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15 Retro-Cocktails, die schleunigst ein Comeback verdienen

Bild:

23.02.18, 17:10 24.02.18, 10:30

Nichts gegen eure Basil Smashes oder Hugos oder was gerade in den hippen Bars angesagt ist weil der hiesige Spirituosenvertrieb gerade ein neues Produkt pushen will, aber manchmal sind die Oldies eben schon die Goodies. Sie sind vielleicht etwas altmodisch und aus der Mode geraten, doch am Geschmack gibt's nichts zu rütteln. Und ausserdem benötigen sie meist nur wenige Zutaten und bedürfen keiner aufwändigen Garnitur. Hier kommen also 15 absolute Klassiker, die man sich schleunigst wieder zu Gemüte führen sollte.

Ach ja  ...

... bei allen Drinks, die in einem Cocktailglas/Martiniglas/Coupe serviert werden: Gläser zuerst mit Eiswürfel vorkühlen! Oder (falls dein Tiefkühlfach gross genug ist) im Freezer, okay?

Bobby Burns

Erstmals erwähnt in Albert Stevens Crocketts «Old Waldorf-Astoria Bar Days» von 1931. 

3 cl blended Scotch Whisky (12-Year Old)
3 cl süsser Vermouth (Martini Rosso etc.)
1,5 cl Bénédictine

Alle Zutaten in ein mit Eiswürfeln gefüllten Cocktailshaker geben und sanft umrühren. In das Cocktailglas abseihen. Ein Stück Zitronenzeste über das Glas auspressen und damit garnieren.

Sidecar

Vermutlich geht dieser Name auf einen US Army Captain zurück, der in den 20er-Jahren in Paris stationiert war und gerne mit Motorrad und Seitenwagen in den Ausgang ging. Vermutlich. Eventuell ist dieser Drink aber einiges älter und stammt aus den Bars von New Orleans um die Jahrhundertwende ... ach, jedenfalls ist er ein Klassiker und superfein.

Bild: shutterstock

5 cl Cognac
2 cl Cointreau
2 cl frisch gepresster Zitronensaft

Alle Zutaten in einen mit Eiswürfeln gefüllten Cocktailshaker geben und energisch schütteln. In das Cocktailglas abseihen und mit etwas Orangenzeste garnieren.

French 75

Nach dem Canon de 75 mm modèle 1897 benannt, jener französischen Feldkanone des Ersten Weltkriegs, die als erstes modernes Artilleriegeschütz und als Symbol für das Aufhalten der deutschen Invasion gilt. Dieser Cocktail wurde während des Ersten Weltkriegs in der berühmten Harry's New York Bar in Paris erfunden, wo er sich zunächst bei alliierten Piloten grosser Beliebtheit erfreute.

3 cl Gin
2 cl Zitronensaft
1 cl Sirop de Gomme (oder ähnlichen Zuckersirup)
1 dl (ca.) Champagner

Gin, Zitronensaft und Zuckersirup in einen mit Eisstücken gefüllten Cocktailshaker geben, gut schütteln und in ein Champagner-Glas abseihen; mit Champagner auffüllen. Nach Belieben mit einer Cocktail-Kirsche oder Zitronenzeste garnieren.

Rusty Nail

Trotz seiner rein schottischen Zutaten ist dieser Cocktail eine Erfindung aus den Vereinigten Staaten, wo er in den 50er-Jahren populär wurde. Einer (neueren) Sage zufolge stammt der Name von der Verwendung rostiger Nägel bei der Zubereitung: Schottische Barkeeper hätten, um sich an prolligen amerikanischen Kunden zu rächen, rostige Nägel zum Rühren verwendet

Bild: shutterstock

5 cl blended Scotch Whisky
2,5 cl Drambuie

Whisky und Drambuie in einen mit Eiswürfeln gefüllten Whisky-Tumbler geben, vorsichtig umrühren, mit einer Zitronenzeste garnieren.

Pink Gin

Obwohl man dies anhand der rosaroten Farbe vermuten könnte, ist dieser Ur-Cocktail alles andere als süss. Wenige Tropfen Angostura Aromatic Bitters, das neben Enzianwurzel auch Bitterorange, Gewürznelken, Kardamom, Zimt und Chinarinde enthält, reichen für die aparte Färbung aus. 

5 cl Gin
1-2 Spritzer Angostura

Gin und Angostura in einen mit Eiswürfeln gefüllten Cocktailshaker geben und sanft umrühren. In das Cocktailglas abseihen und bei Bedarf mit Zitronenzeste garnieren.

Brandy Alexander

Nach Troy Alexander benannt, dem Barkeeper beim noblen New Yorker Restaurant Rector's, der Anfangs des 20. Jahrhunderts diesen Drink erfunden haben muss. Durchaus üppig und dessertig – doch eine Sünde wert!

