM) über Asylgesuche. Wird ein Gesuch abgelehnt oder tritt das SEM nicht darauf ein, wird die Wegweisung der Asylbewerber angeordnet. Nach einer Frist, die vom SEM je nach Verfahrensablauf festgelegt wird, müssen abgewiesene Asylbewerber die Schweiz verlassen. Bleiben sie über die Frist hinaus im Land, gilt ihr Aufenthalt als illegal und ist strafbar.
Ist die Wegweisung nicht zulässig (Verstoss gegen Völkerrecht), unzumutbar (individuelle Gefährdung) oder unmöglich (vollzugstechnische Gründe, z. B. keine Möglichkeit Reisepapiere zu beschaffen), werden abgewiesene Asylbewerber vorläufig aufgenommen und erhalten den sogenannten Ausweis F. Das SEM prüft periodisch, ob die Bedingungen für die vorläufige Aufnahme noch gegeben sind.

Die Stimmung im Haus ist aufgekratzt. Einige spielen draussen mit einem Fussball, einer guckt in einen alten Röhren-TV, andere schlafen. Einige Bewohner wirken gesundheitlich angeschlagen, andere sind sichtlich betrunken oder übernächtigt. Es gibt nichts zu tun. Die Männer dürfen nicht arbeiten. Sie leben von 7.50 Franken Nothilfe pro Tag. 

Holderbank

Beengte Verhältnisse: Privatsphäre hinter Leintüchern.
Bild: zvg

Patrizia Bertschi kennt die Umstände, unter denen die Bewohner leben, gut. Die Präsidentin von Netzwerk Asyl Aargau engagiert sich seit bald 30 Jahren für Flüchtlinge und besucht regelmässig Asylunterkünfte. In Holderbank war sie seit längerer Zeit nicht mehr. 

Die Bilder stimmen Bertschi «traurig, wütend und vor allem machtlos». «Das Netzwerk Asyl fordert seit langem Standards für Asylunterkünfte, damit Menschen menschenwürdig wohnen können», sagt sie. «Und das sollte für alle Gruppen gelten – vom Asylsuchenden im Verfahren über vorläufig Aufgenommene bis zu Ausreisepflichtigen.»

Die sanitären Anlagen seien schon seit langem Thema, so wie der Standort und auch die Privatsphäre: «Wenn das ein Dauerzustand ist, schlägt es auf die Psyche», sagt Bertschi. Je länger jemand so leben müsse, umso schwieriger sei es für die jungen Männer, überhaupt noch Zukunftsperspektiven zu entwickeln. Die Situation sei in anderen Unterkünften ähnlich. «Der Kanton schaut nicht nur in Holderbank weg», sagt Bertschi. 

Holderbank

Die Asylunterkunft in Holderbank.
Bild: zvg

Warum macht das Staatssekretariat für Migration (SEM) keinen Druck auf die Kantone? Mit den Bildern aus Holderbank konfrontiert, sagt SEM-Sprecherin Céline Kohlprath: «Die Unterbringung ist Sache der Kantone, sobald die Asylbewerber zugeteilt sind», sagt sie und fügt an, dass «die Kantone verpflichtet sind, angemessene Unterkünfte bereitzustellen.» 

Tun sollte das das Departement Gesundheit und Soziales von Frau Landammann Susanne Hochuli (Grüne). Dort reagiert man gereizt: Die Liegenschaften würden vom Reparaturdienst im Rahmen des Möglichen à jour gehalten, sagt Sprecher Balz Bruder und fügt an: «Das Objekt Holderbank gehört nicht zu den kantonalen Unterkünften, die unbefristet in Betrieb sein werden.» Eine Antwort auf die Frage, ob die Bewohner Schimmel- und Algen-Befall hinnehmen müssten, bleibt er schuldig. 

Der Kanton befinde sich aufgrund der hohen Zahl zugewiesener Asylsuchenden in einer besonderen Lage. «Deshalb hat neben der Ausweitung der Anzahl Unterbringungsplätze eine Verdichtung in den bestehenden Infrastrukturen stattgefunden», sagt er. 

