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FILE - In this Feb. 18, 2014, file photo, a Russian skating fan holds the country's national flag over the Olympic rings before the start of the men's 10,000-meter speedskating race at Adler Arena Skating Center during the 2014 Winter Olympics in Sochi, Russia. Russia could be banned from competing at the Pyeongchang Olympics. The decision will come on Tuesday, Dec. 5, 2017 when the International Olympic Committee executive board meets in Lausanne, less than nine weeks before the games open on Feb. 9 in South Korea. (AP Photo/David J. Phillip, File)

Das russische olympische Komitee wird von den Olympischen Spielen ausgeschlossen.  Bild: AP/AP

Ein olympischer Skandal und 7 offene Fragen um das Hockey-Turnier

Der Entscheid, das olympische Komitee Russlands von den Winterspielen 2018 auszuschliessen, ist so ziemlich der grösste Skandal der neueren Sportgeschichte. Ein Schweizer – Hockeywelt-Präsident René Fasel – muss ihn nun ausbaden.

06.12.17, 06:32 06.12.17, 09:07


Der erste Skandal ist ein juristischer: Eine Kollektivstrafe – und nichts anderes ist der Ausschluss des russischen olympischen Komitees – widerspricht jeder Auffassung einer Rechtsstaatlichkeit. Darüber hinaus würde die lebenslängliche Sperre (für den ehemaligen Sportminister Witali Mutko) von jedem ordentlichen staatlichen Gericht in der Luft zerrissen. Lebenslänglich gibt es in manchen westlichen Staaten nicht einmal für Mord. Und ganz nebenbei: Witali Mutko spielt bei der kommenden Fussball-WM in Russland eine zentrale Rolle.

Der zweite Skandal ist die Unfähigkeit der zuständigen Welt-Doping-Agentur (Wada), im Rahmen der Olympischen Spiele 2014 ordentliche Dopingkontrollen durchzusetzen. Vereinfacht und verständlich erklärt: Die Rechtshoheit über die Orte, bei denen die Proben entnommen worden sind, hatte nie der russische Staat. Die lag immer beim IOC bzw. den Fachverbänden. Die Wada hatte also die Möglichkeit, ungehindert ordentliche Dopingkontrollen mit neutralen Kontrolleuren durchzuführen und in unabhängigen und verlässlichen Labors auswerten zu lassen. Dass die Wada dazu nicht in der Lage war, zeigt, wie heillos überfordert und unfähig die Dopingjäger sind. Es ist schon eine unfassbare Naivität, Dopingkontrolle der russischen Dopingagentur zu überlassen.

Arrival of Witali Mutko, Russia, Member FIFA Executive Committee, at the FIFA headquarters in Zurich, Switzerland, Thursday, September 24, 2015. The FIFA Executive Committee meeting takes place on 24/25 September 2015 at the Home of FIFA in Zurich. Key discussion points are the preparations for the various FIFA competitions, the task force on women’s football, the reform process as well as the approval of the agenda for the extraordinary FIFA Congress on 26 February 2016 in Zurich. (KEYSTONE/Walter Bieri)

Kriegt eine lebenslange Sperre: Witali Mutko. Bild: KEYSTONE

Der dritte Skandal ist die Führungsschwäche der olympischen Bewegung. Das IOC-Exekutiv-Komitee, das Führungsgremium des olympischen Sportes, mahnt an die ehemalige DDR-Regierung, deren Chef Walter Ulbrich, als es darum ging, den westlichen Lebensstandard zu übertreffen, den Spruch prägte: «Überholen ohne einzuholen.» Nun gilt die Losung beim IOC: «Strafen ohne wirklich zu strafen.»

Welch jämmerliche, welch lächerliche Figur gibt das Exekutiv-Komitee um IOC-Präsident Thomas Bach ab. Denn sie wissen nicht mehr, was sie tun sollen.

Einerseits ein Ausschluss des russischen olympischen Komitees – aber dann doch nicht für die, die angeblich dopingtechnisch sauber sind. Ein bisschen Russen strafen, weil das ja auch weltpolitisch sexy ist und gut in den westlichen Medien-Mainstream passt. Ein bisschen Empörung wegen des Dopingskandals, um die öffentliche Meinung zu beruhigen. Aber dann halt nicht konsequent ausschliessen, nur so ein wenig strafen, aber allerlei Hintertürchen offen lassen, weil man es sich mit Wladimir Putin doch nicht ganz verderben will – welch jämmerliche, welch lächerliche Figur gibt das Exekutiv-Komitee um IOC-Präsident Thomas Bach ab. Denn sie wissen nicht mehr, was sie tun sollen.

