Spass

Egal wo, was oder ob du studiert hast: Diese 9 Dozenten-Typen kennst auch du

Das Hochschulleben weilt noch im Semesterferien-Schlummerschlaf, doch die Zeit des neuerlichen Büffelns und Beissens in den Rängen der Vorlesungssäle naht unweigerlich. Eine Auseinandersetzung mit den neun Dozenten-Typen, welche diese Szenen orchestrieren.

04.09.17, 20:01 05.09.17, 07:16

Gutmensch-Dozenten

Ausgestattet mit vollends ausformulierten Powerpoint-Folien, wobei idealerweise die wichtigsten Punkte rot markiert sind, bedienen sie sich gerne Formulierungen, wie «... das könnte zum Beispiel eine Prüfungsfrage sein». Und, oh Überraschung, es ist dann auch eine Prüfungsfrage.

Etwa so:

Bild: watson / shutterstock

Pragmatik-Dozenten

Nicht das direkte Gegenteil der Gutmensch-Dozenten, aber dennoch beinahe diametral dazu zu verstehen. Eine Powerpoint-Präsentation umfasst hier zirka acht Folien à maximal drei Stichworten – für eine Doppelvorlesung. Dazu gibt es harte Fakten, präsentiert in einer zeitlichen Abfolge, die jegliches kognitives Fassungsvermögen um ein Vielfaches überschreitet.

Etwa so:

Bild: watson / shutterstock

Und das Ganze aus Studenten-Perspektive:

Technophobie-Dozenten

Erfahrungsgemäss einem älteren Semester entspringend, verraten sich Exponenten dieser Dozenten-Gattung durch ein überdurchschnittliches Technologie-Unverständnis. Begriffe wie Powerpoint, Mikrofon oder Filmausschnitte sind hierbei rote Tücher und werden kategorisch gemieden. Gut und gerne wird dafür auf Flipchart, Hellraumprojektor und Öl-Lampe Wandtafel gesetzt.

Etwa so:

bILD: WATSON / SHUTTERSTOCK

Wirrwarr-Dozenten

Stolze Vertreter der Konfuse-Professoren-Zunft. Sie halten stolz die Werte der alt-ehrwürdigen Verwirrten-Tradition hoch. Mit einem geordneten Ablauf der Vorlesung darf keinesfalls gerechnet werden. Ausufernde Gedankenzüge werden schamlos ausgeführt, das Gedachte unportioniert verbal wiedergegeben. Der Fundus an Wissen ist dabei immens, ohne Frage, aber kaum verwertbar. Zeigt typischerweise eine Nähe zu Technophobie-Dozenten auf.

Etwa so:

Bild: watson / shutterstock

Bild: watson / shutterstock

Technophilie-Dozenten

Die Antithese zu den Dozenten-Typen 3 und 4. Die breite Auswahl an audio-visuellen Hilfsmitteln wird erschöpfend eingesetzt, Online-Plattformen werden zum zentralen Angelpunkt der Unterrichtsvorbereitung und der Vorlesungssaal wird zu einem Multimedia-Erlebnis-Park.

Etwa so:

Bild: watson / shutterstock

Bevor es das Wort «Technophilie» überhaupt gab: 

Witzbold-Dozenten

Die Lehrbuch-Beispiele sind für diese Dozenten-Sorte ein alter Schuh. Stattdessen werden die skurrilsten Vergleiche und Analogien gezogen, untermalt von ach-so-lustigen Bildern und nicht selten abgeschmeckt mit einem kecken Spruch auf der Vorlesungs-Folie. Je nach Ausprägung ist die Performance durchzogen von sarkastischen Seitenhieben gegen andere Fachrichtungen, fakultätsinterne Kolleginnen und Kollegen und die Universität als Institution. 

Etwa so:

Bild: watson / shutterstock

Interaktivität-Dozenten

Sie segeln unter der Flagge der «Das hier soll kein Ort des Frontalunterrichts sein»-Fraktion. Schlagwörter wie Input, Diskussion und gemeinsames Erarbeiten dominieren das Vokabular. Hierbei beliebt ist der Verweis auf die antiquierte Vorstellung einer Lehrform, bei der die Dozenten «ihr Wissen Monolog-artig präsentieren». Die wiederholte Betonung auf den Mehrwert, der aus dem Miteinander generiert werden kann, gleicht zusehends einer akademischen Litanei.

