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Gut gegen Böse

Prinzessin, böser Wolf oder garstige Stiefmutter – welcher Märchentyp sind Sie? 

Wenn Sie eine Märchenfigur wählen dürften, welche wäre das? Die hilfsbedürftige Prinzessin oder der küssende Prinz, der sie mit seinem royalen Atem wieder ins Leben zurückholt? Vielleicht reizt Sie aber auch die dunkle Seite. Hier finden Sie heraus, welcher Charakter Ihnen am meisten entspricht. 

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Viele kleine Mädchen träumen von einem Prinzessinnendasein und wenn dann die Fasnacht kommt, stürzen sie sich voller Freude in ein exklusiv kitschiges Prinzessinnenkleid und wedeln dabei ungebremst mit einem goldenen Sternchen-Zauberstab. Aber irgendwann werden wir alle älter. Und dann beginnen wir, die Märchen unserer Kindheit ein bisschen anders zu lesen, die Charaktere mit anderen Augen zu sehen und vielleicht sogar unsere Favoriten auszutauschen. 

Also auf zur Frage: Zu welchem Märchentyp sind Sie herangewachsen? 

1. Der Prinzessinnen-Typ

Die Prinzessinnen sind in den meisten Märchen nicht sonderlich aktiv. Sie sind einfach nur schön und entweder schlafen sie 100 Jahre lang, bis sie dann endlich jemand wachküsst, oder sie sind so sensibel, dass sie unter 20 Matratzen und 20 Eiderdaunendecken noch immer eine Erbse spüren und so überhaupt kein Auge zukriegen. Einige hocken jahrelang in einem Turm fest – passiv auf Erlösung hoffend – und schlagen die Zeit mit Haare wachsen lassen tot. Manche enden auch scheintot in einem gläsernen Sarg, nachdem sie mit einer Korsettschnur beinahe zu Tode gezurrt, mit einem Kamm fast zu Tode gekämmt und an einem rotbackigen Giftapfel nahezu erstickt wären.

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«Die Prinzessin auf der Erbse». Bild: Toll-und-Kühn

Kurzum: Als Prinzessin wird einem ständig nach dem Leben getrachtet, man wird von rasend eifersüchtigen Stiefmüttern terrorisiert und fällt dabei auch noch ständig auf ihre fiesen Tricks rein. Dazu kommen die zweifelhaften Tests, mit denen Sie Ihre Prinzessinnen-Identität beweisen müssen. Wollen Sie das wirklich? 

Umfrage

Sind Sie der Prinzessinnen-Typ?

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43 Votes zu: Sind Sie der Prinzessinnen-Typ?

  • 14%Ja, ich bin faul und schön und warte gern bis der Richtige vorbeischneit.
  • 5%Ich bin nicht nur der Typ, ich bin wirklich von adligem Geblüt.
  • 35%Nein, ich arbeite sehr aktiv an meinem Glück und lege es sicher nicht irgendeinem daher gerittenen Prinzen in die Hände.
  • 42%Nein, ich will doch nicht ständig von eifersüchtigen Königinnen, Hexen und Stiefmüttern drangsaliert werden.

2. Der Prinzen-Typ

«Der gestiefelte Kater» Bild: Tumblr/djevojka

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«Froschkönig». Bild: Tumblr/angelarizza

Sie wollen der Held der Geschichte sein? Prinzessinnen aus dem Schlaf knutschen, an ihren Haaren entlang ihren Turm besteigen oder sich sogar in Gestalt eines Frosches von einer angewiderten Königstochter an die Wand klatschen lassen? 

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«Schneewittchen». Bild: Tumblr/fairytalesmood

Sie müssen ausserdem damit rechnen, diversen – womöglich stinkigen – Frauenfüssen in ein güldenes Schühchen zu helfen, weil Sie nicht wissen, wie Ihre Traumfrau eigentlich aussieht. Erschwerend kommt hinzu, dass Sie immer reiten müssen. Zum Schloss, in dem sich die gefangene und hilfsbedürftige Prinzessin befindet und nach vollendeter Rettung auch wieder zurück. Und das meist mit der neu erworbenen Herzdame hinten drauf. Aufgrund ihrer adligen Abstammung ist sie dazu genötigt, im Damensitz hinter oder vor Ihnen Platz zu beziehen. Die Distanzen der alten Welt sind nicht zu unterschätzen. Und so fängt sie irgendwann zu stänkern an. Der wahre Charakter zeigt sich meist erst in unbequemen Situationen. Aber Sie mussten ja unbedingt eine Prinzessin haben. 

