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Eigentlich verboten: Ribéry geht auf Tuchfühlung mit dem Schiedsrichter. Bild: AP/AP

Ribéry knurrt, Robben murrt – Bayern zerfleischt sich trotz 3:0-Sieg selbst

Bayern München kommt zum Auftakt der Champions League gegen René Weiler und den RSC Anderlecht zu einem glanzlosen 3:0-Sieg. Freude mag darob keine aufkommen – im Gegenteil.

13.09.17, 07:51 13.09.17, 08:37

3:0-Sieg gegen den RSC Anderlecht zum Champions-League-Auftakt. Die Bayern hätten nach der Niederlage gegen Hoffenheim und den turbulenten Tagen danach also guten Grund, sich über das positive Resultat zu freuen. Doch weit gefehlt, denn was der deutsche Rekordmeister in der heimischen Allianz-Arena zeigte, war mehr als dürftig. 

«Wir spielen vor eigenem Publikum, da musst du richtig Bock haben und dem Publikum was zeigen. Wir müssen uns hinterfragen und kritisch sein. Ich will Spass haben auf dem Platz – das hatte ich nicht», schimpfte Bayerns Niederländer Arjen Robben.

Das war gestern nicht das Spiel des Arjen Robben ... Bild: AP/AP

Trotz über 80-minütiger Überzahl – Anderlechts Sven Kums wurde in der 11. Minute nach einer Notbremse vom Platz gestellt – konnte das Team von Carlo Ancelotti nicht zum erhofften Schaulaufen ansetzen. «Bei allem Respekt. Nach der Roten Karte musst du die aus der Arena schiessen. Gegen stärkere Gegner bekommen wir so Probleme.»

Robben dachte dabei schon an das nächste Gruppenspiel vom 27. September bei Paris St-Germain. Dann heissen die Gegner Neymar, Mbappé oder Cavani und nicht Hanni, Trebel oder Stanciu.

Robert Lewandowski, der in den vergangenen Tagen mit einem Interview für reichlich Unruhe gesorgt hatte, brachte die Münchner in der 12. Minute per Foulelfmeter in Führung. Thiago (65.) und Joshua Kimmich (90.) schossen vor 70'000 Zuschauern zwar noch einen standesgemässen Pflichtsieg heraus, die Leistung des Rekordmeisters war über weite Strecken aber alles andere als Champions-League-würdig.

Die drei Bayern-Tore:

Lewandowski trifft per Penalty zum 1:0. Video: streamable

Thiago erhöht Mitte der zweiten Halbzeit auf 2:0. Video: streamable

Kimmich sorgt mit dem 3:0 für den Schlusspunkt. Video: streamable

Wütender Ribéry sorgt für Unruhe

Für zusätzliche Misstöne sorgte Franck Ribéry. Der Franzose schleuderte nach seiner Auswechslung (77.) sein Trikot wutentbrannt in Richtung Ersatzbank. Sportdirektor Hasan Salihamidzic deutete sogar Konsequenzen an. «So etwas darf nicht passieren. Wir sind der FC Bayern. Das ist nicht okay, darüber werden wir sprechen», sagte er.

Ribérys Frust über seine Auswechslung. Video: streamable

Ribéry hatte sich nach dem Penalty-Pfiff für (!) die Bayern bereits mit Schiedsrichter Paolo Tagliavento angelegt und sich wegen Reklamieren eine Gelbe Karte eingehandelt, worauf er auch noch in Tuchfühlung mit dem Ref ging. «Da hätte man gut und gerne auch Gelb-Rot geben können», stellte TV-Experte Lothar Matthäus später korrekt fest.

Aber, aber ... Ribéry fasst dem Schiedsrichter an die Wange und Brust. Video: streamable

Die Mitspieler nahmen Ribéry nach dem Spiel zwar weitgehend in Schutz, Trainer Carlo Ancelotti äusserte aber ebenso Unverständnis: «Ich verstehe, dass Spieler 90 Minuten durchspielen wollen. Aber manchmal verstehen sie nicht, wie jetzt Franck Ribéry, dass ich nicht wegen der Leistung auswechsle. Er hatte vor dem Spiel kleinere Probleme. Ich verstehe seine Reaktion nicht.» (pre/sda)

