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Berner Fans feiern nach dem Super League Spiel zwischen dem BSC Young Boys Bern und dem FC Luzern, am Samstag, 28. April 2018 im Stade de Suisse in Bern. (KEYSTONE/Peter Klaunzer)

Ein Meer der Glückseligkeit: Das Stade de Suisse nach Abpfiff. Bild: KEYSTONE

4 YB-Fans erzählen von der Meisterparty (und ja, das auf dem Bild ist die Torlatte)

Zwei Tage nach dem erlösenden Meistertitel erinnern sich vier YB-Fans an den denkwürdigsten Moment des Wochenendes (sofern sie sich noch erinnern können).



Adrian Müller, watson-Nachrichtenredaktor

«Die Gefühlsexplosion beim 2:1 durch Nsamé und dann beim Abpfiff war natürlich schon gewaltig. Wir sind endlich den Fluch losgeworden! Bisher gehörte ich ja zu einer Verlierergeneration, die ein Leben ohne YB-Titel geführt hat. Das ist jetzt vorbei und das geht weit über den Fussball hinaus. Mein persönliches Highlight war, als ich nach dem Spiel und den Feierlichkeiten im Stadion mit etwa 50 anderen Leuten auf der mobilen Bühne der Berner Kultband Mani Porno durchs Breitenrainquartier gefahren bin. Das war wild. Eine Streetparade durch den Breitsch!

YB-Meisterfeier mit Mani Porno im Breitsch

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Video: watson/Adrian Müller

Am Sonntag ging's dann – mit ordentlich Prosecco – weiter. Die Jungs von Radio Gelb-Schwarz hatten eine riesige Fahne dabei, 30 Meter lang und vier Meter breit. Die wurde zunächst am Münster aufgehängt und danach trugen wir sie durch die ganze Stadt und haben dabei die Sau rausgelassen. Der Fluch ist vorbei!»

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Auch das Bundeshaus wurde geyoungboyst. Bild: watson / amü

Christian Wasserfallen, FDP-Nationalrat

«Die Stimmung war schon einzigartig, als ich mit dem Velo zum Stadion rausgefahren bin. Die Leute waren angespannt, aber auch voller Vorfreude. Alle haben darüber gesprochen, wie es sein würde, wenn der Meistertitel Wirklichkeit geworden ist. Beim letzten Titel war ich fünf Jahre alt und damit zu jung, um alles richtig mitzubekommen. Für mich ist die Meisterschaft auch das Ende einer langen Reise. Wenn ich daran zurückdenke, wie ich in den 1990er Jahren im alten Wankdorf bei Nebelwetter irgendwelche trostlosen Spiele in der Auf-/Abstiegsrunde verfolgt habe, dann sieht man, wie weit YB gekommen ist.

Und dann dieses dramatische Spiel mit dem gehaltenen Penalty von Wölfli, dem späten Tor und den unendlich wirkenden letzten Minuten. Beim Abpfiff sind dann wirklich alle Dämme gebrochen, auch bei mir und meinen Kollegen im Sektor C9. So etwas Emotionales habe ich noch nie erlebt.»

Gabriel Haldimann, Radio Gelb-Schwarz

Berns Torhueter Marco Woelfli feiert auf dem Balkon des Stadions, nach dem Super League Spiel zwischen dem BSC Young Boys Bern und dem FC Luzern, am Samstag, 28. April 2018 im Stade de Suisse in Bern. (KEYSTONE/Peter Klaunzer)

YB-Legende Marco Wölfli lässt sich feiern. Bild: KEYSTONE

«Ich glaube als prägendste Erinnerung wird mir der Moment bleiben, in dem Marco Wölfli auf der Tribüne steht und ihm die zehntausenden Fans auf dem Rasen zujubeln. Wie unser Wolf den Penalty an die Latte lenkt und so den Sieg einleitet – eine unglaubliche Geschichte. Die Minuten zwischen Führungstreffer und Abpfiff waren dann eine einzige Tortur. Am Mikrofon brachten Brian Ruchti und ich nur noch einzelne, geschriene Worte heraus. Ich musste mir das gestern im Archiv nochmals anhören, ich hatte keine Erinnerung mehr daran.

