Schweiz
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People protest for a free Tibet and against the arrival of China's President Xi Jinping  in Bern,  Switzerland, on Sunday, Jan. 15, 2017. (Anthony Anex/Keystone via AP)

Unzimperliches Vorgehen der Polizei gegen Tibet-Unterstützer in Bern. Bild: AP/Keystone

Kritik an China unerwünscht – Polizei jagt Tibet-Unterstützer in Bern

Rund 400 Exil-Tibeter und ihre Unterstützer haben am Sonntag anlässlich des Besuchs des chinesischen Präsidenten Xi Jinping in Bern lautstark demonstriert. Bei einer unbewilligten Demonstration am Nachmittag wurden 14 junge Aktivisten angehalten. Das Vorgehen der Sicherheitskräfte sorgte für Kritik.



Rund 400 Exil-Tibeter und ihre Unterstützer haben am Sonntag anlässlich des Besuchs des chinesischen Präsidenten Xi Jinping in Bern lautstark demonstriert. Bei einer unbewilligten Demonstration am Nachmittag wurden 14 junge Aktivisten angehalten.

Philipp Mäder hielt auf Twitter das Vorgehen der Sicherheitskräfte fest. Der Journalist der «Schweizer Illustrierten» schreibt von einer Jagd auf junge Tibet-Demonstrantinnen. 

Nur Pro-China-Demonstranten erwünscht

Die Teilnehmer der bewilligten Kundgebung vom Morgen forderten mehr Menschenrechte in Tibet und den Start eines Dialogs zwischen der chinesischen Regierung und dem Dalai Lama. «Xi Jinping: Stopp Folter in Tibet» und «Bringen wir Schweizer Demokratie nach Tibet und China» stand unter anderem auf den Transparenten der Demonstranten auf dem Unteren Waisenhausplatz.

Mit ihrer Kundgebung wollte die Gemeinschaft der Exil-Tibeter auf das Schicksal ihrer Landsleute aufmerksam machen, von denen sich eine grosse Zahl in chinesischer Haft befinden. Die Gemeinschaft spricht von 2000 politischen Gefangenen in Tibet seit 1992. Zudem seien seit 2009 145 Fälle bekannt, in denen sich Tibeterinnen und Tibeter aus Verzweiflung und Protest selbst verbrannten.

Mann übergiesst sich mit Flüssigkeit

Gemäss der Kantonspolizei Bern übergoss sich am Rande der Veranstaltung ein Tibeter mit einer brennbaren Flüssigkeit. Der Mann sei von der Polizei festgehalten worden und nach bisherigen Kenntnissen unverletzt, sagte Christoph Gnägi, Kapo-Mediensprecher auf Anfrage. Der Mann sei zur Sicherheit ins Spital gebracht worden.

In einem Appell forderten die Tibeter und ihre Unterstützer Xi unter anderem auf, den Dialog mit dem Dalai Lama aufzunehmen und die Folter tibetischer Gefangener sofort einzustellen.

Unterstützer des Appells sind alle vier tibetischen Organisationen der Schweiz. «Das Eidgenössische Departement für auswärtige Angelegenheiten hat uns versichert, dass sie den Appell an die chinesischen Behörden weiterleiten werden», sagte Thomas Büchli, Präsident der Gesellschaft Schweizerisch-Tibetische Freundschaft GSTF, der Nachrichtenagentur sda. Büchli erhofft sich, dass die Schweiz in einem allfälligen künftigen Dialog eine Art Mediatorenrolle einnehmen könnte.

Statement Kantonspolizei Bern

Laut der Kantonspolizei Bern kam es in den Nachmittagsstunden mehreren Interventionen. Die Berner Einsatzkräfte wollten aufgrund der unbewilligten Platzkundgebung eine Personenkontrolle durchführen. Dies nachdem zuvor mehrmals kommuniziert wurde, dass aus Sicherheitsgründen keine Kundgebungen mehr erlaubt sind. Einige Demonstranten haben sich, laut der KaPo Bern, einer Ausweiskontrolle verweigert. Es handelte sich um 26 Personen, die sich wehrten und teilweise einzeln abgeführt wurden. Alle Personen konnten die polizeilichen Räumlichkeiten aber nach der Abgabe der Personalien wieder verlassen. 