Nun ist das Chaos perfekt. Das Herzstück der Olympischen Spiele ist das Eishockeyturnier. Zwei Monate vor den Spielen weiss nun niemand mehr, was Sache ist.

Was passiert mit dem Hockey-Turnier? 

In den nächsten Tagen muss nun René Fasel, Mitglied des IOC und Präsident des internationalen Eishockeyverbandes (IIHF), verbindliche Antworten auf mindestens sieben Fragen liefern:

  1. Sind die Russen bereit, am Hockeyturnier teilzunehmen, wenn sie unter neutraler Flagge («Olympic Athlete from Russia») antreten müssen?
  2. Gelten die russischen Eishockeyspieler als dopingtechnisch sauber und dürfen das olympische Turnier bestreiten, wenn sie in der KHL, also unter russischer Dopinghoheit, spielen?
  3. Wenn die Russen nicht teilnehmen dürfen oder wollen – spielt dann die grossrussische Liga KHL während den Olympischen Spielen durch?
  4. Wenn die KHL durchspielt – werden dann die in dieser Liga unter Vertrag stehenden nichtrussischen Spieler für das olympische Turnier freigegeben?
  5. Sollten diese Spieler von den KHL-Klubs nicht freigegeben werden, was wird dann, werden sie gegen den Willen ihres Klubs und Arbeitgebers doch teilnehmen wollen?
  6. Wenn die Russen nicht teilnehmen – wer darf dann als Ersatz nachrutschen?
  7. Wenn die Russen durch ein bisher nicht qualifiziertes Team ersetzt werden – müssen dann Gruppeneinteilung und Spielplan neu gemacht werden? Das nachrutschende Team wäre ja ein leistungsschwaches «Lotterteam» und müsste den Platz eines Mitfavoriten einnehmen.

Und letztlich verrückt: Wenn die Russen und die in der KHL unter Vertrag stehenden Spieler der anderen Nationen nicht teilnehmen dürfen – dann ist für die Schweiz der Gewinn der ersten Olympia-Medaille seit 1948 das Minimalziel.

Rene Fasel, President IIHF speaks during a press conference at the Ice Hockey World Championship in Paris, France on Monday, May 8, 2017. (KEYSTONE/Peter Schneider)

Gehörig unter Druck: IIHF-Präsident René Fasel. Bild: KEYSTONE

Wen die Hockeygötter lieben, den züchtigen sie: Ausgerechnet René Fasel hat diesen olympischen Skandal auszubaden und die grösste olympische Hockey-Krise seit 1948 zu lösen.

Der Hockey-Geheimdiplomat

Seit seinem Amtsantritt im Jahre des Herrn 1994 hat der ehemalige Zahnarzt als IIHF-Vorsitzender mehr für die internationale Entwicklung des Eishockeys getan als jeder seiner Vorgänger seit 1908. Er wird, unabhängig vom Ausgang des aktuellen Olympia-Skandals, als einer der grössten Sportdiplomaten in die Geschichte eingehen. Er hatte bereits in den Zeiten des «Kalten Krieges» viel zur Entspannung beigetragen und seine Hockey-Geheimdiplomatie ermöglichte unter anderem zu Beginn der 1990er Jahre den Wechsel von Bykow und Chomutow zu Gottéron.

Slava Bykov, membre du Conseil d'Administration du HC Fribourg-Gotteron, regarde le match lors de la rencontre du championnat suisse de hockey sur glace de National League entre HC Fribourg-Gotteron et le EV Zug ce vendredi 29 septembre 2017 a la patinoire de la BCF Arena a Fribourg. (KEYSTONE/Jean-Christophe Bott)

Fasel holte einst Slawa Bykow zu Gottéron. Bild: KEYSTONE

Er brachte die nordamerikanischen Erzkapitalisten dazu, den NHL-Stars ab 1998 die Teilnahme am olympischen Turnier zu erlauben. Bis heute die grösste und viel zu wenig gewürdigte Leistung der internationalen Hockey-Diplomatie. Und nun droht ein olympisches Eishockeyturnier ohne «seine» Russen. Wegen einer Dopinggeschichte, die mit dem Eishockey nichts zu tun hat. Nachdem bereits die NHL-Stars fehlen werden, weil die NHL-Klubs nicht mehr bereit sind, eine olympische Pause einzulegen.

