Spanien
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und die Werbung von watson und Werbepartnern zu personalisieren. Weitere Infos: Datenschutzerklärung.

Tierquälerei oder Tradition?

In Spanien erneut umstrittene Stierhatz durchgeführt

16.09.14, 20:09 17.09.14, 09:41

Bild: EPA/EFE

Die wohl umstrittenste Stierhatz Spaniens hat trotz heftiger Proteste erneut stattgefunden. Hunderte mit langen Lanzen bewaffnete Männer hetzten am Dienstag einen Stier auf einer Wiese in der Stadt Tordesillas zu Pferde und zu Fuss.

Die Hatz dauerte so lange, bis der Sieger dem Tier den entscheidenden Stoss versetzen konnte. Vor 40'000 Zuschauern sei der 600 Kilogramm schwere Stier dann von mehreren Männern getötet worden, berichtete die spanische Nachrichtenagentur EFE.

Zuvor hatten rund 200 Demonstranten die aus dem Mittelalter stammende Veranstaltung zu sabotieren versucht. Sie bildeten Menschenketten, um das traditionelle Treiben des Stiers auf die Wiese zu verhindern. Sie demonstrierten lautstark mit Gesängen wie «Tortur ist nicht Kultur». Es seien auch Steine geflogen, so EFE. Die Polizei nahm zwei Demonstranten fest.

Vier Männer wurden vom Stier verletzt. «Das war ein sehr gefährlicher Gegner», sagte der Sieger des «Toro de la Vega»-Turniers, der 28-jährige Maurer Álvaro Fernández Martín, über den Stier «Elegido» (Auserwählter).

Am Wochenende hatten bereits Hunderte Menschen – darunter Politiker, Schauspieler, Sänger und Intellektuelle – in Madrid gegen die Veranstaltung protestiert, die 1980 vom Staat zum «Fest von touristischem Interesse» erklärt wurde. (sda/dpa)

Hol dir die App!

Brikne, 20.7.2017
Neutrale Infos, Gepfefferte Meinungen. Diese Mischung gefällt mir.
Abonniere unseren NewsletterNewsletter-Abo
Themen
0
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 72 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
0Alle Kommentare anzeigen

Katalonien: 90 Prozent stimmen für Unabhängigkeit ++ FC Barcelona beteiligt sich am Streik

Mit einer umstrittenen Volksabstimmung über die Loslösung von Spanien fordert die katalanische Region die Zentralregierung in Madrid heraus.

Auf Fotos war zu sehen, dass die Polizei zum Teil auch Gummigeschosse einsetzte. Mehrere Menschen bluteten im Gesicht, darunter auch ältere Bürger. Die katalanische Regierung sprach von über 330 Verletzten, darunter mehrere Schwerverletzte.

Die Guardia Civil ist seit der Unterdrückung der Region unter dem Franco-Regime in Katalonien äusserst unbeliebt.

Der Chef der katalanischen Regionalregierung, Carles Puigdemont, erklärte, die Sicherheitskräfte hätten auch Gummigeschosse und Schlagstöcke …

Artikel lesen