Sport
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Island, du hast uns die schönsten Stunden dieser EM beschert.
Bild: SEBASTIEN NOGIER/EPA/KEYSTONE

Verið þér sælar, Island! Mit diesen 12 Momenten hast du uns den Sommer sowas von versüsst

Das isländische Fussball-Märchen hat kein Happy End. Gegen Frankreich gehen die tapferen Wikinger im EM-Viertelfinal mit 2:5 unter. Nichtsdestotrotz: Wir werden uns noch lange an die legendären Nächte mit den Wikingern von der Vulkaninsel erinnern.

04.07.16, 04:21 04.07.16, 09:16


Wir gestehen es ja ein: Viel wissen wir vor der EM noch nicht von dir. Wir wissen, dass FCB-Thor Birkir Bjarnason für dich spielt, wir kennen Eidur Gudjohnson und Gylfi Sigurdsson und erinnern uns knapp, dass du uns in der WM-Quali 2014 irgendwie ein 4:4 abgerungen hast. Aber das war ja nur Glück und hatte sicherlich nicht mit deiner fussballerischen Klasse zu tun, du Fussballzwerg. Wir gestehen es ja ein: Du hast uns eines Besseren belehrt ...

Sensation gegen Portugal

Lange müssen wir warten, bis wir dich in Frankreich dann zum ersten Mal zu Gesicht bekommen. Im vorletzten Spiel der ersten Vorrunden-Tranche triffst du zum Auftakt gleich auf Portugal, einen der Titel-Favoriten. Alles nimmt zunächst den erwarteten Lauf, Nani bringt die Portugiesen mit 1:0 in Führung.

Doch dann trauen wir unseren Augen nicht. Bjarnason trifft nach der Pause aus heiterem Himmel zum 1:1. Du hältst dem portugiesischen Druck danach Stand und erkämpfst dir heroisch den ersten Punkt. Wir haben dich bemerkt, eine Auge auf dich geworfen!

Bjarnason trifft zum 1:1 gegen Portugal. streamable

«Huh!»

Zum ersten Mal hören wir in diesem Spiel auch den Schlachtruf deiner Fans. «Huh-Huh-Huh!» ertönt es immer wieder aus der Kurve. Wie wenn Wikinger mit ihren Schwertern auf die Schilde hämmern. Einfach herrlich!

So tönt es in der isländischen Kurve.
streamable

Verhinderter Trikottausch

Nach dem heroisch erkämpften Unentschieden will dein Captain Aaron Gunnarsson mit Cristiano Ronaldo das Trikot tauschen. Doch der dreifache Weltfussballer hat keine Lust und vertröstet deinen bärtigen Vorzeige-Isländer auf später. «Wer bist du überhaupt?», soll Ronaldo noch gefragt haben. Danach wettert er im TV-Interview über euren Jubel: Ihr tätet so, als wärt ihr schon Europameister. Und was macht dein Captain Gunnarsson? Er verteidigt Ronaldo. Was für ein Sportsmann.

«ManUnited»-Fan Gunnarsson bittet Ronaldo vergebens um dessen Trikot.
Bild: CJ GUNTHER/EPA/KEYSTONE

Kommentator, Teil I

Public Viewing mit watson

Lust auf ein Public Viewing in Zürich? watson ist Partner der Veranstaltungen beim «Glatten Köbi» und der «Amboss Rampe». Ein Besuch lohnt sich!

Als wir eine Nacht über dieses erste Treffen geschlafen haben und uns nochmals vor Augen führen, was du da geschafft hast, begegnet uns zum ersten Mal deine mittlerweile berühmteste Stimme. Wir lauschen und sind begeistert von Emotionen des damals noch unbekannten TV-Moderators. Aber auch ein bisschen besorgt. Hoffentlich halten die Stimmbänder das bis zum Ende der EM aus. 

Die lustigen Wortspiele

Wir informieren uns natürlich sofort im Internet über dich. Und spätestens jetzt stolpern wir immer wieder über diese lustigen Wortspiele: Begeisterson, Sensationsson, Islandfansson, Haargelson (aka Cristiano Ronaldo)! Einfach fantastisch. Und der Lieblings-Isländer des watSON-Users heisst natürlich Grillsaison.

