Spanien
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Flüchtlinge in Ceuta Bild: EPA/EFE

Flüchtlingsdrama in Ceuta

80'000 Migranten wollen nach Spanien, doch die Grenztore bleiben verriegelt

Marokkanische Sicherheitskräfte haben verhindert, dass 1500 Flüchtlinge in die spanische Enklave Ceuta gelangen. Die spanische Regierung schätzt die Zahl der Afrikaner, die nach Spanien flüchten wollen, auf 80'000.

04.03.14, 17:32 04.03.14, 17:58

Bild: EPA/EFE

1500 Flüchtlinge

wollten in die spanische Nordafrika-Exklave Ceuta gelangen. Marokkanische Sicherheitskräfte haben den Massenansturm abgewehrt. Keinem der Afrikaner sei es gelungen, die Grenzzäune zu überwinden und auf EU-Hoheitsgebiet zu gelangen, teilte die spanische Polizei mit. Die spanische Grenzpolizei war in höchste Alarmstufe versetzt worden, musste aber nicht eingreifen.

Bild: AP

Den jüngste Massenansturm hatten die Flüchtlinge nach Informationen der Newsplattform El Pais seit längerer Zeit vorbereitet. Daran hätten sich fast 90 Prozent der Afrikaner beteiligt, die in der Umgebung von Ceuta auf marokkanischem Gebiet in Lagern lebten, hiess es. Ihnen hätten sich auch Flüchtlinge aus der marokkanischen Hafenstadt Tanger angeschlossen.

Den Afrikanern aus der Umgebung von Ceuta haben sich Flüchtlinge aus der Hafenstadt Tanger angeschlossen.  Karte: Mapbox/watson

Rund 80'000 Afrikaner warten

nach Informationen der Madrider Regierung auf eine Gelegenheit, von Nordafrika nach Spanien zu gelangen. In Marokko und Mauretanien suchten je 40'000 Flüchtlinge nach einem Weg, spanisches Gebiet zu erreichen, sagte Innenminister Jorge Fernández Díaz am Dienstag in Barcelona. Er berief sich dabei auf Daten der marokkanischen Regierung und des spanischen Geheimdiensts.

Der Grenzzaun von Ceuta Bild: AP

«Wir werden unsere Grenzen nicht öffnen.» 

Jorge Fernández Díaz, Innenminister von Spanien

«Spaniens Kapazitäten zur Aufnahme von Zuwanderern sind begrenzt», sagte der Minister. Der Zustrom illegaler Immigranten sei ein Problem, zu dessen Lösung die EU beitragen müsse. 

Der Ansturm vom Dienstag ist der grösste seit Monaten. Das sind die letzten dramatischen Versuche, nach Spanien zu gelangen:

Die Grenze in Melilla Bild: Reuters

Die spanische Enklave Melilla Karte: Mapbox/watson

Mehr als 200

Afrikaner gelangten Ende vergangener Woche bei einem Ansturm auf die spanische Nordafrika-Enklave Melilla auf EU-Gebiet.

Melilla Bild: EPA/EFE

15

Flüchtlinge ertranken vor einem Monat im Meer, als sie Ceuta schwimmend erreichen wollten. Die spanische Polizei feuerte zur Abschreckung Gummigeschosse ab.

Marokkanische Soldaten legen an der marokkanischen Seite des Zauns, der Ceuta von Marokko trennt, nachdem zwei Afrikaner versucht hatten, nach Spanien zu schwimmen. Bild: Reuters

400

Afrikaner versuchten beim letzten grossen Flüchtlingsansturm im Oktober 2013 nach Ceuta zu gelangen. 

(dwi/sda)

Der Zaun von Ceuta Bild: AP

Der Zaun von Ceuta: Nur einer von vielen

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    Alle Leser-Kommentare
  • mauchmark 05.03.2014 06:41
    Highlight Mit dem freien Personenverkehr scheint es selbst die EU nicht so genau zu nehmen...
    0 0 Melden

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