Spass
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Im Spiel «Majesty» zählt nur das meiste Geld, und sonst zählt gar nichts 

Bild: hans im glück

Reich wird man in diesem Spiel, indem man zur richtigen Zeit die richtigen Leute ins Königreich holt und um sich an den Hof schart. 



Wir spielen heute:
«Majesty»

Aufbauspiel von Marc André für 2 bis 4 Spieler ab 8 Jahren, Spieldauer: 20 bis 30 Minuten. Verlag: Hans im Glück, Preis: etwa 40 Franken.

Thema:

Herrscherinnen und Herrscher versuchen, möglichst viele wichtige Personen in ihr Königreich zu locken, um den grössten Reichtum anzuhäufen. 

Was macht man?

Majesty Spielsituation

Bild: HansimGlück

Aus einer offenen Auslage in der Mitte Personenkarten nehmen, sie im eigenen Königreich anlegen und dadurch Geld kassieren. 

Besondere Features:

Kunststoff-Münzen mit Pokerchip-Feeling. Holzfiguren in Meeple-Form. Die acht Gebäudekarten aneinander gelegt ergeben ein zusammenhängendes Bild. Alles sehr bunt. 

Geeignet für:

Gelegenheitsspieler, Familien, aber auch Vielspieler, die ein flottes Spiel mit leichtem Einstieg spielen möchten.   

Wir haben es für euch gespielt!

Das Spiel «Majesty» ist ja schon in meinen Weihnachtstipps aufgetaucht. Es lohnt sich aber durchaus, noch einmal einen vertieften Blick darauf zu werfen. Denn es ist ein Spiel, das sich für jedermann eignet, auch für Leute, die nicht ganz so geübte Spieler sind.

Die Altersangabe auf der Schachtel «ab 7» ist dann allerdings doch nicht richtig und zu optimistisch gewählt. Um das Spiel sinnvoll spielen zu können, müssen die Kinder nämlich bereits einfache Multiplikationsrechnungen beherrschen.

In der Mitte gibt es eine offene Auslage mit jeweils sechs zufällig gezogenen Personenkarten. Es gibt sieben Typen davon, die alle unterschiedliche Funktionen im Spiel haben:

Jeder Spieler hat vor sich eine kleine Stadt ausliegen, die aus acht Gebäudekarten besteht. Wer an der Reihe ist, muss aus der Mitte eine Personenkarte nehmen. Die letzte in der Reihe ist gratis, will man eine andere, muss man dafür je nach Position eine bestimmte Anzahl von Meeples, also kleinen Holzmännchen, abgeben. Die erhaltene Personenkarte wird unter das passende Gebäude der eigenen Stadt gelegt. Dafür bekommt man, je nach Funktion der Personenkarte, meistens Geld oder manchmal auch Meeples zurück. 

Was ist ein Meeple? Mehr dazu hier:

Das funktioniert so: Wer zum Beispiel eine Müllerin unter eine Mühle legt, erhält sofort zwei Gold pro Müllerin, die er zu diesem Zeitpunkt hat. Wer einen Wirt unter seine Taverne legt, bekommt vier Gold pro Wirt, alle Spieler, die zu diesem Zeitpunkt einen Brauer haben, bekommen aber auch noch drei Gold. Nimmt man einen Soldaten aus der Mitte, greift er alle anderen Mitspieler an. Dadurch müssen diese eine Personenkarte ins Lazarett legen, wodurch die Karte inaktiv wird. Wachen schützen vor solchen Angriffen. Mit Hexen kann man Leute aus Lazaretten wieder heilen. Am Ende des Spiels gibt es zudem noch verschiedene Bonus-Wertungen für alle Personen, die unter den Häusern liegen. Wer am Ende das meiste Gold hat, gewinnt die Partie.

Majesty Karten

Die fünf verschiedenen Personen. Bild: Tom Felber

Das Spiel spielt sich zunächst wirklich sehr locker: Man nimmt eine Person, kassiert Geld und der nächste Spieler ist an der Reihe. Wer gerne mit Geld hantiert, kommt hier voll auf seine Kosten. Denn ständig wechseln die Pokerchips-ähnlichen Münzen hin und her. Mit der Zeit merken die Spieler dann, welche Kartenkombinationen besonders lukrativ sind. Und plötzlich wird klar: Man muss auch höllisch auf seine Mitspieler aufpassen und darf nicht einfach so vor sich hin spielen. Denn sonst wird man ständig von gegnerischen Soldaten angegriffen und ein eigener Bewohner nach dem anderen wandert ins Lazarett. Bald denkt man, die Soldaten-Strategie sei viel zu mächtig und eine sichere Sieg-Strategie, aber in der nächsten Partie gewinnt dann wieder ein Spieler mit einer völlig anderen Idee. «Majesty» ist sehr variantenreich.