Es wären die ersten olympischen Spiele ohne die Russen seit deren Einstieg ins internationale Eishockey im Jahre 1954. Welch eine bittere Ironie der Hockeygeschichte: Das letzte olympische Hockeyturnier in René Fasels Amtszeit ausgerechnet ohne «seine» Russen. Darüber könnte ihn nur noch ein Titelgewinn von Gottéron einigermassen hinwegtrösten.

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33Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Ville_16 07.12.2017 22:42
    Highlight Etwas vom besten was der Eismeister bisher publiziert hat. Danke.
    2 3 Melden
  • Yotanke 06.12.2017 16:08
    Highlight Ohne Zweifel sind Kollektivstrafen selten die richtige Antwort. Das Problem aber ist, dass es genügend Indizien gibt, welche ein staatlich verordnetes Doping nahelegen. Und völlig unbestritten ist die Tatsache, dass die Russen sich stets der Aufarbeitung und der Zusammenarbeit verweigert haben. Berücksichtigt man diese Dinge, ist die Strafe angemessen.
    10 0 Melden
  • reconquista's creed 06.12.2017 10:59
    Highlight Wow, bin gerade sehr erstaunt darüber was ich gelesen habe.
    Da ich ziemlich sicher bin, das dies nicht als Satire gemeint war, schmälert dieser Beitrag mein Bild von watson gerade erheblich. Ich hätte von einem Journalisten mehr Einordnungsvermögen erwartet.
    52 7 Melden
  • satyros 06.12.2017 10:30
    Highlight Der wahre Skandal ist doch, dass die russischen Staatsdoper sich dann im Sommer als Gastgeber der Fussball Weltmeisterschaft inszenieren dürfen.
    58 4 Melden
  • Lutz Pfannenstiel 06.12.2017 10:19
    Highlight Ui, wenn Herr Löpfe das liest...
    19 0 Melden
  • insider 06.12.2017 09:34
    Highlight Lieber Klaus Zaugg, was wollen Sie mit diesem Artikel sagen?
    Ich vermisse einen alternativen, konstruktiven Vorschlag zur Lösung der Krise.
    Für mich macht Ihr Text den Eindruck eines Pamphlets für staatlich organisiertes Doping und für das Russland von Vladimir Putin.
    Sie lenken vom eigentlichen Skandal ab! Schade.
    80 17 Melden
  • satyros 06.12.2017 09:18
    Highlight Wie kann man gleichzeitig den Ausschluss des russischen NOK als Kollektivstrafe und die Möglichkeit als sauberer Athlet unter olympischer Flagge mitzumachen als inkonsequent kritisieren? An die DDR erinnert hier vor allem das offenbar betriebene russische Staatsdoping. Für das Hockeyturnier ist es natürlich bitter, aber das wurde schon durch die Weigerung der NHL, ihren Spielbetrieb zu unterbrechen, seiner sportlichen Bedeutung beraubt.
    61 11 Melden
  • Mia_san_mia 06.12.2017 09:16
    Highlight Ja super, Russland nicht am Hockeyturnier. Das ist eine Riesensauerei.
    26 29 Melden
    • Bacchus75 06.12.2017 09:51
      Highlight Absolut egal. Ohne die NHL-Spieler ist es eh nur ein Witzturnier, dass nicht mal an das Niveau der WM rankommen wird.
      34 6 Melden
    • Martinov 06.12.2017 10:04
      Highlight Doping ist auch eine Riesensauerei ;)
      37 2 Melden
    • Hallo22 07.12.2017 19:23
      Highlight @Bacchus75 für ganz viele Eishockeyfans wie mich ist es eben nicht ein Witzturnier. Wenn ich Spieler wie Stalberg, Roe usw. im Nationaldress sehen kann finde ich das sehr interessant. Ausserdem ist ein interessanter Vergleich europäischer Ligen. Entweder wird die ganze KHL gesperrt oder gar keim KHL Spieler, denn auch die Nichtrussen in der KHL werden von der selben Liga überprüft.
      1 0 Melden
  • Lowend 06.12.2017 09:03
    Highlight Hallo, schleift‘s irgendwo? Zaugg mal wieder voll einseitig und echt nur Klicks heischend unterwegs!
    Der Skandal ist in erster Linie, dass Russland die Sportwelt massiv betrogen hat!
    Ohne diesen Betrug wären die Sanktionen unnötig! Haut die Täter, aber sicher nicht die Strafverfolger, oder die Richter, die ein Urteil fällen müssen, weil eine Tat begangen wurde!