3 cl Cognac
3 cl Crème de cacao (dunkel)
3 cl Vollrahm

Alle Zutaten in einen mit Eiswürfeln gefüllten Cocktailshaker geben und energisch schütteln. In ein Cocktailglas abseihen, etwas frisch geriebenen Muskat über den Drink geben.

Grasshopper

Unklar ist, ob dieser Drink aus den Jahren vor der Prohibition stammt oder erst in den 1950ern erfunden wurde. Fest steht, dass er aus New Orleans stammt ... und dringend ein Comeback verdient.

3 cl Crème de menthe
3 cl Crème de cacao (weiss)
3 cl Vollrahm

Alle Zutaten in einen mit Eiswürfeln gefüllten Cocktailshaker geben und energisch schütteln. In ein Cocktailglas abseihen, etwas frisch geriebenen Muskat über den Drink geben.

Gibson

Wie ein klassischer Dry Martini, aber mit einer Cocktail-Zwiebel als Garnitur. Das älteste Rezept dazu ist in «The World's Drinks And How To Mix Them» aus dem Jahr 1908 von Mixer-Legende William «Cocktail» Boothby.

Bild: shutterstock

8 cl Gin
1 Tröpfchen trockenen Vermouth
Cocktailzwiebeln

Gin und Vermouth in einen mit Eiswürfeln gefüllten Cocktailshaker geben und im Uhrzeigersinn umrühren. In das Cocktailglas abseihen, mit Cocktail-Zwiebelchen garnieren.

20th Century

Erfunden zu ehren der 20th Century Limited Bahngesellschaft, die von 1902 bis 1967 Zugverbindungen zwischen Chicago und New York City betrieb. Ja, eigentlich bräuchte man Kina Lillet dazu (wie bei James Bonds Vesper-Cocktail). Leider, leider wird Kina Lillet, das Chinin enthielt und dem Liqueur einen leicht bitteren Geschmack verlieh, seit 1985 nicht mehr hergestellt. Das heute erhältliche Lillet Blanc ist einiges süsslicher. Man kann aber einen Schuss Angostura Bitters dazugeben, um an den ursprünglichen Geschmack zu kommen. Alternativ ist Cocchi Americano ein valabler Ersatz.

4,5 cl Gin
2 cl Kina Lillet
1,5 cl Creme de Cacao (weiss)
2 cl frisch gepresster Zitronensaft

Alle Zutaten in einen mit Eiswürfeln gefüllten Cocktailshaker geben und energisch schütteln. In ein Cocktailglas abseihen und mit etwas Zitronenzeste garnieren.

Tom Collins

Hierzu benötigt man idealerweise Old Tom Gin, eine Gin-Variante, die in England im 18. Jahrhundert populär war und geschmacklich leicht süsser als London Dry Gin, jedoch trockener als das niederländische Jenever ist (und somit oftmals als «missing link» zwischen den beiden vermutet wird). Mit dem Aufkommen von kleinen Craft-Distillerien wird auch Old Tom wieder hergestellt. Für einen Tom Collins darf man aber gerne auch London Dry Gin verwenden.

Bild: shutterstock

4,5 cl Old Tom Gin
3 cl frisch gepresster Zitronensaft
1,5 cl Sirop de Gomme (oder ähnlichen Zuckersirup)
6 cl (oder mehr) Mineralwasser

Gin, Zitronensaft und Zuckersirup in ein mit Eiswürfeln gefülltes Collins-Glas oder Highball-Glas geben und vorsichtig umrühren. Mit Mineralwasser auffüllen und mit einem Zitronenschnitz und einer Maraschino-Kirsche garnieren.

Manhattan

Richtig, richtig alt ist dieser Cocktail: Der Legende zufolge soll er für ein Bankett am 29. Dezember 1874 im New Yorker Manhattan Club kreiert worden sein, das Jennie Churchill – die Mutter des späteren britischen Premiers (und Genusstrinkers) Winston Churchill – zu Ehren von Präsidentschaftskandidat Samuel J. Tilden gegeben habe.

Bild: Shutterstock

5 cl Canadian Whisky
2 cl Vermouth Rosso
1 Schuss Angostura
1 Cocktailkirsche

Whisky, Vermouth und Angostura im Shaker mit Eiswürfeln gut rühren, in ein vorgekühltes Cocktailglas abseihen und mit einer Cocktailkirsche garnieren.