Im Übrigen würden die Personen, die in kantonalen Unterkünften untergebracht sind, im Rahmen der Hausordnung verpflichtet, für Sauberkeit und Ordnung zu sorgen. Ob die Bewohner ihre 7.50 Franken Nothilfe pro Tag für Putzmittel ausgeben, ist fraglich. 

Patrizia Bertschi sieht noch ein anderes Problem: «Die Situation ist zurzeit besonders angespannt, da es im Aargau sehr schwierig ist, Unterkünfte zu mieten oder aufzustellen», sagt sie. Unter vielen Gemeinden gäbe es immer noch die Wettbewerbe: «Wer kann eine Asylunterkunft verhindern» oder «Wer kann das Minimum an Menschen aufnehmen». Die Konsequenz daraus ist Holderbank. 

Das könnte dich auch interessieren:

Ist Trump nun ein Faschist oder nicht?

Die 7 schlimmsten Momente, die du an einer Prüfung erleben kannst

Die Grünen sind die unverbrauchten Linken

Norilsk – no fun. Das ist Russlands härteste Stadt

«In einer idealen Welt wären Solarien verboten»

Diese Nachricht lässt jede Playstation 4 sofort abstürzen – so schützt du dich

30 Millionen Facebook-Profile gehackt. User-Daten weg. So merkst du, ob du betroffen bist

Diese Inder löschen Pornos und Gräuel-Bilder aus dem Netz – und leiden dabei Höllenqualen

Warum Tabubrecher triumphieren und was die Schweiz damit zu tun hat

Swisscom erhöht Abopreise um 191%: So reagieren die Kunden auf den erzwungenen Abowechsel

Mit diesen 10 Tricks und Tipps holst du das Beste aus Spotify raus

Wir haben die Kantonsgrenzen neu gezogen – so sieht die Schweiz jetzt aus

Diese 7 Frauen hätten einen Nobelpreis verdient – nur eine könnte ihn noch bekommen

GoT-Star Natalie Dormer meint: «MeToo war absolut notwendig!»

Alpentourismus kämpft mit Gigantismus um Gäste: Kann das gut gehen?

Der Staat soll Stillpausen für berufstätige Mütter bezahlen

Wie AfD-Weidel mit falschen Schweizer Asylzahlen Hetze gegen Ausländer macht

Diese Tweets zeigen dir, was mit Menschen passiert, wenn sie zu lange keinen Sex haben 😂

Sorry, Bundesrat Berset, aber es ist Freitag und wir hatten nichts Besseres zu tun ...

«Einmal Betrüger, immer Betrüger» – 7 Leute erzählen von ihrem Beziehungsende

11 Schritte für mehr Nachhaltigkeit in deinem Alltag

präsentiert von

Du denkst, du kennst die Kommaregeln? Ha!

