Sport kompakt

Mit 6:43 Stunden Tennis brechen Mayer und Souza den Uralt-Rekord von McEnroe und Wilander  

09.03.15, 11:38 09.03.15, 18:03

Die längsten Tennis-Matches der Geschichte

Im Achtelfinal-Derby zwischen Argentinien und Brasilien spielen Leonardo Mayer und Joao Souza das längste Einzel der Davis-Cup-Geschichte. Nach sechs Stunden und 43 Minuten gewinnt der Argentinier Mayer in Buenos Aires mit 7:6 (7:4), 7:6 (7:5), 5:7, 5:7, 15:13. 

Der 27-Jährige, der in der Weltrangliste Position 27 einnimmt, glich mit diesem Sieg für den Gastgeber zum 2:2 aus. Mayer benötigte für den Erfolg elf Matchbälle. Der Effort lohnte sich auch für seine Mannschaft. Sein Landsmann Federico Delbonis (ATP 83) rang im fünften Spiel den Brasilianer Thomaz Bellucci (ATP 85) in vier Sätzen nieder und sicherte Argentinien den Vorstoss in die Viertelfinals der Weltgruppe.

Mayer und Souza brachen mit ihrem epischen Duell den Davis-Cup-Rekord von John McEnroe (USA) und Mats Wilander (Sd), die 1982 sechs Stunden und 22 Minuten auf dem Platz gestanden hatten. Die Südamerikaner kamen aber bei weitem nicht an die unvergessliche Wimbledon-Partie von 2010 zwischen John Isner (USA) und Nicolas Mahut (Fr) heran, die mehr als elf Stunden gedauert hatte. 

Am längsten Davis-Cup-Spiel überhaupt waren zwei Schweizer beteiligt. Im Februar 2013 hatten Stan Wawrinka und Marco Chiudinelli das Doppel gegen die Tschechen Tomas Berdych/Lukas Rosol nach etwas mehr als sieben Stunden mit 22:24 im Entscheidungssatz verloren. (si/dpa) 

Abonniere unseren NewsletterNewsletter-Abo
0
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 72 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
0Alle Kommentare anzeigen

«Spiele Tennis nur wegen des Geldes» – die entwaffnende Ehrlichkeit des Bernard Tomic

Tennisprofi Bernard Tomic ist mit unheimlich viel Talent gesegnet, doch vermochte er dieses bislang nur selten auszuschöpfen. Jetzt ist auch klar warum: In einem Interview erklärt die Weltnummer 73, dass ihm Tennis nichts bedeutet und er nur wegen des Geldes spielt.

Bernard Tomic war einst der beste Tennisjunior der Welt. Gleich dreimal gewann er mit dem Orange Bowl eines der bedeutendsten Juniorenturniere. 2008 triumphierte er beim Australian Open, ein Jahr später gewann er das US Open der Junioren. Zuvor hatte er in Melbourne als 16-Jähriger und damit als jüngster Spieler aller Zeiten ein Match beim Turnier der Profis gewonnen. 

Kein Wunder galt Tomic damals als künftige Weltnummer 1 und kommender Grand-Slam-Sieger. Doch Tomic ist vieles schuldig …

Artikel lesen