Aktivisten angehalten

Ein anderes Schaubild zeigte sich am Nachmittag: Nach der offiziellen Demonstration protestierten einige junge Aktivisten unbewilligt auf dem Bärenplatz. Sie forderten die Unabhängigkeit Tibets und die Schweiz auf einem Transparent auf, nicht «mit Mördern zu verhandeln».

Die Demonstranten gehörten dem Verein Tibeter Jugend in Europa VTJE an. Sie wurden nach gut einer Dreiviertelstunde verhaftet und abgeführt. Gemäss dem Verein wurden 14 Aktivisten angehalten.

Der VTJE schlug wesentlich radikalere Töne an als seine Landesgenossen am Morgen. Die Mitglieder warfen den Behörden vor, Tibeter in der Schweiz zu zensieren und undemokratisch zu handeln.

«Unsere politischen Ideen als schweizerische Nation werden an China verkauft für einen kurzfristigen wirtschaftlichen Handel, der es offensichtlich nicht wert ist», sagte Migmar Dhakyel, Mediensprecherin der Aktionsgruppe der Nachrichtenagentur sda.

Video: kaltura.com

Rytz: Sicherheitsvorkehrungen übertrieben

Der chinesische Präsident dürfte die Protestrufe kaum gehört haben. Dafür sorgten die erhöhten Sicherheitsvorkehrungen der Stadt Bern, für die es im Vorfeld grossflächig Kritik hagelte. Menschenrechtsorganisationen wie Amnesty International bemängelten, dass die Demonstration nur weit abseits des Bundeshauses und nur vor dem Eintreffen des Präsidenten erlaubt wurde.

«Die verlängerten Ohren Xi Jinpings hören uns bestimmt bis zum Waisenhausplatz.»

Auch Grünen-Nationalrätin Regula Rytz bezeichnete die Sicherheitsvorkehrungen als übertrieben. Sie würde die Gepflogenheiten der Schweizer Demokratie unterschlagen, sagte sie gegenüber der sda.

Das wichtigste sei jedoch, dass die Argumente der Demonstranten gehört werden. Rytz ist Mitglied der parlamentarischen Gruppe Schweiz Tibet und war eine der Sprecherinnen an der Demonstration. Auch GSTF-Präsident Büchli ist überzeugt: «Die verlängerten Ohren Xi Jinpings hören uns bestimmt bis zum Waisenhausplatz.»

Erneutes Debakel verhindern

Grund für die immense Polizeipräsenz: Die Behörden wollen ein Debakel wie jenes beim letzten chinesischen Staatsbesuch 1999 um jeden Preis verhindern wollten.

Damals haben Tibeter und ihre Demonstranten direkt vor dem Bundeshaus lautstark demonstriert. Der damalige chinesische Präsident Jiang Zemin geriet daraufhin so sehr in Rage, dass er den Empfang vor dem Bundeshaus platzen liess und den anwesenden Bundesräten eine Standpauke hielt.

Der einst selbstständige Staat Tibet wird von China als so genannte Autonome Region Tibet verwaltet. Seit der Besetzung 1950 wehrt sich das Volk gegen die chinesische Fremdherrschaft. (wst/sda)

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    Alle Leser-Kommentare
  • Армин (Armin) 16.01.2017 13:18
    Highlight Highlight Richtig dreckig. Pro China hui. Pro Tibet Pfui. Die Meinungs und Versammlungsfreiheit geht immer mehr den Bach runter.
  • Sunking_Randy_XIV. 16.01.2017 10:37
    Highlight Highlight Wie schäbig ist das denn, offensichtlich völlig harmlose, junge Frauen abzuführen? Ach, stimmt, ist bei der Kapo Bern wohl irgend eine interne Direktive..

    http://www.tagesanzeiger.ch/schweiz/standard/Gericht-rueffelt-Berner-Polizei/story/11789726

