Spass
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

«Kennst du Marijuana Pepsi?» – 12 Vornamen, die keine sein sollten

31.01.17, 16:19


Mia, Emma und Lena, Noah, Luca und David – die Namenshitparade birgt keine exotischen Kindernamen auf den vorderen Plätzen. Was unkonventionell denkende Eltern wohl noch viel mehr dazu anspornt, ihre neuen Erdenbürger mit einem aussergewöhnlichen Vornamen zu versehen.

Ein Tabu für Eltern, die ihrem Kind einen «speziellen» Namen geben wollen:

Nun kann der Kult des «Speziell-Sein-Wollens» auch ad absurdum getrieben werden. Bei der Vornamensgebung ist dies der Fall, sobald ein Vorname «die Interessen des Kindes offensichtlich verletzt», wie es im Artikel 37c der eidgenössischen Zivilstandsverordnung schwammig geschrieben steht.

Obwohl es in der Schweiz nur sehr selten dazu kommt, dass das Zivilstandesamt einen Vornamensantrag ablehnt (Im Kanton Zürich wird auf 7000 Einträge höchstens ein Vorname abgelehnt) sind es doch immer mehr Menschen, die ihren Vornamen ändern wollen.

Ein watson User kann das gut verstehen:

Bei den folgenden zwölf Namenskonstruktionen weiss man fast nicht ob man lachen oder Mitleid verspüren soll. Auf jeden Fall verstehen wir, falls sie den Wunsch hegen, ihren Namen zu ändern.

Talula Does The Hula From Hawaii

Fast zehn Jahre lang trug ein neuseeländisches Mädchen einen Namen, der wie eine Bildunterschrift in einer Lokalzeitung klingt. «Talula tanzt den Hula aus Hawaii» lautete ihr Name ins Deutsche übersetzt. Weil ihre Mitschüler sie aufgrund ihres Vornamens hänselten, wurde 2008 ein Familienrichter auf die Situation aufmerksam.

Die deutsche Grammatik leidet: Talula tanzt den Hula aus Hawaii tanzt den Hula aus Hawaii.  bild: shutterstock

Er stellte das Kind unter richterliche Vormundschaft damit er ihr Name über den Köpfen seiner Eltern ändern konnte. «Dieser Vorname lässt das Kind als Trottel dastehen und handicapiert sie auf sozialer Ebene» sagt er damals gegenüber den neuseeländischen Medien.

Jesus Condom

Wir wissen nichts über ihn. Aber wir hoffen, dass dieser Ausschnitt eines amerikanischen Jahrbuches echt ist. Denn wer hätte nicht gern einen Freund der Jesus fucking Condom heisst?!

Optimus Prime

Im Mai 2001 liess ein Feuerwehrmann der US-Army National Guard seinen Namen ändern. Der 30-jährige Mann wollte als Nachkommen seines Idols Optimus Prime, einem Charakter aus der Action-Zeichentrick-Serie «Tranfromers» wahrgenommen werden. Gegenüber der lokalen Presse verriet er seinen gebürtigen Namen nicht. Er hob lediglich hervor, dass «Optimus Prime» für ihn schon immer eine Art Vaterfigur darstellte.

Und was hat dein Papi so drauf?  via giphy

World B. Free

Einen Tag bevor Lloyd Bernard Free 28 Jahre alt wurde, machte er seinen Spitznamen zu seinem amtlichen Vornamen. Als Basketballer der höchsten amerikanischen Liga, der NBA, war er als «All-World» bekannt. Weder alle Städte, noch sämtliche Länder sollen in ihrer Bedeutung seiner Begabung gerecht werden, so dass als Kosename nur «All-World» oder die Kurzform «World» angemessen gewesen sei.

Dass sein neuer Name schon fast schon als pazifistisches Statement verstanden werden kann, steht für World eher an zweiter Stelle.

Brfxxccxxmnpcccclllmmnprxvclmnckssqlbb11116 

bild: shutterstock/ watson

Sogar für das watson Layout zu absurd: Brfxxccxxmnpcccclllmmnprxvclmnckssqlbb11116 (ausgesprochen: Albin) – was aussieht wie das Resultat eines Schwächeanfalls mit anschliessendem Schläfchen auf der Tastatur, ist eigentlich ein politisches Statement.

Fünf Jahre lang hat sich die Schwedin Elizabeth Hallin geweigert ihrem Sohn einen amtlichen Namen zu geben. Die staatlichen Namensvorschriften seien für sie eine unnötige und freiheitsberaubende Regulierung.