Alle Artikel anzeigen

Abonniere unseren Daily Newsletter

86
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 72 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
86Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Naomi Castelli 21.09.2016 14:04
    Highlight Was vergessen geht: Viele der dort lebenden Asylbewerber (nein, keine Flüchtlinge, sondern Asylbewerber) handeln mit Drogen. Ich wohnte dort und es war manchmal wie in einem Drive-In. Auto hielt, irgendetwas kleines wurde gegen Geld übergeben, Auto fuhr weiter. Tagein Tagaus... Aber ja, die Unterkunft sieht wirklich grusig aus auf den Fotos.
    1 0 Melden
  • philgrum 11.04.2016 20:09
    Highlight Ein kleiner Tipp an die Schweizer Habenichtse, die hier jammern, dass sie noch weniger bekämen als diese Flüchtlinge: Glaubt Ihr wirklich, es geht Euch besser, wenn Ihr den Flüchtlingen etwas weg nehmt? - Wehrt Euch doch zuerst mal dort, wo der Reichtum gehortet und vor der Steuerbehörde versteckt wird! - Oder seid Ihr zu feige dafür und geht lieber auf die Wehrlosesten los?
    95 27 Melden
    • Digital Swiss 11.04.2016 22:43
      Highlight Naja in unserer Gesellschaft gilt immer noch die reichen machen etwas richtig und die armen machen etwas falsch.
      24 5 Melden
    • Zerpheros 12.04.2016 00:34
      Highlight Calvin, halt.
      8 0 Melden
  • Herby 11.04.2016 19:59
    Highlight Schaut mal die Bilder an. Das ist kein Dreck, sondern es kommt von der Feuchtigkeit, etc. Marode Leitungen sind auch vorhanden. Ich habe vor einigen Jahren angefragt, ob 35 Leute in dieser Hütte leben können, ob die Sicherheit gewährleistet ist (WC, Feuer, Elektrizität, etc.). Der Brief ging auch an Frau Hochueli. Keine Antwort. Das hat nichts mit Putzen zu tun, das ist eine Schweinerei der Behörden. Man kann ueber Asylanten denken was man will, aber das ist menschenunwürdig!
    85 11 Melden
  • TheCloud 11.04.2016 19:50
    Highlight Da wird gar nichts sauber gemacht. Das gehört zur offiziellen Abschreckungs- Zermürbungstaktik. Das ist schliesslich Aargau, die Hochburg des rechten Gedankenguts.
    Schade handelt es sich "nur" um Menschen. Würden Tiere so behandelt, wäre der Laden von den kantonalen Behörden sofort geschlossenen und plattgewalzt worden.
    50 26 Melden
    • andersen 12.04.2016 00:02
      Highlight Ja, wäre die Bude für ein Tierheim gedacht, dann wäre es von Anfang an, auf Glanz polieret.
      Auf solche Bilder darf niemand stolz sein.
      15 9 Melden
  • Lichtblau 11.04.2016 19:22
    Highlight Und dann sieht man Schweizer Aktivisten, die "Everybody-welcome!-"Schilder in die TV-Kameras halten und die Bilder gehen um die Welt. Wenn auf diese Einladung hin die ganze Grossfamilie Geld gesammelt hat, macht sich der junge Mann (als Vorhut?) auf den beschwerlichen Weg. Endstation ist das idyllische Horrorbank im Aargau. Allein unter Männern mit sicher oft anderer Mentalität. Nichts zu tun, keine echte Perspektive, kein weibliches Korrektiv (Mama!) ... Everybody-Welcome-Schilder sind unverantwortlich.
    42 18 Melden
  • Echo der Zeit 11.04.2016 17:39
    Highlight Ja Ja, die Reiche Schweiz - und ich war heute den ganzen Tag an der Zürcher Goldküste am arbeiten - und was mann da so sieht - mann sieht das Geld das in den Drittweltländern abhandengekommen ist.
    43 27 Melden
  • Kookaburra 11.04.2016 16:05
    Highlight Wieso sollten sie nicht arbeiten dürfen?

    Ich habe (im Aargau) mit einem Asylbewerber aus dem Yemen gearbeitet, welcher sogar noch auf seinen Bescheid wartete. Er war im Durchgangszentrum Pratteln untergebracht und das Arbeiten war natürlich sehr schlecht bezahlt und freiwillig. (Er wurde von einer Stiftung kurzzeitig ausgeliehen.) Das Arbeitsverbot gilt nur für die ersten drei Monate. (Und sie werden erst danach verteilt.)
    Das Recht auf Arbeit ist laut Amnesty International dadurch erfüllt, dass man sich bewerben darf. Auch mit Ausweis F kann man meines Wissens nach arbeiten.
    34 9 Melden
  • Andi Amo 11.04.2016 14:11
    Highlight Irgendwie habe ich das Gefühl, diese Reportage ist nur die halbe Miete! Und es stellen sich mir solche Fragen;

