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Was ist eigentlich aus unseren Sitcom-Helden der 90er geworden?



Jedes Fernsehkind der 90er kannte und liebte sie: Die schrulligen Charaktere der damaligen Sitcoms. Heute blicken wir zurück und fragen uns: Was ist eigentlich aus Steve Urkel und Co. geworden?

Jaleel White (Steve Urkel in «Alle unter einem Dach»)

Steve Urkel Jaleel White

Jaleel White in seiner Paraderolle als Steve Urkel und bei einem Auftritt 2010 (rechts). Bild: wikipedia/watson.ch

Steve Urkel war der Prototyp für das moderne Klischee des Supernerds. Dicke Brillengläser, die Hose bis zum Bauchnabel hochgezogen, brillant und dabei sozial absolut unfähig. Die schönen Mädchen waren für ihn genauso unerreichbar wie der Respekt anderer Männer. 

Jaleel White, der die Figur verkörperte, hat das klassische Schicksal so vieler Serienstars ereilt: Auf seine erste, grosse Rolle reduziert, blieben weitere, vielversprechende Rollenangebote aus. Auch sein Versuch, im Filmgeschäft Fuss zu fassen, brachte ihm nichts weiter, als zwei kleinere Nebenrollen in «Lügen haben kurze Beine» (2002) und «Dreamgirls» (2006).

Heute schlägt sich Jaleel White vor allem mit kleinen Gastrollen in TV-Serien und gelegentlichen Moderationsjobs durch. Auch als Reality-Star in Sendungen wie «Dancing with the Stars» ist er zu sehen. Wenn er mal doch auf einem roten Teppich auftaucht, dann ist er vor allem eines: Der alternde Schauspieler, der früher mal Steve Urkel war.

Zu einer allfälligen Rückkehr als Steve Urkel meinte White nur:

«Wenn ihr mich jemals dabei erwischt, dass ich diesen Charakter noch einmal spielen möchte, stoppt mich und jagt mir eine Kugel in den Kopf, um mich von meinem Leiden zu erlösen.»

Alfonso Ribeiro (Carlton Banks in «Der Prinz von Bel-Air»)

Carlton Banks Alfonso Ribeiro

Alfonso Ribeiro als Carlton in «Der Prinz von Bel Air» und bei einem Auftritt 2011 (rechts). Bild: imdb/wikipedia/watson

Carlton Banks war zwar der spiessige Cousin von Will, aber sein Herz hatte er immer am rechten Fleck. Wie oft haben wir über ihn, aber auch mit ihm gelacht, wenn Will immer und immer wieder seinen Schabernack mit ihm getrieben hat? Nach dem Ende der Serie hat Will Smith eine steile Schauspielkarriere hingelegt. Und Carlton? 

Schauspieler Alfonso Ribeiro hat bereits ein Jahr vor dem Ende von «Der Prinz von Bel-Air» eine Rolle in einer anderen Serie ergattert. In der bei uns kaum bekannten Sitcom «Ein schrecklich nettes Haus» gehörte er für vier Jahre zur Hauptbesetzung. Nachdem auch diese Serie zu Ende ging, trat Ribeiro nicht mehr gross als Schauspieler in Erscheinung. 

Seither kennen ihn die Leute in den USA vor allem als Moderator und Reality-Star. Bereits 2008 moderierte Ribeiro zwei Spielshows, bevor es ihn dann 2013 ins britische Dschungelcamp zog. Eine Leidenschaft, die Ribeiro sein Leben lang verfolgte, war das Tanzen und so gewann er dann 2014 auch die US-Ausgabe von «Dancing with the Stars». Auftritte als Schauspieler hat er nur noch sehr selten.

Richard Karn (Al Borland in «Hör mal, wer da hämmert»)

Richard Karn

Richard Karn bei einem Auftritt in einem Golfclub 2015 (rechts). bilder: abc/getty images

Er war der liebenswerte Sidekick von Heimwerkerkönig Tim Taylor in dessen fiktiver Sendung «Tool Time». Obwohl er der beste Freund von Tim war, ist er dessen genaues Gegenteil –ruhig, besonnen und lieber etwas vorsichtiger mit selbst modifizierten Maschinen. Doch dann war die Show zu Ende und von Richard Karn hörte man in unseren Breitengraden nichts mehr.

Tatsächlich war Karn in den USA aber noch einige Zeit auf den Bildschirmen präsent. So war er ab 2002 vor allem als Game-Show-Moderator zu sehen. Auch drehte er ein paar familienfreundliche Filme, die aber nur wenig Erfolg hatten. Ab 2006 wurden seine Auftritte in Film und Fernsehen immer seltener und nach 2009 wurde es dann sehr ruhig um ihn.

