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epa05654921 Russian Prime Minister Dmitry Medvedev (L) and Russian President Vladimir Putin (R) walk together after President's annual address to the Federal Assembly at the Kremlin in Moscow, Russia, 01 December 2016.  EPA/DMITRY ASTAKHOV/SPUTNIK / GOVERNMENT PRESS SERVICE POOL MANDATORY CREDIT

Haben gut lachen: Ihre Sprüche schaffen es locker auf die Topplätze der 2016-Liste Russlands. Bild: EPA/SPUTNIK POOL

Russlands Spruch des Jahres: «Kein Geld, aber halten Sie durch!»



Wörter des Jahres werden nicht nur in der Schweiz gewählt. Auch in Russland suchen Experten nach den Begriffen, die das Jahr prägten. Für 2016 wurden sie fündig bei ihrem Regierungschef.

Ministerpräsident Dmitri Medwedew hat Russland den Spruch des Jahres 2016 beschert. «Geld gibt's nicht, aber halten Sie durch!», beschied der Regierungschef des Landes aufgebrachten Rentnern auf der Halbinsel Krim.

Bei der Wahl zum Wort des Jahres setzte eine Expertenjury Medwedews Replik auf Platz eins in der Kategorie Propagandasprache.

Präsident Wladimir Putin kam auf Platz zwei mit seiner Aussage: «Russlands Grenzen haben kein Ende.» Das habe der Kremlchef im Scherz gesagt, befanden die Sprachexperten.

Aber sie unterstrichen auch das Bedrohliche, das Sendungsbewusstsein dieses Satzes in einer Zeit, in der Russland seinen Einfluss international wieder ausdehnt.

Medwedew schaffte es noch ein weiteres Mal auf die Liste. Er hatte vorgeschlagen, den Caffè Americano durch einen patriotischeren «Russiano» zu ersetzen.

«Brexit», Doping, Pokémon

Zum Wort des Jahres wählten die russischen Experten den «Brexit», das Referendum über ein Ausscheiden Grossbritanniens aus der EU.

«Die russische Propaganda hat getan, was sie konnte, um den Brexit herbeizuführen», schrieb der Journalist Andrej Archangelski in der Zeitung «Nowaja Gaseta». Medien und Politik in Russland hatten sich auf die Seite der Austrittsbefürworter geschlagen.

Auch die Wörter Pokémon, Doping, Wahlen und Krieg schafften es in die sprachliche Jahreschronik.

In Russland suchen die Experten unter Leitung des Kulturwissenschaftlers Michail Epschtejn seit 2007 nach Wörtern und Ausdrücken, die ein Jahr treffend charakterisieren. In der Schweiz wählte eine Jury den Ausdruck «Filterblase» zum Wort des Jahres. (sda/dpa)

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  • Maett 16.12.2016 12:46
    Highlight Highlight Der Platz 2 ist leider ziemlich witzlos. Putin hatte einen Jungen gefragt, wo die Grenze Russlands endet. Er antwortete: an der Barensee bei Alaska. Worauf Putin antwortete: Russlands Grenze ist endlos.

    Ist ja logisch, denn eine Grenze geht ja geschlossen um eine Fläche herum, wie soll sie da "irgendwo" enden können?

    Aber Platz 1 ist grosse Klasse :-)
  • x4253 15.12.2016 07:01
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