Spanien
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epa02931173 An aerial view of monumental bullring, in Barcelona, Spain, 23 September 2011. A bullfight will be held for the last time in Barcelona's Monumental bullring on Sunday before a ban takes effect across the northeastern Spanish region of Catalonia.  EPA/ALBERTO ESTEVEZ

«100 Jahre alt und ohne Zukunft»: «La Monumental» in Barcelona Bild: EPA

Stierkämpfe verboten

Barcelonas Stierkampfarena ist 100 Jahre alt – aber ohne Zukunft

Vor 100 Jahren, am 12. April 1914, wurde «La Monumental» in Barcelona eröffnet. Heute ist die Zukunft der Stierkampfarena, mit etwa 20'000 Plätzen weltweit eine der grössten, völlig offen. 



«Plaça de Braus de la Monumental», so heisst die riesige Arena auf Katalanisch mit vollem Namen. Vor exakt 100 Jahren, am 12. April 1914, wurde sie im Herzen der katalanischen Hauptstadt mit einem Stierkampf eröffnet und schon zwei Jahre später erweitert. 

Am 25. September 2011 war Schluss: An diesem Sonntag fand der allerletzte Stierkampf in Katalonien statt.  Bild: EPA

Heute ist die Zukunft des Bauwerks, das mit knapp 20'000 Plätzen eine der grössten Arenen weltweit ist, völlig offen. 2012 hat nämlich die Regionalregierung von Katalonien Stierkämpfe in der nordostspanischen Region verboten.

Der bekannte Torero José Tomás beim letzten Stierkampf in Katalonien. Bild: EPA

«100 Jahre alt und ohne Zukunft», titelte die Zeitung «El Periódico de Catalunya» am Samstag. Bei ihrer Eröffnung galt «La Monumental» als ein Symbol des wirtschaftlichen Aufstiegs Kataloniens. 1965 fand dort der einzige Auftritt der Beatles in Barcelona statt. 1971 gaben die Rolling Stones in der Arena ihr erstes Konzert in Spanien. Der letzte Stierkampf fand dort im September 2011 statt. Seit 2012 sind die blutigen Spektakel in Katalonien verboten.

Im Anschluss an den Kampf strömte das Publikum in die Arena. Bild: AP

«La Monumental» steht unter Denkmalschutz und gehört einem privaten Unternehmen. Die Eigentümer äusserten sich bislang nicht dazu, was mit dem Bauwerk geschehen soll. Die Zeitung führte das Schweigen darauf zurück, dass das Unternehmen in Verhandlungen mit der Regionalregierung eine finanzielle Entschädigung für das Stierkampfverbot erhalten möchte. (dhr/sda/dpa)

Nach dem Stierkampf-Verbot ist die Zukunft des Bauwerks völlig ungewiss. Bild: EPA EFE

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