Etwa so:

Bild: WATSON / SHUTTERSTOCK

Kollegen-Dozenten

Verwandtschaft zu Dozenten-Typen 6 und 7 kaum wegzudiskutieren. Grenzen sich aber insofern ab, als dass sie krampfhaft versuchen, sich als Teil der Studentschaft zu geben. Dies schlägt sich unter anderem im Kundtun eigener Meinungen und Positionen, einem niedrigen Mass an Formalität und krampfhaften Wir-Parolen nieder.

Etwa so:

Globetrotter-Dozenten

Die Welt scheint sich um sie zu reissen. Symbolisch dafür wird der Vorlesungssaal von Zeit zu Zeit triumphierend mit einem Gepäckstück betreten. Bevor dieser Status auch je von Zweifeln angekratzt werden kann, werden Vorlesungen und Seminare verschoben oder gestrichen, weil Symposien, Tagungen und Gipfel besucht werden müssen.

Etwa so:

Bild: watson / shutterstock

Und welchen Dozenten-Typ hast du vermisst?

Schau her, das wird aus einem, wenn man Bachelor ist: Vujo im Kreuzverhör

3m 30s

Sex, Frauen und Luxus - Der Bachelor im Kreuzverhör

Video: watson/Nico Franzoni, Lya Saxer

Das sind die besten Universitäten der Welt

Mehr zum Uni-Leben:

21 Dinge, die du nur verstehst, wenn du Jus studierst

Schaffst du es an die Elite-Uni? 10 Punkte und du bist schon fast in Harvard

12 Grafiken, die das Leben als Student perfekt zusammenfassen

17 Dinge, die du nur verstehst, wenn du Wirtschaft studierst

17 Dinge, die du nur verstehst, wenn du Medizin studierst

Voll im Prüfungsstress? Hier 11 Motivations-Sprüche für dich

8 Grafiken, die zeigen, warum Studenten keine vorige Zeit zum Faulenzen haben (inklusive ETH-Bonus)

Diese Studenten-Kits befriedigen all deine Vorurteile. Erkennst du deine Kommilitonen?

9½ Tricks, die das Lernen einfacher machen (Nummer 1: Fang früher an)

«Lehrer sind fair» und andere Schulmythen, die ganz und gar nicht stimmen – ein Insider-Bericht

Wie man sich den Sommer gewohnt ist und was der Prüfungsstress der Freundin daraus macht

Diese Lehrer wissen, wie sie mit ihren Schülern umgehen sollen

10 liebenswerte Idioten, die in keinem Freundeskreis fehlen dürfen

Es ist wieder Prüfungszeit! Wie du den Lernstress eigentlich bewältigen solltest – und wie es in Wirklichkeit ist

Schulfächer, die es schon bald geben wird (wahrscheinlich)

20 Prüfungsantworten, die dir das sichere Gefühl geben, nicht völlig verblödet zu sein

Ist das Studentenleben wirklich das Richtige für dich? Hier findest du es raus

Alle Artikel anzeigen

Hol dir die App!

Zeno Hirt, 25.6.2017
Immer wieder mal schmunzeln und sich freuen an dem, was da weltweit alles passiert! Genial!
Abonniere unseren NewsletterNewsletter-Abo
22
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 72 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
22Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Knety 05.09.2017 15:39
    Highlight Der Skriptkorrigierer.
    Vor jeder Vorlesung wird erst einmal 10 Minuten das Skript korrigiert.
    3 0 Melden
  • Zap Brannigan 05.09.2017 10:11
    Highlight Derjenige, der dauernd unnötige englische Wörter nutzt, diese aber so ausspricht, wie Adolf Ogi: War eine tschällänsch mit all diesen Stödis. Aber mit viel piir impäkt und tollen sitaischons. Wo ist noch mal der Pauerböttön des Biimers?
    Oh föck, dachte man jeweils.
    16 1 Melden
  • HAL9000 05.09.2017 08:49
    Highlight Regula... :'-D Ich chan nömm... sorry aber die näme woner amigs nänd sind eifach de hammer...
    Regula xD
    13 2 Melden
    • HAL9000 05.09.2017 11:11
      Highlight Blitzvoter sind sicher Regulas