1996 wurde ihr deshalb eine Busse aufgebrummt, auf die herab sie den 43 Zeichen langen Namen eintragen liess. Es sei eine schwangerschaftlich-expressionistische Entwicklung, die sie als künstlerische Schöpfung erachte, behauptete Hallin dazumal öffentlich. 

Zum Glück des Bubs wurde der Name von den schwedischen Behören nicht akzeptiert. Auch Hallins Alternativvorschlag «A» wurde abgeschmettert, sodass der Name des Jungen nun ganz konventionell Albin lautet. 

4real

Bieder geben sich auch die neuseeländischen Behörden. Nach «Sex Fruit» und «Stallion» (dt.: Zuchtbulle) wurde in Down Under auch dem Vornamen «4real» seine Echtheit abgesprochen.

@

Noch kryptischer wird's in China. Bei knapp 1,4 Milliarden Chinesinnen und Chinesen gestaltetet sich die Suche nach einem einzigartigen Namen schwierig. Aus einem kreativen Schwall heraus  hatte ein chinesisches Paar die Idee ihren Erstgeborenen «@» zu taufen.

Angeblich gleiche das Symbol dem chinesischen Zeichen für «Liebe». Die Behörden teilten die Ansicht aber nicht und deklarierten den Vornamen «@» als Beispiel für den Verfall der Sitten.

Marijuana Pepsi Jackson

«Meine Eltern gehörten zu der Post-Woodstock-Generation. Mit Pepsi holten sie sich nach einem Gras-Flash wieder runter», erklärte Jackson 2009 in der amerikanischen Zeitung Milwaukee Journal-Sentinel.

Aus ihrem Namen macht die Mittelschullehrerin ein kleines Politikum: «Ich mag es, die Vorurteile, welche die meisten Menschen gegenüber meinem Namen empfinden, zu widerlegen.»

Marijuana Pepsi Sawyer, of Beloit, Wi., is shown Thursday afternoon. She has moved back to Beloit and is a substitute teacher. She describes herself as

Sie hat noch nie gekifft und mag Orangen-Soda eigentlich lieber. bild: imgur

Jackson pflegt einen humorvollen Umgang mit ihrem Vornamen. So lässt sie Studierende vor ihrem Büro warten. bild: imgur

Hitler Mussolini

Der Generaldirektor der Zivilpolizei der brasilianischen Provinz Goiás trägt den melodiösen Namen «Hitler Mussolini». Dass sein Namenkonstrukt eine Symbiose der beiden (vermutlich grössten) faschistischen Gewaltherrschern ist, störte ihn angeblich wenig. Er trug ihn bis zu seinem Tod im Jahre 2009 mit Stolz.

Eagle-Eye Cherry

bild: wikimedia

«Adler-Aug Kirsche» ist nicht etwa der Künstlername des schwedischen One-Hit-Wonders von «Save tonight» – nein, er wurde ihm schon bei Geburt von seinem Vater zu geschrieben. Dieser hatte das Gefühl, die Augen seines Sohnes wirken wie die eines Adlers. Gottseidank, sah er am Körper seines neugeborenen Kindes keine Schweinebäckchen oder Känguru-Füsse.   

Mittwoch statt Freitag

In Italien verbaten Amtsrichter den Vornamen «Venerdi». Obwohl das ganz harmlos mit Freitag übersetzt wird, verbinden die römischen Behörden «Venerdi» mit dem Freitag aus «Robinson Crusoe», der ein symbolisch für Unterwürfigkeit stehe. Andererseits wurde jedoch «Mercoledi» (Mittwoch) als Vorname in Italien zugelassen.

Robinson Mancuso und der unterwürfige Freitag

https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/e/e0/Robinson_Crusoe_and_Man_Friday_Offterdinger.jpg

Obwohl sie zu Beginn nicht kommunizieren konnten, wird «Freitag», der indigene Ureinwohner, den Robinson Mancuso an einem Freitag traf, zum treuen Untergebenen des Schiffbrüchigen.  bild: wikimedia

Number 16 Busshelter

Es ist nicht ganz klar, wieso Neuseeländer die Nase ganz vorne haben, wenn es um die Kreation skurriler Vornamen geht. Das Recht im ozeanischen Inselstaat sieht klar vor: «Ein Vorname darf weder eine real lebende Person, noch darf er unbegründet lang oder den Namen einer Marke oder den eines öffentlichen Ranges tragen.»