2015 wagte er dann ein Comeback und zwar ausgerechnet mit einer Heimwerkershow namens «You Karn Fix It Yourself». Die Sendung wurde allerdings bereits nach einem Jahr wieder eingestellt.

Max Wright (Willie Tanner aus Alf)

Max Wright Alf

Max Wright als William Francis Tanner in «Alf». Wie er heute aussieht könnt ihr euch hier anschauen Bild: NBC

Er war der brave Familienvater, der einem Ausserirdischen Unterschlupf gewährte, auf dessen Heimatplanet Katzen als Delikatesse galten. Immer wieder kam Max Wright als William «Willie» Tanner mit dem frechen Ausserirdischen Alf in Konflikt und unterhielt so ein Millionenpublikum.

Als die Serie 1990 eingestellt wurde, war dies gleichzeitig der Beginn des unrühmlichen Abstiegs von Max Wright. Bereits während des Drehs soll Wright immer öfters durch Alkoholkonsum und Aggressionen für Probleme gesorgt haben. Dies hatte zur Folge, dass er sich in der Unterhaltungsindustrie selbst immer mehr ins Abseits manövrierte.

Nachdem er 1995 an Krebs erkrankte, war seine Schauspielkarriere definitiv vorbei. In den folgenden Jahren machte Wright vor allem noch durch Alkoholeskapaden auf sich aufmerksam. Als 2001 auch noch ein Video auftauchte, dass ihn dabei zeigte, wie er Crack konsumiert und Sex mit Obdachlosen hat, brach auch seine Familie den Kontakt zu ihm ab. Zwar konnte die Echtheit des Videos nie verifiziert werden, dennoch war Wrights Ruf nun endgültig zerstört. Heute lebt er angeblich vereinsamt und verarmt in einer kleinen Wohnung in Kalifornien.

Katey Sagal (Peggy Bundy in «Eine schrecklich nette Familie»)

Katey Sagal

Katey Sagal auf der San Diego Comic Con 2010 (rechts). Bild: wikipedia/watson

Sie ist wohl der bekannteste Rotschopf der 90er. 11 Staffeln lang versuchte Katey Sagal als Margaret Peggy Bundy sich vor Hausarbeit zu drücken und ihren Mann zu etwas mehr Intimität mit ihr zu nötigen.

1997, nach dem Ende der Serie, ging es für Katey Sagal karrieretechnisch erstmal nicht sonderlich steil nach oben. Immer mal wieder trat sie in einzelnen Episoden von verschiedenen TV-Serien auf und drehte auch eine Handvoll Fernsehfilme. 2002 dann, ergatterte sie in der Serie «Meine wilden Töchter» eine Rolle, die sie für die nächsten drei Jahre begleiten sollte.

Danach war Sagal definitiv eine feste Grösse im Serienbusiness. Fast ständig war sie in Gastrollen von Serien zu sehen. 2008 dann liess sie ihre Vergangenheit als Sitcom-Star hinter sich als sie in der Dramaserie «Sons of Anarchy» die Rolle der Gemma Teller Morrow annahm. 2014 ging die Serie «Sons of Anarchy» zu Ende. Seither ist Sagal wieder in diversen Serien zu sehen, unter anderem auch einer Sitcom. In «The Big Bang Theory» hatte sie bereits einen ersten Auftritt als Pennys Mutter.

Roseanne Barr (Roseanne Conner in «Roseanne»)

Roseanne Barr

Roseanne Barr 2015 mit blondiertem Haar (rechts). bilder: abc/epa

Ein ganzes Jahrzehnt hat Roseanne Barr uns als Roseanne in der gleichnamigen Sitcom geprägt. Die herrische Hausfrau und Mutter hat uns gezeigt, wie man seine Kinder und den Mann im Griff hat und dabei auch noch den Alltagswahnsinn meistert. 1997 wurde die Serie und damit ein Stück Fernsehgeschichte nach 9 Jahren eingestellt.

Doch für Roseanne Barr war dies keinesfalls das Karriereende. Bereits vor der Sitcom war sie eine – zumindest in den USA –bekannte Stand-Up-Komödiantin und so erhielt sie 1998 ihre eigene Talkshow, in welcher sie Gäste mit ihrem gewohnt brachialen Humor konfrontierte. Doch bereits nach zwei Jahren wurde die Show eingestellt und auch alle nachfolgenden Versuche von Barr, mit einer neuen Show beim Publikum zu punkten, schlugen fehl.

