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ARCHIV --- ZUR MELDUNG, DASS DER GAESTESEKTOR IM SPIEL AARAU-FCZ LEER BLEIBT, STELLEN WIR IHNEN FOLGENDES BILD ZUR VERFUEGUNG --- Eine von unzaehligen Fackeln, welche durch Zuercher Fans geworfen wurden, brennt auf dem Spielfeld, im Fussball Meisterschaftsspiel der Super League zwischen dem FC Basel 1893 und dem FC Zuerich am Sonntag, 12. April 2015, im Stadion St. Jakob-Park in Basel. (KEYSTONE/Patrick Straub)

Der Fakelwurf von Basel hat ein Nachspiel. Bild: KEYSTONE

Aargauer Polizei: «Wir wollen ein Zeichen setzen. So geht es nicht. Diesmal gehen wir nicht einfach wieder zum Alltag über.»

Die Aargauer Kantonspolizei ist Bewilligungsbehörde, wenn es um Fussballspiele im Brügglifeld geht. Jetzt macht sie davon erstmals Gebrauch: Sie verfügt eine Teilsperrung des Stadions. Der FC Aarau ist enttäuscht. 

Mario Fuchs / aargauer zeitung



Ein Artikel der

Die Medienmitteilung trifft am Donnerstag um 15.31 Uhr ein: «Aufgrund akuter Sicherheitsbedenken hat die Kantonspolizei Aargau verfügt, dass bei der Begegnung FC AarauFC Zürich vom nächsten Samstag keine Gästefans zugelassen werden.» Die Nachricht verbreitet sich in der Fussballschweiz wie der Rauch von Pyros: flächendeckend, innert Sekunden. Wer jetzt die Verantwortlichen bei der Polizei, beim FCA oder beim FCZ anruft, erhält überall die gleiche Antwort: ein Besetzt-Zeichen.

Liga: «Nehmens zur Kenntnis»

Die Aufregung hat einen Grund: Was die Aargauer Polizei macht, ist eine Premiere. Noch nie verfügte eine Kantonspolizei direkt die Sperrung eines Fansektors auf Super-League-Niveau. Dies bestätigt Philipp Guggisberg, Sprecher der Swiss Football League.

Sektorsperrungen oder Geisterspiele ganz ohne Fans sind zwar nichts Neues – wurden bislang aber immer nur von der Liga selbst als disziplinarische Massnahme gegen einen Klub verfügt. Kommentieren will die Liga den Entscheid nicht. Guggisberg: «Wir haben ihn zur Kenntnis genommen.» Jedoch, gibt er zu bedenken, werde «die Kurzfristigkeit alle involvierten Parteien vor eine grosse Herausforderung stellen».

ARCHIV --- ZUR MELDUNG, DASS DER GAESTESEKTOR IM SPIEL AARAU-FCZ LEER BLEIBT, STELLEN WIR IHNEN FOLGENDES BILD ZUR VERFUEGUNG --- Die Spieler des FC Zuerich bedanken sich bei ihren Fans nach ihrem 0-3 Sieg im Fussball Meisterschaftsspiel der Super League zwischen dem FC Aarau und dem FC Zuerich im Stadion Bruegglifeld in Aarau, am Mittwoch, 22. April 2009. (KEYSTONE/Patrick B. Kraemer)

Der Gästesektor im Brügglifeld bleibt dieses Mal leer.  Bild: KEYSTONE

«FCZ-Papi mit seinen Kindern» trotz allem willkommen?

Rechtliche Grundlagen für die Aargauer Polizei sind das Polizeigesetz, das Hooligan-Konkordat sowie die Vollziehungsverordnung dazu. Sie besagen, dass die Kantonspolizei Bewilligungsbehörde für sämtliche Spiele ist. Polizeisprecher Bernhard Graser begründet den Entscheid: «Wir hoffen, dass wir so wüste Szenen wie in den vergangenen Wochen verhindern können.» Was er damit meint: Zuletzt fielen die Anhänger des FC Zürich auf, indem sie in Basel Pyros und Böller warfen, randalierten und mit ihrem notgebremsten Extrazug die SBB-Linie nach Zürich blockierten (siehe Text rechts).

Graser sagt, man habe Insiderinformationen, die «wirklich aufhorchen liessen, was für eine Gewaltbereitschaft bei den FCZ-Fans vorhanden ist». Die Analyse der jüngsten Vorkommnisse hätten zusammen mit Erfahrungen aus anderen Spielen im Brügglifeld zum Entscheid geführt. Gefällt wurde er von Kommandant Michael Leupold in Absprache mit Polizeidirektor Urs Hofmann (SP). «Wir sind uns bewusst: Das ist eine drastische Massnahme», sagt Sprecher Graser.