    Im übrigen könnten die ungedopte Russen unter der Olympischen Fahne antreten, wenn sie Eier haben, aber da geht das Nationalistische meist über das Sportliche, was auch Bände spricht.
    64 24 Melden
    • Mia_san_mia 06.12.2017 10:21
      Highlight Ach komm hör auf, das mit der Olympischen Fahne ist doch ein Witz.
      8 24 Melden
    • Lowend 06.12.2017 11:50
      Highlight Warum? Echte Sportler betreiben den Sport, weil sie ihn lieben und sicher nicht, weil sie irgendwelchen Nationalisten gefallen möchten.
      Wäre eh ehrlicher, wenn die Flagge der Sponsoren gehisst würden, denn die bezahlen ja schliesslich die Atlethen.
      12 2 Melden
  • The oder ich 06.12.2017 08:29
    Highlight Das Eishockeyturnier als Herzstück der Olympischen Spiele zu deklarieren, zeugt von einer - sagen wir es mal so - eismeisterfroschperspektivisch verzogenen Weltsicht, selbst wenn man nur die Winterspiele anschaut.
    110 27 Melden
  • Tan Long 06.12.2017 08:28
    Highlight Die Russen haben gedopt, staatlich organisiert, liegt alles offen, keine westlichen Medien haben irgend jemandem was getan. Was sollen diese Nebelpetarden, dieses verharmlosen von staatlich/mafiös organisirten Betrügereien.
    72 11 Melden
  • Tan Long 06.12.2017 08:25
    Highlight Ist der Zaugg informiert über die russische Dopingpraxis? Was soll dieses Gelümmel und verteidigen von Betrügern?
    62 14 Melden
  • Raembe 06.12.2017 08:21
    Highlight Klar gibts jetzt Probleme, aber den Entscheid find ich ganz ok. Der russische Staat hat nachweislich das Dopen seiner Athleten unterstützt bzw. gefördert. Warum also nicht den Staat der sowas tut ausschliessen? Nur weil das Hockey und andere Events dann vlt unter Atraktivität leiden, ist für mich kein Grund die Russen nicht auszuschliessen.
    42 9 Melden
  • Staedy 06.12.2017 08:15
    Highlight Ein Skandal ist der Artikel vom Zaugg Klaus. Wohl aus Angst um sein Hockeyturnier, hat er ein Hohlied für den Olympiagastgeber 2014 geschrieben. Fehlte nur noch sein Fazit, dass das IOC das Dopingsystem aufgebaut hat. Völlig abstruse Zusammenstellung der Fakten. Alles ausgeblendet, was eben ein Staat zusammen mit den Sportverbänden (inkl NOC) manipulieren kann. Dann fehlen halt auch die KHL Spieler am Turnier. Wenn sein Kollege Fasel nun auch einmal eine Sorge hat, erscheint dies für seine Funktion durchaus als gerechtfertigt.
    56 13 Melden
  • my2cents 06.12.2017 07:52
    Highlight Tut mir leid, aber mit der Einführung in diesen Artikel hat sich Klaus völlig vertan. Einerseits findet er es daneben „Kollektivstrafen“ zu verhängen, andererseits ist es „völlig naiv“ der russischen WADA Agentur zu vertrauen aber dennoch ausgeschlossen, dass der russische Staat Einfluss nimmt? Und bitte... lass die juristischen Fachsimpeleien, wenn du sie nicht verstanden hast. Lebenslängliche Sperre kann man nicht mit lebenslänglichem Gefängnis gleichsetzen.
    106 17 Melden
  • fcsg 06.12.2017 07:51
    Highlight 1. Wer kollektiv dopt, wie die Russen in Sotschi, der sollte auch kollektiv bestraft werden. Saubere Athlethen dürfen ja teilnehmen.
    2. Wieso soll man den Drahtzieher nicht lebenslang sperren können? Es geht hier ja nicht um eine staatliche Strafe, sondern eher um eine Art Hausverbot einer Organisation, ein solches wird auch von einem zivilen Gericht nicht in der Luft zerrissen.
    3. Tatsächlich hätte die Entscheidung früher und konsequenter (Komplettausschluss) fallen können. Dies hätte die momentanen Diskussionen entschärft.
    51 9 Melden
  • Nosgar 06.12.2017 07:45
    Highlight "Lebenslänglich gibt es in manchen westlichen Staaten nicht einmal für Mord."