Für Abwechslung sorgt auch, dass die Gebäudekarten zwei unterschiedliche Seiten mit unterschiedlichen Funktionen haben. Man kann sie beliebig kombinieren, wodurch unterschiedlichste Spielverläufe möglich sind. Allerdings ist der Glücksfaktor beträchtlich. Denn man kann ja immer nur jene Personenkarten nehmen, die gerade ausliegen und die man mit seinen Meeples auch bezahlen kann. Setzt der Vordermann auf eine Wächterstrategie und schnappt alle Wächterkarten weg, wird es ziemlich schwierig, sich selber zu verteidigen. Und wenn man sich eine Strategie zurecht gelegt hat, die passenden Karten dazu aber einfach nicht auftauchen, wird es schwierig. Die Spieldauer von lediglich 20 bis 30 Minuten sorgt dafür, dass dieser Glücksfaktor auszuhalten ist und auch für reichlich Revanchen.

Majesty Schachtel

Bild: Hans im Glück

Ist «Majesty» zu zweit spielbar?

Ja, und es macht genau so viel Spass. Man muss dann halt nur einen Gegner im Auge behalten, und der Glücksfaktor wird merklich geringer. 

Tom Felber ist ...

... der Vorsitzende der internationalen Kritiker-Jury «Spiel des Jahres» und veröffentlicht seit 1985 Spiele-Rezensionen in verschiedenen Medien. Fortan wird er hier für uns regelmässig neue Brett- und Kartenspiele vorstellen.

Image

bild: zvg

Mehr Spiele-Tipps findest du hier:

16 Brett- und Kartenspiele, über die sich nicht nur Kinder an Weihnachten freuen

Link to Article

«Ethnos» ist gaaanz anders als es aussieht, nämlich ein Familienspiel, ehrlich! 

Link to Article

Istanbul ist auch ein Würfelspiel – aber nur für Kenner!

Link to Article

Wir spielen heute «Noria» – ein schwieriges Brettspiel für Tüftler und Grübler

Link to Article

Diese «Escape Room»-Version können nur Mathe-Genies lösen (wir sind keine)

Link to Article

Ist, wo Fitzek draufsteht, auch Fitzek drin? Wir spielen uns durch ein Buch

Link to Article

Das ist das «Spiel des Jahres» 2017! Und so spielt es sich

Link to Article

«Glupschgeister» – ein Spiel, das Menschen mit Wurstfingern zur Verzweiflung treibt

Link to Article

Was passiert eigentlich, wenn Pinguine die Schule schwänzen? 

Link to Article

Jetzt heisst es stark sein: In diesem Spiel verlierst du gegen Kinder

Link to Article

Vergiss das normale «Schiffe versenken»: Bei dieser Version kommst du ins Schwitzen!

Link to Article

Der Escape-Room für zuhause: «Gefangen im Eis, weil wir Deppen zu langsam waren»

Link to Article

Wir spielen «Räuber der Nordsee» – ein Machtspiel für alle, die mal Wikinger sein wollen!

Link to Article

Jetzt gibt's eins auf den Helm: Wir spielen «Arena for the Gods!»

Link to Article
Alle Artikel anzeigen
Alle Artikel anzeigen

Abonniere unseren Newsletter

Abonniere unseren Newsletter

6
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
6Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Ninjabonsai 12.02.2018 08:18
    Highlight Highlight Falls Ihr jemals einen weiteren Spieler braucht. Ich bin euer Spieler No 2 (oder 3 oder 4 etc). Ich liebe Brettspiele, habe aber keinen zum spielen =(. ( Kann man einer Katze Monopoly beibringen?)

    Kennt Ihr Munchkin? Ist ein Super Spiel. Oder Piarten Flux
    5 0 Melden
    • MisterM 12.02.2018 12:40
      Highlight Highlight Du kannst dich beim Newsletter anmelden, dann kannst du mit Tom und Co. spielen :)
      3 1 Melden
    • The Writer Formerly Known as Peter 12.02.2018 13:25
      Highlight Highlight Sorry vertippt, wollte Herzen!
      3 0 Melden
    • Ninjabonsai 12.02.2018 13:44
      Highlight Highlight Wo, wie wo ?! :D
      1 0 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • Olmabrotwurst 11.02.2018 18:26
    Highlight Highlight Ihr könntet ruhig mehr solche Brettspiele testen, ich persönlich komme selten dazu auf neue Spiele zu achten, und bin über solche Bloggs sehr dankbar ein Hoch auf Analoge Computerspiele :)
    35 0 Melden

Dinge, die vermutlich jede Frau kennt – in 19 herzigen, aber sehr wahren Bildern

Akshara Ashok, eine begabte Künstlerin aus Indien, fasst die täglichen First World Problems einer jeden Frau zusammen. Obwohl ein paar Beispiele gewiss unabhängig des Geschlechts passen ... 

Mehr Kunstwerke der Illustratorin gefällig? Hier geht es zu ihrem Instagram-Account.

Artikel lesen
Link to Article