      Sorry ;)
      10 0 Melden
  • Musterschüler 04.09.2017 22:36
    Highlight Nummer 2 ist für mich das schlimmste. Am Anfang geht es ja noch aber nach zwei Stunden...
    5 0 Melden
  • Phrosch 04.09.2017 22:32
    Highlight Hach, ich werde nostalgisch... Die Professoren dozierten, wir schrieben mit und tauschten später Notizen aus. Bei den zwei oder drei gewissenhaften Dozenten gab es sogar Skripte. Und natürlich hatten wir Regale voller Bücher und lebten zeitweise in der Bibliothek.
    12 1 Melden
  • smoenybfan 04.09.2017 22:28
    Highlight Der Wirtschaftsprof, der 'als Unterricht' von seinen Luxusferien erzählt (war aber nur Gastdozent in einer ansonst guten Vorlesung)

    Der Marketingprof, der MyMuesli eine Stunde lang Werbung machen liess, derweil in Monaco weilte und das auch noch als Gastvortrag verkaufte...

    Der Prof, der die Folien statt auf Ilias lieber auf seine persönliche Geschäftsseite lädt und sie mit Passwort versieht, damit sie ja nicht bearbeitet werden können. Das Passwort dann aber gleich mitliefert.

    10 0 Melden
  • Whatif... 04.09.2017 22:21
    Highlight Der Hyperaktive: behandelt in einer Doppelvorlesung den Stoff des ganzen Semsters, Pause und pünktliches Ende ist für ihn ein Fremdwort, kritzelt 20 Wandtafeln voll, wirft mit unbekannten Fremdwörter um nur so um sich und bezichtigt die kompliziertesten Herleitungen als Trivial. Dass er keinen Herzstillstand erleidet ist wohl eher verwunderlich. Auch bekannt als ETH- Prof...Wobei es ihn überall gibt, jedoch mit Berücksichtigung der fehlenden Überlebensfähigkeit in freier Wildbahn.
    15 1 Melden
  • Jaing 04.09.2017 22:05
    Highlight Die Ethnologie-Professorin, die zwar für jegliche Völker grösstes Verständnis hat und regungslos Kämpfe zwischen Volksgruppen auf Papua-Neuguinea beobachtet, aber komplett durchdreht, wenn ein Student 2 Minuten später in den Vorlesungssaal kommt.
    56 1 Melden
    • Gelöschter Benutzer 04.09.2017 22:18
      Highlight Ethnologie hihihi
      19 11 Melden
    • Pafeld 04.09.2017 23:46
      Highlight Ethnologie, die Königsdisziplin unter den Zirkuswissenschaften.
      15 4 Melden
  • kleiner_Schurke 04.09.2017 21:01
    Highlight Der Manipulator: Die Daten der aktuellen Studie sind nicht so wie erwartet. Also werden die Experimente einfach ausgelassen die nicht ins Bild passen. Der gleiche Typ ist auch Plagiator. Daten von Ex-Doktoranden und Ex-Mitarbeitern werden gnadenlos ausgeschlachtet. Aus alten verworfenen Texten und Daten wird für die eigene Tochter eine Dissertation und zwei Publikationen gebastelt. Macht man ihn drauf aufmerksam, bekommt man von Rechtskonsulenten Der Uni Post.
    35 16 Melden
  • kleiner_Schurke 04.09.2017 20:56
    Highlight Einen habe ich noch. Aber der ist hart: Der Blutstempler, ja richtig gelesen Blutstempler. Dieser rieb sich den Ellenbogen bis es anfing zu bluten. Das ganze verschorfte. Als ich ein paar Blätter auf den Konferenz Tisch legte, kniffelt er an seinem Schorf herum bis es blutete. Er beugte sich über meine Graphen und stütze sich ab und stempelte sein Blut auf meine Blätter. Als er das bemerkte, ging er zu seinem Schreibtisch, nahm Tippex und tippexte sein Blut einfach weg, als wäre das die normalste Sache der Welt. Ja Freunde, auch das gibt es an unseren Unis.
    51 14 Melden
  • mooi 04.09.2017 20:53
    Highlight In Luzern resp. Horw gibt's noch die Zürcher Dozenten, welche an einem Luzerner Feiertag trotzdem unterrichten, weil ja in Zürich nicht frei ist.
    67 2 Melden
    • jjjj 04.09.2017 21:24
      Highlight Recht so! #zwinglirulez
      52 7 Melden
    • Musk95 04.09.2017 22:56
      Highlight haha nice 😂
      3 0 Melden
  • kleiner_Schurke 04.09.2017 20:50
    Highlight Der nicht Gesellschaftsfähige: In Kristallografie (wir berechneten Symmetrie-invariante Untergruppen) wagte es ein Student mal eine Frage zu stellen, worauf dieser so derart zusammengeschissen wurde, dass nie wieder jemand eine Frage stellte.