Man wolle damit ein Zeichen setzen: «So geht es nicht. Diesmal gehen wir nicht einfach wieder zum Alltag über.» Die Risikofans wolle man nicht, aber der «FCZ-Papi mit seinen Kindern wird wohl ein Plätzli finden im Stadion».

FCA: «Wenig Verständnis»

Beim FC Aarau stösst die Sperrung des Gästesektors «auf wenig Verständnis», wie Präsident Alfred Schmid sagt. «Bestraft werden jetzt die Falschen: der FCA und die normalen Fans aus Aarau und Zürich.» Er sei enttäuscht, dass 1 Prozent der Fans es so weit bringen könne. 

Der Praesident des FC Aarau Alfred Schmid spricht waehrend einer Pressekonferenz des FC Aarau am Donnerstag 10. Juli 2014 in Aarau.  (KEYSTONE/Urs Flueeler)

Aarau-Präsident Alfred Schmid ist mit dem Entscheid überhaupt nicht zufrieden.  Bild: KEYSTONE

Man habe damit gerechnet, dass das Polizeiaufgebot nach den jüngsten Ereignissen für Samstag angepasst werde und «alles unternommen, die Entscheidungsbehörden von diesem nun verfügten Vorgehen abzubringen». Brisant: Noch im Februar trat der FCA selbst gemeinsam mit Kanton und Polizei auf und kündigte schärfere Sicherheitsmassnahmen bei Heimspielen an. Schmid sagt, ob die Risikoeinschätzung der Polizei richtig sei, könne er nicht beurteilen. Er selbst hätte empfohlen, das Spiel «normal durchzuführen und bei Bedarf hart durchzugreifen».

Polizei: «Bereiten uns vor»

Organisatorisch hat der FCA gestern Abend bereits reagiert. Sämtliche Tickets für den Gästesektor verlieren ihre Gültigkeit und können an die Verkaufsstelle zurückgebracht werden. In den Stehplatz-Heimsektoren werden keine Zuschauer mit optisch erkennbaren FC-Zürich-Fanartikeln zugelassen. «Dies gilt sowohl für Erwachsene als auch für Kinder und Jugendliche. Wir bitten die friedfertigen Fans des FC Zürich, dies nicht zu umgehen», schreibt der Klub in einer Stellungnahme. Saisonkarten behalten ihre Gültigkeit.

Laut Polizeisprecher Graser besteht dennoch die Möglichkeit, dass FCZ-Fans anreisen. «Wir bereiten uns vor. Es wird einen normalen Grosseinsatz geben.» Man wisse, dass der Entscheid für den FCA «nicht einfach» sei. «Aber für uns sind Leib und Leben wichtiger als kommerzielle Interessen.»  

Fan-Ausschreitungen bei FCB - FCZ (12.04.2015)

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    Alle Leser-Kommentare
  • Caprice 24.04.2015 11:21
    Highlight Highlight Wenn es die Clubs und die Verantwortlichen nicht hinbekommen, endlich mal etwas gegen diese vermaledeiten Hooligans zu unternehmen, dann muss es LEIDER die Polizei tun! Die sind wenigstens mal konsequent! Ich finde es ungeheuerlich, wie andere vor gewaltbereiten Hools kuschen um sie "nicht zu provozieren".
    3 0 Melden
  • stiberium 24.04.2015 10:29
    Highlight Highlight Fczforum.ch via Facebook...
    User Image
    15 13 Melden
  • Sagitarius 24.04.2015 09:41
    Highlight Highlight Hört endlich auf zu jammern!
    Wenn diese paar Idioten mal endlich kapieren würden, wie man sich an einem Match verhalten sollte, könnten wir uns diese ganze Diskussion sparen und wieder Spiele im Stadion live mitverfolgen ohne Angst haben zu müssen so einem A-Loch in die Quere zu kommen!
    Ich haben fertig!
    16 8 Melden
  • SomeoneElse 24.04.2015 09:05
    Highlight Highlight es ist nicht sache der polizei "ein zeichen zu setzen"... aber der wutbürger sitzt im aargau anscheinend bereits im polizeipräsidium...
    23 29 Melden
  • Mäf 24.04.2015 08:39
    Highlight Highlight Die richtigen Fans, die Clubs und auch die Politik reden ständig von einer randalierenden Minderheit die es auszuschliessen gillt. Leider sehe ich überhaupt keine effektive Bemühungen in diese Richtung. Somit muss halt die Polizei diesen Job übernehmen, jetzt grännen wieder alle. Macht doch mal was, statt heisse Luft zu produzieren...
    31 16 Melden
    • Knut Atteslander 24.04.2015 10:36
      Highlight Highlight "randalierenden Minderheit" sind damit die Bullen gemeint?
      0 5 Melden
  • Ibead 24.04.2015 08:31
    Highlight Highlight Das Problem wird so auf die Strasse verlagert. Ich denke es reisen trotzdem 800 Fans an. Ich wünsche der Polizei viel Spass am Samstag.
    38 10 Melden
    • Asmodeus 24.04.2015 08:58
      Highlight Highlight Auf der Strasse hat die Polizei allerdings die Befugnis sofort einzugreifen, was im Stadion nicht der Fall ist.