  • ElendesPack 16.01.2017 10:24
    Highlight Highlight 1999 war mitnichten ein Debakel. Vielmehr war es ungefähr das letzte Mal, dass die Schweiz auf internationalem Parkett Selbstbewusstsein zeigte. Wenn ich mich richtig erinnere, wurde Zemin damals nämlich ziemlich kaltschnäuzig erklärt, dass es in der Schweiz eben üblich sei, dass alle Seiten ihre Meinung äussern dürften.
  • MrJS 16.01.2017 09:32
    Highlight Highlight Unbewilligt ist unbewilligt... Wären das rechtsradikale gewesen, würde hier der Aufschrei ganz anders sein...
  • ujay 16.01.2017 08:34
    Highlight Highlight Fakten Leute: Unbewilligte Demo. Ausweiskontrolle verweigert. Was hier einige posten(auf chinesischem Handy ev.?)ist grenzenlose Selbstgerechtigkeit .
  • Fairness_3 16.01.2017 08:09
    Highlight Highlight Lächerlich. Da lässt man die Linksextremen in der Berner Innenstadt (Demo nicht bewilligt) Rauchbomben zünden und die Polizei lässt sie gewähren und bei einer friedlichen Demonstration von mehrheitlich jungen Tibetern wird eingeschritten.
    • Армин (Armin) 16.01.2017 15:47
      Highlight Highlight Vorallem haben die Tibeter einen richtigen Grund zu demonstrieren. Was ich bei den Linken manchmal bezweifle.
  • Schweizer Richter 16.01.2017 07:40
    Highlight Highlight Die sollen ihre Probleme in ihrem Land austragen. Das Gastland für politische Zwecke zu missbrauchen, ist verwerflich. Die sollen sich an unsere Rechtsordnung halten oder heimreisen! Die Kundgebung war unbewilligt, ergo muss man sich daran halten, was auch für die Linken gilt. Veranstalter ermitteln und anzeigen. Im Sinne der Rechtsgleichheit sollen nicht nur Rechte, auch Linke strafverfolgt werden.
    • Olmabrotwurst 16.01.2017 08:07
      Highlight Highlight Haha die probleme im eigenen Land lösen. Der war gut hahaha... nein im ernst befasse dich mal mit den Tibeter und frage dich dann ob deine Aussage korrekt war.
    • Aged 16.01.2017 09:05
      Highlight Highlight Was meinst du genau, wer darf und wer nicht. Kannst du Namen nennen?
    • Kastigator 16.01.2017 14:02
      Highlight Highlight Ja, deshalb wollen unsere Rechtsen keine "fremden Richter" - sie wollen die schreiende Inkompetenz des "Schweizer Richters". Bub, zum Glück hast du nirgends was zu melden.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Matrixx 16.01.2017 06:39
    Highlight Highlight Habe einen Tibeter als sehr guten Freund gewonnen. Er ist im Tibet aufgewachsen. Ich habe also Geschichten aus erster Hand gehört, was dort abgeht.
    Dass er flüchten konnten, fand ich sehr gut. Aber dass nun Tibeter nicht nur im eigenen Land gejagt werden, sondern in jedem pro-chinesischen Land auf die wahrscheinlich selbe brutale Art, stimmt mich sehr traurig.
    • algusto 16.01.2017 11:43
      Highlight Highlight Ich wundere mich über die Aussage des erwähnten Tibeter. Den Menschen im Tibet geht es so gut wie nie zuvor! Die religiöse Integrität wird gewahrt, die soziale Infrastruktur ist auf hohem Niveau. Zuzeiten früherer Lama's wurden ärmere Schichten als Sklaven gehalten, die reiche Klasse profitierte. China aber erkannte spät, dass der Tibet als Bollwerk gegen ausländische Interventionen (siehe Geschichte) eine wichtige Funktion darstellt. Die in die Schweiz geflüchteten Tibeter (grösste Gruppe in Europa!) hatte immer genug Geld für politische Aktivitäten, auch dank dem Dalai Lama.
    • Matrixx 16.01.2017 17:29
      Highlight Highlight Mit Verlaub, es ist wie gesagt Info aus erster Hand. Und deswegen gliabe ich seine Erlebnisse eher, als das, was mit andere darüber sagen. Mag sein, dass es ihnen besser geht. Aber trotzdem werden sie gejagt. Trotzdem sind all diese Exil-Tibeter Verräter in den Augen der Chinesen.
  • Tom Garret 16.01.2017 00:32
    Highlight Highlight Es ist ein schwieriges Thema mit einem Partner der einen ganz anderen Charakter hat als wir und auch sonst kaum vergleichbar ist. Was bringt es wenn man ihnen vor den Kopf stösst (schon wieder) und die Chinesen den Kontakt abbrechen? Hat man dann irgendwas erreicht?
    • HelloWorld 16.01.2017 01:09
      Highlight Highlight Gut gesagt, leider werden es die wenigsten verstehen, dass wir mehr denn je auf china als handelspartner angewiesen sind. Ansonsten ist die Schweiz dereinst das europäische Tibet mit EU China rundherum.
    • trio 16.01.2017 10:13
      Highlight Highlight @HelloWorld komische Logik. Würde es nicht mehr Sinn machen, umso mehr für die Freiheit Tibets einzustehen? Als sich ausgerechnet mit denjenigen zu verbünden, die ein kleines Land einfach besetzen und einverleiben. Glaubst du, die Chinesen würden sich für die Schweiz stark machen?
  • Herr Hasler 15.01.2017 23:50
    Highlight Highlight Zum Polizeieisatz: auch die Polizisten haben nicht verstanden weshalb die Chinesen beim Bundesplatz demonstrieren durften und die Tibeter und alle anderen verscheucht und mit dem Wasserwerfer bedroht wurden.
    Am späteren Nachmittag hat die Polizei jedoch willkürlich Tibeter aus der Menge gepflückt und mit nach hinten genommen.
  • Herr Hasler 15.01.2017 23:32
    Highlight Highlight Hätten wir eine Starke, selbstbewusste Regierung, wären sie hingestanden und hätten den Chinesen erklärt, dass in unserem Land unterschiedliche Meinungen zugelassen sind.
    • Froggr 16.01.2017 06:57
      Highlight Highlight Tja. Das haben wir nicht. Siehe MEI.
  • blaubar 15.01.2017 23:01
    Highlight Highlight Riesige Betonpoller sperren ganze Strassenabschnitte, Eisengitter, Maschinengewehre, wo man hinschaut, Hunderte Polizisten, die mich genau beäugen. Auto musste ich vor der Stadt stehen lassen. Der Gesamtbundesrat musste antraben. Man wolle die Freundschaft mit China ausbauen.

