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MUNICH, GERMANY - APRIL 28:  e fans of Bayern Muenchen make character figures of Franck Ribery and Arjen Robben as batman and robin prior to the start of the DFB Cup semi final match between FC Bayern Muenchen and Borussia Dortmund at Allianz Arena on April 28, 2015 in Munich, Germany.  (Photo by Alex Grimm/Bongarts/Getty Images)

Bald soll die Entscheidung fallen, ob «Robbéry» bei Bayern noch ein Jahr anhängen dürfen. Bild: Bongarts

Das andere Bayern-Dilemma – dürfen Ribéry und Robben noch ein Jahr bleiben?

Dürfen Arjen Robben und Franck Ribéry noch ein weiteres Jahr in München spielen? Die Entscheidung fällt Mitte April – eine Tendenz gibt es bereits vor dem Viertelfinal-Hinspiel gegen Sevilla.

Florian kinast / spiegel online



Ein Artikel von

Spiegel Online

Am Ostermontag wurde Karl-Heinz Rummenigge konkret. Eine Stunde vor Abflug zum heutigen Viertelfinal-Hinspiel in Sevilla (20.45 Uhr) stand der Boss von Bayern München am Münchner Flughafen, als er für die kommenden Wochen wichtige Entscheidungen ankündigte: Bis Ende April soll ein Nachfolger für Trainer Jupp Heynckes feststehen. Es ist das erste Bayern-Dilemma.

Bereits davor soll Klarheit herrschen, ob Arjen Robben und Franck Ribéry noch ein weiteres Jahr in München spielen dürfen oder nicht. Auf die Frage nach dem Zeitpunkt sagte Rummenigge: «Mitte April».

Es wäre das baldige Ende einer monatelangen Hängepartie – nicht aber das Ende des zweiten Bayern-Dilemmas. Denn die beiden 34-jährigen Altstars stehen exemplarisch dafür, dass sich die Bayern im Moment auf mehreren Ebenen schwertun, nötige Umbrüche einzuleiten.

Die Bayern auf Triple-Kurs?

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So hat sich die Bayern-Stammelf seit 2013 verändert – neun Spieler im aktuellen Kader waren auch schon beim CL-Triumph gegen Dortmund dabei. bild: dfl

Rummenigge wurde gestern nicht müde, die beiden Flügelspieler für ihre grossen Verdienste zu preisen. «Wir wissen, dass beide tolle Spieler sind, mit denen wir grosse Erfolge feiern konnten», sagte er und schob nach: «Die beiden geniessen einen hohen Stellenwert.» Und in der Tat: Ribéry wie Robben zeigen für ihr Alter noch immer ordentliche Leistungen, manchmal gar brillante. An guten Tagen können sie gar ein Spiel allein entscheiden. Aber: Die guten Tage werden seltener.

Bei Robben war das am Samstag zu sehen, bei der 6:0-Gala gegen Borussia Dortmund war er einer der Unauffälligeren. Bei Spielzügen über die rechte Seite blieb er oft in der sonst desolaten BVB-Abwehr hängen, sein einst bei den Verteidigern gefürchteter und als «Robben-Move» titulierter Trick – rechts anzutäuschen, nach innen zu ziehen und dann ins lange Eck zu schlenzen – klappt schon lange nicht mehr so gut. Und auch Ribéry ist durchschaubarer geworden, selbst wenn er gegen Dortmund mit einem Tor und einer Vorlage mal wieder einen seiner besseren Abende erwischte.

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Robbens einstiger Weg zum Tor. bild: twitter

Ein Beispiel gefällig?