Die Erkenntnis

Sofort taucht natürlich die Frage auf, warum alle Namen deiner Spieler mit -SON enden. Wieder einmal klärt uns watson auf: Kinder erhalten nicht den Familiennamen der Eltern wie bei uns, lesen wir da. Stattdessen weist sie ihr Nachname als Sohn bzw. Tochter ihres Vaters oder ihrer Mutter aus. Tönt kompliziert ist es aber nicht: Birkir Bjarnason vom FC Basel ist beispielweise der Sohn des Bjarni. Die isländische Sängerin Björk Gudmundsdottir ist die Tochter des Gudmund. Ich als Isländer wäre Philipp Brunosson.

Und so würden die Schweizer Nationalspieler als Isländer heissen

Dämpfer gegen Ungarn

Aber zurück zum Fussball. Vor dem Underdog-Duell sind wir bereits so von dir begeistert, dass wir natürlich auf deinen nächsten Sieg hoffen. Lange sieht es gut aus, nach einer isländischen Schwalbe und einem verwandelten Elfmeter führst du bis in die 87. Minute mit 1:0, doch dann fällt doch noch der 1:1-Ausgleich. Es ist ein Eigentor! Im Nachhinein war das schon gut so, sonst wärst du wohl zu früh zu hoch geflogen ...

Das Eigentor von Saevarsson. streamable

Sensation gegen Österreich

... und dein erstes Meisterstück hätte es so wohl nicht gegeben. Gegen den ins Straucheln geratenen Geheimfavoriten Österreich würde dir ein Unentschieden reichen, um sensationell die K.o.-Runde zu erreichen. Doch als es nach 90 Minuten 1:1 steht, ist dir das völlig egal. Du willst mehr, den Sieg und holst ihn dir. In der 94. Minute schiesst dich Arnor Ingvi Traustason als Gruppenzweiter in den Achtelfinal und unsere geliebten Nachbarn nach Hause.

Traustason schiesst Island in der Nachspielzeit zum Sieg. streamable

Kommentator, Teil II

Schon kurz nach deinem Siegtor lauschen wir wieder der Stimme deines TV-Moderators. Und der dreht diesmal komplett am Rad. Wie bei einem Teenager mit Stimmbruch überschlägt es ihm die Stimme und doch reisst es uns einfach mit. Seine Begeisterung ist einfach ansteckend. Und wer ihn noch nicht gekannt hat, kennt ihn jetzt: Gudmundur Benediktsson.

So bejubelt Benediktsson das Siegtor gegen Österreich. streamable

Wunder gegen England

Deine grösste Stunde schlägt im Achtelfinal. Gegen England bist du der wohl grösste Aussenseiter der EM-Geschichte, doch selbst ein früher Rückstand vermag dich nicht einzuschüchtern. Nach 100 Sekunden gleichst du aus und bereits nach 18 Minuten schiesst ausgerechnet Kolbeinn Sigthorsson das Siegestor. England kann tun und lassen, was es will, es nützt nichts mehr. Die Fussballwelt steht Kopf.

Das Siegestor von Sigthorsson.
streamable

Kommentator, Teil III

Was soll ich dazu noch sagen. Einfach nochmals zuhören und geniessen! Was Gudmundur Benediktsson ins Mikrofon schrie, hatte er übrigens zwei Stunden nach dem Spiel schon wieder vergessen.

Beim Schlusspfiff völlig in Ekstase.
streamable

Schmerzhafter Abschied

Ganz Europa wartet im Viertelfinal gegen Frankreich auf dein nächstes Fussballwunder. Doch es bleibt aus! Und die Franzosen kennen kein Mitleid: Bereits nach 45 Minuten haben sie dich in deine Einzelteile zerlegt und führen 4:0. Doch du lässt dich nicht unterkriegen und hältst den Schaden in Grenzen. Am Ende verlierst du 2:5 und bist gnadenlos enttäuscht.