    1. Wie sah die Unterkunft bei Bezug aus, wie lange ist dieser her?

    2. Wer ist offiziell zuständig für die Reinigung und den Unterhalt der Liegenschaft?

    3. "Es gibt nichts zu tun. Die Männer dürfen nicht arbeiten.". Wieso bringen es 38 Männer (wo sind nochmals die Frauen und Kindern?), die den ganzen Tag nichts zu tun haben, nicht selbst für eine lebenswertere Unterkunft zu sorgen? Wenn man Material zur Verfügung stellen würde, könnten diese doch auch selbst was in die Hand nehmen!
    143 52 Melden
    • Digital Swiss 11.04.2016 22:55
      Highlight Ich glaube das Haus sah so aus...
      21 8 Melden
    • Babalu 12.04.2016 00:43
      Highlight Andi, deine Fragen sind die letzten, die man sich stellt, wenn man solche Bilder sieht.
      1. Offenbar verstehst du mal nichts vom Schimmel.
      2. Dein Kommentar offenbart deine Sicht auf die Asylsuchenden, welche wohl von (rassistischen) Vorurteilen geprägt sind und du versuchst (krampfhaft) die schreckliche Situation zu relativieren. Das ist eine bewährte Strategie, wenn man Dinge verdrängen will, daher wohl auch die vielen Herzen.
      18 18 Melden
    • Sir Jonathan Ive 12.04.2016 08:59
      Highlight @Andi
      Ja in dieser Unterkunft sind nur allein reisende Männer: Von denen ein grosser Teil auf die Abreise wartet.

      2. Diesen Schimmel kann man nicht einfach abputzen. Da ist eine Abrissbirne das einfachste Werkzeug.
      12 4 Melden
  • TanookiStormtrooper 11.04.2016 14:00
    Highlight Na zum Glück hab ich den Artikel erst nach der Mittagspause entdeckt. Hoffe, dass der appetit bis zum z'Nacht zurück ist.
    Jetzt mal ernsthaft, da holt man sich ein Reinigungsunternehmen und lässt das mal ordentlich saubermachen! Die reiche und immer auf Sauberkeit bedachte Schweiz, da muss man sich ja schämen!
    44 56 Melden
    • René Gruber 11.04.2016 15:32
      Highlight Warum genau sollte man ein Reinigungsunternehmen holen? Es gibt 38 Mann, welche ja anscheinend nichts zu tun haben. Vielleicht wäre es ja dann nicht zuviel verlangt, wenn die Männer dann den Dreck welchen sie selber produziert haben auch wieder selber weg putzen!
      91 52 Melden
    • Zerpheros 11.04.2016 17:14
      Highlight @ René Gruber
      Copypasten Sie Ihre Kommentare oder lesen Sie den Artikel vorher auch mal durch?
      33 25 Melden
    • René Gruber 11.04.2016 18:03
      Highlight woher genau soll ich den diesen Kommentar kopiert haben? und ja ich habe den Artikel durch gelesen und ja ich habe auch gelesen, dass die Bewohner dazu verpflichtet sind (wären) für Sauberkeit zu sorgen. Und ja sie haben wenig Geld, aber trotzdem ist es ihre Aufgabe für Sauberkeit zu sorgen. Für Alkohol scheint es ja zumindest bei einem Teil von ihnen auch zu reichen!!
      30 32 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • Zerpheros 11.04.2016 13:40
    Highlight «Deshalb hat neben der Ausweitung der Anzahl Unterbringungsplätze eine Verdichtung in den bestehenden Infrastrukturen stattgefunden» - interessant - das sind also die Worte, die Zustände wie diese verniedlichen. Verdichtung in den bestehenden Infrastrukturen - das geht ja runter wie Alge im Bad.
    38 13 Melden
  • Tom Scherrer (1) 11.04.2016 13:30
    Highlight So - jetzt einfach mal handeln. Man suche 4-6 freiwillige helfer ( kann verstehen, wenn sich eher männer melden - bei " benevol jobs " projekt ausschreiben) , man kaufe reinigungsmittel und atemschütze, man spreche mit dem kanton, regelmässig reinigungsmittel und geschirr pfannen bereitstellen, man putze die unterkunft und man vereinbare, dasss dieser reinigungsstandard in zukunft von den bewonern gehalten wird. Danach 2 x jährlich kontrollieren und lage beurteilen. Wiso geht denn soetwas nicht? Die unterkunft, auch wenn nur als übergang geplant, kann doch gepflegt werden?
    91 11 Melden
    • Chihirovocale 11.04.2016 17:13
      Highlight Exactly...
      Was an praktischem Denken und Handeln ist sooo schwer?
      15 6 Melden
  • Ghost 11.04.2016 13:10
    Highlight Bin für eine restriktive Asylpolitik.