Beinahe 10 Jahre war es dann sehr ruhig um den ehemaligen Sitcom-Star. 2012 trat sie sogar als Präsidentschaftskandidatin an, konnte aber nur 62'000 Stimmen für sich verbuchen. Seit 2014 ist sie wieder etwas mehr ins Rampenlicht gerückt. Ihre schauspielerischen Tage sind aber wohl definitiv vorbei. Stattdessen wirkt Barr nun als Jurorin an Comedy-Talentshows mit oder moderiert Sendungen.

Mary-Kate und Ashley Olsen («Michelle Tanner» in Full House)

Olsen Zwillinge Olsen Twins

Die Olsen Zwillinge in den 90ern und 2014. bild: abc/keystone

Sie waren wohl die beliebtesten Zwillinge der 90er Jahre –Mary-Kate und Ashley Olsen. Abwechselnd verkörperten sie in der Serie «Full House» die freche Michelle Tanner, die schon bald der Liebling der Nationen war. 

Nach dem Ende von «Full House» gingen auch die Schauspielkarrieren der Olsen-Zwillinge schnell zu Ende. Ashley selbst sagt, dass sie seit ihrem 17. Lebensjahr nicht mehr vor einer Kamera gestanden hat. Rein finanziell war das für die beiden nicht von belangen, denn mit 18 Jahren hatten beide schon über 200 Mio auf ihrem Konto.

Wie viele Künstler versuchten sich die beiden Zwillinge als Modedesignerinnen und sind damit äusserst erfolgreich. 2012 wurden sie vom Time-Magazine zur All-Time-Mode-Ikone gewählt, ein Titel, den zuvor schon Modeschaffende wie Miuccia Prada oder Coco Chcanel erhielten.

Heutzutage ist Mary-Kate vor allem noch wegen ihrer Ehe mit dem 17 Jahre älteren Olivier Sarkozy, dem Bruder von Nicolas Sarkozy, in den Medien. Ihre Schwester Ashley hat sich bereits 2012 aus dem Rampenlicht zurückgezogen. Als Grund gibt sie ihre Erkrankung an Lyme-Borreliose an.

Umfrage

Welche Sitcom hat dich in den 90ern am häufigsten begleitet?

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4,345 Votes zu: Welche Sitcom hat dich in den 90ern am häufigsten begleitet?

  • 6%Alle unter einem Dach
  • 21%Der Prinz von Bel-Air
  • 7%Alf
  • 9%Full House
  • 16%Hör mal, wer da hämmert
  • 28%Eine schrecklich nette Familie
  • 1%Seinfeld
  • 10%Friends
  • 0%Alle lieben Raymond
  • 1%Frasier

So sehen die Kinderstars von damals heute aus

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24
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    Alle Leser-Kommentare
  • Mooncat 31.01.2017 16:00
    Highlight Highlight Hach Danke Watson! Ich liebe solche kleinen Wo sind jetzt ... Informationen.
    Zu Full House /Olsen Twins vielleicht noch die Anmerkung, dass es eine Fortsetzung (auf Netflix glaube ich) gibt, Fuller House, mit quasi allen alten Original-Cast, zumindest mit Gastauftritten. Einzige Ausnahme: Die Twins.
    Und nehme gerne noch mehr solche Infos zu Serien-Klassikern ... (hint, hint)
    • Pascal Scherrer 31.01.2017 16:38
      Highlight Highlight Ja, bei Fuller House war es so, dass Ashley Olsen nicht wollte, weil sie schon zu lange nicht mehr vor der Kamera stand und ihre Schwester keine Zeit hatte (oder wohl schlicht auch keine Lust dazu hatte 😉 ).

      Zum Thema Netflix: Der Streaminganbieter belebt ja gerne Serien wieder. Gilmore Girls und Arrested Development fällt mir da z.B. spontan ein.
  • karimbo93 31.01.2017 14:06
    Highlight Highlight Geld macht halt nicht glücklich.
    Wenn man die kleinen Dinge nie schätzen gelernt hat fällt man später psychisch in den Abgrund.