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«Hatte keine Erinnerungen mehr»: Gäbu Haldimann umarmt seinen «Radio Gelb-Schwarz»-Kollegen Brian Ruchti. Bild: screenshot srf

Dass ich dann das unglaubliche Privileg hatte, mit meinem guten Freund Brian zusammen bei den Spielern auf der Tribüne zu stehen und ihren Auftritt vor den Fans zu moderieren, war aufwühlend. Ich habe aus nächster Nähe erleben dürfen, welche riesige Erleichterung dieser Meistertitel für die Mannschaft war. Bei der Meisterfeier fielen sich wildfremde Menschen um den Hals und küssten sich an allen möglichen Stellen. Da war keine Distanz, keine Fremdheit mehr zwischen den Leuten – einfach nur noch ein Meer der Glückseligkeit.»

Nico Franzoni, watson-Videoredaktor

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Auch am Montag hatten diese YB-Fans noch eine Latte. Bild: watson / nfr

«Den Sprung vom Gitter und der Platzsturm gleich nach Abpfiff werde ich nie vergessen. Die Erinnerungen danach verschwimmen ein bisschen, muss ich zugeben. Aber ich bin auch mit Müller auf dem Bühnenwagen von Mani Porno durch den Breitsch gefahren. Am Breitenrainplatz haben wir dann mithilfe der Torlatte aus dem Stadion die Autos angehalten. Jordan Lotomba und Steve von Bergen fuhren auch da vorbei. Sie sind dann ausgestiegen und es gab eine Bierdusche. Das war legendär.»

YB-Captain Steve von Bergen wird auf dem Breitenrainplatz in seinem Auto von Fans umkreist und gefeiert, nach dem Super League Spiel zwischen dem BSC Young Boys Bern und dem FC Luzern, am Samstag, 28. April 2018 in Bern. (KEYSTONE/Peter Klaunzer)

Eine Bierdusche für Steve von Bergens Auto. Bild: KEYSTONE

Die Bilanz der Behörden

Bern feierte den ersten Meistertitel der Young Boys nach 32 Jahren wild, aber friedlich: Die Kantonspolizei verzeichnete keine grösseren Zwischenfälle, auch bei Bernmobil gab es keine Meldungen über aggressive Passagiere oder Sachschäden. Dass ordentlich gefeiert wurde, beweist eine Anfrage beim Tiefbauamt. Im Vergleich zu einer normalen Nacht von Samstag auf Sonntag habe die personell aufgestockte Equipe rund 3,5 Tonnen zusätzlichen Abfall in der Innenstadt eingesammelt. Hauptsächlich seien es Dosen und Flaschen gewesen. 

So feiert YB den ersten Meistertitel seit 32 Jahren

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19Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • creator54 01.05.2018 13:02
    Highlight Highlight Gratulation an YB für die Meisterschaft . Ich weiss genau wie glücklich die Fans sind. Mein Lieblings Team hat diese Saison auch die Meisterschaft geholt nach 24 jahren.
    Und beide diese Teams tragen die Farben Gelb und Schwarz :)