    Schluck. Was bedeutet das genau? Wir können doch nicht der EU UND China gehören...
    • Raembe 16.01.2017 06:46
      Highlight Highlight Wir gehören soweit ich weiss Niemanden soweit ich weiss....
    • blaubar 16.01.2017 17:08
      Highlight Highlight was weisst du schon.. ich sehe schwarz diesbezüglich.
    • Raembe 17.01.2017 06:32
      Highlight Highlight Ich weiss eine Menge😉
  • 足利 義明 Oyumi Kubo 15.01.2017 22:59
    Highlight Highlight was meinen die Schweizer immer andere belehren zu müssen? Jedes Land muss mit sich selber ins reine kommen. Gute Zusammenarbeit ist fruchtbarer als lehrerhafte Besserwisserei, die ohnehin nichts bringt.
  • Andreas Kyriacou 15.01.2017 22:36
    Highlight Highlight Es ist beschämend, dass die Schweiz den Bundesplatz für einen Fototermin der Pro-China-Claqueure zu Verfügung stellt, aber Free-Tibet-Rufer abführt. Die Polizei hat für die Sicherheit von Xi Jinping zu sorgen. Das Bereitstellen einer Wohlfühlkulisse gehört hingegen nicht zu ihren Aufgaben.

    (s. auch die Stellungnahme der Freidenker: http://www.frei-denken.ch/de/2017/01/demonstrationsrecht-auf-dem-bundesplatz-nur-fur-china-claqeure-so-geht-es-nicht/ )
    • Raembe 16.01.2017 06:47
      Highlight Highlight Die Polizei kriegt den Auftrag, sie ist von allen beteiligten Behörden am wenigsten Schuld..
  • ThePower 15.01.2017 22:10
    Highlight Highlight Einfach nur beschämend und traurig😥
  • LeZizou 15.01.2017 22:05
    Highlight Highlight Normalerweise nehme ich die Polizei in solchen Angelegenheiten gerne in Schutz und weiss Ihre Arbeit sehr zu schätzen. Dennoch, ein paar wenige vorallem junge Frauen(!), die, wies scheint, friedlich demonstrieren so hart anzugehen, während rechtsextreme Veranstaltungen geduldet werden, ist schon äusserst fragwürdig. Ich wünschte mir, dass die Polizei ihre Prioritäten richtig setzen würde und nicht die verfassungsmässige Rechte von harmlosen Demonstranten einschränkt! Gopf.
    • fandustic 15.01.2017 22:28
      Highlight Highlight Verfassungsmässig Rechtens wäre es nur, wenn die Demo bewilligt gewesen wäre...war sie aber nicht. Mehr braucht man nicht zu sagen. Ausserdem ist es rein politisch ob eine Demo aufgelöst wird oder nicht....oder denken Sie etwa dass es die Polizei kümmert wer wegen was demonstriert? Wird eine Demo aufgelöst, dann weil der politische Wille dazu da war und die Polizei den Auftrag dazu erhielt.
    • LeZizou 15.01.2017 22:39
      Highlight Highlight Natürlich, da haben Sie vollkommen Recht. Habe mich vielleicht ein wenig kurz und falsch geäussert. Wie auch immer die Entscheidung zu diesem Vorgehen bestimmte, hätte m.E. ein wenig mehr Fingerspitzengefühl beweisen können. Sie denken an Einschränkungen nach Art. 36 BV nicht? Weiss aber nicht, ob hier ein genügend schwerer Grund gefunden werden kann.
    • trio 16.01.2017 10:20