Umfrage

Sind Sie der Prinzen-Typ?

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34 Votes zu: Sind Sie der Prinzen-Typ?

  • 3%Ja, ich hab ein Pferd.
  • 12%Ja, ich will Frauen retten!
  • 12%Ja, ich bin bekennender Fussfetischist.
  • 59%Niemals, Prinzen müssen immer so unmännliche Strumpfhosen tragen.
  • 9%Jaaa, Prinzen dürfen immer so schöne Strumpfhosen tragen.

3. Der Tauben-Typ

Die zwei Stiefschwestern von Aschenputtel wollen unbedingt den Prinzen für sich gewinnen, der gerade von Tür zu Tür zieht, bewaffnet mit dem goldenen Schuh seiner Angebeteten. Diverse Damenfüsse würgen sich in dieses zierliche Exemplar, doch keiner will so richtig passen. Die böse Stiefmutter geht sogar so weit, ihren zwei Töchtern zu raten, den Fuss derart zu bearbeiten, dass er eben in diesen elenden Latschen passt. Die eine schneidet sich also den grossen Zeh ab, die andere den Fersen. Doch als die beiden nacheinander beim schönen Prinz aufs Pferd steigen, um in ein neues (fersen- und zehenfreies) Leben zu reiten, rauschen sie beim Haselbäumchen vorbei, auf dem zwei Tauben lauthals gurren: «Rucke di guck, rucke di guck, Blut ist im Schuh! Der Schuh ist zu klein, die rechte Braut sitzt noch daheim.»

«Rucke di guck, rucke di guck, Blut ist im Schuh! Der Schuh ist zu klein, die rechte Braut sitzt noch daheim.»

Umfrage

Sind Sie der Tauben-Typ?

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35 Votes zu: Sind Sie der Tauben-Typ?

  • 23%Nein, das sind doch elende Petzen («Rätschbäsä», «Täderlichatze»).
  • 34%Ja, sie sind die Wahrheitsverfechterinnen, ohne sie gäbe es gar kein Happy End.
  • 37%Ganz sicher nicht! Ich hasse Tauben und es ist mir wurscht, was sie machen oder nicht machen.

4. Der Böse-Böse-Stiefmutter-Typ

«Schneewittchen» Bild: Tumblr/fairytalemood

Kommen wir nun zu den bösen Figuren. Womöglich gehören Sie ja auch zum Typus garstige Stiefmutter? 
Wenn Sie Eitelkeit, Gewaltbereitschaft, Hinterhältigkeit, Neid und unbändige Eifersucht zu Ihren Charaktereigenschaften zählen, dann werden Sie sich in diesem Club äusserst wohl fühlen. Tagein tagaus dürfen Sie Ihre Stieftöchter schikanieren, sie die Drecksarbeit erledigen lassen, sie in der Asche neben dem Herd schlafen lassen, sie zwingen, der im Brunnen verloren gegangenen Kordel hinterher zu springen, oder sie gar für immer wegsperren oder einfach vergiften. Erfreulich ist auch die Tatsache, dass Sie die handlungsweisende Figur sind. Ihre Bösartigkeit treibt die anderen Charaktere erst an. Der Prinz wäre geradezu arbeitslos ohne Sie. 

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«Schneewittchen» Bild: Tumblr/fairytalemood

Allerdings müssen Sie damit rechnen, dass Sie am Ende sterben. Das ist wichtig für die Moral. Wenn Sie es also positiv sehen wollen: Sie sterben im Dienste der Moral damit Kinder lernen, zwischen Gut und Böse zu unterscheiden. Das nennt man wahres Märtyrertum. 

Umfrage

Sind Sie der Böse-Böse-Stiefmutter-Typ?

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34 Votes zu: Sind Sie der Böse-Böse-Stiefmutter-Typ?

  • 35%Hmm ... Sind die Angaben anonym?
  • 29%Ja, ich habe ein paar diabolische Züge. Die hat doch jeder!
  • 29%Ganz sicher nicht! So bösartige Menschen sollten noch heute so sterben wie im Märchen.