Harvey Wallbanger

Der Legende nach erhielt dieser Drink seinen einprägsamen Namen in den 50er-Jahren von einem kalifornischen Surfer namens Harvey, der, nachdem er von einem Wettbewerb ausgeschlossen worden war, in Pancho's Bar am Manhattan Beach von Los Angeles aus Frust seinen Kopf wieder und wieder gegen die Wand geschlagen haben soll. Vielleicht war die Story aber auch einfach eine Erfindung für die grossangelegte Werbekampagne des Liquer-Herstellers Galliano ... wie auch immer: Der «italienische Screwdriver», wie er ebenfalls genannt wird, sollte mehr getrunken werden!

Bild: shutterstock

4,5 cl Wodka
9 cl frisch gepresster Orangensaft
1,5 cl Galliano

Wodka und Orangensaft in ein mit Eiswürfeln gefülltes Highball-Glas geben und vorsichtig umrühren. Den Galliano obenauf «schwimmen» lassen. Mit einem Orangenschnitz und einer Maraschino-Kirsche garnieren.

Between the Sheets

Ein weiterer Cocktail, der im legendären Harry's New York Bar in Paris erfunden worden sein soll. So hiessen während der Prohibition die als sexy geltenden Drinks ... später erst kamen dann all die Slippery Nipples, Screaming Orgasms und Co. ...

Bild: shutterstock

3 cl weisser Rum
3 cl Cognac
3 cl Cointreau
2 cl frisch gepresster Zitronensaft

Alle Zutaten in einen mit Eiswürfeln gefüllten Cocktailshaker geben und energisch schütteln. In ein Cocktailglas abseihen und mit etwas Zitronenzeste garnieren.

Pink Lady

Der Name des Cocktails geht aber einiges weiter zurück, nämlich auf die Society-Lady und Innenarchitektin Elsie de Wolfe (1865-1950), zudem auf ein populäres gleichnamiges Musical, das 1911 am Broadway aufgeführt wurde. Während der Prohibition war der Cocktail bereits weit verbreitet; in den 50er-Jahren war es bekannt als Lieblings-Apéritif von Sexsymbol Jayne Mansfield.

5 cl Gin
1 cl Grenadine
1 Eiweiss

Alle Zutaten in einen mit Eiswürfeln gefüllten Cocktailshaker geben und energisch schütteln. In ein Cocktailglas abseihen und mit einer Maraschino-Kirsche garnieren.

Dubonnet Cocktail

Der Lieblings-Cocktail der Queen Mother.
Sie wurde 101 Jahre alt.
Just sayin'. 

4 cl Dubonnet Rouge
4 cl Gin
1 Schuss Angostura

Alle Zutaten im Shaker mit Eiswürfeln gut rühren, in ein vorgekühltes Cocktail- oder Sherry-Glas abseihen.

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    Alle Leser-Kommentare
  • 45rpm 25.02.2018 22:24
    Highlight Ein Retro Cocktail wäre auch der „Air Mail“ (adaptiert aus „Here‘s How“ von W.C. Whitfield, 1941)

    3 cl Rum (ungereift oder gereift, je nach Geschmack)

    1,5 cl frischer Limettensaft

    1,5 cl Honigsirup (zwei Teile Honig mit einem Teil Wasser vermischen)

    Champagner

    Zubereitung: Rum, Limette und Honigsirup auf Eiswürfeln shaken und in vorgekühltes Gästeglas abseihen. Mit Champagner auffüllen.

    Glas: Champagnerglas

    Garnitur: Briefmarke aufs Glas
    3 0 Melden
  • Seebär 24.02.2018 08:29
    Highlight Alle ausser between the Sheets hatte ich auf meiner Barkarte in IBK - und alle ausprobiert.
    Viele pre dinner Cocktails, ich hoffe die kommen wieder.

    Apropo pre dinner Cocktails, gestern mussten der schwarze Barkeeper und ich schmunzeln, als ich bei ihm zwei Negroni bestellt habe.

    7 1 Melden
  • Posersalami 24.02.2018 07:34
    Highlight Da fehlt etliches. Mein persönlicher Favorit, der Old Fashion! Und natürlich der Whiskey Sour. Wobei man die natürlich in jeder vernünftigen Bar nach wie vor bekommt.
    3 3 Melden
    • obi 25.02.2018 18:13
      Highlight https://www.watson.ch/Spass/Lifestyle/547333545-13-klassische-Cocktails--die-jeder-Mann-und-jede-Frau-von-Welt-beherrschen-sollte been there done that ;-)
      1 0 Melden
  • Don Sinner 23.02.2018 21:36
    Highlight Immer wieder gerne einen Tom Collins & Konsorten. Muss in dem Fall die beiden Pinken (5, 14) ausprobieren, und seis beim zweiten auch nur, um mir dabei Mrs. Mansfield vor dem geistigen Auge erscheinen zu lassen. Appreciate, Obi.
    3 0 Melden
  • Me, my shelf and I 23.02.2018 20:52
    Highlight Ihr habt ganz klar den DDR-Renner "Hast Flip" vergessen. Zutaten:
    1/4 l Milch
    1/2 Fl Rotwein
    1 Fl helles Bier
    4 El Zucker
    1 Ei
    1 Pr Pfeffer
    Mhhh das schmeckt :P
    9 3 Melden
    • mostlyharmless 23.02.2018 22:56
      Highlight Dafuq?
      12 0 Melden
    • Me, my shelf and I 24.02.2018 01:23
      Highlight Wtf Autokorrektur...
      Haps Flip
      4 0 Melden
  • Aussie 23.02.2018 20:20
    Highlight Hier fehlt der Martinez! Aber das wundert mich nicht, den bekommt mal in ZH meines Wissens nur in zwei Bar's
    3 5 Melden
    • Hoppla! 24.02.2018 07:54
      Highlight Der ultimative Beweis ob eine Cocktailbar den Namen auch verdient hat.

