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Juventus' scorer Dani Alves, front center, and his teammates celebrate their side's 2nd goal during the Champions League semi final second leg soccer match between Juventus and Monaco in Turin, Italy, Tuesday, May 9, 2017. (AP Photo/Antonio Calanni)

Ja, der war komplett gratis: Claudio Marchisio zeigt auf das Juve-Schnäppchen der Saison 2016/17. Bild: Antonio Calanni/AP/KEYSTONE

Dani Alves – die Krönung von Juventus' Schnäppchenjagd

Der 34-jährige Brasilianer Dani Alves hat grossen Anteil am Champions-League-Finaleinzug von Juventus Turin. Der Mann, der an allen vier Juve-Toren direkt beteiligt war, kam im Sommer ablösefrei aus Barcelona – und passt damit perfekt ins Beuteschema der Turiner.



»» Hier gibt's den Liveticker der Partie zum Nachlesen.

Dani Alves ist der Mann der Stunde in der Champions League. Der Brasilianer bereitete im Hinspiel in Monaco beide Juve-Tore mustergültig vor. Im Rückspiel gestern in Turin assistierte der 34-Jährige das 1:0 und schoss das 2:0 mit einem herrlichen Volley gleich selbst. Folgerichtig wurde Alves, bei dem 91% der Pässe erfolgreich waren, zum «Man of the Match» gewählt.

Erst im Sommer ist Alves zur Alten Dame gestossen und hat dort unseren Nati-Spieler Stephan Lichtsteiner verdrängt – der Schweizer darf meist nur gegen kleinere Gegner in der Serie A ran. 

Dass Alves den Vorzug erhält, ist aufgrund seiner Qualitäten verständlich – unverständlich ist hingegen, dass Barcelona den Brasilianer im Sommer quasi zu einem Wechsel drängte. Denn Alves ist auch mit seinen 34 Lenzen noch der beste Rechtsverteidiger der Welt, der dank seiner Polyvalenz aber auch offensiver aufgestellt werden kann. 

Barcelona defender Dani Alves arrives on the green carpet prior  during the The Best FIFA Football Awards 2016 ceremony held at the Swiss TV studio in Zurich, Switzerland, Monday, January 9, 2017. (KEYSTONE/Walter Bieri)

Dani Alves, hier mit Freundin Joana Sanz, wurde von der FIFA in das Team des Jahres 2016 gewählt – auch wenn er sein Jackett vom Christbaum ausgeliehen hat. Bild: KEYSTONE

Juventus hat sich nicht zweimal bitten lassen und den dreifachen Champions-League-Gewinner mit einem Zweijahresvertrag ausgestattet. Die Juve-Führung um Sportdirektor Giuseppe Marotta wurde dafür harsch kritisiert – schliesslich war Alves damals «schon» 33 Jahre alt.

Der Jugendwahn ist im Fussball mittlerweile so ausgeprägt, dass viele Fans und «Experten» das Gefühl haben, Ü30-Spieler können ohne Gehstock überhaupt nicht mehr laufen.

Alves im vergangenen Sommer mit dem Beweis: Alle Tassen im Schrank muss man nicht haben, um ein grossartiger Fussballer zu sein.

Dani Alves hat mit den beiden Spielen gegen die Youngsters aus Monaco einmal mehr eindrücklich bewiesen, dass es auch jenseits der 30 möglich ist, überragende Leistungen abzuliefern. Neben ihm gehören auch Buffon (39), Barzagli (36), Bonucci (30), Marchisio (31), Khedira (30) und Mandzukic (30) zum Kreis der Ü30-Spieler von Juve, die gestern gegen Monaco total knapp fünf Kilometer mehr gelaufen sind als ihre Gegner.

Wir haben die Alves-Highlights der Halbfinals gesammelt, bei Twitter reingehört und zu guter Letzt einen Überblick der Gratis-Transfers von Juventus in den letzten sechs Jahren. 