      Highlight Highlight @fandustic das ist so eine Sache mit der Bewilligung. Leider sieht es so aus, alsob die Schweizer Regierung den Bückling gegenüber den Chinesen macht. Gibt es eine Begründung, warum keine Bewilligung erteilt wurde?
    Weitere Antworten anzeigen
  • roger_dodger 15.01.2017 22:02
    Highlight Highlight Wenns um Kohle geht ist bei unserer Regierung immer ganz schnell fertig mit Demokratie und freier Meinungsäusserung. Einfach nur zum Schämen.
    • KaiCer 16.01.2017 00:40
      Highlight Highlight Aber du hast schon auch bis 'unbewilligte Demo[...]' gelesen, oder?
    • sambeat 16.01.2017 00:50
      Highlight Highlight Ich lehne mich mal aus dem Fenster und sage Dir: Du hast nicht den kompletten Überblick!
    • trio 17.01.2017 00:38
      Highlight Highlight @KaiCer genau das beschreibt Roger ja. Unfassbar, das die Demo nicht bewilligt wurde!
    Weitere Antworten anzeigen
  • Don Alejandro 15.01.2017 21:59
    Highlight Highlight Auch in der Schweiz zählt Geld mehr als Menschenrechte.
  • Mia Mey 15.01.2017 21:46
    Highlight Highlight Mit dem Dalai Lama haben die Tibeter ein sehr starkes Sprachrohr im Westen. Den Tibetern wird sehr viel Sympathie entgegengebracht. Spricht man mit Chinesen über diese Situation, dann stösst man auf grosses Unverständnis.
    • RatioRegat 15.01.2017 22:38
      Highlight Highlight Die Chinesen können ihre Meinung auch nicht auf der Grundlage sämtlicher Fakten bilden, da die Medien unliebsame Tatsachen zensieren.
    • Mia Mey 16.01.2017 07:32
      Highlight Highlight Auch in der Schweiz lesen die wenigsten alle Fakten. In China wird nicht nur Tibet unterdrückt. Ausser über die Uiguren hört man wenig darüber. Es bringt nichts von China etwas zu verlangen dass sie anders sehen (sehenwollen). Hätte man bei uns in den Medien von Beginn an die Befreiung Tibets von einer diktatorischen Religion gefeiert,würden auch wir vielleicht anders denken. Das ist nicht meine pers. Meinung, aber zeigt vielleicht eines der Probleme mit China. Oder dass China nur das machte was die Europäer mit der halben Welt taten, sich holen was sie wollten.
  • redeye70 15.01.2017 21:30
    Highlight Highlight Beschämend! Deshalb gehen die Demokratien zugrunde. Wir haben unsere Seele und unsere Werte verkauft. Das alles dank einer ewigs profitgeilen Wirtschaft ohne geringstes Gewissen. Ich würde mal sagen, Sieg der Diktatoren und Autokraten auf ganzer Linie.
  • ostpol76 15.01.2017 21:30
    Highlight Highlight Aber am Tag zuvor durften die linken Chaoten unbehelligt demonstrieren. Dies soll verstehen wer will.
  • malu 64 15.01.2017 21:16
    Highlight Highlight Lachhaft unsere Behörden, Arschkriecher der grössten Gauner und Verbrecher. Der Nachrichtendienst hat 100% im Vorfeld die Fühler ausgestreckt um die friedliebenden Tibeter zu kontrollieren. Kann mir gut vorstellen, dass die Leutchen mit Fingerabdrücken und DNA erfasst werden.
    Könnten ja gefährliche Terroristen sein.
    Aber Xi Jingping ist ja noch ein paar Stunden hier.