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CL-Achtelfinal 2016 gegen Juve: Der «Cut Inside Man» in Aktion. Video: streamable

«Robbéry» – angehende Auslaufmodelle

Dem FC Bayern mangelt es derzeit an adäquaten Alternativen. Auf Ribérys linker Seite zeigte Kingsley Coman seit der Übernahme von Jupp Heynckes zwar einen deutlichen Aufwärtstrend – doch dann erlitt er beim 0:0 gegen Hertha BSC Ende Februar einen Syndesmoseriss samt folgender Köcheloperation, weshalb er mindestens bis Ende April ausfällt. Auf rechts hingegen hat der deutsche Rekordmeister gar keinen wirklichen Ersatz. Höchstens Thomas Müller, der hier mitunter aushilft, sich aber in der zentralen Position hinter Robert Lewandowski wesentlich wohler fühlt.

Es gibt aber auch Argumente gegen eine weitere Verlängerung. Steigende Anfälligkeit für Verletzungen und eine längere Regeneration, vor allem aber die Tatsache, dass beide immer wieder Unruhe in die eigene Mannschaft bringen. Robben schätzt sich als unersetzbar ein und stänkert regelmässig, wenn er auf der Bank sitzen muss. Das war zuletzt im Champions-League-Heimspiel gegen Besiktas Istanbul der Fall. Dann sagt Robben gerne: «Jedes Wort wäre nun eines zu viel.»

Bayern's Kingsley Coman celebrates after scoring his side's third goal during the German Soccer Bundesliga match between FC Bayern Munich and TSG 1899 Hoffenheim in Munich, Germany, Saturday, Jan. 27, 2018. (AP Photo/Matthias Schrader)

Kingsley Coman ist die eine Alternative, doch wo bleibt die zweite? Bild: AP/AP

Oder der oft aufbrausende Franck Ribéry, der sich auf dem Platz wiederholt zu Rüpeleien am Rande der Tätlichkeit hinreissen lässt, wie zuletzt am Samstag gegen Dortmunds Julian Weigl. Woraufhin ihn Trainer Heynckes erst vom Platz nahm und dann ins Gebet, als er ernst auf ihn einredete.

Ob es dem neuen Trainer gelingt, die beiden in einem weiteren und vermutlich letzten Jahr in München auf ihre alten Tage noch zu disziplinieren, darf bezweifelt werden.

Immerhin durfte man die Worte von Heynckes am gestern Abend in Sevilla so deuten, dass die Zeichen auf Verlängerung stehen, auch wenn er sich selbst nicht in die Personalplanung einmischen möchte: «Ich habe meine Meinung, letztendlich muss der Klub wissen, was er tun will. Aber es gibt eine gewisse Tendenz.»

epa06220753 Bayern Munich's Arjen Robben (L) and Franck Ribery (R) react during the German Bundesliga soccer match between FC Bayern Munich and VfL Wolfsburg, in Munich, Germany, 22 September 2017.  EPA/ANDREAS SCHAAD (EMBARGO CONDITIONS - ATTENTION: Due to the accreditation guidelines, the DFL only permits the publication and utilisation of up to 15 pictures per match on the internet and in online media during the match.)

Bald der letzte Tanz: Die Zeit von «Robbéry» läuft langsam ab. Bild: EPA/EPA

Es wird höchste Zeit

Zudem hat Ribéry bekanntermassen in Uli Hoeness einen grossen Freund und Fürsprecher. Der 66-jährige Bayern-Präsident, der sich wie Karl-Heinz Rummenigge (62 Jahre) selbst die Frage nach einem in absehbarer Zeit erforderlichen Umbruch auch in der Vorstandsetage stellen muss, erzählte einmal eine schöne Episode über regelmässige Telefonate mit dem Franzosen. «Jedes Mal, wenn der Ribéry nach 70 Minuten raus muss, ruft er mich am Abend an und sagt: ‹Jetzt habe ich genug, ich gehe!›»

Natürlich ging Ribéry nie. Am kommenden Samstag könnte er mit einem Sieg in Augsburg zum achten Mal deutscher Meister werden und mit grossen Namen gleichziehen, mit Lahm und Schweinsteiger, Kahn und Scholl. Es wäre ein schönes Geburtstagsgeschenk: Am Samstag wird Ribéry 35. 2019 könnte er dann mit neun Meistertiteln alleiniger Rekordhalter mit den meisten Meisterschaftsgewinnen der Bundesliga-Historie werden. Ob es so kommt?