    Aber bei solchen unwürdigen Umständen muss man sich dann nicht fragen, wenn sich Asylsuchende radikalisieren lassen...

    Auf der anderen Seite wird die Unterbringung in Zivilschutzanlagen trotz viel besserer Qualität ebenfalls kritisiert.

    Nicht ganz trivial das Thema.
    62 12 Melden
    • Digital Swiss 11.04.2016 23:03
      Highlight Meiner einer beklagt sich über das fehlende BoxSpringBett im ****Hotel, aber der unvermögende Flüchtling soll keinen Anspruch auf Würde und Gesundheit stellen?
      13 4 Melden
  • Froggr 11.04.2016 13:03
    Highlight Ich verstehe diejenogen, welche denken, dass dies eine Frechheit ist. Sehe das selbst auch so. Und für schweizer Verhältnisse ist dem sicherlich auch so. Aber für diejenigen, die dort leben müsste es ja eigentlich eine enorme Verbesserung sein oder? Verstehe nicht warum sie darüber motzen.
    42 124 Melden
    • Fabio74 11.04.2016 13:44
      Highlight Verachtender gehts nicht mehr? Nur weil diese Menschen dort wo sie herkommen noch weniger haben, sollen sie mit dem letzten Loch zufrieden sein??? Mindeststandards müssen eingehalten werden und dazu gehören sanitäre Anlagen wo man nicht noch was einfängt.
      Heilungskosten zahlen wir dann alle, falls wenigstens dein Portrmomnaie wichtig ist, wenn schon nicht die Menschen
      68 20 Melden
    • Froggr 11.04.2016 20:05
      Highlight Ich glaube sie verstehen das Wort "Asyl" nicht. Das heisst lediglich, dass man den betroffenen (z.b. Verfolgten) einen Unterschlupf bietet, bis es in ihrem Land wieder sicher ist. Dann gehen sie. Bei uns sind sie in Sicherheit. Das ist doch das wichtigste.
      10 20 Melden
  • Digital Swiss 11.04.2016 12:40
    Highlight @Rafaela Roth Ein Statement von der Gemeinde wäre sehr interessant!
    40 2 Melden
    • Herby 11.04.2016 13:02
      Highlight Der Gemeinderat, vergessen! Seit Sommer 85 läuft eine Beschwerde wegen "bauen ohne Bewilligung von einem Ratsmitglied. Es geht nichts. Der Kanton hat das wohl auf die lange Bank geschoben.
      26 1 Melden
  • opwulf 11.04.2016 12:21
    Highlight Es ist doch einfach eine verdammte Schande dass wir - eines der reichsten Länder der Welt - es nicht einmal fertig bringen, saubere und funktionierende Asylunterkünfte bereit zu stellen! Es wurde weiter unten geschrieben dass es "Schweizer" Sozialhilfebezügern oft auch nicht viel besser ergehe - ja richtig das macht es aber nicht mehr ok! Egal wie man es dreht oder wendet - wenn man sich selber als zivilisierte und demokratische Gesellschaft erreachtet springt man einfach nicht so gleichgültig mit den schwächsten Kreisen der Gesellschaft um - dies gilt für Sozhilfebezüger als auch Flüchtlinge!
    86 39 Melden
    • Fabio74 11.04.2016 13:45
      Highlight @grey: so wie das aussieht kaum
      43 11 Melden
    • opwulf 11.04.2016 13:47
      Highlight Wir gehen davon aus? Ich dachte gemäss Text dass dies kein langjähriges Asylheim ist - der ganze Schimmelbefall sieht mir aber über die Jahre gewachsen aus - Jahre wo die Räume nicht richtig gelüftet wurden - und dazu kommt noch vermute ich doch stark, dass dieses Gebäude nicht dahingehend gebaut wurde für was es momentan verwendet wird. Auch wenn vorherige Flüchtlinge eine Teilschuld am Zustand haben könnten Herr Grey - wie erklären sie sich dass wir neue Asylanten in solch ein Loch stecken wo sie durch die Sporen ernsthaft erkranken können? Dies ist doch Mensch und Tier unwürdig!
      40 6 Melden
    • ... and Justice for All 11.04.2016 16:30
      Highlight Ist schon ein paar Jahre da... Bin da Abends viel vorbeigefahren nach der Schule. Kam schon mal vor dass da 5-6 Polizeiwagen standen.
      15 5 Melden
  • JJ17 11.04.2016 12:12
    Highlight Sieht trotzdem wahrscheinlich noch besser aus als bei denen in der Heimat.
    43 138 Melden
    • EliaMenghini 11.04.2016 13:03
      Highlight Was für ein unwürdiger Kommentar.
      73 26 Melden
    • Sapere Aude 11.04.2016 13:04
      Highlight So what, das gibt uns das Recht die Leute wie der letzte Dreck zu behandeln?
      56 20 Melden