«Nummer sechzehn Bushäusschen» hielt im Gegensatz zu «Majestät», «Prinzessin» oder «Gerechtigkeit» der Gesetzeslage stand. 

(jin)

Bei diesen 50 schräge Flurnamen, hat bis jetzt noch keine Behörde einen Einwand geäussert:

Das könnte dich auch interessieren:

Ein Sprint über 42.195 Kilometer: Wie kann ein Mensch so schnell sein?

Ein Pausen-Rücktritt, zwei One-Hand-Catches und 6½ weitere NFL-Highlights des Wochenendes

Warum beim Hurrikan «Florence» das Worst-Case-Szenario droht

Von Mimose zu Mimose: Ein offener Brief

Viraler Post: Nein, du siehst auf Facebook nicht nur 25 Freunde

Ist diese Familie der schlimmste Drogen-Dealer der USA? 

Insgesamt leben mehr Männer als Frauen auf der Welt – aber wie sieht's pro Land aus?

Studentin ist auf dem Weg zum ganz grossen Coup – dann kommt diese knifflige Frage

Du fängst also an zu studieren? Diese 7 Überlebenstipps wirst du brauchen

präsentiert von
Alle Artikel anzeigen

Hol dir die App!

Charly Otherman, 5.5.2017
Watson kann nicht nur lustig! Auch für Deutsche (wie mich) ein Muss, obwohl ich das schweizerische nicht immer verstehe.

Abonniere unseren Daily Newsletter

25
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 72 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
25Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • alana 05.02.2017 15:12
    Highlight NamenSHITparade. Hihi. Hihihi.
    2 0 Melden
  • corona 02.02.2017 09:05
    Highlight Zu erwähnen wäre noch der bei den greenbay packers unter Vertrag stehende Footballer Ha Ha Clinton Dix. Seine Eltern sind bestimmt ziemlich lustig!
    8 0 Melden
  • Gummibär 01.02.2017 20:15
    Highlight Monday, Friday, Sunday sind in Westafrika recht häufig.
    Etwas ausgefallener : Roadsideborn, Longawaited, Yetanother und Uselesswala
    6 0 Melden
    • Hölzig 03.02.2017 07:17
      Highlight In Afrika heissen tatsächlich viele Lu eute einfach so, wie der Wochentag an dem sie geboren wurden. Egal ob Mann oder Frau. 🙈
      3 0 Melden
  • Tatwort 01.02.2017 00:00
    Highlight Mein Favorit ist nach wie vor Winnetou Speckdrossel.
    25 2 Melden
  • 101King 31.01.2017 23:55
    Highlight Wenn ihr kuriose vornahmen sucht schaut euch mal die Namen der Kinder von Jamie Oliver an.
    Ein kleiner Einblick Pental Blossom Rainbow oder River Rocket
    18 0 Melden
    • Malina 01.02.2017 13:13
      Highlight Lustiger wirds wenn man weiss, dass rocket auf Englisch nicht nur Rakete sondern auch Rucola bedeutet :')
      12 1 Melden
  • TheMan 31.01.2017 22:33
    Highlight Leo= Lämmer Erzeugendes Organ 😂😂😂😂
    4 9 Melden
  • Domino 31.01.2017 20:19
    Highlight Ich denke die Hitliste der Namen wird in der Schweiz und Deutschland geschönigt. In England, Belgien und Israel ist der meist gewähte Jungennamen Mohamed. Komisch das er hierzulande nicht einmal in den Top30 ist...
    11 65 Melden
    • Hoppla! 31.01.2017 21:35
      Highlight www.dailymail.co.uk/news/article-3770523/amp/Oliver-Amelia-popular-baby-names.html

      So schlimm ist es nicht wenn du die Top 10 zum Schluss anschaust. ;-)

      Wie viele Muhammed & Co. kennst du? Die "Beschönigung" geht wohl in die Kategorie Aluhut...
      68 3 Melden
    • zwan33 31.01.2017 22:29
      Highlight Ich habe für Sie nachgeschaut, damit Sie weiterhin ruhig schlafen können:
      Die häufigste Variante ist "Mohamed" und sie wurde in der Schweiz 2015 30mal vergeben. Mit anderen Schreibweisen zusammengezählt, wurde der Name 91mal vergeben; das wäre dann Rang 95; gleich häufig wie Moritz und Lorik (!)...

