Spass

Gross! Jeff Bridges als alternder Ranger in «Hell or High Water» Ascot Elite

«Hell or High Water» – Jeff Bridges is back!

Staubig. Rassistisch. Trocken. Willkommen in West-Texas und somit zum filmischen Rahmen von «Hell or High Water». Im sonnigen Nirgendwo der Südstaaten versucht sich Marcus Hamilton (Jeff Bridges) noch ein letztes Mal vor seiner Pension bei der Aufklärung einer Banküberfallreihe, welche in der Planung und Ausführung seinesgleichen sucht – hält der Film, was das Cast verspricht?

03.11.16, 09:29
Yves Hofmeister
Yves Hofmeister

Präsentiert von

Wenn der Wilde Westen noch lebt, dann mit Sicherheit im US Bundesstaat Texas. Die Todesstrafe wird dort mit Applaus quittiert, die Republikaner scheinen die Partei des Erlösers zu sein und Waffen zählen zu den Kuscheltieren im Bett. Eine perfektere Kulisse lässt sich für die raue Gangart des Wilden Westen nicht bauen! „

Zum Trailer:

Video: YouTube/AscotElite

«Hell or High Water» bedient sich dieser prädestinierten Vorgabe und lässt das Bankräuber-Bruderpaar Tanner (Ben Foster: Wunderbar impulsiv und lebendig gespielt!) und Toby Howard (Chris Pine: Cool, cooler, Chris!) durch das Hinterland gondeln mit dem simplen Plan, genügend Geld für den Erhalt der Farm der Eltern zusammen zu klauen. Ihr Plan, durchaus mit einer gewissen Raffinesse bestückt, erzeugt schnell die ersten Erfolge und scheint ohne Makel über die Ziellinie zu flutschen. Nur Marcus Hamilton (Jeff Bridges) als alternder Ranger und die menschliche Fehlbarkeit können den beiden noch einen Strich durch die Rechnung machen.

Die Hauptdarsteller:  Ben Foster & Chris Pine Ascot Elite

Öde war gestern

Boom! So schnell lässt sich der «düstere, öde und abgelutschte Bazar namens Kinosommer 2016» (Zitat: Simon Albert Keller) aufwerten! Aus dem Nichts werden wir mit staubiger Intensität bespuckt und finden uns lächelnd in einem Film wieder, welcher leider geil ist. Diese eindringliche Geschichte mit viel Augenmerk für die zwischenmenschlichen Beziehungen und das Entfalten der vielschichtigen Charakter, begeistert gänzlich. Und als Kirsche hätten wir da ja noch den Dude, Jeff Bridges. In eigentlich unnachahmlicher Marlon-Brando-Manier (als alter Pate) schleppt er sich mit dem Kinn nach vorne geschoben durch die Geschichte inklusive losem Mundwerk, maximaler Präsenz und wunderbar ironisch-rassistischem Humor. Gross!

Einfach Gross: Jeff! Ascot elite

Schwächen, die sich nicht rächen

Bei grosser Begeisterung liegt es in der menschlichen Natur, gewisse Schwächen zu suchen, denn wir haben ja von Mutti gelernt, dass alles und jeder Stärken UND Schwächen hat. In diesem Fall ist die zwar angedeutete, jedoch nicht ausgiebig erklärte Gesellschaftskritik zu nennen. Der Streifen zeigt immer wieder vorwurfsvoll auf Werbetafeln, auf welchen beispielsweise Kredite förmlich nachgeworfen werden. Oder erzählt der Partner von Marcus (Jeff Bridges) von seiner indianischen Abstammung und in diesem Zusammenhang von der blutigen Tragödie der Amerikanischen Geschichte. Themen, welche sehr wohl mehr Beachtung verdient hätten. Trotzdem: Alles in allem ist es ein orgasmisches Filmvergnügen! Geht also ins Kino, liebe Kinder, und lasst euch genüsslich die Pistole der einnehmenden Filmkunst an die Schläfe halten, ihr werdet es nicht bereuen!

Kinostart: 3. November 2016  

Regie: David Mackenzie / Mit: Katy Mixon, Jeff Bridges, Ben Foster, Chris Pine

Das könnte dich auch interessieren:

US-Kongress findet Kompromiss gegen «Shutdown» – die grössere Hürde kommt aber noch

Das sind die Rekordtorschützen in Europas Top-Ligen

Mexiko: Zahl der Morde 2017 so hoch wie nie zuvor

Kein Plastikmüll mehr bis 2030: Mit diesen 3 Massnahmen will es die EU schaffen

Mord an Ex-YB-Spieler Andrés Escobar: Mutmasslicher Auftraggeber wurde verhaftet

Neue Umfrage zeigt: Die Gegner der No-Billag-Initiative liegen vorne – und zwar deutlich

Der Kicker, der nie kickte – die bizarre Geschichte von Fake-Fussballer Carlos Kaiser 

Apple knickt ein – neues Feature gibt iPhone-Usern (endlich) die Wahl

Alle Artikel anzeigen
Abonniere unseren NewsletterNewsletter-Abo
0
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 72 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
0Alle Kommentare anzeigen

Abzugeben: Flauschiges Schaf. Kläfft manchmal etwas. Sonst sehr lieb

Cute News Everyone! Entschuldigt, wenn die Cute News noch etwas ungelenk daherkommen. Muss mich erst wieder langsam aufwärmen. Legen wir also los und zwar mit einem äusserst mutigen Streifenhörnchen.

Artikel lesen