  • Oban 15.01.2017 21:12
    Highlight Highlight Das Bild des achso friedlichen Tibets das wir haben stimmt so einfach nicht. Bevor die Chinesen einmarschierten hatte Tibet ein Kastensystem in dem die unteren Kasten Leibeigene und unterdrückt waren.
    Natürlich ist es ein Grundrecht zu Demonstrieren (wenn man es korrekt anmeldet), man sollte sich aber bewusst sein, das es hier so wie bei den Florida-Kubaner teilweise um Nackommen von Profiteuren eines Regimes handelt. Ebenso sollte uns bewusst sein, das wir viel zu wenige Infos haben um zu Urteilen welche "Wahrheiten" stimmen und was chinesische oder tibetische Propaganda ist.
    • Andreas Kyriacou 15.01.2017 22:31
      Highlight Highlight Von den Demonstranten will vermutlich kaum wer die absolute Monarchie der Zeit vor der chinesischen Invasion zurück. Aber darum ging's heute in Bern doch nicht. Es ist beschämend, dass die Schweiz den Bundesplatz für einen Fototermin der Pro-China-Claqueure zu Verfügung stellt, aber Free-Tibet-Rufer abführt. Die Polizei hat für die Sicherheit von Xi Jinping zu sorgen. Das Bereitstellen einer Wohlfühlkulisse gehört hingegen nicht zu ihren Aufgaben.
    • MaskedGaijin 16.01.2017 00:33
      Highlight Highlight Nach dieser Logik dürften die Europäer auch noch Asien, Afrika und Südamerika regieren. Dort herrschten vorher ja auch nicht demokratische Vorzeigestaaten.
  • plaga versus 15.01.2017 20:16
    Highlight Highlight Was für ein beschämender Schweizer Kniefall vor den Chinesen!!
  • Pitsch Matter 15.01.2017 20:10
    Highlight Highlight Ich habe ein wenig Mühe damit, wenn alle für Tibet sind, aber wenn es um billig Importe geht, ist uns China wieder gut genug. Dann boykottiert doch die chinesischen Produkte, wenn es so ein unwürdiges Land ist. Denkt ihr, diese Chinesen, die eure Nike produzieren, die eure iPhones zusammenstellen sind freier als Tibeter...???
  • Linus Luchs 15.01.2017 20:04
    Highlight Highlight Das ist doch echte Gastfreundschaft. Bei diesem Auftritt der Polizei fühlt sich Xi Jinping wie zuhause.
  • b4n4n4j03 15.01.2017 19:27
    Highlight Highlight Dieses video macht mir Angst! Sollten die Polizisten nicht die Guten sein?!
    • Michael Davis 15.01.2017 20:36
      Highlight Highlight Der Kommentar stösst bei mir auf Zustimmung. Es verwundert mich jedoch nich, dass wenn ein unterdrücktes Land wie China in der Schweiz politisiert, die Polizei extreme Präsenz zeigt, sonst heisst es dann "Wir hätten unser Volk nicht unter Kontrolle und die Deals schmelzen dahin...
  • Ron Collins 15.01.2017 19:20
    Highlight Highlight Und sie alle tragen "made in China".... welch Ironie. 😉
    • malu 64 15.01.2017 21:18
      Highlight Highlight Das glaube ich weniger!
  • Stachanowist 15.01.2017 19:10
    Highlight Highlight Weiss nicht so recht, wie ich zu dieser Sache stehen soll.

    Ich verstehe die Anliegen der Demonstranten - der Umgang Chinas mit Tibet ist in vielerlei Hinsicht problematisch. Dagegen zu protestieren, macht Sinn, und mit dem Staatsbesuch bietet sich die perfekte Plattform.

    Zum Anderen gilt es aber auch, die Schweizer Gesetze zu beachten, egal wie hehr ein Anliegen ist. Die Demo war nicht bewilligt & wird folgerichtig aufgelöst. Ausserdem stellt sich die Frage, ob die letztlich geforderte diplomatische Konfrontation Schweiz-China die Situation der Tibeter verbessern könnte. Ich bezweifle das.
    • Träumer 15.01.2017 19:46
      Highlight Highlight Was würde dann deiner Meinung nach die Situation der Tibeter mit einem menschverachtenden Regime verbessern?
    • Digital Swiss 15.01.2017 19:52
      Highlight Highlight Grundsätzlich solle die Zusammenarbeit mit Staaten die unsere Werte nicht vertreten vermieden werden. Ansonsten machen wir uns der Mithilfe schuldig.
    • Stachanowist 15.01.2017 20:42
      Highlight Highlight @ Träumer, Digital

      Ich bin der Ansicht, dass die Schweiz eine starke Position in der internationalen Diplomatie hat. Über diesen Kanal kann sie mit grosser Wahrscheinlichkeit mehr Einfluss auf China ausüben als durch einen Wirtschaftsboykott. Aber wie gesagt, ich bin nicht gegen diese Demos. Finde sie inhaltlich legitim.