      Allerdings, sogar wenn der Name auf Rang 1 wäre, würde das viel eher für die Namensdiversität westlicher Namen sprechen als dafür, dass man sich vor einer rollenden Islamisierung fürchten müsste.
      71 6 Melden
    • Juliet Bravo 01.02.2017 15:34
      Highlight Hauptsache man kann irgendwelchen fremdenfeindlichen Müll erzählen. Wahrheitsgehalt = Null.
      28 0 Melden
    • Domino 02.02.2017 05:10
      Highlight Danke für die Recherche, das beruhigt mich ein wenig.
      Fremdenfeindlich? Eher das Gegenteil. Ich habe Grundsätzlich Probleme mit totalitären Ideologien, Diktatoren und Massenmördern. Darum wäre ich genau gleich beunruhigt, wenn 'Adolf' vorne in der Hitliste auftauchen würde, da sich daraus auf die Gesinnung der Eltern und ihre Erziehung schliessen lässt.
      3 6 Melden
  • Namenloses Elend 31.01.2017 20:00
    Highlight Der Sohn von Jason Lee bekannter als Earl Hickey aus my name is Earl heisst. Achtung! Pilot Inspector Lee

    Auch ein geiler Name 😂😂
    16 1 Melden
    • Hoppla! 31.01.2017 21:36
      Highlight Nicht zu vergessen: Max Power...
      18 1 Melden
  • Rabbi Jussuf 31.01.2017 19:03
    Highlight Leandro
    Auch wenn es ein Derrivat eines alten Namens ist, hört er sich an wie Liger, die Löwe-Tiger-Mischung, unfruchtbar.
    Leon, Sandro? Wäre angenehmer...

    Ben
    heisst ja nur Sohn
    oder ist eine Abkürzung von Benjamin, Benedikt, Bernhard, etc
    Einfallslos
    19 7 Melden
  • Matrixx 31.01.2017 18:20
    Highlight "Wie heissen sie?"
    "Albin"
    "Wie buchstabiert man das?"
    "B-r-f-xx-cc-xx-m-n-p-cccc-lll-mm-n-p-r-x-v-c-l-m-n-c-k-ss-q-l-bb-1111-6"

    Viel Glück, kleiner Junge, viel Glück da draussen!
    106 0 Melden
    • pedrinho 02.02.2017 14:01
      Highlight .
      3 0 Melden
  • kiwitage 31.01.2017 17:54
    Highlight Stallion heisst auf Deutsch übrigens Hengst...
    39 4 Melden
  • Karl Müller 31.01.2017 17:35
    Highlight War "Nummer sechzehn Bushäusschen" der Ort der Geburt oder der Zeugung?
    62 0 Melden
  • Matrixx 31.01.2017 16:34
    Highlight Ihr habt Darth Vader vergessen. In (ich glaube) Amerika hat sich ein Mann auf den amtlichen Namen Darth Vader taufen lassen.
    18 1 Melden
    • Picker 31.01.2017 17:26
      Highlight In den USA kann jeder seinen Namen ohne grosses Tamtam ändern lassen, es gibt bestimmt einige Darth Vaders und auch Obi Wan Kenobis etc.

      Googlen hilft, wenn ihr Beispiele/Beweise finden möchtet.

      Soweit ich weiss, braucht es in der Schweiz einen triftigen Grund, Vor- oder auch Nachnamen ändern zu lassen.

      Das ganze ist allerdings nicht 100% beim Thema, es ging glaube ich um Neugeborene und ihre (Tauf)Namen.
      15 2 Melden
    • Aliyah 31.01.2017 20:01
      Highlight Puuuh.... Ich wollte mal meinen Namen ändern lassen. Nicht weil er mir nicht gefällt oder zu kurios ist o.ä. Bei den anfallenden Kosten hab ich dies dann wohl oder übel aufgeschoben
      7 0 Melden

Hier kommt das inoffizielle Spiel des Sommers: Das Quartett der elenden Hostelgäste

Vom traurigen Indie-Boy bis zum «So fucking awesome»-Girl.

«Hei.»«How are you, pal?»«You good?»«Nice to meet you!»«Where are you from?»«So cool.»«Wanna play a Game?»«Awesome.»

Nachdem wir uns ins nervige Standard-Begrüssungsverhör von Hostelgästen, Backpackern und anderen «Alternativreisenden» eingefühlt haben, können wir ja loslegen. Loslegen damit, in den nicht ganz schamfreien Erinnerungen unserer Rucksack-Europa-Reisen zu schwelgen. Oder als wir durch Myanmar trampten. Oder zur Zeit des USA-Roadtrips. Kanada, Island oder Peru. Eigentlich ist …

Artikel lesen