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Rivalität artet aus

Braunschweig-Fans hängen totes Lamm beim Trainingsplatz von Hannover auf

Braunschweig-Fans haben den Abstiegskampf zwischen der Eintracht und Hannover 96 zusätzlich angeheizt. Vor dem 120. Niedersachsen-Derby sorgt eine geschmacklose Aktion um ein totes Lamm für rote Köpfe.

04.04.14, 15:05 04.04.14, 18:37

Wenn Schlusslicht Eintracht Braunschweig am Sonntag auf den Tabellen-13. Hannover trifft, herrscht Abstiegskampf pur. Nur sieben Punkte trennen den Aufsteiger von den 96ern. Doch bei diesem Duell der beiden Vereine aus Niedersachsen geht es um weit mehr als die drei Zähler für den Sieg.

Das älteste deutsche Fussball-Derby wird seit 114 Jahren und zum insgesamt 120. Mal ausgetragen. Die Anhänger gelten als extrem verfeindet, gegenseitige Provokationen gehören vor den Direktduellen einfach dazu.

Die Fans von Eintracht Braunschweig haben den Bogen nun aber deutlich überspannt. Am Freitagnachmittag wurde am Trainingsplatz von Hannover 96 ein mit grüner Farbe bemaltes, totes Lamm an einem Zaun aufgehängt. Daneben war ein Plakat mit der Aufschrift «Am Sonntag geht euch Mistviechern die Luft aus» angebracht. Die Polizei hat Ermittlungen aufgenommen. Zuvor hatten Eintracht-Fans ihre Vereinsfarben Blau und Gelb an die Waterloo-Säule in Hannover geschmiert.

Die Behörden sind alarmiert und haben vor dem «Hochrisiko-Spiel» die Sicherheitsvorkehrungen erhöht. 2600 Polizisten werden am Sonntag im Einsatz stehen. Normalerweise werden die Heimspiele von Eintracht Braunschweig von ein paar hundert Einsatzkräften gesichert. Im Stadion herrscht ein striktes Alkoholverbot, im näheren Umkreis sind Glasflaschen verboten. Die Polizei rechnet mit insgesamt 2000 gewaltbereiten Fans.

Hoffentlich bleiben die Fan-Gruppen am Sonntag im Stadion ruhig. Bild: Getty Images

Schon vor dem Hinspiel im letzten Herbst hatte es Ärger gegeben: Ein Hausschwein mit einem Hannover-Schal um den Hals und bemalt mit dem 96er-Emblem war zwei Tage vor dem Spiel mitten in der Nacht durch Hannover geirrt.

Auch die Braunschweiger Fans hatten beim ersten Aufeinandertreffen seit 37 Jahren eine geschmacklose Provokation hinnehmen müssen. An jedem Braunschweiger Ortsschild hatten Unbekannte gelbe Holzkreuze mit der Aufschrift «BTSV» (Braunschweiger Turn- und Sportverein) in den Boden gerammt.

«Derby brutal» auch in Wien

Vor dem Wiener Fussball-Derby haben Rapid-Anhänger einen jungen Austria-Profi heftig verprügelt. U19-Nationalspieler Valentin Grubeck wurde am Donnerstagabend nach dem Training von etwa 15 vermummten Rapid-Fans attackiert und erlitt laut dem Verein Prellungen am Rücken und am Brustkorb. Die Wiener Polizei hat nach dem Überfall einen Verdächtigen festgenommen. (pre)



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Markus Wüthrich, 5.5.2017
Tolle Artikel jenseits des Mainstreams. Meine Hauptinformations- und Unterhaltungsquelle.

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6Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Freddie 04.04.2014 22:40
    Highlight Genau deshalb ist Fussball so Niveaulos.
    2 2 Melden
  • Androider 04.04.2014 21:41
    Highlight Und da soll noch einer sagen, bei uns gebe es Hochrisiko-Spiele...
    8 0 Melden
  • Oberon 04.04.2014 19:10
    Highlight Bei diesen Fans ist das Weltbild wohl auch völlig abhanden gekommen.

    Man sieht es ja bei Basel welchen schaden ein paar Idioten verursachen können und die nennen sich auch Fans und merken nicht mal das sie genau das gegenteil sind.
    4 0 Melden
    • SofaSurfer 05.04.2014 00:38
      Highlight Dein Kommentar ist ein bisschen aus dem Kontext gerissen. Deutscher Fussball-Fanatismus kannst du nicht mit Schweizer, geschweige denn Basler Verhältnissen vergleichen. Das ist 'ne andere Nummer. Bei uns sind es (leider) einige wenige schwarze Schafe und ein Derby ist, ausser in Zürich nie eine gefährliche Sache.... und hier die Basler (nur weil sie nunmal bei jedem Spiel 30'000 Zuschauer haben) anzuprangern ist auch nicht wirklich angemessen. Schau dir mal die Verhältnisse genauer an. Pauschalisieren ist hier fehl am Platz
      0 0 Melden
    • Oberon 05.04.2014 13:42
      Highlight Ich glaube eher Du weisst nicht wirklich was teilweise in der Schweiz abgeht. Abgesehen davon hat Du meinen Kommentar nicht verstanden aber das kann ich verstehen da dieses Thema natürlich für einige zu komplex ist.

      Du wurdest sicher auch noch nie mit Petarden beschossen obwohl Kinder neben dran standen...

      0 0 Melden

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