epa05307702 Medhi Benatia (l-r), Kingsley Coman, Franck Ribery, Arturo Vidal, Arjen Robben and Robert Lewandwski of FC Bayern Munich celebrate the 26th German Championships on the balcony of city hall in Munich, Germany, 15 May 2016.  EPA/KARL-JOSEF HILDENBRAND

Ribéry feiert bald den achten deutschen Meistertitel, für Robben wird es der siebte sein. Bild: EPA/DPA

Im Mai 2017 sagte Hoeness zur Nachfolge von Ribéry und Robben einen weitsichtigen Satz: «Es muss jetzt gelingen, im Schatten dieser Spieler Junge heranwachsen zu lassen, die rechtzeitig die Chance kriegen und an dem Tag da sind, wenn die anderen aufhören.» Knapp ein Jahr später ist das nicht gelungen. Nun wird es höchste Zeit.

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  • nJuice 04.04.2018 06:20
    Highlight Highlight Bin selber Bayernfan und habe grossen Respekt vor dem Erreichten von RibRob. Dennoch sind die ganz grossen Zeiten dieser zwei nun schon ein Weilchen her, mittlerweile würde ich sie als 50%-Fussballer bezeichnen (Robben fällt verletzungsbedingt 50% aus, Ribérys Fitness lässt 90min kaum mehr zu).
    Bayern hat es schlicht verpasst, hinter den zweien gute Spieler zu positionieren (Coman hat Potential). In der Mitte ist man sehr gut aufgestellt, von hinten bis vorne. Nur braucht man heutzutage (CL) eben sehr gute Flügelspieler, die 1vs1 bestehen können und so Verteidigungen auseinanderziehen.
  • thelegend27 03.04.2018 18:25
    Highlight Highlight Mit einem der beiden verlängern, dann zwischen coman, gnabry (momentan ausgeliehen) und rib oder rob rotieren.

    Die beiden sind einfach zu häufig verletzt, 3-4 Spiele und dann sind sie wieder kaputt...
  • Amboss 03.04.2018 17:09
    Highlight Highlight Aus meiner Sicht müssen sich die Bayern eine einfache Frage stellen: Wollen wir die Champions League gewinnen.
    Wenn die Antwort "nein" lautet, dann können sie weitermachen wie zuletzt. Immer wieder gute BL-Spieler wie Süle oder Wagner holen, ein bisschen Konkurrenz schwächen und schon hat man die nächsten fünf, sechs Jahre den BL-Titel auf sicher. Zu schwach ist die Konkurrenz. Aber international reicht das nicht für viel.

    Falls es aber "ja" sein soll, dann müssen sie dringend Spieler holen, die das auch können, keine Wagners, und mal 200 Mio oder so in die Hand nehmen...
    • Mia_san_mia 03.04.2018 18:16
      Highlight Highlight @Amboss: Keine Ahnung wieso Du so viele Blitze bekommst. So ist es nämlich...
    • Raembe 03.04.2018 18:36
      Highlight Highlight Bayern funktioniert nicht wie Man City, Barca oder PSG und das ist gut so.

      Vergleicht mal die Schulden und den Gewinn...
    • Amboss 03.04.2018 21:06
      Highlight Highlight @reambe: Klar, bezüglich Schulden, Gewinn und Finanzierung stehen die Bayern schon ziemlich gut da. Die Macht im Verein, ziemlich sauber finanziert (so sauberes halt ist, wenn man sich von Katar sponsern lässt).

      Und ich begrüsse dies ja auch. Nur darf man nicht erwarten, dass man mit so einem Modell im heutigen Fussball noch internationale Titel gewinnen kann.
      Ich glaube, dies haben viele noch nicht kapiert
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