    • JJ17 11.04.2016 18:02
      Highlight Nur wenn man sich vor der Wahrheit versteckt...
      6 12 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • sirlukaz 11.04.2016 10:21
    Highlight Da fehlen mir einfach die Worte...
    49 32 Melden
  • Launedernatur 11.04.2016 10:14
    Highlight "Einige spielen draussen mit einem Fussball, einer guckt in einen alten Röhren-TV, andere schlafen. Einige Bewohner wirken gesundheitlich angeschlagen, andere sind sichtlich betrunken oder übernächtigt. Es gibt nichts zu tun."
    Ja eben, selber mal einen Lappen in die Hand nehmen oder eine Lampe reparieren wäre ja zuviel verlangt.
    158 72 Melden
    • TJ Müller 11.04.2016 10:18
      Highlight 7.50/Tag... Leb du mal mit diesem Geld und repariere noch die Wohnung nebenbei.
      58 93 Melden
    • Launedernatur 11.04.2016 10:29
      Highlight Zum Saufen reichts offenbar auch. Lies mal genau.
      124 40 Melden
    • Chihirovocale 11.04.2016 10:31
      Highlight Das Material zur Reparatur der Lampe und Putzmittel, Lappen und Schwämme könnten ja einfach zur Verfügung gestellt werden (Spenden?). Dann könnten sie selbst (evt. mit Unterstützung) doch einfach loslegen... Klar Schimmel bringt man oft nicht in ersten Anlauf weg und wenn er tief sitzt, wie hier vermutlich gar nicht... Aber es wär zumindest ein Versuch wert, um die Wohnsituation etwas angenehmer zu machen.
      76 9 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • Maon 11.04.2016 10:05
    Highlight Ha diese Ausländer hocken uns immer auf der Tasche und lassen sichs gut gehen in ihren Luxusunterkünften!!!
    *ironie aus*
    80 46 Melden
  • samara 11.04.2016 09:59
    Highlight Als ob die Behörden diese Unterkunft vor Bezug nicht inspiziert hätten. Aber Hauptsache das Salär der Zuständigen stimmt.
    53 14 Melden
  • amore 11.04.2016 09:58
    Highlight Wie hoch ist die Miete? Bitte recherchieren. So oder so ist dies ein Skandal.
    52 10 Melden
  • Granini 11.04.2016 09:44
    Highlight Das mindeste was jetzt zu tun ist, wäre entsprechende nassraumcontainer auf den parkplatz zu stellen! Geht ja mal gar nicht - ich habe nicht die einstellung dass es asylanten besser haben sollen als die schweizer soldaten in ihren löchern - ABER DAS HIER geht unter keine Kuhhaut!
    104 11 Melden
  • Olmabrotwurst 11.04.2016 09:42
    Highlight bravo schweiz.... ihr habts geschafft jetzt stehen wir da wir die grössten voll idioten auf der welt.. wir schreien wir wollen weniger und dann setzten wir sie noch in so unwürdigen orten ab..
    47 60 Melden
  • Calvin Watsn 11.04.2016 09:27
    Highlight Das man Ihnen nicht das Ritz zuteilt, liegt ja auf der Hand. Dies hier ist einfach nur unwürdig. Schäme mich grad, ein Schweizer zu sein.
    69 56 Melden
    • Sir Jonathan Ive 11.04.2016 09:41
      Highlight Musst du nicht.
      Du kannst ja da nichts dafür.
      Schade finde ich mehr, dass die Behörden einfach wegschauen, denn an denen wäre es nun zu handeln.
      67 19 Melden
    • Knut Atteslander 11.04.2016 10:02
      Highlight "Du kannst ja da nichts dafür."
      Wir haben diese Vollhonks gewählt die dafür verantwortlich sind!
      58 15 Melden
    • Sir Jonathan Ive 11.04.2016 10:11
      Highlight @Knut
      Wir wählen in der Schweiz Politiker.
      Diese sind nur indirekt für dieses Schlamassel zuständig. Die Beamten werden in einem normalen Bewerbungsverfahren ausgewählt. Da kann man als Bürger nicht gross mitreden, wer da arbeitet und für solche Stellen zuständig ist.
      Ich sage nicht, dass man sich nicht für die lumpige Arbeit der Behörden nicht schämen soll. Das hat aber nichts damit zu tun ein Schweizer zu sein...
      33 6 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • Theor 11.04.2016 09:26
    Highlight Wieso sind "ein paar" im Gefängnis?
    34 18 Melden
    • Kimbim 11.04.2016 09:47
      Highlight Vielleich weil es dort weniger Schimmel und mehr Privatsphäre gibt...
      91 20 Melden
    • Theor 11.04.2016 10:57
      Highlight Nein, jetzt ernsthaft: Wieso sind von 14 Asylbewohner mehrere im Gefängnis?