    Hier habe ich mit Lesen aufgehört. Wenn ein Artikel den lebenslänglichen Ausschluss von olympischen Spielen mit lebenslang im Gefängnis vergleicht, so ist er kaum lesenswert.
    138 39 Melden
    • ands 06.12.2017 09:58
      Highlight Du hast ein paar haarsträubende Aussagen verpasst. Aber nichts was lesenswert gewesen wäre.
      27 4 Melden
    • hohnny jallyday 06.12.2017 10:50
      Highlight Mimimimi, wohl ein Fussballfan, was?!
      4 23 Melden
  • Bacchus75 06.12.2017 07:42
    Highlight Das Hockeyturnier ist meiner Meinung nach ohne die NHL ohnehin das alles überstrahlende an Olympia. Insofern ändert sich nicht viel.

    Ich bin aber nicht der Meinung, dass das IOC hier falsch gehandelt hat. Es war der einzig gangbare Weg das offizielle Russland auszuschliessen und den Sportlern die ein wesentlich strengeres Antidopingprogramm durchlaufen haben eine Hintertür offen zu halten.
    28 7 Melden
    • Hallo22 07.12.2017 19:38
      Highlight Du weisst schon wie viele gute Spieler in der KHL spielen. Ilya Kovalchuk war über Jahre einer der prägensten Offensivspieler der NHL. Er wechselte in die KHL obwohl er einen NHLvertrag der noch über 10 Jahre gedauert hätte hatte. Pavel Datsyuk mehrfacher Stanley Cup Sieger, sackstarker Zweiwegcenter mit überragenden Skillmoves. Sergej Mosjakin mehrfacher KHL Topskorer. Alexander Semin buchte in seinen besten Zeiten um die 70 Punkte pro Saison in der NHL. Tikhonov, Belov, Burdasov, Gusev, Kulemin usw. Viele davon hätten einen Platz in der NHL. Das Niveau der KHL beweist z.B. Radulov in der NHL
      1 0 Melden
  • Hugo Wottaupott 06.12.2017 07:05
    Highlight Spezialbehandlungen sind hip!
    7 28 Melden
    • Tan Long 06.12.2017 09:02
      Highlight 1er Skandal: Bewiesene staatliche Dopingabgabe. Die Russen haben gedobt (der Staat) ergo darf man auch die Russen ausschliessen. Nix mit Kollektivstrafe.
      2er Skandal: Die Russen (wieder der Staat) hat alles unternommen um die Strukturen der wada zu untergraben und zu täuschen. Die Wada soll schuld sein??
      3er Skandal: Bewiesener Betrug wird von Zaugg in die FakeNews Ecke gedrängt.
      Noch mal zum Nachschreiben. Der russische Staat hat erheblichen Einfluss auf fast alle seine Athleten ausgeübt (alle Sportarten), hat ein Dopingprogramm aufgezogen und alle anderen Sportler beschissen.
      31 11 Melden
    • durrrr 06.12.2017 09:18
      Highlight Einen Verband (ja sogar Staat) der kollektives Doping betreibt für über Tausend Athleten, kollektiv zu bestrafen ist durchaus verhältnismässig Herr Zaugg! Was ist zudem falsch daran, Athleten welche nachweislich sauber sind, die Teilnahme trotzdem zu gewähren? Und das Hockey-Turnier wird wohl sicher nicht das Herzstück dieser Olympia sein nach dem Verzicht der NHL ihre Saison zu unterbrechen!
      38 7 Melden
    • Tan Long 06.12.2017 11:46
      Highlight aha, fakenews
      8 2 Melden
    • Tan Long 06.12.2017 11:47
      Highlight @informant: sagen wir hinreichend belegt?
      7 3 Melden

HCD holt Lindbäck aus Nashville +++ Fritsche von Fribourg zu Servette

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