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Er will den Pfeil werfen. Aber der Pfeil will die Hand nicht verlassen. bild: pdc

So brutal ist es, wenn du gegen den Doppel-Weltmeister spielst und Dartitis kriegst

Das wünschst du keinem. Darts-Spieler Berry van Peer trifft bei dem Grand Slam of Darts auf den zweifachen Weltmeister Gary Anderson – und hat plötzlich allergrösste Mühe, seine Pfeile loszulassen.

13.11.17, 14:43 13.11.17, 15:35


Berry van Peer gilt als Mann der Zukunft. Erst 21 Jahre alt ist er, aber nun in Wolverhampton erstmals beim PDC Grand Slam of Darts am Start. Den australischen Routinier Simon Whitlock besiegte er bei seinem Debüt noch, doch dann schlug gegen den zweifachen Weltmeister Gary Anderson gnadenlos die gefürchtete Dartitis zu.

So wird die innere Blockade genannt, die Darts-Spieler treffen kann. Wenn sie plötzlich nicht mehr in der Lage sind, den Pfeil loszulassen. Ein Phänomen, das auch Tennis- und Golfspieler kennen (Stichwort: Yips) und das 2007 sogar unter dem Namen Dartitis ins Oxford English Dictionary aufgenommen wurde.

Wenn nichts mehr geht

Der arme Berry van Peer steht also hinter der Wurflinie. Er fixiert das Ziel auf der Scheibe vor sich, will den Pfeil loslassen – und muss den Versuch abbrechen. Mal für Mal. Plötzlich geht gar nichts mehr. Tränen schiessen ihm in die Augen.

Das Unheil nimmt seinen Lauf: Schon früh im Spiel ist van Peer hilflos. Andersons Konter? Eine 180. Video: streamable

Anderson gelingt mit einem Drei-Dart-Schnitt von 111,79 eine Weltklasse-Leistung, was van Peers Versuche nur noch verzweifelter aussehen lassen. «Es war schon hart, Berry so mit sich kämpfen zu sehen», sagte der Schotte Anderson nach seinem klaren 5:1-Sieg. «Er ist ein junger Kerl, der sein Bestes gegeben hat. Das ist hart für ihn.»

Trotz grösster Probleme gewinnt van Peer immerhin ein Leg. Video: streamable

Der Spieler kann die Tränen nicht mehr zurückhalten, Caller Russ Bray bittet die Fans um Nachsicht. Video: streamable

Van Peer kriegte schon bei seinem Sieg über Whitlock die Dartitis – wie manches Mal in den vergangenen Monaten – aber weniger akut als gegen Anderson. «Ich muss jetzt einfach weitermachen und darf nicht aufgeben», tröstete sich der junge Holländer. Er wisse nicht, was die Probleme ausgelöst habe. Es ist ihm auf alle Fälle zu wünschen, dass er sie bald in den Griff kriegt.

Nach der Niederlage gibt's Trost von Sieger Anderson und Schiedsrichter Bray. Video: streamable

«Danke allen für die tolle Unterstützung. Gary ist ein super Gentleman. Was für eine Ehre, gegen ihn spielen zu dürfen.»

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Video: srf

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Markus Wüthrich, 5.5.2017
Tolle Artikel jenseits des Mainstreams. Meine Hauptinformations- und Unterhaltungsquelle.

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    Alle Leser-Kommentare
  • Gar Manarnar 14.11.2017 08:22
    Highlight Konnte sich gestern nun doch noch qualifizieren :D
    6 0 Melden
  • Apfel Birne 13.11.2017 22:56
    Highlight Berry hat übrigens das letzte Gruppenspiel heute gewonnen und steht damit im Achtelfinal. Eine wahnsinnige Willensleistung vor der man nur den Hut ziehen kann!
    9 0 Melden
  • Posersalami 13.11.2017 18:51
    Highlight Da sollen sich die beschissenen Pfeiffer aus Basel mal ein Beispiel dran nehmen! So geht Sport!
    23 1 Melden
  • Rekordmeister 13.11.2017 16:03
    Highlight Über das wird berichtet? Aber von Taylor der eine riesen Aufholjagd gemacht hat oder von MVG wird gar nichts erwähnt?
    Es gab so geile Spiele gestern und vorgestern und kein Wort über diese tollen Spiele und Finishes :(
    9 17 Melden
  • Roy Bär 13.11.2017 15:06
    Highlight Bittere Angelegenheit.. Wünscht man echt keinem Spieler! Da bleibt einem selbst nur zu hoffen, dass einem das nie passiert.. Bis dahin: Game On!
    40 0 Melden

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