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Charly Otherman, 5.5.2017
Watson kann nicht nur lustig! Auch für Deutsche (wie mich) ein Muss, obwohl ich das schweizerische nicht immer verstehe.
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14Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Boogie Lakeland 13.09.2017 12:11
    Highlight Mimimi. Lewandowski war auch toll beim Tor von Kimmich...
    Für die Bayern bis 2013 hatte ich zwar nicht viel Sympathie aber ich bewunderte jeweils ihre Teams.
    Eigengewächse, deutsche Nationalspieler und unterschiedlich viele Ausländer mit hohem Niveau.
    Unter Pep ging, trotz nationalen Titeln, viel der Identität des Clubs verloren.
    Von meinem Standpunkt aus sehr bedauernswert.
    4 1 Melden
    • coolkid 14.09.2017 00:10
      Highlight Also Eigengewächse sind so ne Sache bei den Bayern. In den letzten 10 Jahren haben sich genau 3 davon durchgesetzt. Alaba, Müller und Badstuber und nein, Kimmich ist absolut kein Eigengewächs.
      2 0 Melden
    • Boogie Lakeland 14.09.2017 19:57
      Highlight Badstuber ist für mich Stuttgarter ☺ Nein ich beziehe mich vA auf Schweinsteiger und Lahm als Leader
      1 0 Melden
  • Gelöschter Benutzer 13.09.2017 10:31
    Highlight Robbery - das am meisten überschätzte Duo im Fussball. Spielen so gut wie nie, weil sie dauernd verletzt sind - und wenn sie spielen, fliegen sie herum oder täubelen ständig.

    Hoffe die werden bald ausgemustert.
    19 3 Melden
    • Mia_san_mia 13.09.2017 11:24
      Highlight Überschätzt würde ich nicht sagen. Wenn beide voll bereit sind, sind sie einfach Weltklasse. Aber ja, die Zeit von denen neigt sich echt dem End zu...
      10 1 Melden
    • Amboss 13.09.2017 12:25
      Highlight "Überschätzt" finde ich nicht.
      Die beiden haben Grosses geleistet und sie können noch den Unterschied machen.
      Aber sie können das nicht mehr eine ganze Saison lang. Dies hat man bei den Bayern irgendwie noch nicht begriffen.

      Das Problem liegt doch darin, dass die beiden gegen einen "Operettengegner" (Klaus Zaugg färbt ab, aber der Ausdruck trifft es wirklich) ran müssen.
      Weil irgendwie niemand da ist, der den beiden Dampf macht. Denn spielen die beiden nicht, verlieren die Bayern gegen Hoffenheim...
      1 0 Melden
    • Hashtag 13.09.2017 13:04
      Highlight Begriffen haben dass die Bayern vermutlich schon, dafür haben sie Spieler wie Costa oder Coman transferiert, nur haben die nicht so funktioniert wie vorgestellt.

      Ich glaube der Grund, dass sie gegen einen schwächeren Gegner ran müssen hat mehr damit zu tun, dass Ancelotti schon realisiert, dass die Beiden die grossen Spielen nicht mehr für Bayern gewinnen werden in Zukunft. Er versucht Spieler wie Coman mehr Verantwortung zu geben, in dem er ihn in einem schwierigen Auswärtsspiel, wie in Hoffenheim, spielen lässt.
      3 0 Melden
  • manhunt 13.09.2017 09:52
    Highlight überbezahlte narzissten. benehmen sich wie verwöhnte kleine kinder, welche nicht bekommen was sie wollen.
    20 3 Melden
  • Jein 13.09.2017 09:52
    Highlight Die FIFA und UEFA sollen doch endlich analog zum Rugby die Regel einführen das nur der Captain und vielleicht noch der Torwart mit dem Schiedsrichter sprechen dürfen, und wenn man den Schiedsrichter wie Ribery jetzt betatscht direkt Rot.
    29 2 Melden
    • Mia_san_mia 13.09.2017 11:25
      Highlight Ich verstehe auch nicht, warum das nicht möglich ist. Knallhart einführen und richtig durchziehen, dann lernen die es schon.
      10 0 Melden
    • measy88 13.09.2017 12:21
      Highlight Auch schon mal auf dem Platz gestanden? ;)
      0 5 Melden
    • ujay 13.09.2017 16:11
      Highlight Naja, Torwart im Rugby:-)).............. Aber prinzipiell sollte im Fussball analog Eishockey die Mannschafts Captains mit dem Schiri sprechen dürfen. Sonst: Reklamieren gelb (auch gelbe Karte fordern für Gegenspieler), beim 2. Mal rot. Schiedsrichter anfassen, rot. Usw.
      2 0 Melden
  • riqqo 13.09.2017 08:15
    Highlight Der Ribery kann froh sein, überhaupt noch in einem Topclub über 75 Minuten spielen zu können. 😂
    45 1 Melden
  • Mia_san_mia 13.09.2017 07:55
    Highlight Das Verhalten von Ribery nervt einfach wieder einmal. Genau jetzt wo es nicht so läuft, sollte ein Erfahrener Spieler wie er, sich vorbildlich verhalten!
    48 0 Melden

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