Sport
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
epa04899526 Leverkusen's Admir Mehmedi celebrates scoring the 2-0 during the UEFA Champions League play off second leg match between Bayer Leverkusen and Lazio Rome in Leverkusen, Germany, 26 August 2015.  EPA/Federico Gambarini

Admir Mehmedi hat in sich in Leverkusen schnell einen Namen gemacht. Bild: EPA/dpa

Mit Mehmedi oder Drmic gegen Slowenien? Petkovic tendiert wohl zu Mehmedi – es gibt gute Gründe dafür

Admir Mehmedi müht sich nicht mehr in Freiburg ab. Der 24-Jährige hat ein bemerkenswertes Klub-Upgrade hinter sich. In Leverkusen will er sich auch für höhere Aufgaben mit dem Schweizer Nationalteam empfehlen.



«Neun bis zehn Positionen» hat Vladimir Petkovic schon vor der ersten Einheit der entscheidenden Phase in der EM-Kampagne im Kopf. Der Nationalcoach wird im Vergleich zum 2:1 in Litauen nur marginale Umstellungen vornehmen. Eine davon betrifft mutmasslich Admir Mehmedi, der im Sommer nach dem Absturz mit dem SC Freiburg der Depression fast wundersam entfloh – quasi von der zweiten Klasse direttissima in die Champions League.

Der Schweizer Selektionär hat die Entwicklung Mehmedis exakt beobachtet. Er traut Mehmedi den Quantensprung vom deutschen Tabellenende unter die Top 32 der europäischen Elite zu: «Er kann das verkraften. Admir steht mit den Füssen auf dem Boden.» Gut möglich, dass Mehmedi, der an der WM in Brasilien zum Stamm gehörte, den in Mönchengladbach früh unter Beschuss geratenen Stürmer Josip Stürmer am Samstag gegen Slowenien im 4-3-3-System ersetzt.

Nati-Trainer Vladimir Petkovic, rechts, schaut zu Admir Mehmedi, anlaesslich des Trainings der Schweizer Fussball Nationalmannschaft, am Samstag, 11. Oktober 2014, in Freienbach. Die Schweizer Nationalmannschaft bereitet sich auf das naechste Auswaertsspiel der EM-Qualifikation am kommenden  Dienstag gegen San Marino vor. (KEYSTONE/Patrick B. Kraemer)

Nati-Trainer Vladimir Petkovic hält grosse Stücke auf Admir Mehmedi. Bild: KEYSTONE

Noch wägt Petkovic ab. Er will während den Trainings in Freienbach und Jona die Bereitschaft Mehmedis ausloten und deutet an, die permanenten Stresssituationen im Klub seien nicht zu unterschätzen. Er denkt dabei primär an das Pendeln zwischen den Sternstunden und dem Bundesliga-Alltag. «Der mentale Bereich wird zum Thema. Man muss bereit sein, die verschiedenen Herausforderungen anzunehmen.»

Umfrage

Wer soll gegen Slowenien stürmen?

  • Abstimmen

258 Votes zu: Wer soll gegen Slowenien stürmen?

  • 10%Seferovic/Drmic
  • 64%Seferovic/Mehmedi
  • 18%Drmic/Mehmedi
  • 7%Am besten nur einer

Flut von Eindrücken

Wie sich die Doppel- und Dreifachbelastung anfühlt, erlebte Mehmedi am vergangenen Samstag in München. Bayern führte Bayer vor. Drei Tage nach dem Kraftakt gegen Lazio Rom fehlte die Energie für mehr als ein 0:3. Mit etwas zeitlicher und räumlicher Distanz analysiert der 24-Jährige die erste Niederlage im Shirt der Werkself in seiner ganz unaufgeregten Art: «Dort haben schon andere verloren. Meine Welt verändert das Ergebnis jetzt nicht gerade.»