Aber Kopf hoch! Du kannst stolz darauf, sein, was du in den letzten drei Wochen geleistet hast. Du hast die Fussball-Welt entzückt und Geschichten geschrieben, von denen wir noch unseren Enkeln erzählen werden. Deshalb hier ein grosses Takk! Oder noch besser: Ein Dankesson! Und natürlich ein lautes Huh!

» Wer noch nicht genug «Huhs!» gehört hat, hier klicken.

Die isländischen Helden und ihre abenteuerlichen Wege

EM 2016: Wichtige Infos zum Fussballturnier in Frankreich

Hier wird gespielt: Die 10 Stadien der Fussball-EM 2016 in Frankreich

Der Spielplan der Fussball-EM 2016 in Frankreich: Die Gruppenphase

So schnitt die Schweizer Fussball-Nati bei ihren bisherigen EM-Auftritten ab

Das Maskottchen der EM 2016 in Frankreich: «Salut, je m'appelle Super Victor!»

«Beau jeu» – der offizielle Ball der EM 2016 verspricht ein schönes Spiel

Alle Artikel anzeigen

Hol dir die App!

Charly Otherman, 5.5.2017
Watson kann nicht nur lustig! Auch für Deutsche (wie mich) ein Muss, obwohl ich das schweizerische nicht immer verstehe.
Abonniere unseren NewsletterNewsletter-Abo
9
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 72 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
9Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Radiochopf 05.07.2016 11:20
    Highlight Wer schon in Reykjavik war (ausserhalb der Touristen-Zeit) und jetzt die Menschenmenge sieht beim Empfang, kann das fast nicht glauben... das ist unglaublich eindrücklich! wenn man bedenkt, wie viele Einwohner/Profi-Fussballer es in Island gibt, ist dies wirklich eine grosse Sensation, wenn nicht grösser als der Europameister-Titel von Griechenland damals! Wer diese Sensation klein reden will, tut Island extrem unrecht.. auch wenn der Hype natürlich übertrieben ist. Manchmal sollte man auch verstehen, dass nicht immer nur der 1. Platz eine Sensation ist sondern halt schon ein Viertelfinale!
    1 0 Melden
  • dave1771 05.07.2016 06:32
    Highlight Portugal Titelfavorit? Das ich nicht lache!
    3 1 Melden
  • Papst Benedikt 04.07.2016 07:29
    Highlight Endlich dann hören diese Mode-Fans endlich auf! Watson inkl. In ein Em-Viertelfinale zukommen bei so einem Modus ist wirklich nicht solch ein Wunder!
    14 70 Melden
    • maxi 04.07.2016 07:41
      Highlight Das schaffen alle locker...spanien schweiz..
      55 2 Melden
    • twentynine 04.07.2016 11:30
      Highlight … England… ;)
      30 1 Melden
    • Papst Benedikt 04.07.2016 11:50
      Highlight Bitte mal den Spanien-Gegner anschauen! 50/50 Chance
      3 16 Melden
  • twentynine 04.07.2016 06:25
    Highlight Verið þið sælir, Íslendingar! = Auf Wiedersehen Isländer
    Vertu sælt, Ísland! = Auf Wiedersehen
    Verið þér sælar, Ísland = Google-translate Nonsense… ;)
    Lieber Gruss aus Island / Kær kveðja frá Íslandi.
    35 6 Melden
    • twentynine 04.07.2016 06:33
      Highlight Sorry, da ging etwas vergessen:
      Vertu sælt, Ísland! = Auf Wiedersehen Island
      14 2 Melden

Papa Valon tröstet Baby Neymar – und 6 weitere unheimliche Begegnungen 

Neymar hat in der Nacht nach dem Spiel gegen die Schweiz wohl noch von Valon Behrami geträumt: So intensiv wurde er vom Tessiner während des Matchs betreut.

Als Erinnerung bleiben ihnen die Schmerzen – und uns dieses ikonische Bild:

Dabei hätte alles so anders kommen können, wären die beiden nur in anderen Situationen aufeinander getroffen. (Wobei: So richtig angenehm wäre auch das für den Brasilianer nicht geworden.)

Wir haben da mal was gebastelt: 

Artikel lesen