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«Grosskotzer, die brauchen wir jetzt hier nicht. Was ich jetzt brauche, sind Kerle mit Eier in der Buxe» – Legat hat «riesengrosses Problem» mit viralem YouTube-Hit

Als grätschende Abwehr-Kante gefürchtet, als sprücheklopfender Trainer ein Internet-Star: Eine Pressekonferenz von Thorsten Legat verschaffte dem Ex-Profi neuen Ruhm, doch so richtig lustig findet Legat das nicht.



Ein Artikel von

Spiegel Online

Thorsten Legat war bei Bochum, Werder und Frankfurt einer der härtesten Verteidiger der Bundesligageschichte, die Gegenspieler fürchteten das Kraftpaket aus Bochum. Doch seit seiner Profikarriere ist der 46-Jährige nicht nur für seine Spielweise, sondern auch für seine Sprüche bekannt. Legendär ist seine Antwort auf die Frage, wie er zum Bodybuilding gekommen sei: «Immer Castroper Strasse rauf.»

Inzwischen ist Legat Trainer und als solcher beim FC Remscheid gelandet, Landesliga Niederrhein, Tabellenplatz 14. Seine Antrittspressekonferenz aus der vergangenen Woche wurde dank jeder Menge Legat-Sprech mit einigen Tagen Verspätung ein Internet-Hit.

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Die Pressekonferenz mit Thorsten Legat.
YouTube/rs1tv

«Man geht freitags auch mal schön weg und ballert sich den Arsch voll», sagte der Trainer etwa zum Unterschied im Alkoholkonsum zwischen seinen Spielern und den Stars aus der Bundesliga. Im Internet waren Legat damit die Lacher sicher. Doch der findet das gar nicht so lustig.

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Die Reaktion von Legat auf seinen Viral-Hit.
YouTube/rs1tv

Der Remscheider Sender rs1.tv befragte den Coach, wie er denn die Reaktionen bewerte. «Ich gehe davon aus, dass man sich ein bisschen belustigt in dieser Sache», sagte Legat. Er habe damit «ein riesengrosses Problem».

Warum, wird in dem Gespräch allerdings nicht ganz klar. Legat verweist lediglich auf seine im vergangenen Jahr erschienene Autobiographie. Dort beschreibt er unter anderem, wie er unter dem gewalttätigen Vater litt, einem alkoholabhängigen Bergmann, der ihn regelmässig misshandelt haben soll. So erklärt Legat seine späteren Entgleisungen im Privatleben, als er etwa auf einem Parkplatz einigen Jugendlichen mit einem Schwert drohte.

Man solle die Vergangenheit ruhen lassen, so Legat nun im TV-Interview, ansonsten habe er dazu «kommentarlos nichts mehr zu sagen». Für einen Fehler will er sich aber noch entschuldigen: Die falsche Aussprache seiner neuen Heimat. In der Pressekonferenz sprach er Remscheid jedes Mal Reeeeeemscheid aus, mit sehr langem «e». «Das heisst FC Remscheid, und damit belassen wir es auch.» (luk/pre)

Die Bundesliga im Zeitraffer – wie sich die Liga seit 1991 verändert hat

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