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History Porn am Autosalon: 13 ikonische Autos, die in Genf ihre Premiere feierten

Bild: rmsothebys.com



Bonjour et bienvenue au salon international de l'automobile de Genève! In der automobilen Welt gilt die Geneva International Motor Show, wie es so schön auf internationalisch heisst, als die wichtigste weltweit – und dies schon seit jeher. Der Grund liegt in der guten alten schweizerischen Tugend Neutralität: Die Schweiz hatte nie eine Autoindustrie. Und so mögen die Motorshows von Tokio, Detroit, Frankfurt oder Paris noch so gross und bedeutsam sein, sie werden stets von den jeweiligen einheimischen Konstrukteuren dominiert. Will ein Brand aber ein Produkt so richtig fett global lancieren, macht er es auf neutralem Boden: Genf. 

Zurzeit hört man von fachkundigen Kommentatoren, die diesjährige Messe dürfte gar die bedeutsamste aller Zeiten werden, befindet sich die technische Entwicklung doch an einem historischen Wendepunkt bezüglich Antriebssysteme, selbstfahrende Autos und dergleichen. Und so ist es vielleicht auch gerade deswegen passend, einen Blick zurückzuwerfen auf eine Auswahl historisch bedeutsamer Weltpremieren, die allesamt anno dazumal am Genfer Auto-Salon lanciert wurden:

1905 Laurin & Klement Typ A

Im Jahr 1905 fand in einem Wahllokal am Boulevard Georges-Favon die erste sogenannte Nationale Automobil- und Fahrradausstellung statt. Eine der Premieren war das Automobil Typ A der böhmischen Konstrukteure Laurin & Klement. Der Zweizylinder-V-Motor brachte eine Leistung von satten 7 PS. Da Laurin & Klement 1925 vom Maschinenhersteller Skoda übernommen wurde, gilt der Typ A heute als Ur-Skoda.

1928 Mercedes-Benz SSK

Bild: wikicommons

Nach einer Verlegung des Autosalons nach Zürich 1907 und nach einer längeren Pause (1908-1922) wurde die Motorshow Anfang der 20er-Jahre neu lanciert. Eine der berühmtesten Weltpremieren war 1928 der Mercedes-Benz SSK, dessen riesiger 6-Zylinder-Motor dank Kompressor zeitweilig bis zu 225 PS auf die Hinterräder brachte.

1959 Simca Fulgur

Die 50er-Jahre waren eine erfinderische Zeit, in der mit alternativen Antriebsformen experimentiert wurde: Gasturbinen, gar Nuklearantrieb fanden Einsatz in diversen Concept Cars der Epoche. Eines der interessantesten war zweifellos der Simca Fulgur.

Der Fulgur (lateinisch für «Blitz») sollte zeigen, wie Autos im Jahr 2000 aussehen würden. Vorgesehen war ein Atom-Antrieb, Sprachsteuerung, eine Radarsteuerung und die Fähigkeit, ab 150 km/h auf zwei Rädern zu fahren, um Rollwiderstand zu verringern.

1961 Jaguar E-Type

Jaguar E type xke e-type series i sprotwagen auto fahren motor retro https://www.jaguar.com/about-jaguar/jaguar-classic/etype-reborn.html

Bild: jaguar.com

Kaum ein Auto sorgte in Genf für mehr Aufsehen als 1961 der Jaguar E-Type. Hier war ein Auto, das nicht nur hinreissend schön war, sondern zudem Ferrari-Leistung zu einem Bruchteil von Ferrari-Preisen anbot. Die 270 PS, die dem auf Strassentauglichkeit getrimmten Reihensechszylinder-Rennmotor entlockt wurden, katapultierten ihn in 7 Sekunden von Null auf 100 – heute noch eine respektable Leistung.

Um ein Haar wäre der Genfer Launch nicht geglückt: Der allererste E-Type fuhr direkt ab Werk in Coventry nonstop nach Genf, wo er da dann 20 Minuten vor Eröffnung ankam. 