    Enjoy your Day(:
  • Statler 31.01.2017 12:10
    Highlight Highlight Niemand hat Frasier gekuckt? Echt? Der war irgendwie witzig...
    Alle lieben Raymond hingegen hat die 0 verdient ;)
    • Thomas J. aus B. 31.01.2017 12:46
      Highlight Highlight Frasier ist für mich eine der Serien auf dem Olymp. Schaff(t)en bisher für mich nur wenige an Frasier heran.
    • Hans Jürg 31.01.2017 15:22
      Highlight Highlight Frasier ist für mich eine der besten Serien von damals. Daneben noch Becker.
      Und die Nummer 1: Moonlighting (Das Modell und der Schnüffler). Der Beginn von Bruce Willis' Komiker-Karriere.
    • Thomas J. aus B. 31.01.2017 16:13
      Highlight Highlight @Hans Jörg
      Becker fand ich auch sehr toll. Ironie und Sarkasmus soweit das Auge reichte.
  • Homes8 31.01.2017 11:57
    Highlight Highlight Meine Lieblings-Sitcom ist nach wie vor "the Golden Girls". Lief 1990-94.
    Leider lebt nur noch "Rose" (Betty White) die älteste von den vier Frauen (Sophia war jünger, obwohl sie die Grossmutter gespielt hat). Kürzlich am 17. Jäner ist sie 95 geworden
    Play Icon
  • Duscholux 31.01.2017 10:29
    Highlight Highlight Katey Sagal spricht übrigens auch Leela aus Futurama.
    • Hans Jürg 31.01.2017 15:23
      Highlight Highlight Und ist eine gute Sängerin. Leider nicht sehr erfolgreich.
  • Chaose 31.01.2017 10:24
    Highlight Highlight Bei Katey Sagal habt Ihr einen wichtigen Job vergessen, den sie nach Peggy Bundy hatte: sie war die Stimme von Leela bei Futurama. Und sie machte das toll!
  • Hoppla! 31.01.2017 10:09
    Highlight Highlight Die Simpsons

    Homer arbeitet immer noch im Kernkraftwerk. Marge ist immer noch eine mehr oder weniger glückliche Hausfrau. Lisa ist immer noch hochbegabt und immer noch in derselben Klasse. Bart ebenfalls, ausser, dass er nicht die Bohne hochbegabt ist. Maggie kann immer noch nicht sprechen. Duffman ist immer noch Maskottchen. Mo hat immer noch die Bar. Abe ist immer noch böse. Mr. Burns ist immer noch Kernkraftwerkbesitzer. Smithers ist immer noch in Burns verliebt. Lenny und Carl sind immer noch...

    Nicht alles ändert sich. ;-)
  • bcZcity 31.01.2017 10:07
    Highlight Highlight Married with Children, Tool Time, Roseanne, Alf, Friends, Whos the Boss, Family Matters, Golden Girls etc. etc.

    Heutzutage gibt es wenige gute Sitcoms (Big Bang), dafür einen Überfluss an Action und Fantasy Serien.

    Buuuundyyyy!!
    • dä dingsbums 31.01.2017 11:08
      Highlight Highlight Auch ein paar Jahre alt, aber trotzdem eine super Sitcom: Coupling (BBC)
    • Meitlibei 31.01.2017 13:39
      Highlight Highlight Big Bang war mal gut jetzt leider nur noch Durchschnitt.
  • UncleHuwi 31.01.2017 09:58
    Highlight Highlight und was wurde aus Alf? wieder zuhause auf dem Planeten Melmac?😁
    • leu84 31.01.2017 10:19
      Highlight Highlight Ich habe kürzlich gelesen, das der Schauspieler vor etwa vor einem halben Jahr verstarb
    • Pascal Scherrer 31.01.2017 10:20
      Highlight Highlight Damit du auch noch die seriöse Variante als Antwort hast:

      Alf-Darsteller Michu Meszaros ist im Frühling 2016 verstorben. Er war derjenige, der im Alf-Kostüm steckte (wo nicht die Puppe verwendet wurde).
    • leu84 31.01.2017 10:42
      Highlight Highlight Danke für die Details
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  • rodolofo 31.01.2017 09:55
    Highlight Highlight Legendär war der Seufzer von Peggy Bundy:
    "Ich habe eingekauft und eingekauft und bin einfach nicht richtig glücklich geworden!"
    • Statler 31.01.2017 12:09
      Highlight Highlight Oder Al: «Ich geh jetzt rauf und mach das Dach» - «Oh Aaaal, warum machst Du's nicht mir?» - «Weil das Dach nicht sagt, mach's mir nochmal»

Hier ist der erste Teaser zur finalen Staffel «Game of Thrones» – inklusive Startdatum

Es war eine Hiobsbotschaft für viele Fans, als HBO 2017 verkündete, dass die finale Staffel von «Game of Thrones» erst 2019 starten würde. Lange wurde spekuliert, wann genau, nun hat der Sender endlich das offizielle Startdatum bekannt gegeben: April 2019.

Zwar hüllt sich der Sender noch immer in Schweigen, an welchem Tag genau es weitergeht, die Staffel dürfte aber vor dem 22. April starten, damit die Serie sich noch für die Emmys qualifizieren kann.

Zur frohen Botschaft spendiert uns HBO auch …

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