Magische Halbfinals gegen Monaco

Die Hacken-Vorlage zum 1:0 von Higuain in Monaco

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Alves' butterweiche Flanke zu Higuains 2:0 in Monaco

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Wieder eine gefühlvolle Flanke, diesmal auf Mandzukic, der im Nachschuss verwertet – das 1:0 im Rückspiel

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Video: streamable

Dani Alves mit dem Traumpass zum 2:0, welches wegen Offside aberkannt wird

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Wieder ein Zuckerpass von Alves, Dybala scheitert aber an Subasic

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Video: streamable

Bei der folgenden Ecke nimmt Alves dann selbst Mass und haut das Ding volley rein

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Video: streamable

Derweil drüben auf Twitter

Darauf erst mal ein Bier

Juves Schnäppchen

Dass Dani Alves im Sommer ausgerechnet zu Juventus gewechselt hat, ist kein Zufall. In Turin haben ablösefreie Weltklasse-Spieler seit der Wiederauferstehung 2012 Tradition.

2011: Andrea Pirlo

Er hat Juventus als überragender Stratege wieder zu einer Topmannschaft gemacht und mit Juve vier Meisterschaften in Folge gefeiert, ehe er 2015 in die MLS zu New York wechselte.

2012: Paul Pogba

Pogba wechselte ablösefrei (es wurde lediglich eine Ausbildungsentschädigung bezahlt) von Manchester United nach Turin und im Sommer 2016 für 105 Millionen Euro zurück. Der Transfer zeigt perfekt, wie viel Juventus richtig und andere Vereine falsch machen.

2013: Fernando Llorente

Hat zwei solide Spielzeiten bei Juventus absolviert, nicht mehr und nicht weniger. Wechselte über Sevilla nun zu Swansea in die Premier League.

2014: Kingsley Coman

Kam wie Pogba gegen eine Ausbildungsentschädigung zu Juventus. Konnte sich in Turin aber nicht durchsetzen (vor allem weil das damalige Juve-System nicht zu ihm passte) und wechselte für total 28 Millionen Euro zu Bayern. 

2015: Sami Khedira

Weltmeister, Champions-League-Sieger, Deutscher und Spanischer Meister. Sami Khedira hatte schon alles gewonnen, ehe er 2015 zu Juventus wechselte. Nach Startschwierigkeiten mit einigen Verletzungen hat er sich diese Saison als unumstrittener Stammspieler etabliert.

2016: Dani Alves

Über seine Qualitäten muss nicht diskutiert werden. Alves ist wahrscheinlich sogar der beste Rechtsverteidiger aller Zeiten. Er braucht mit Juventus noch zwei Siege (Pokal- und Champions-League-Finale) um eine überragende erste Saison in Italien mit dem «Triple» zu perfektionieren. 

Ende gut, Alves gut.

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32Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • bcZcity 11.05.2017 07:36
    Highlight Highlight Gratis, aber nicht billig. Ein Alves spielt nicht nur zum Spass, sondern auch für die Kohle und nach Barca und co. ist man sicher nicht billig!
    11 2 Melden
  • piedone lo sbirro 10.05.2017 16:59
    Highlight Highlight tradition haben bei juve und marotta vor allem die teuren fehleinkäufe, herr zappella.

    felipe melo 30mio. hernanes 13mio. krasic 15mio. dazu bendtner, elia, isla, peluso, ogbonna usw.

    schreiben sie doch darüber mal einen artikel. oder darüber wie juve jeden sommer seine top spieler verliert - vidal, pogba usw.

    auf einen kritischen, objektiven und sachlichen, sprich ernstzunehmenden juve-artikel ihrerseits warten wir wohl vergebens.

