Sport
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

IOC verzichtet auf harte Strafe: Nicht das ganze russische Team wird von Olympia suspendiert



Das IOC verzichtet auf einen Komplettausschluss Russlands an den Olympischen Spielen 2016 in Rio. Abgesehen von den Leichtathleten dürfen die Russen an den Start.

An einer Telefonkonferenz gab IOC-Boss Thomas Bach, der gute Beziehungen zu Russland pflegt, den Entscheid bekannt. Die Athleten seien für das Staatsdoping nicht verantwortlich, darum kann man sie auch nicht dafür sperren.

FILE - In this Feb. 24, 2014 file photo Russian President Vladimir Putin, left, toasts a glass of champagne with the International Olympic Committee President Thomas Bach during the official reception of IOC for Sochi 2014 Winter Olympics organizing committee in Sochi, Russia. On Monday, July 18, 2016 WADA investigator Richard McLaren confirmed claims of state-run doping in Russia. (AP Photo/RIA Novosti Kremlin, Mikhail Klimentyev, Presidential Press Service, file)

Das IOC mit Präsident Thomas Bach (r.) schliesst Putins Russland nicht vollständig von Olympia aus.
Bild: AP/RIA Novosti Kremlin

Damit dürfen ausser den 68 Leichtathleten alle Athleten der 28 anderen Sportarten in Rio antreten – sofern dies die internationalen Fachverbände genehmigen – und werden nicht kollektiv abgestraft.

Nicht starten darf Whistlerblowerin Julia Stepanova, welche mit ihren Aussagen den ganzen Skandal richtig ins Rollen brachte. Die 800m-Läuferin hoffte unter der IOC-Flagge teilnehmen zu können.

epa05411123 Yuliya Stepanova of Russia competes in 800m Women Qualifying Rounds at the European Athletics Championships at the Olympic Stadium in Amsterdam, The Netherlands, 06 July 2016.  EPA/MICHAEL KAPPELER

Der Dank für das Aufdecken des Staatsdopings für Stepanova: Startverbot in Rio.
Bild: EPA/DPA

Russland zufrieden

Russland zeigte sich zufrieden. «Das ist eine rechtmässige Lösung», sagte der Chef des Sportausschusses im russischen Parlament, Dimitri Swischtschjow. «Aber solche Entscheide sollten nicht nur in Bezug auf russische Athleten, sondern auf Sportler in der ganzen Welt getroffen werden.» Dann wäre das Problem Doping endgültig ausgerottet, sagte er der Agentur Tass zufolge in Moskau. Demonstrativ hatte Kremlchef Wladimir Putin zuletzt die Gründung einer neuen Anti-Doping-Kommission in Russland angekündigt – womöglich auch, um einem Komplett-Bann zu entgehen.

In einem Ermittlungsbericht der Welt-Anti-Doping-Agentur (WADA) war ein staatlich angeordnetes systematisches Doping in Russland nicht nur in der Leichtathletik festgestellt worden. (fox/sda)

Hier gibt es die offizielle Mitteilung des IOC (englisch).

Prominente Sportler von A bis Z, die mit Doping erwischt wurden

Abonniere unseren Newsletter

Abonniere unseren Newsletter

13
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
13Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Ratchet 24.07.2016 18:38
    Highlight Highlight Verstehe die Aufregung nicht? Seit wann wird Doping kollektiv bestraft. Was haben andere Sportarten mit dem Leichtathletik-Skandal zu tun. Was haben private russische Sportler mit dem ganzen zu tun?
    Nur um "ein Zeichen zu setzen", sollen unschuldige bestraft werden? Wieso muss dieses Zeichen ausgerechnet bei Russland gesetzt werden?
    Diesen heimlichen Kalten Krieg, den wir weiterhin führen, nervt. Als wären andere Nationen, was Doping betrifft, weniger schlimm. Doping während der Vorbereitung ist Gang und Gäbe. Dass nationale Verbände da ein Auge zudrücken, ist nichts neues.
    4 1 Melden
  • Micha Moser 24.07.2016 18:13
    Highlight Highlight Schwach. Schade für eine Veranstaltung wie die Olympiade.
    3 6 Melden
  • Fairness_3 24.07.2016 18:06
    Highlight Highlight Wenn ein Fussballspieler einer Mannschaft dobt, wird dann auch das ganze Team aus der WM/EM ausgeschlossen?
    11 1 Melden
  • zappeli 24.07.2016 17:45
    Highlight Highlight War ja klar... Ein Zeichen setzen geht anders.
    4 9 Melden
  • Einstein56 24.07.2016 17:12
    Highlight Highlight Im Vergleich zu Thomas Bach ist Sepp Blatter ein Konfirmand und Gralshüter der Rechtstaatlichkeit.
    13 3 Melden
  • exeswiss 24.07.2016 17:11
    Highlight Highlight die hand die einen füttert, hackt man nicht ab....
    8 5 Melden
  • rundumeli 24.07.2016 16:55
    Highlight Highlight "Für eine andere russische Sportlerin allerdings ist die Tür zu den Sommerspielen nicht nur einen Spalt breit, sondern sperrangelweit geöffnet. Und das ist fantastisch: Julia Stepanowa, die gemeinsam mit ihrem Mann Witali als Whistleblowerin ihr Leben riskierte und sich seit Jahren im Exil befindet, kann unter neutraler Flagge zugelassen werden.

    Sie trainiert längst dafür. Ihre Olympiateilnahme wäre zartes Signal für einen etwas saubereren Sport. Sollte Stepanowa in Rio laufen, wird sie einer der Stars der Spiele sein. " meinte der spiegel vor paar tagen noch ... aber bückling vor putin wohl
    8 1 Melden
  • Glögglifrösch 24.07.2016 16:54
    Highlight Highlight Wenn nicht schon früher, geht spätestens jetzt die Olympische Idee den 'Bach' runter.
    9 6 Melden
  • Der Tom 24.07.2016 16:39
    Highlight Highlight Ha ha! Legalize it... träller 🍻
    4 4 Melden
  • phreko 24.07.2016 16:35
    Highlight Highlight Bankrotterklärung.
    22 6 Melden
  • 90er 24.07.2016 16:35
    Highlight Highlight "Nicht starten darf Whistlerblowerin Julia Stepanova, welche mit ihren Aussagen den ganzen Skandal richtig ins Rollen brachte. Die 800m-Läuferin hoffte unter der IOC-Flagge teilnehmen zu können."

    Wtf?
    13 1 Melden
    • Peter von der Flue 24.07.2016 16:58
      Highlight Highlight Ist ein verda....er Skandal. Aber im Umkehrschluss was erwartet man von "Sportfunktionären" wie Thomas Bach.Ein Günstling der übelsten Sorte.
      12 1 Melden
  • TanookiStormtrooper 24.07.2016 16:23
    Highlight Highlight Da hat wohl jemand einen gut gefüllten Umschlag bekommen...
    30 4 Melden

Rafael Nadal will die Resultate seiner Dopingtests offenlegen

Der immer wieder mit Doping in Verbindung gebrachte Rafael Nadal will mit der Veröffentlichung der Resultate all seiner Dopingkontrollen sowie seines Blutpasses seine Unschuld beweisen. «Ich weiss, wie oft ich während und ausserhalb der Wettkämpfe getestet werde», sagte Nadal der Nachrichtenagentur AP.

Er habe deshalb einen Brief an den Präsidenten des Internationalen Tennis Verbandes (ITF) geschickt mit der Bitte, die Ergebnisse all seiner Dopingtests und Blutproben zu veröffentlichen. Die ITF …

Artikel lesen
Link to Article