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Hamburger SV's players leave the pitch after their German first division Bundesliga soccer match against Augsburg in Augsburg April 27, 2014. Augsburg won the match 3-1.  REUTERS/Michaela Rehle (GERMANY - Tags: SPORT SOCCER) DFL RULES TO LIMIT THE ONLINE USAGE DURING MATCH TIME TO 15 PICTURES PER GAME. IMAGE SEQUENCES TO SIMULATE VIDEO IS NOT ALLOWED AT ANY TIME. FOR FURTHER QUERIES PLEASE CONTACT DFL DIRECTLY AT + 49 69 650050

Bild: Reuters

Akute Abstiegsgefahr

Ist die Bundesliga-Uhr des HSV bald abgelaufen?

Trotz Kurztrainingslager und Einsatz eines Bioenergetikers verliert der desolate HSV in Augsburg 1:3 und kann bestenfalls noch auf die Relegation hoffen. Statt an die kleine Chance auf Klassenerhalt zu glauben, resignieren die Spieler. 

28.04.14, 12:37

Ein Artikel von

Der HSV ist der Bundesliga-Dino schlechthin. Noch nie mussten die Fans einen Abstieg betrauern. Als einzige Mannschaft sind die Hanseaten seit der Liga-Gründung im Jahr 1963 ununterbrochen dabei. In der Hamburger Imtech Arena tickt eine Uhr, die anzeigt seit wie vielen Jahren, Tagen, Stunden, Minuten und Sekunden der HSV schon erstklassig ist. Doch wie lange darf die Uhr nochweiterlaufen?

Eine Uhr im Stadion zeigt an, wie lange der HSV schon in der Bundesliga spielt. Bild: AP

Nach dem 1:3 gegen den FC Augsburg hat das Team von Mirko Slomka die letzte Chance, sich noch direkt zu retten, verpasst. Die Relegation gegen den drittplatzierten Zweitligisten (derzeit Greuther Fürth) ist die letzte Hoffnung. Doch auch die Relegation ist noch nicht erreicht: Der Vorsprung auf den Zweitletzten Nürnberg beträgt bei zwei ausbleibenden Runden nur ein Punkt und Schlusslicht Braunschweig hat auch nur zwei Zähler Rückstand.

Gegen Bayern München und Mainz müssen also dringend Punkte her. Doch die Gegner sind stark und die Mannschaft von Feuerwehrmann Slomka ist in einem desolaten Zustand. Sie spielt, als hätte sie den Ernst der Lage verkannt. Kein Wunder: Abstiegskampf ist in Hamburg schon aus traditionellen Gründen überhaupt nicht eingeplant, deshalb trifft er den Verein jetzt so hart.

Totale Konsternation bei den Spielern. Bild: Bongarts

Vor allem die Abwehrschwäche ist frappierend. Auch das zweitägige Kurz-Trainingslager und der Einsatz eines Bioenergetikers keine messbare Wirkung auf den HSV: beides hatte Slomka in seinem elften Spiel zum ersten Mal ausprobiert.



Die Spieler scheinen mit diesem historischen Druck nicht umgehen zu können. «Ich hoffe natürlich, dass wir trotzdem ... naja, gegen Bayern wird es jetzt schwer, aber ich hoffe, dass wir mindestens gegen Mainz gewinnen», versucht Hakan Calhanoglu die Lage in Worte zu fassen. «Man sieht die Woche kommen und es ist keine schöne Woche», sagt Mittelfeldspieler Tolgay Arslan. Zuversicht tönt anders.

Die Fans wollen schon gar nicht mehr hinschauen. Bild: Bongarts

Parolen wie «Wir schaffen das noch!» sagt keiner. Niemand macht Hoffnung. Für solche Gedanken ist offensichtlich kein Platz beim taumelnden HSV. «Wir versuchen, so gut es geht den Kopf von solchen Dingen freizuhalten,» sagt Torhüter und Ex-Nationalspieler René Adler über den Abstiegskampf und die finanzielle Situation des Vereins - bei dem noch gar nicht sicher ist, ob er Ende Mai von der DFL überhaupt die Lizenz für die kommende Saison erhält.

Die Spieler scheinen nach einer Saison voller schlechter Schlagzeilen abgestumpft, selbst eine Niederlage am drittletzten Spieltag nehmen sie hin wie geprügelte Hunde. Allles andere als ein gutes Zeichen für den Bundesliga-Dino. Doch noch tickt die Uhr im Stadion. Noch ... (pre/cle)

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Brikne, 20.7.2017
Neutrale Infos, Gepfefferte Meinungen. Diese Mischung gefällt mir.

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