      http://www.ginfoundry.com/cocktail/martinez-cocktail/
      0 0 Melden
    • Dr. Lindic 24.02.2018 12:01
      Highlight In einer guten Bar bekommt man grundsätzlich alles, auch wenns nicht auf der Karte steht.
      4 0 Melden
    • Seebär 24.02.2018 16:54
      Highlight @ Dr.Lindic - so ist es und sollte auch in jedem Restaurant so sein.
      0 1 Melden
    • Aaaaaarrghh 25.02.2018 15:40
      Highlight @Dr. Lindic: Die Frage ist dann aber, ob sie den bestellten cocktail auch beherrschen.
      1 0 Melden
  • Darkside 23.02.2018 18:45
    Highlight Grade aus den Skiferien (ja Obi!) zurück wo es in meinem Hotel glücklicherweise einen Barkeeper gab der es verstanden hat einen perfekten Manhattan zu machen. Vor nem knisternden Kaminfeuer in der gediegenen Sofalounge nach nem Tag im Schnee... Can't beat it.
    15 2 Melden
  • mondbewohner 23.02.2018 18:17
    Highlight Mmh, ja, früher war alles besser; auch die Spirituosenvertriebs-Pushs ;). Danke für die Sauf-Anregung pünktlich auf’s Weekend
    11 0 Melden
  • Blue Buck 23.02.2018 18:01
    Highlight 90% dieser Cocktails sind immer noch in allen guten und professionellen Cocktailbars auf der ganzen Welt in der Karte zu finden... Auch wenn der Sidecar nicht gerade einer der besten ist 😀
    37 0 Melden
  • Einloz 23.02.2018 18:01
    Highlight Bei Brandy Alexander kriege ich schon alleine beim Lesen der Zutaten Bauchschmerzen - das muss ja grässlich aufliegen!
    4 6 Melden
    • Burdleferin 24.02.2018 17:58
      Highlight Das ist der, der mich am meisten gluschtet.
      1 0 Melden
  • Hosch 23.02.2018 17:28
    Highlight Die Nr.13 werde ich heute Abend mal ausprobieren. Der einzige Drink für welchen ich alles zuhause hab. Morgen dann ein paar Zutaten einkaufen dann wird morgen Abend interessant^^
    6 0 Melden
  • Aaaaaarrghh 23.02.2018 17:22
    Highlight "Comeback". Die meisten waren nie weg.

    Bitte benutzt aber keine neon-roten Cocktailkirschen. Die sind widerlich.

    Zum Grasshopper, einem eigentlich in dieser Form hässlicher Drink, gibt's eine deutlich verbesserte Version.
    9 0 Melden
  • The fine Laird 23.02.2018 17:18
    Highlight Mit liebe Grüsse an Darth Unicorn👋👋👋
    16 0 Melden
    • Darth Unicorn 23.02.2018 22:10
      Highlight 😂❤ einfach nur hammer 😂 ich wünsch dir ein geniales Wochenende
      10 0 Melden

Wir haben Uno unser Leben lang falsch gespielt! 😱

Du lebst dein Leben nach deinen eigenen Regeln? Dann wirst du erstaunt sein, was im Regelheft von Uno eigentlich steht.

Sie ist die meistgefürchtete Karte im Uno-Universum:

Der Spieler, der über diese mächtige Karte verfügt, bestimmt nicht nur die darauf folgende Farbe, er zwingt seinen Nachfolger dazu, nicht weniger als 4 Strafkarten aufzunehmen und seinen Zug auszusetzen.

Und das Schlimmste: Er kann die Karte, so wie die Wunschkarte, jederzeit spielen, da sie keine bestimmte Farbe hat.

Oder?

ODER?!

FALSCH! Denn laut den offiziellen Uno-Regeln darf man die +4-Karte nur dann spielen, wenn man keine andere Karte …

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