Snowboard
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Unglaubliche Geschichte

Vor vier Wochen im Koma, jetzt an olympischem Edelmetall vorbeigeschrammt 

Was für eine unfassbare Geschichte: Der Franzose Paul-Henri De le Rue stürzt am 12. Januar im Boadercross-Weltcup schwer und liegt im Koma. Einen Monat später fehlen ihm wenige Hundertstel auf Bronze in Sotschi. 

18.02.14, 09:39 21.02.14, 12:57

Am 12. Januar 2014 schienen die Träume von Paul-Henri De le Rue zu platzen. Der Boardercrosser touchiert beim Weltcup in Vallnord-Arcalis (Andorra) kurz nach dem Start einen Konkurrenten und stürzt schwer.  

Der Sturz von Paul-Henri De le Rue im Weltcup am 12. Januar. Video: Youtube/teletoulouse

Der Franzose wird per Helikopter sofort ins Spital gebracht und muss dort ins künstliche Koma gesetzt werden. Einige Stunden bleibt das so. Der Traum von Olympia-Gold in Sotschi ist für den Bronze-Gewinner von Turin 2006 in weite Ferne gerückt. 2010 fuhr der heute 29-Jährige nur auf Rang 25. Die Chance für die womöglich letzten Olympischen Spiele scheint geplatzt. 

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13. Januar Paul-Henri De le Rue im Spital. Bild: Facebook

Sein Bruder Xavier – ebenfalls Snowboardprofi, aber nicht für Olympia qualifziert, schreibt am 13. Januar auf Facebook: «Er sieht gar nicht gut aus und sein Zustand ist noch nicht stabil.» Paul-Henri war zu diesem Zeitpunkt wieder bei Bewusstsein. Drei Tage später verlässt er den Spital. Genau ein Monat bleibt bis zum Rennen in Sotschi. 

De le Rue erholt sich schnell

15. Januar: Schon im Spital erholt sich der Boardercrosser schnell.

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15. Januar: Drei Tage nach dem Sturz verlässt De le Rue den Spital bereits wieder. Bild: Facebook

Nur ein Ziel: Olympia

Der Wettlauf mit der Zeit beginnt. «Polo», wie De le Rue genannt wird, sagt gegenüber der AFP: «Als ich wieder bei Bewusstsein war, wollte ich nur eines: Mich so schnell wie möglich erholen, um in Sotschi dabei zu sein.» Er sei seit über zehn Jahren Profi und habe schon viele Stürze und Verletzungen überstanden. Die Wunden im Gesicht verschwinden schnell. Am 22. Januar kommt aus: Paul-Henri De le Rue fährt tatsächlich ans Schwarze Meer. 

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19. Januar: Die Wunden sind praktisch schon weg. Bild: Facebook.

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27. Januar: Eine Maske als Gesichtsschutz gibts für den 29-Jährigen vor den Olympischen Spielen auch noch. Bild: Facebook

Ein Fehler beim Sprung und das Podest ist weg

Auf dem Snowboard stand der Juniorenweltmeister von 2014 bis zu seiner Ankunft in Russland nie mehr. Die Gefahr vor einem weiteren Sturz ist im Boardercross mit fünf weiteren Teilnehmern gross. Doch De le Rue will dabei sein: «Ich bin noch oft müde und mein Kopf schmerzt immer wieder. Aber ich will Olympiasieger werden.»

Tatsächlich stand er heute Morgen am Start. Im Achtelfinal qualifiziert er sich als Dritter (die ersten drei kommen weiter), im Viertel- und Halbfinal wird er zweimal Zweiter: das Finale ist erreicht! Dort liegt der Mann aus den Pyrenäen erst auf Medaillenkurs, wird dann aber noch auf den vierten Rang verdrängt und verpasst Edelmetall hauchdünn. Als Sieger dürfte er sich trotzdem fühlen. 

Nach diesem Sprung verspielt De le Rue (zu Beginn an dritter Stelle) die olympische Medaille. GIF: SRF

France's Pierre Vaultier, center, celebrates taking the gold medal ahead of silver medalist Nikolai Olyunin of Russia, right, and bronze medalist Alex Deibold of the United States, second left, in the men's snowboard cross final at the Rosa Khutor Extreme Park, at the 2014 Winter Olympics, Tuesday, Feb. 18, 2014, in Krasnaya Polyana, Russia. At left is fourth placed Paul­-Henri de le Rue of France. (AP Photo/Andy Wong)

Paul-Henri De le Rue erreicht das Ziel in Sotschi als Vierter und verpasst Edelmetall knapp. Bild: AP/AP



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Charly Otherman, 5.5.2017
Watson kann nicht nur lustig! Auch für Deutsche (wie mich) ein Muss, obwohl ich das schweizerische nicht immer verstehe.

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