    AEK / YB Champions 2017/18
    • maxi 01.05.2018 19:15
      Highlight Highlight wann hat ein athener team zuletzt einen sportlichen titel gefeiert? ohne den filz aus verband liga und verein wärs auch dises jahr nix geworden
    • creator54 01.05.2018 20:51
      Highlight Highlight Was hat Athen dafür wenn ein durchgeknallter vereins präsident mit einer waffe ins spielfeld rennt. Das ist nicht athens schuld.
    • Switch_On 01.05.2018 23:04
      Highlight Highlight @maxi: Stört es dich dass Lozärn lange nicht Meister geworden ist? Neid?
      Oder warum der Spruch mit Athen?
    Weitere Antworten anzeigen
  • inVain 01.05.2018 06:35
    Highlight Highlight Haben die YB-Fans auch den „Meisterrasen“ ausgegraben, um ihn zu Hause in den Garten einzupflanzen? 🤔
  • Mr. Nice 01.05.2018 00:08
    Highlight Highlight Es sind magische Tage, die wir YB-Fans – v.a. die langjährigen – erleben dürfen. Dieser Samstag war schlicht perfekt: das Wetter, die Vorfreude und Aufgeregtheit in der Stadt, die Stimmung am Nachmittag im Breitsch, das Warm- und Einlaufen der Spieler, das Drehbuch des Spiels, und dann diese unglaubliche Explosion der Emotionen. Momente, welche es in dieser Intensität in Bern wohl nicht soll schnell wieder geben wird.

    Merci, YB
  • Jesses! 30.04.2018 19:06
    Highlight Highlight Unglaublich war‘s! Diese Stimmung, unbeschreiblich! Und das sage ich, der sich nicht für Fussball intetessiert und das erste Mal in meinem Leben einen Match live gesehen hat. Besser geht‘s nicht; und darum war‘s auch der Erste und der Letzte. Alles gesehen.
    • Valon Gut-Behrami 01.05.2018 20:51
      Highlight Highlight Naja. Ohne Verbundenheit zu YB hast du nicht sehr viel erlebt. Glaube mir...
  • 3l145 30.04.2018 18:51
    Highlight Highlight Man sagt durch den Breitsch. Welcher Berner sagt denn bitte „durchs Breitsch“.
    • Christoph Bernet 30.04.2018 19:00
      Highlight Highlight Ist korrigiert, Danke! Der Fehler liegt beim züridütsch-sprechenden Chronisten, nicht bei den durch und durch Berner Auskunftspersonen.
    • Eine_win_ig 30.04.2018 19:03
      Highlight Highlight Düre Breitsch wemer wei Finöggele ;)
    • Ehringer 30.04.2018 21:38
      Highlight Highlight Ja gopfertami, düre Breitsch dänk!
    Weitere Antworten anzeigen
  • Mike Minder 30.04.2018 18:22
    Highlight Highlight Auch am Sonntag noch eine Latte.... *made my Day* ich mein ehrlich... im Vollsuff noch Metall durch die Gegend schleppen???
    • mr.mot 30.04.2018 19:13
      Highlight Highlight Geile Aktion! 👍😂 Ich habe mich mit einem kleinen Teil des Tornetzes begnügt...
    • Tom collins 30.04.2018 21:42
      Highlight Highlight Haha die Jungs sind heute Nachmittag noch mit der Torlatte durchs Quartier gezogen. Weiss zwar nicht ob immer noch oder wieder. :D
      Sind wohl auf „Fussballviagra“, dass sie immer noch stehen.
    • Alnothur 30.04.2018 23:36
      Highlight Highlight Wann wenn nicht im Vollsuff ist man zu sowas motiviert? ^^

Verurteilt wegen Rassendiskriminierung – Jung-SVP-Chef könnte Job als Polizist verlieren

Wegen eines Wahlplakats wurden die Co-Präsidenten der Jungen SVP des Kantons Bern zu bedingten Geldstrafen verurteilt. Wird das Urteil rechtskräftig, droht Jungpolitiker Adrian Spahr im schlimmsten Fall die Entlassung: Er ist als Kantonspolizist in Basel tätig.

Das Plakat, das zur erstinstanzlichen Verurteilung der beiden Co-Präsidenten Nils Fiechter und Adrian Spahr geführt hat, kam während der JSVP-Kampagne für die Berner Kantonalwahlen im Frühjahr 2018 zum Einsatz. Es brachte Fahrende mit  «Schmutz, Fäkalien, Lärm, Diebstahl etc.» in Verbindung. «Wir sagen NEIN zu Transitplätzen für ausländische Zigeuner», hiess es auf dem Plakat.

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