      Diese Zustände existieren, weil der Kanton Aargau mit den vielen Asylbewerbern überfordert ist - und dann landen die auch noch wegen Straftaten im Gefängnis? Gäbe es solche Asylbewerber nicht, könnte man sich besser um diejenigen kümmern, die unser Asylwesen wirklich benötigen würden.
      29 19 Melden
    • Yolo 11.04.2016 11:04
      Highlight Man kann davon ausgehen, dass die Asylanten dort beschissener leben als in ihrer Heimat aus der sie flüchteten.
      8 23 Melden
  • riqqo 11.04.2016 09:16
    Highlight ganz ehrlich. diese umstände sind eines menschen nicht würdig. aber ich kann mir gut vorstellen, dass die gemeinden und kantone einfach ein bisschen überfordert sind und die verantwortung einander abschieben. ich denke, dass jetzt noch mehr solche zustände ans licht kommen werden…

    da der abgewiesene asylant aber reintheoretisch nur für eine kurze dauer auf eine wohnung angewiesen ist, kann ich mir vorstellen, dass die gemeinden nicht gross investieren wollen.

    andererseits finde ich, dass man beispielsweise eine küchenlampe selber auswechseln kann – auch mit 7.50 am tag.
    48 19 Melden
    • karl_e 11.04.2016 11:45
      Highlight Die Lampen sind heutzutage nicht mehr so billig, eine für 7.50 findet man wohl kaum.
      9 7 Melden
    • riqqo 11.04.2016 12:41
      Highlight nein. aber wenn 38 männer je einen franken von ihrem tagesbudget zusammen legen, reichts bestimmt für eine lampe. wenn ich etwas kaufe, muss ich auch auf etwas anderes verzichten...
      10 3 Melden
    • EliaMenghini 11.04.2016 13:11
      Highlight Es ist doch nicht die Sache der Asylsuchenden, ihre von der Gemeinde zur Verfügung gestellte Unterkunft zu renovieren!
      Ganz davon abgesehen sollte man sich fragen, wer eine solche Liegenschaft überhaupt vermietet, sprich noch Profit aus diesem Schimmelloch herausschlägt! Die Gemeinde müsste hier den Eigentümer zwingen, Reparaturarbeiten vorzunehmen und in der Zwischenzeit die Miete auf ein Sperrkonto überweisen.
      15 5 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • Tom Garret 11.04.2016 09:11
    Highlight Und wahrscheinlich verdient der "Vermieter" auch noch 5000.- im Monat Miete für dieses Haus...
    Ich denke es wäre eine coole Lösung wenn es in solchen Fällen eine Möglichkeit gäbe dass die Bewohner, natürlich unter Aufsicht, selber das Haus auf Fordermann bingen könnten. Sie haben ja doch nichts zu tun und dürfen nicht arbeiten...