      Allgemein gibt es kaum positive Erfahrungen mit der politischen und wirtschaftlichen Isolation als Mittel zur Demokratisierung - Südafrika mag da eine Ausnahme sein. Oft stabilisieren sie aber problematische Regime (Russland, Saddam-Irak etc.pp.)
  • Angelo C. 15.01.2017 18:36
    Highlight Highlight Was glauben eigentlich diese Leute, die hier einst so freundlich und gutwillig aufgenommen wurden (Kuhn aus Rikon lässt posthum grüssen) 😠?!

    Dieses Land, dass sie gerettet und stets gut behandelt hat, hat legitime wirtschaftliche Interessen, die es zwangsläufig über völlig unergiebige Protestaktionen stellen muss.

    Gerade jetzt nach dem Freihandelsabkommen und gewissen Ersatzlösungen im Zusammenhang mit den möglichen EU-Querelen, ist sowas in jeder Hinsicht absolut kontraproduktiv.

    Es reicht uns, dass unsere bilateralen Beziehungen beim letzten Staatsbesuch um Jahre zurückgeworfen wurden!
    • Shin Kami 15.01.2017 18:41
      Highlight Highlight Aber dennoch ist es ihr recht zu demonstrieren.
    • Datsyuk * 15.01.2017 19:02
      Highlight Highlight Ui.. Du zeigst, was dir am Herzen liegt..
    • phreko 15.01.2017 19:13
      Highlight Highlight Angelo C. der hardcore Opportunist!

    Weitere Antworten anzeigen
  • Calvin Whatison 15.01.2017 18:33
    Highlight Highlight Gut wenn der wieder weg ist. Scheissbilder😡😔
  • SomeoneElse 15.01.2017 18:33
    Highlight Highlight Tibeter so «Bringen wir Schweizer Demokratie nach Tibet und China»

    Berner Polizei so «Bringen wir Chinesische Repression in die Schweiz»
  • wes 15.01.2017 18:27
    Highlight Highlight Liebe Frau Rytz, zu den Gepflogenheiten der schweizer Demokratie gehört auch die Beachtung von Demonstrationsverboten.
    • b4n4n4j03 15.01.2017 18:53
      Highlight Highlight Die Meinungsfreiheit gehört meiner Meinung nach zur Demokratie... Eine Demonstration ist meines Erachtens ein Grundrecht! Und nur weil ein paar Lobyisten sich eine goldene Nase bei neuen Handelsverträgen verdienen können, darf diese freie Meinungsäuserung keinesfalls verletzt werden! Aber da wir Schweizer eine Rosinenpickeraussenpolitik betreiben scheint es, als dass das einige Leute vergessen haben...
    • FancyFish - Stoppt Zensur! 15.01.2017 18:55
      Highlight Highlight Also dürfen friedliche Demonstranten so angegangen werden?
    • phreko 15.01.2017 19:14
      Highlight Highlight Worauf basiert denn das Verbot? Auf wirtschaftlichen Interessen?
    Weitere Antworten anzeigen
  • Caturix 15.01.2017 18:22
    Highlight Highlight Tibet Demonstranten Jagen, Hosen vor den Chinesen runterlassen aber dann auch Nazi Kundgebungen erlauben Das ist die Schweiz. Pfui Teufel.
    • Madrigale 15.01.2017 19:18
      Highlight Highlight Bravo! Das ist die Welt, kohlengeil im Demokratiemaenteli...

In Genf gibt es jetzt Abfallcoaches – und die Resultate sind spektakulär

Kaum ein Land produziert mehr Müll pro Kopf als die Schweiz. In Carouge GE beraten jetzt Abfallcoaches Haushalte. Resultat: fast 70 Prozent weniger Müll. Das Projekt interessiert nun auch das Bundesamt für Umwelt.

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