Sport
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IOC verzichtet auf harte Strafe: Nicht das ganze russische Team wird von Olympia suspendiert

24.07.16, 16:02 25.07.16, 09:54

Das IOC verzichtet auf einen Komplettausschluss Russlands an den Olympischen Spielen 2016 in Rio. Abgesehen von den Leichtathleten dürfen die Russen an den Start.

An einer Telefonkonferenz gab IOC-Boss Thomas Bach, der gute Beziehungen zu Russland pflegt, den Entscheid bekannt. Die Athleten seien für das Staatsdoping nicht verantwortlich, darum kann man sie auch nicht dafür sperren.

Das IOC mit Präsident Thomas Bach (r.) schliesst Putins Russland nicht vollständig von Olympia aus.
Bild: AP/RIA Novosti Kremlin

Damit dürfen ausser den 68 Leichtathleten alle Athleten der 28 anderen Sportarten in Rio antreten – sofern dies die internationalen Fachverbände genehmigen – und werden nicht kollektiv abgestraft.

Nicht starten darf Whistlerblowerin Julia Stepanova, welche mit ihren Aussagen den ganzen Skandal richtig ins Rollen brachte. Die 800m-Läuferin hoffte unter der IOC-Flagge teilnehmen zu können.

Der Dank für das Aufdecken des Staatsdopings für Stepanova: Startverbot in Rio.
Bild: EPA/DPA

Russland zufrieden

Russland zeigte sich zufrieden. «Das ist eine rechtmässige Lösung», sagte der Chef des Sportausschusses im russischen Parlament, Dimitri Swischtschjow. «Aber solche Entscheide sollten nicht nur in Bezug auf russische Athleten, sondern auf Sportler in der ganzen Welt getroffen werden.» Dann wäre das Problem Doping endgültig ausgerottet, sagte er der Agentur Tass zufolge in Moskau. Demonstrativ hatte Kremlchef Wladimir Putin zuletzt die Gründung einer neuen Anti-Doping-Kommission in Russland angekündigt – womöglich auch, um einem Komplett-Bann zu entgehen.

In einem Ermittlungsbericht der Welt-Anti-Doping-Agentur (WADA) war ein staatlich angeordnetes systematisches Doping in Russland nicht nur in der Leichtathletik festgestellt worden. (fox/sda)

Hier gibt es die offizielle Mitteilung des IOC (englisch).

Prominente Sportler von A bis Z, die mit Doping erwischt wurden

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Zeno Hirt, 25.6.2017
Immer wieder mal schmunzeln und sich freuen an dem, was da weltweit alles passiert! Genial!
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    Alle Leser-Kommentare
  • Bluetooth 24.07.2016 18:38
    Highlight Verstehe die Aufregung nicht? Seit wann wird Doping kollektiv bestraft. Was haben andere Sportarten mit dem Leichtathletik-Skandal zu tun. Was haben private russische Sportler mit dem ganzen zu tun?
    Nur um "ein Zeichen zu setzen", sollen unschuldige bestraft werden? Wieso muss dieses Zeichen ausgerechnet bei Russland gesetzt werden?
    Diesen heimlichen Kalten Krieg, den wir weiterhin führen, nervt. Als wären andere Nationen, was Doping betrifft, weniger schlimm. Doping während der Vorbereitung ist Gang und Gäbe. Dass nationale Verbände da ein Auge zudrücken, ist nichts neues.
    4 1 Melden
  • Radiochopf 24.07.2016 18:23
    Highlight Zum Glück gibt es im IOC noch Leute die objektiv und nach Fakten entscheiden und nicht emotional.. Jedoch scheint die Medien-Propaganda die Wirkung nicht verfehlt zu haben wenn man hier die meisten Kommentare liest... Man muss sich nicht wundern wie so etwas in der Türkei funktioniert wenn es bei uns genau so funktioniert mit der Manipulation... jeder Blitz ist eine Spende an Stepanova, die gedopt hat aber laut den Blitzern ja trotzdem dabei sein sollte .. Dafür war es ja in euren Augen besser gleich alle rus. Sportler zu sperren, auch die die 100% nicht gedopt haben!!!... Logik?!?
    2 3 Melden
  • Micha Moser 24.07.2016 18:13
    Highlight Schwach. Schade für eine Veranstaltung wie die Olympiade.
    3 6 Melden
  • Fairness_3 24.07.2016 18:06
    Highlight Wenn ein Fussballspieler einer Mannschaft dobt, wird dann auch das ganze Team aus der WM/EM ausgeschlossen?
    11 1 Melden
  • zappeli 24.07.2016 17:45
    Highlight War ja klar... Ein Zeichen setzen geht anders.
    4 9 Melden
  • Einstein56 24.07.2016 17:12
    Highlight Im Vergleich zu Thomas Bach ist Sepp Blatter ein Konfirmand und Gralshüter der Rechtstaatlichkeit.
    13 3 Melden
  • exeswiss 24.07.2016 17:11
    Highlight die hand die einen füttert, hackt man nicht ab....
    8 5 Melden
  • rundumeli 24.07.2016 16:55
    Highlight "Für eine andere russische Sportlerin allerdings ist die Tür zu den Sommerspielen nicht nur einen Spalt breit, sondern sperrangelweit geöffnet. Und das ist fantastisch: Julia Stepanowa, die gemeinsam mit ihrem Mann Witali als Whistleblowerin ihr Leben riskierte und sich seit Jahren im Exil befindet, kann unter neutraler Flagge zugelassen werden.

    Sie trainiert längst dafür. Ihre Olympiateilnahme wäre zartes Signal für einen etwas saubereren Sport. Sollte Stepanowa in Rio laufen, wird sie einer der Stars der Spiele sein. " meinte der spiegel vor paar tagen noch ... aber bückling vor putin wohl
    8 1 Melden
  • Glögglifrösch 24.07.2016 16:54
    Highlight Wenn nicht schon früher, geht spätestens jetzt die Olympische Idee den 'Bach' runter.
    9 6 Melden
  • Der Tom 24.07.2016 16:39
    Highlight Ha ha! Legalize it... träller 🍻
    4 4 Melden
  • phreko 24.07.2016 16:35
    Highlight Bankrotterklärung.
    22 6 Melden
  • 90er 24.07.2016 16:35
    Highlight "Nicht starten darf Whistlerblowerin Julia Stepanova, welche mit ihren Aussagen den ganzen Skandal richtig ins Rollen brachte. Die 800m-Läuferin hoffte unter der IOC-Flagge teilnehmen zu können."

    Wtf?
    13 1 Melden
    • Peter von der Flue 24.07.2016 16:58
      Highlight Ist ein verda....er Skandal. Aber im Umkehrschluss was erwartet man von "Sportfunktionären" wie Thomas Bach.Ein Günstling der übelsten Sorte.
      12 1 Melden
  • TanookiStormtrooper 24.07.2016 16:23
    Highlight Da hat wohl jemand einen gut gefüllten Umschlag bekommen...
    30 4 Melden

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