    fiat ist seit 2011 hauptsponsor der FIGC - dazu bekommen die schiedsrichter auch geld von buffon`s firma "la bassetti".
    wo bleibt ihre kritische analyse?
    16 31 Melden
    • elmono 10.05.2017 21:47
      Highlight Highlight Felipe Melo war vor Marottas Zeit. Bendtner kam gratis. Elia, Martinez, Hernanes ganz klar Fehleinkäufe. Isla wurde in der gleichen Saison wie Asamoah gekauft und war in dieser Saison der Aussenverteidiger schlechthin in der Serie A.. Peluso war Wunschspieler von Conte und hat gute Dienste verrichtet. Ogbonna ebenfalls solider Ergänzungsspieler. Fakt ist, der Juvekader wurde und wird auch jedes Jahr seit 2010 stärker. Man investiert wo nötig die Kohle -Pjanic, Higuain, Dybala - und staubt ablösefrei Weltklassespieler ab (Pirlo, Pogba, Khedira, Coman). Das sind Fakten, der Rest Frustration.
      30 8 Melden
    • piedone lo sbirro 11.05.2017 08:45
      5 16 Melden
    • elmono 11.05.2017 09:37
      Highlight Highlight Mein Gott. Inter, Milan oder Napoli Fan? Khedira kein Top Player. Pogba ebenfalls nicht? Wer ist denn bitte ein Mittelfeldtopplayer deiner Meinung nach? Pjanic spielt ne überragende Saison und hat noch viel Luft nach oben. Aber eben, mit einem Fussballexperten wie dir zu diskutieren, ist hoffnungslos.
      13 8 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • welefant 10.05.2017 11:36
    Highlight Highlight Ein schnäppchen wie higuain? 😬
    16 26 Melden
    • Senji 10.05.2017 12:35
      Highlight Highlight Mit Mandzukic vorne drin hätte Juve nicht die bisherige Saison hinlegen können und kein anderer Stürmer mit dem Format von Higuain hätte näch Italien gewechselt. Die Schnäppchen machten es möglich für das letzte fehlende Puzzlestück auch mal eine Fantasie-Ablöse auf den Tisch zu hauen. Ohne generell die Summen rechtfertigen zu wollen, würde ich sagen Juve hat sehr vieles Richtung gemacht.
      54 4 Melden
    • fabsli 10.05.2017 14:04
      Highlight Highlight Higuain war mit 90 Mio. sicher kein Schnäppchen. Aber die 36 Tore, die er in der laufenden Saison (Serie A, Coppa Italia, UCL) geschossen hat, waren jeden Cent wert.
      28 4 Melden
    • moedesty 10.05.2017 15:31
      Highlight Highlight Higuain können die Turiner in zwei Tranchen a 45 mio zahlen. Und das Geld haben sie bereits mit der Ablöse von Pogba in die Kasse gespühlt.
      11 4 Melden
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  • Army Neilstrong 10.05.2017 11:26
    Highlight Highlight Muss ich dem Autor beipflichten, zum Glück macht Juve in letzter Zeit richtig gute Transfers. In der Vergangenheit gab es da schon öfters mal den ein oder anderen Flopp...
    Aber was ich nicht verstehe ist, wieso man diese Saison Rincon gekauft hat, bei so einem Mittelfeld?
    30 3 Melden
    • Neuromancer 10.05.2017 14:18
      Highlight Highlight Weil Witsel das Primärziel war, das Geschäft aber im letzten Augenblick platzte. Ausserdem war man sich uneins über die Genesungsdauer von Marchisio. In meinen Augen ein klassischer Notnagel.
      15 0 Melden
  • DerSchweizer 10.05.2017 11:10
    Highlight Highlight Also der beste RV aller Zeiten ist klar Philipp Lahm
    19 72 Melden
    • greeZH 10.05.2017 12:43
      Highlight Highlight Defensiv und bezüglich der Konstanz wohl schon. Die Brasilianischen Aussenverteidiger sind jedoch offensiv top. Alvers, Marcelo, Cafu, Roberto Carlos.
      41 1 Melden
    • Army Neilstrong 10.05.2017 13:54
      Highlight Highlight Marc Zellweger nicht vergessen!
      45 2 Melden
  • Blaugrana 10.05.2017 10:05
    Highlight Highlight Muss dem Autor schweren Herzens beipflichten... Alves' Kampfkraft & Finesse fehlt in Barcelona an allen Ecken und Enden, drum wird diese Saison wahrscheinlich auch ziemlich zum Vergessen sein... 😢
    54 2 Melden

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