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Moto 2 rider Dominique Aegerter of Switzerland waves after finishing in second position at the Spain's Motorcycle Grand Prix at the Jerez race track on Sunday, May 4, 2014 in Jerez de la Frontera, southern Spain. (AP Photo/Miguel Angel Morenatti)

Dominique Aegerter feiert seinen zweiten Rang in Jerez. Bild: AP/AP

13 Gründe dafür, 3 dagegen

Kann Dominique Aegerter Weltmeister werden? Diese drei Zutaten fehlen ihm noch 

Bis heute hat noch kein Schweizer den WM-Titel in der zweitwichtigsten Töff-WM gewonnen. Dominique Aegerter ist der erste, der realistische Chancen hat. 

Es ist recht abenteuerlich, im Zusammenhang mit einem Töffpiloten über den WM-Titel zu fabulieren, der noch nie ein Rennen auf höchstem Niveau gewonnen hat. Aber bei Dominique Aegerter macht es doch Sinn. 

In der Motorrad-WM – die es seit 1949 gibt – haben Schweizer bisher nur in den «kleinen» Klassen (50 ccm, 80 ccm, 125 ccm) und bei den Seitenwagen WM-Titel herausgefahren. Bei den «grossen» (einst 250 ccm, 350 ccm und 500 ccm) haben sie zwar Rennen gewonnen. Aber nie einen Titel geholt. Nicht, weil es den Helden von einst an Mut und Talent fehlte. Das Problem war hier immer auch das Material: Kein Schweizer war höher als bei den 125ern je die Nummer-1-Position bei einem grossen Töffhersteller. 

Newly crowned 125cc World Champion, Swiss motorcycle pilot Thomas Luethi, left, and MotoGP World Champion Valentino Rossi from Italy place their helmets onto their bikes for a end of season photo session, after the Motorcycle Grand Prix of Valencia, on the Circuito Ricardo Tormo in Cheste, Spain, Sunday, November 6, 2005. (KEYSTONE/Photopress/Alessandro della Valle)

Der bisher letzte Schweizer Töffweltmeister: Tom Lüthi (l.) holte den Titel 2005 in der 125er Klasse. Hier ist er bei einem Fotoshooting nach der Saison mit Valentino Rossi. Bild: KEYSTONE

Die Schweiz ist nicht mehr zu klein

Der Markt Schweiz ist zu klein. Zu klein, um ein Werksteam in der «Königsklasse» zu finanzieren, zu klein aber auch, um einen Schweizer aus Werbegründen für den nationalen Markt zum Werksfahrer zu machen. 

Dieses Problem gibt es heute in der Moto2-WM (die Nachfolgeklasse der 250er) nicht mehr. Nun wird mit Einheitsmaschinen gefahren (gleiche Motoren, gleiche Reifen) und selbst im «Markt Schweiz» ist es möglich, ein titeltaugliches Team zu finanzieren. 

JEREZ DE LA FRONTERA, SPAIN - MAY 04: Dominique Aegerter of Switzerland and Technomag Car Expert celebrates on the podium the second place during the Moto2 race during the MotoGp of Spain - Race at Circuito de Jerez on May 4, 2014 in Jerez de la Frontera, Spain. (Photo by Mirco Lazzari gp/Getty Images)

Dominique Aegerter jubelt über seinen zweiten Platz in Jerez. Freut er sich bald über den ersten Sieg? Bild: Getty Images Europe

Nun zählen also die ursprünglichen Faktoren. Talent, Mut, Konstanz, Persönlichkeit, taktische Schlauheit ... und Glück. Wenn wir also wissen wollen, ob Dominique Aegerter Weltmeister werden kann, müssen wir erst einmal diese Faktoren berücksichtigen. 

Diese 13 Faktoren sprechen für Aegerter

Tatsächlich erfüllt der Emmentaler fast alle Faktoren:

04.05.2014; Jerez; Motorrad - GP Spanien 2014; Dominique Aegerter (SUI) jubelt auf dem Podium mit Champagner (Waldemar Da Rin/freshfocus)

Champagner-Dusche nach dem zweiten Rang in Jerez. Bild: Waldemar Da Rin

Diese drei Punkte fehlen Aegerter zum Titel

Also alle Voraussetzungen, um Weltmeister zu werden. Was fehlt noch? 

04.05.2014; Jerez; Motorrad - GP Spanien 2014; Dominique Aegerter (SUI), Suter mit seinem Goenner und Manager Robert Siegrist (Waldemar Da Rin/freshfocus)

Eine wichtige Person im Umfeld von Aegerter: Manager Robert Siegrist. Bild: Waldemar Da Rin

Das MotoGP-Angebot ist nur noch eine Frage der Zeit

Wenn wir alles berücksichtigen, dann sehen wir: Ja, Dominique Aegerter kann Weltmeister werden. Mit der Betonung auf kann. Er hat alle Voraussetzungen. Aber es gibt weitere fünf bis sechs Fahrer, die jetzt und in den nächsten Jahren diese Voraussetzungen eben auch mitbringen. Womit wir dann wieder beim Thema Glück sind: Champions sind jene, die auch das Glück auf ihre Seiten locken. 

Sicher ist hingegen jetzt bereits etwas: Dominique Aegerter wird im Laufe der nächsten zwei Jahre ein Angebot zum Aufstieg in die MotoGP-Klasse bekommen.

01.05.2014; Jerez; Motorrad - Training GP Spanien 2014;
Dominique Aegerter (SUI) und Robin Mulhauser (SUI) mit Team  (David Wood/Gold&Goose/freshfocus)

Zum Team Technomag Car Expert von Aegerter gehört mit Robin Mulhauser auch ein zweiter Schweizer. Bild: Gold&Goose



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