Sport
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Wo können die Sägemehl-Ringe 2022 aufgebaut werden? Bild: KEYSTONE

Nach den Umweltschützern wehren sich auch die Bauern gegen das Eidgenössische 2022

Den Plänen für die Durchführung des Eidgenössischen Schwingfestes 2022 in Aesch erwächst immer mehr Widerstand. Nach den Umweltschützern stellen sich auch die Landwirte des fraglichen Areals quer.

18.10.16, 17:34 18.10.16, 17:51


Wie die «Basellandschaftliche Zeitung» am Dienstag berichtete, sind die Landwirte – Besitzer und Pächter – nicht bereit, das zwischen Aesch und Reinach gelegene Aescher Feld für den grössten Schweizer Sportanlass temporär zur Verfügung zu stellen. Ueli Siegenthaler, einer der Bauern, begründet die ablehnende Haltung in einem Schreiben damit, dass der vorgesehene Standort höchst ungeeignet sei. Der Schaden für das landwirtschaftlich genutzte Land übersteige den Nutzen bei weitem.

Das Areal für das Eidgenössische 2016 in Estavayer. Bild: KEYSTONE

Weiter steht in dem Brief: «Das bäuerliche Bodenrecht überträgt den Landwirten in dieser Frage – unabhängig vom allenfalls abweichenden Grundeigentum – die abschliessende Verfügungsgewalt.» Die Bauern haben demnach die Möglichkeit, das Eidgenössische auf dem vorgesehenen Gebiet zu verhindern. Der Entscheid der Bauern ist gemäss der Mitteilung schon am 2. Juni gefallen.

Fussballstadion nicht möglich

Vor zwei Wochen hatten sich lokale und regionale Umweltschutzorganisationen mit einer damals begonnenen Petition gegen den Austragungsort gewendet, weil auf dem fraglichen Boden schützenswerte Tierarten brüten würden. Die Gegner führten ins Feld, man könnte das Fest wie 1977 im St.-Jakob-Park, dem früheren Joggeli, abhalten.

Um diesen Fleck geht's.

Die Alternative Fussballstadion ist indessen unrealistisch und längst nicht mehr zeitgemäss. Die heutigen Anforderungen an ein Eidgenössisches Schwingfest könnte der St.-Jakob-Park bei weitem nicht mehr erfüllen. Die Nachfrage liegt mittlerweile bei deutlich über 50'000 Zuschauerplätzen, während die Kapazität des Stadions bei lediglich rund 38'000 Plätzen liegt.

Für die Champions League geht's, für das Schwingfest reicht's nicht. Bild: KEYSTONE

Warten auf Anfang November

Zudem wäre es um den zugebauten St.-Jakob-Park herum nicht möglich, ein auch nur einigermassen taugliches Festgelände einzurichten. Die letzten Eidgenössischen in Frauenfeld (2010), Burgdorf (2013) und Estavayer (2016) haben gezeigt, dass jeweils rund 50'000 Zuschauerinnen und Zuschauer ohne Ticket anreisen – nur um am Fest dabei zu sein.

Im basellandschaftlichen Kantonalschwingerverband wartet man vorderhand auf die Ergebnisse einer Machbarkeitsstudie, die Anfang November vorliegen sollte. Sie soll die Realisierungschancen des Fests auf dem Aescher Feld ermitteln. Die Regierung des Kantons Baselland steht dem Standort wohlwollend gegenüber. (sda)

So gut ist die Stimmung am Eidgenössischen Schwing- und Älplerfest

Hol dir die App!

Zeno Hirt, 25.6.2017
Immer wieder mal schmunzeln und sich freuen an dem, was da weltweit alles passiert! Genial!

Abonniere unseren Daily Newsletter

3
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 72 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
3Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • teha drey 19.10.2016 11:41
    Highlight Ich weiss nicht worauf des Autors Einschätzung über die Untauglichkeit des St. Jakobs-Parks fusst. Ich gehe einig, dass in dem Fussballstadion die Stimmung nicht dieselbe sein wird, wie Open-air. Aber dass man kein "einigermassen taugliches Festgelände einrichten könne", ist eine aus der Luft gegriffene Behauptung. In Basel gibt es Festprofis, die zwischen der Birsbrücke und dem Zeughaustunnel sehr wohl einen grossartigen Festplatz bauen könnten. Da braucht es ein bisschen Kreativität und Phantasie. Aber möglich wäre das in jedem Fall. Wie sinnvoll das ist, ist eine andere Frage.
    2 0 Melden
  • koks 18.10.2016 18:01
    Highlight Die Bauern die wehren sich doch nicht. Die wollen nur in gutbäuerischer Manier mehr Geld dafür erhalten.
    21 9 Melden
    • Imfall 18.10.2016 20:36
      Highlight war auch mein erster gedanke : )
      3 2 Melden

«Hoffe, dass mir das einen Schub verleiht» – Federer feiert seinen 98. Titel 

Roger Federer krönte in Stuttgart seine Rückkehr auf den Tennis-Thron auch noch mit dem Turniersieg. Der Schweizer bezwang im Final des Rasenturniers den starken Aufschläger Milos Raonic aus Kanada 6:4, 7:6 (7:3).

Der 36-jährige Basler packte sein bestes Tennis aus. Da hatte selbst der äusserst starke Aufschläger Raonic, der nach Verletzungsproblemen auf Platz 35 zurückgefallenen ist, trotz einer tollen Leistung das Nachsehen.

Federer stellte die Weichen gleich zu Beginn der Partie auf Sieg. Er nutzte seine erste Breakmöglichkeit, in dem er einen ersten Aufschlag von Raonic trotz 227 km/h retournierte. Die 2:1-Führung geriet umgehend ins Wanken, weil sich Federer 15:40 ins Hintertreffen manövrierte. Der …

Artikel lesen