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epa05260400 Roger Federer of Switzerland reacts during his quarter final match against Jo Wilfried Tsonga of France at the Monte-Carlo Rolex Masters tournament in Roquebrune Cap Martin, France, 15 April 2016.  EPA/SEBASTIEN NOGIER

Höchstens in Paris will Roger Federer in dieser Saison auf Sand spielen. Bild: SEBASTIEN NOGIER/EPA/KEYSTONE

Roger Federer und die Sorge um sein «komisches, wackliges» Knie

Wegen einer Meniskusverletzung musste Roger Federer im letzten Jahr sieben Monate pausieren. Aus Angst vor einem Rückfall legt der «Maestro» trotz Topform eine Pause von zwei Monaten ein.

simon häring / Aargauer Zeitung



Seit er sich vor einem Jahr nach einem Meniskusriss einem operativen Eingriff am linken Knie hat unterziehen müssen, hört Roger Federer (35) noch aufmerksamer auf die Signale seines Körpers. Aus Sorge vor einem Rückschlag legt er deswegen eine zweimonatige Pause ein. «Mein Knie war im letzten Jahr auf Sand wirklich komisch, wacklig. Vielleicht ist es gut, dem Sand möglichst lange fernzubleiben», sagt der Baselbieter nach dem Sieg in Miami.

Swiss Roger Federer plays a return to Spain's Roberto Bautista Agut during their match at the Monte Carlo Tennis Masters tournament in Monaco, Thursday, April 14, 2016. (AP Photo/Lionel Cironneau)

Die Sandsaison 2016 verlief für Federer gar nicht nach Wunsch. Bild: Lionel Cironneau/AP/KEYSTONE

Federer beabsichtigt, nur ein Turnier auf Sand zu bestreiten, die French Open in Paris ab dem 28. Mai. Auf die Masters-1000-Turniere in Monte Carlo, Madrid und Rom will er verzichten. «Mein Körper braucht eine Pause, mein Geist braucht eine Pause und meine Familie braucht mich. Ich freue mich darauf, mehr Zeit mit ihr zu verbringen», sagt Federer. Er möchte erst zwei Wochen vor den French Open auf Sand trainieren, Paris geniesst keine Priorität.

Kein Sand, aber ein Mann sieht orange

Im August wird Federer 36. Auf Experimente möchte er sich nicht einlassen. «Mir bleibt nicht mehr viel Zeit. Darum möchte ich es jetzt einfach geniessen», sagt er. Auch er weiss, dass eine weitere Verletzung wie der Meniskusriss im letzten Jahr wohl das Ende seiner Karriere bedeuten würden. Um möglichst lange spielen zu können, erbringt er auch Opfer. Seit 2008 ist er nicht mehr Ski gefahren: «Das Risiko ist mir einfach zu gross.»

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Dass nach der Verletzung nichts mehr so ist, wie es einmal war, hat Federer im letzten Frühling schmerzlich erfahren müssen. «Es fühlt sich nicht an wie mein Knie», sagte er in Monte Carlo. Und sein Fitnesstrainer Pierre Paganini gab in einem Interview mit der «SonntagsZeitung» unlängst zu bedenken, dass eine «Baustelle immer eine Baustelle bleibt» und «der Körper nie mehr so wird, wie er vor einer Verletzung einmal war».

Federers Saisonstarts seit 1999

Bild

bild: infogram/watson

Federer hat gelernt, damit zu leben. «Ich bin nicht mehr 24 und muss mir meine Momente rauspicken.» Er gönnt sich mehr Pausen. Das hat ihn weit gebracht. Nach sieben Monaten Rekonvaleszenz gewinnt er in Melbourne, in Indian Wells und in Miami. Es ist sein bester Saisonstart seit über einer Dekade. Und es klingt wie eine Drohung, wenn er sagt: «Die Comeback-Phase ist vorbei. Meine Saison beginnt nach Paris erst richtig.»

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«Diese Ekstase macht süchtig» – Federer holt den neunten Titel in Basel

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