5. Der Böse-Wolf-Typ

«Rotkäppchen» Bild: Tumblr/victoriousvocabulary

Sie kleiden sich gerne in Nachthemden, legen sich unaufgefordert in fremde Betten und mögen schmackhafte kleine Geisslein ebenso wie hochbetagte Grossmütter? Dann seien Sie willkommen in der Gemeinschaft der bösen Wölfe. In diesem Fall könnte man sogar das «Böse» dahingehend relativieren, dass der Wolf nur seiner Natur gemäss handelt.

«Grossmutter, warum hast du denn so ein grosses Maul?» 

Na gut, er spricht zwar, aber er ist auch und vor allem ein stets hungriger Fleischesser. Und wenn er mit Schlauheit zu seinem Menu kommt, warum auch nicht? Einen Pluspunkt sollte er auch für seine ausserordentlich humane Verdauung bekommen. Rotkäppchen und sogar die sich bereits seit Stunden im Magendarmtrakt des Wolfes befindliche Grossmutter werden im Originalzustand aus dem Körper des Tiers befreit. Nur der Wolf wird mit Steinen gefüllt und muss sterben. 

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«Rotkäppchen» Bild: Tumblr/magictransistor

Umfrage

Sind Sie der Böse-Wolf-Typ?

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34 Votes zu: Sind Sie der Böse-Wolf-Typ?

  • 29%Ja, ich bin ein sehr unkomplizierter Esser.
  • 32%So weit kommts noch. Ich werde sicher niemals freiwillig das Schlafhäubchen irgendeiner Grossmutter aufsetzen. Auch nicht für den besten Burger der Welt.
  • 32%Nein, ich will nicht mit Steinen im Bauch enden.

6. Der Zauberspiegel-Typ

Vielleicht wollen Sie auch lieber die Rolle eines Gegenstandes haben? Sich nicht zu auffällig in der Geschichte bewegen, aber dennoch – immer schön vom Hintergrund aus – die Handlungsfäden mitspinnen?

«Spieglein, Spieglein an der Wand , wer ist die Schönste im ganzen Land?»

Der Zauberspiegel weiss alles und sieht alles. Allerdings ist er meist im Besitze der bösen Figuren. In Grimms «Schneewittchen» dient er der königlichen Stiefmutter und muss eigentlich nur immer die sehr langweilige Frage beantworten, wer denn jetzt die Schönste im ganzen Land sei. Es muss also für den Spiegel geradezu befreiend gewesen sein, als endlich ein siebenjähriges Mädchen seiner penetranten Fragerin Konkurrenz machte. Dennoch dürfen Sie sich für den Zauberspiegel-Typ entscheiden, wenn Sie das wollen. 

Umfrage

Sind Sie der Zauberspiegel-Typ?

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24 Votes zu: Sind Sie der Zauberspiegel-Typ?

  • 13%Ja und wie! Lieber bin ich ein Spiegel, als ständig in einen hineinsehen zu müssen.
  • 38%Garantiert nicht. Was für eine dumme Frage. Wer will schon ein Spiegel sein?
  • 21%Naja, wenn ich immer schön geputzt werde und sogar sprechen kann, warum nicht?
  • 21%Nur, wenn ich im Dienste des Guten stünde.

Neues Märchen: «De Ritter Schlötterli im Häxewald»

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Die Märchenwelt hat einen neuen König: Danilo Neve alias Nilo erobert mit seinen lustigen, unterhaltsamen aber auch lehrreichen Mundart-Märchen die Herzen aller Kinder und Erwachsenen. Der Hörspielautor und Musiker arbeitet nebenbei in Kinderhorten der Stadt Zürich

Mit viel Freude hat Nilo sich zusammen mit einem jungen Team an die Arbeit gemacht und die erste Folge mit dem Titel «De Ritter Schlötterli im Häxewald» produziert. Dabei werden die Zuhörenden nicht nur bestens unterhalten, sondern lernen gleichzeitig auch eine Lektion fürs Leben. Die vielen verschiedenen Schweizer Dialekte, die lebendigen Figuren und die spannende Story fesseln Kinder sowie Erwachsene – ein Spass für die ganze Familie!

Hier gehts zum Märchen-Hörspiel von Nilo >>

Dieser Inhalt wurde von der watson-Redaktion erstellt und von Sony Music gesponsort. 

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