    Der absolute Chaot: war schon mit 35 Prof., kiffte bis die Schwarte krachte, lief so gegen 11:00 am Morgen ein und war, so ganz nebenbei, der brillanteste Kopf den ich je in meinem Leben getroffen haben.
    50 7 Melden
    • Menel 04.09.2017 22:04
      Highlight Oh, ja und das nachdem er 10min davor meinte, dass er das Gefühl hat, niemand arbeitet mit 😅🙈
      14 1 Melden
  • kleiner_Schurke 04.09.2017 20:46
    Highlight Der Alkoholiker: sämtliche Physikexperimente wurden im Zusammenhang mit Alkohol erklärt. Z.b. Schiefe Ebene – da rollten Bierdosen herunter. Im Büro des Betreffenden standen ringsherum leer Whiskey flaschen.

    Der nicht anwesende: Prof. X. Sollte mit uns die Vorlesung Quantenchemie II abhalten. Das mochte er aber nicht machen. Deshalb entsandte er seinen isländischen Assistenten, der nur gebrochen Englisch sprach. Da diesem das wiederum zu doof war, musste stets einer von uns 90 Min an der Tafel stehend Orbitalrechnungen erklären...
    41 10 Melden
  • Ani_A 04.09.2017 20:35
    Highlight Ach der Globetrotter-Dozent: Da hast du zwar einen grossen Respekt, weil er schon von irgendwelchen Regierungschefs und Unternehmen als Berater tätig war. Andererseits hast du auch nie einen Plan, ob heute nun Vorlesung ist oder nicht und deine Arbeiten kriegst du dann irgendwann zurück, wenn er im Flugzeug/Auto/Zug dazu kommt, diese zu bearbeiten.
    44 0 Melden
  • Boogie Lakeland 04.09.2017 20:23
    Highlight Noch der “ich hab noch 4 Jahre bis zur Pension und meine Frau ist mit einem Philosophie Prof durchgebrannt“ Typ
    Und die “sobald eine Frage kommt verlier ich den Faden“ Typen.
    Letztere zwangen mich an den Rand der Verzweiflung.
    56 1 Melden
  • Süffu 04.09.2017 20:12
    Highlight Mir fehlen ein paar:
    - der "...als ich bei xy das Projekt Laserschwert-Huftrimmung geleitet habe..."
    - die Schlaftablette (mit vielen oberlangweiligen Self-Study "Aufgaben")
    - der/die überforderte der/die frisch Doktoriert hat
    69 2 Melden

So ist es, eine Freundin zu haben – in 18 sexy Cartoons

Yehuda Devir, ein Cartoonist aus Tel Aviv, versteht nicht nur etwas von Kunst, sondern offensichtlich auch von seiner Freundin. In den meisten Fällen zumindest.

Seine Kunstwerke über das Zusammenleben mit seiner Liebsten jedenfalls sind brillant ... und auch so, so wahr.

(sim)

Artikel lesen