    Sie sollen ja nicht gleich in 5 Sterne Hotels wohnen, aber das ist auch wieder das andere Extrem... Zeigt aber wohl auch dass man nicht einfach Wohnraum für Tausende Flüchtlinge bereitstehen hat...
    76 4 Melden
  • John Smith 11.04.2016 09:08
    Highlight "Es gibt nichts zu tun. Die Männer dürfen nicht arbeiten."
    Ja dann haben sie mehr als Zeit genug um mal ihre Küche zu putzen.
    132 52 Melden
    • Charlie B. 11.04.2016 10:06
      Highlight Im Artikel steht doch, dass die Pfannen "kaputt" und die Wände voller "Schimmel" sind. Wie willst du das denn wegputzen?
      33 30 Melden
    • Schreiberling 11.04.2016 10:13
      Highlight Charlie B. hat recht. Gerade bei Schimmelbefall kann man nicht einfach ein bisschen putzen und dann ist's wieder gut. Schimmel kann stark gesundheitsschädlich sein und sollte zumindest von Experten begutachtet werden, um dann die richtigen Massnahmen zu treffen.
      44 4 Melden
    • Digital Swiss 11.04.2016 10:29
      Highlight Ist denn blick.ch offline? 😵
      40 15 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • dirty_haerri 11.04.2016 08:58
    Highlight sorry aber auch Asylanten dürfen selber putzen.
    104 128 Melden
    • Doolin 11.04.2016 09:09
      Highlight Schimmel?! 🤔 da kannst du lange putzen
      89 24 Melden
    • ramonke 11.04.2016 09:09
      Highlight wenn sies selbst verursacht haben ja aber in ein solches haus geworfen zu werden kst einfach menschen unwürdig
      57 9 Melden
    • joda 11.04.2016 09:10
      Highlight clevere antwort. kauf dir mal putzzeugs wenn du kein geld hast. zudem bringst du schimmel mit etwas putzen nicht weg. die ursache des schimmels muss bekämpft werden.
      71 14 Melden
    Weitere Antworten anzeigen

Genital-Check bei jungen Flüchtlingen: Jetzt intervenieren Fachleute und Politik

Den Handknochen, die Zähne und die Genitalien müssen junge Flüchtlinge untersuchen lassen, falls Zweifel an ihrem angegebenen Alter besteht. Diese Methode soll nun in der ganzen Schweiz praktiziert werden. Fachleute kritisieren das aufs Schärfste.

Minderjährige Flüchtlinge, die ohne Begleitung in die Schweiz gelangen, stehen unter besonderem Schutz. Ihre Asylgesuche werden prioritär behandelt, sie werden in kindergerechten Einrichtungen untergebracht und ihnen wird eine Vertrauensperson zur Seite gestellt. 733 unbegleitete, minderjährige Flüchtlinge kamen im vergangenen Jahr in die Schweiz. Im laufenden Jahr waren es bis Ende Juli 244.

Weil es immer wieder Fälle von jugendlichen Asylsuchenden gibt, die sich fälschlicherweise als …

Artikel lesen