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«Es war mega-geil»

Hier fährt Aegerter erstmals offiziell ein MotoGP-Bike – aber er ist chancenlos 

Dominique Aegerter (24) hat in Barcelona als erster Schweizer ganz offiziell ein MotoGP-Bike getestet. Er war fleissig, recht gut – aber ohne jede Chance. 

16.06.14, 19:30 17.06.14, 15:20

Im Anschluss an den GP von Katalonien testen die Asphaltcowboys auf der Rennstrecke in Barcelona. Am Montag die MotoGP-Titanen, am Dienstag die Moto2-Haudegen. Zum ersten Mal seit der Einführung der Bezeichnung MotoGP für die Königsklasse im Jahre 2002 hat sich mit Moto2-Star Dominique Aegerter ein Schweizer bei offiziellen Tests in den Sattel einer MotoGP-Höllenmaschine geschwungen. 

16.06.2014; Barcelona; Motorrad - Test Barcelona 2014;
Dominique Aegerter (SUI) Avintia (Jean-Guy Python/PSP/freshfocus)

Bild: Lukasz Swiderek/freshfocus

Der Unterschied zu einem Moto2-Bike ist gewaltig. Die Motoren der MotoGP-Maschinen leisten rund 100 PS mehr als die Moto2-Trieblinge. So viel Kraft kann nur durch elektronische Hilfen gebändigt werden. 

Auf Augenhöhe mit den Hinterbänklern

Dominique Aegerter war fleissig. Er drehte am Montag am meisten Runden: 89. Weltmeister Marc Marquez begnügte sich mit 64 Runden und erzielte trotzdem Bestzeit (1:41,184). Er war 4,186 Sekunden schneller als Dominique Aegerter (1:45,370). Welten trennten also den spanischen Weltstar vom Schweizer MotoGP-Schnupperlehrling. 

16.06.2014; Barcelona; Motorrad - Test Barcelona 2014;
Dominique Aegerter (SUI) Avintia (Lukasz Swiderek/PSP/freshfocus)

Aegerter beim Test in Barcelona. Bild: Lukasz Swiderek/freshfocus

Aber der Neuling fuhr schon fast auf Augenhöhe der MotoGP-Hinterbänkler. Auf Mike DiMeglio, dessen Maschine er testen durfte, verlor er weniger als eine Sekunde (1:45,370 zu 1:44,624). Und auf Valentino Rossi (1:42,174) verlor er weniger als vier Sekunden. 

Guter Eindruck trotz zweitletztem Rang

Dominique Aegerter landete letztlich auf Rang 22 der 23 Piloten und hinterliess alles in allem einen guten Eindruck. Er stürzte nie, fuhr seine Rundenzeiten konstant, kapierte die neue Technik schnell und konnte den Technikern brauchbare Aussagen liefern. 

«Es hat sehr viel Spass gemacht. Aber ich ging nicht ans Limit und achtete darauf, nicht zu stürzen. Ich konzentriere mich ja auf die Moto2-WM.» Der Unterschied zu einem Moto2-Töff sei enorm. «Die Leistung der Motoren ist viel grösser, die Maschine ist schwerer und die Bremsen funktionieren anders.»

Ist er nun schon fast ein MotoGP-Pilot? «Nein, nein, natürlich nicht. Aber es ist immer gut, Kontakte zu knüpfen, zu lernen und im Gespräch zu bleiben.»

16.06.2014; Barcelona; Motorrad - Test Barcelona 2014;
Dominique Aegerter (SUI) Avintia (Lukasz Swiderek/PSP/freshfocus)

Bild: Lukasz Swiderek/freshfocus

Nächste Chance in Suzuka

Dominique Aegerters Karriere-Ziel ist die Königsklasse. Ein erster wichtiger Schritt in diese Richtung wird das Acht-Stunden-Rennen in Suzuka (Jap) sein, das er Ende Juli für Suzuki fahren wird. 

Suzuki kehrt nächste Saison mit einem Werksteam in die MotoGP-Klasse zurück. Bewährt sich der Berner in diesem für die Japaner enorm prestigeträchtigen Rennen, dann kann er sich bei Suzuki zum Thema für die MotoGP-Klasse machen. 

Nun fährt Dominique Aegerter die Moto2-Tests am Dienstag in Barcelona und am Donnerstag und am Freitag in Aragon. Am übernächsten Samstag steht in Assen das nächste Moto2-Rennen auf dem Programm.



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Brikne, 20.7.2017
Neutrale Infos, Gepfefferte Meinungen. Diese Mischung gefällt mir.

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    Alle Leser-Kommentare
  • MediaEye 17.06.2014 08:50
    Highlight Vielleicht sollte dies auch einmal Tom Lüthi machen.
    Oder beide fahren auch mal ein Rennen der Superbikes mit, wer weiss.

    Auf jeden Fall war dies ein ein Erkenntnisgewinn für Domi und bringt ihn weiter.
    Die erzielten Zeiten waren nicht so wichtig, da er ja mit unterlegenem Material unterwegs war. Wie schnell wäre er wohl gewesen, mit einer Maschine wie der von Rossi oder Marquez??
    1 0 Melden

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