Derart gross war das Aufsehen am ersten Tag, dass Jaguar-Testfahrer Norman Dewis den Auftrag bekam, alles stehen und liegen zu lassen und den zweiten E-Type – die Cabrio-Version – sofort ebenfalls nach Genf zu fahren. Dewis fuhr die Strecke über Nacht und konnte den Wagen am nächsten Tag abliefern.

1963 Mercedes-Benz 230 SL «Pagoda»

Eigentlich lautete die Bezeichnung damals, bei seiner Lancierung 1963 in Genf, Mercedes-Benz W113. Wegen seiner klaren, eleganten Designlinien ging dieses schicke Coupé als «die Pagode» in die Automobilgeschichte ein. Kate Moss fährt so einen – irgendwie cool, nicht?

1966 Lamborghini Miura

Der erste wahre Supercar. Mitte der 60er-Jahre, als die meisten Autos, die auf den Strassen herumfuhren, immer noch Abwandlungen von Nachkriegsdesigns waren, kam Ferruccio Lamborghini mit etwas nach Genf, das wie etwas aus einer fernen Zukunft aussah.

Mit einem V12-Motor, der 350 PS leistete, sowie einer Höchstgeschwindigkeit von 275 km/h (wenn man mutig genug war) wurde in Genf ein neuer Benchmark gesetzt, den es von nun an zu erreichen galt.

1969 Porsche 917

Fotograf:
Gerber, Hans 
Titel:
Genf, Autosalon 
Beschreibung:
Rennwagen, Porsche 917,

Bild: ETH-Bibliothek Zürich, Bildarchiv

Ebenfalls am Genfer Autosalon vorgestellt wurde einer der legendärsten Rennwagen aller Zeiten: der Porsche 917.

250 km/h: Das ist die – Achtung – Durchschnittsgeschwindigkeit, die 1971 im 24-Stunden-Rennen von Le Mans von den Fahrern Derek Bell und Jackie Oliver gefahren wurde – ein Rekord, der 14 Jahre lang hielt (bevor er von einem anderen Porsche um 1 km/h geschlagen wurde). Die Höchstgeschwindigkeit am Schluss der Mulsanne-Geraden? So um die 370 km/h.

1970 Range Rover

Ein weiterer Game-Changer, der seine Premiere am Lac Léman feierte. Ladies and Gentlemen, das Auto, das eine eigene Fahrzeugklasse erfand: der Range Rover.

Vor 1970 waren Offroader allesamt urchige Gebrauchsgegenstände, die nur Verwendung bei Militär, Polizei und sonstigen Behörden fanden. Der Range Rover kombinierte erstmals Geländetauglichkeit mit Komfort und Stil. And the rest, they say, is history.

1970 Citroën SM

citroën citroen sm 1970 geneve geneva genf retro design auto salon https://www.pinterest.com.au/pin/241927811209294973/

Bild: pinterest

Wow, muss 1970 ein sensationeller Autosalon gewesen sein. Nicht zuletzt auch wegen dieses Kunstwerks, das aus einer Kollabo zwischen Citroën und Maserati entstand. Nicht nur waren die Fahrleistungen für die damalige Zeit allerhand, das Design war ikonisch wie kein Zweites. Heute noch gilt: Der SM ist kein Auto, er ist ein Kunstwerk, ein Statement.

Als Design noch Kunst war: Citroën-Interieure von anno dazumal

1970 Alfa Romeo Montreal

Nochmals der 1970er Genfer Autosalon! Nochmals eine Ikone! Vorhang auf für dieses Meisterwerk von Design-Genie Marcello Gandini:  

Auch unter der Haube befindet sich eine Ikone der Motor-Geschichte: Alfas 2,5-Liter-V8. Ein Traum.

1973 Volkswagen Scirocco

Anfang der 70er-Jahre war VW daran, sein Image ein für alle Mal zu ändern. Die Vorhut kam in Form eines flinken Sport-Coupés aus der Feder von Giorgetto Giugiaro. Der Scirocco sollte internationale Aufmerksamkeit generieren für den ein Jahr später folgenden Golf. Debut vor der versammelten Weltpresse war 1973 in Genf.