      Und wer trotzdem zum randalieren nach Aarau fährt wird hoffentlich eingelocht oder erhält Gummischrot zwischen die Kniescheiben.
      38 10 Melden
    • Ibead 25.04.2015 11:11
      Highlight Highlight Wir werden es spätestens Morgen in der Zeitung lesen können.
      1 0 Melden
  • sste87 24.04.2015 07:46
    Highlight Highlight Einerseits finde ich es schade, dass nun „mein“ FC Aarau weniger Einnahmen generieren kann. Auf der anderen Seite benötigt es wohl leider solche Massnahmen, damit gewisse Leute endlich kapieren, dass man sich an gewisse Regeln zu halten hat. Eine Besserung kann nur eintreten, wenn die „guten“ Fans sich von den „Idioten“ distanzieren und das Verhalten dieser einzelnen Personen nicht mehr tolerieren. Und das muss auch im Interesse jedes einzelnen Clubs liegen. Klingt komisch, aber da hat wohl die Kollektivstrafe vielleicht einen Nutzen – auch wenn dies noch so hart sein mag für die Fans und die Club (Einnahmen-Verzicht).
    Sollte es nun morgen Ausschreitungen in Aarau seitens der gewaltbereiten FCZ-Fans (und dazugehörigen Krawalltouristen) geben, wird sich die Polizei in ihrer Entscheidung bestätigt fühlen. Die Folge ist klar, bei gewissen Gästeteams wird der Gästesektor in Zukunft immer geschlossen bleiben. Es soll mir dann ja keiner Jammern … es ist absehbar!
    24 15 Melden
  • phreko 24.04.2015 05:24
    Highlight Highlight Sehr schön. Der FC Aarau wird in Geiselhaft genommen. Kein Gästesektor, keine Kassen geöffnet am Matchtag! das gibt dann so ungefähr 2500 verlorene Seelen im Brügglifeld. Wenn das die Zukunft ist, kann man den Klub ja gleich liquidieren.
    43 12 Melden
    • argovie 24.04.2015 07:02
      Highlight Highlight Hier hat die Stadt Aarau die Reissleine gezogen, dass sich Städte wie Basel, Zürich Bern ein zweiwöchentliches Grossaufgebot leisten können ist "klar" Aarau hat hier weniger Möglichkeiten. Sehr schade für den Sport aber irgendwie verständlich.
      24 22 Melden
    • Illuminati 24.04.2015 07:57
      Highlight Highlight @Martinidmart: Wenn du denkst, dass die Polizei nicht mit einem Grossaufgebot vor Ort ist, liegst du falsch... Es werden wohl kaum weniger Polizisten vor Ort sein..
      29 2 Melden
    • Buyer's Remorse 24.04.2015 08:36
      Highlight Highlight Also erstmal, martinidmart, geht es um die Kantons- und nicht die Stadtpolizei. Darüber hinaus steht im Text, dass es ein ganz normales Grossaufgebot geben wird, finanzielle Intersessen seitens der Polizei sind also nicht die Ursache dieser Massnahme.
      15 1 Melden

«Wir verspüren keinen negativen Druck» – YB muss in Valencia punkten

Mut und Solidarität verlangt Gerardo Seoane von seinen Spielern für den Match in Valencia. Sie sollen die Zweikämpfe suchen, sich unterstützen und, wenn sich die Möglichkeit bietet, ohne Umschweife nach vorne spielen.

Die Young Boys erwarten eine andere Partie als vor zwei Wochen daheim gegen Valencia. Die Verteidigung wird mehr gefordert sein, die Phasen mit Ballbesitz kürzer. Trotzdem soll einiges so laufen wie in der zweiten Halbzeit beim 1:1 gegen Valencia. Loris Benito hofft, dass sie die Spanier erneut mit ihrem physischen Spiel bedrängen können.

Von Druck will Benito trotz der entscheidenden Bedeutung der Partie nichts wissen: «Wir verspüren keinen negativen Druck. Wir sind mit Hoffnungen hierher …

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