Für ihn überwiegen nach den teilweise schwierigen Engagements in Kiew und im Breisgau bislang die positiven Eindrücke. Der Freiburger Absteiger ist gut angekommen. Im Verlauf der Vorbereitung spürte Mehmedi, den richtigen Transfer-Entscheid gefällt zu haben. Er denkt, er habe seinen Teil zum überzeugenden Start Leverkusens beigetragen. Seinen Platz in der Startaufstellung im kapitalen Playoff-Rückspiel gegen Lazio wertet er als Signal des Vertrauens.

31.08.2015; Freienbach; Fussball Nationalmannschaft - Blerim Dzemaili und Admir Mehmedi im Training;
(Steffen Schmidt/freshfocus)

Auch im Kreis der Nationalmannschaft fühlt sich Mehmedi sichtlich wohl. Bild: freshfocus

Die persönliche Umstellung sei gleichwohl beträchtlich gewesen, gibt der polyvalente Offensiv-Spieler zu: «Ich kämpfte zwei Jahre lang gegen den Abstieg. Und plötzlich bist du in der Champions League dabei. Daran muss man sich erst einmal gewöhnen.» Er spricht von «anstrengende Wochen für den Kopf» und meint die Flut von neuen Eindrücken, die Anspannung, die viel höheren Erwartungen.

Völlers Überzeugung

Gewöhnen muss sich Mehmedi auch an den verschärften Konkurrenzkampf in Leverkusen. Am letzten «Mercato-Abend» griff der Verein nochmals zu. Nach dem Dortmunder Kevin Kampl engagierte der ambitionierte Klub von Manchester United leihweise Javier «Chicharito» Hernandez.

Vor der Ankunft der beiden Spektakelgaranten fürchtet sich Mehmedi nicht – im Gegenteil: «Der Klub musste reagieren, nachdem uns Son verlassen hatte.» Mehmedi hat auch das grosse Bild des Bundesligisten im Kopf: «Wir sind nun für die sehr vielen Spiele gut aufgestellt.»

Mexico's national soccer player Javier 'Chicharito' Hernandez, right, holds his shirt with  Leverkusens head coach Roger Schmidt,  during a  presention by his new club Bayer Leverkusen at a press conference at the BayArena in Leverkusen, Tuesday, Sept. 1, 2015. The 27-year old striker left Manchester United for a new 3-year contract in Germany's Bundesliga.   (AP Photo/Martin Meissner)

Chicharito ist der neue Hoffnunsträger im Bayer-Sturm. Und was ist mit Mehmedi? Bild: Martin Meissner/AP/KEYSTONE

Die Bayer-Entscheidungsträger haben ihr Geld gut investiert. Die vom «Express» publizierte Zahl von 5,5 Millionen Euro entspricht auf dem überhitzten Markt einem «Low-Budget-Deal». Rudi Völler ist zu 100 Prozent vom relativ preisgünstigen SFV-Hoffnungsträger überzeugt: «Mehmedi passt genau in unser Anforderungsprofil.» Der Sportdirektor erhofft sich von der Vielseitigkeit des früheren FCZ-Professionals, «dass er unser Angriffsspiel noch variabler macht». (pre/si)

Die 20 besten Nati-Spieler aller Zeiten

Abonniere unseren Newsletter

1
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
1Kommentar anzeigen

Wie Manuel Akanji mit 23 Jahren beim BVB zum Co-Captain wurde und Dortmund entzückt ❤

Lucien Favre kommt mit Borussia Dortmund in Fahrt und bezwingt Nürnberg gleich mit 7:0. Im Fokus steht dabei auch Manuel Akanji, der in den letzten 30 Minuten die Captain-Binde trägt und sein erstes Tor für den BVB erzielt.

Mit 19 Jahren, einem Alter, in dem andere Spieler bereits Weltmeister wurden oder die Champions League gewannen, da spielte Manuel Akanji mit dem FC Winterthur in der Challenge League beim FC Le Mont – vor 350 Zuschauern.

Nun, etwas mehr als drei Jahre später, hat Manuel Akanji seinen Marktwert von 250'000 Franken auf 28 Millionen Euro ver-112-facht. Er ist als Innenverteidiger nicht nur Stammspieler in der Schweizer Nationalmannschaft, sondern auch bei Borussia Dortmund – und erzielte gestern …

Artikel lesen
Link to Article