1980 Audi Quattro

Vierradantrieb? Bis 1980 waren das ausschliesslich schwere, klobige Antriebssysteme für ebenso schwere, klobige Geländefahrzeuge. «Weshalb zum Geier will Audi einem Strassen-Sport-Coupé 4x4 verpassen?», fragten sich nicht wenige beim Launch am Autosalon 1980. Doch dann passierte das:

Bild: youtube

Und mit «das» ist die unglaublich erfolgreiche Rallye-Karriere des Quattros gemeint, die bald mal 4x4 zum Standard nicht nur für den Rallyesport, sondern auch für Alltagsautos machte. 

1984 Ferrari 288 GTO

Enzo enthüllte seinen Homologations-Special erstmals 1984 bei der 54. Ausgabe des Salons. Der 288 GTO war der erste Ferrari mit einem strassentauglichen Turbomotor und wohl der letzte Supercar, der zugleich Eleganz besass. 

Auto #unfucked

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11Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • danbla 15.03.2018 19:19
    Highlight Highlight Der 73er Porsche 917 hatte bis zu 1570ps, bei einem Gewicht von 845kg. Kein Differtial auf der Antriebsachse, sondern eine starre Verbindung. Höchstgeschwindigkeit 380-413km/h. Eine Höllenmaschiene.
    • Ovolover 16.03.2018 10:29
      Highlight Highlight Wobei der ursprüngliche Langheck eine aerodynamische Fehlkonstruktion war. Genannt "The Ulcer", das Geschwür. So instabil, dass viele Fahrer sich weigerten, das Ding zu fahren (Jo Siffert bevorzugte den 908).

      Erst das Absägen des Hecks durch das US-Porsche-Team machte den 917 zum erfolgreichsten Sportwagen der Geschichte.
  • Baffes 15.03.2018 07:07
    Highlight Highlight Zu den Rallye Erfolgen von Audi Quattro muss man erwähnen das die Teilnahme überhaupt erst durch eine Regelanpassung möglich wurde für die Audi natürlich kräftig geworben hat. Ansonsten wäre das Auto nie gestartet. Natürlich gewann man danach durch den technischen Vorteil erstmal alles wichtige und die Konkurrenz musste erst mal nachrüsten. Der Wechsel von Walter Röhrl in den folgenden Jahren tat das übrige. Walter war der einzige der es schaffte mit einem Hecktriebler ähnlich schnell zu sein wie der 4x4.
  • Timbooked2 14.03.2018 13:33
    Highlight Highlight Da ging noch ein mindestens so legendärer Wagen und grosser Bubenntraum vergessen: 1973 präsentierte Lamborghini den Countach in Genf
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  • Pisti 14.03.2018 12:37
    Highlight Highlight Der Simca erinnert mich an das Auto das Homer Simpson konstruiert hat.
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  • w'ever 14.03.2018 12:22
    Highlight Highlight ach... warum sind eigentlich die schönen autos immer so unerschwinglich?
  • Olaf! 14.03.2018 10:00
    Highlight Highlight Der Alfa Romeo Montreal ist schon ein Traum, der aber wahrscheinlich auch einer bleiben wird, wenn ich mir die Preise so ansehe.
    • obi 14.03.2018 10:35
      Highlight Highlight Momentan um die 80K für ein gutes Exemplar. Aber schon zur Lancierung konnte man sich 2 Jaguar V12 E-Types für den Preis eines Montreal leisten.
  • Henri Lapin 14.03.2018 09:48
    Highlight Highlight E-Type, alles andere ist Beilage
  • coronado71 14.03.2018 09:47
    Highlight Highlight Sehr schöner Beitrag. Danke @Baroni! Mit einem Jaguar E-Type würde ich gerne mal ein paar Pässe fahren :-)
  • fischbrot 14.03.2018 09:43
    Highlight Highlight Der Jaguar E-Type ist eine Wucht. Ich erinnere mich an Jeremy Clarksons verzücktes Grinsen, als er ihm ordentlich die Sporen gegeben hat..

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